Blog-Stochastik *

Blog-Stochastik *

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Folgenden Satz las ich gerade auf dieser Website:

In der Stochastik gibt P(X=k)=(nk)pkqnk bei einem ->Bernoulli-Experiment die Wahrscheinlichkeit dafür an, dass man bei n unabhängigen Versuchen mit der jeweiligen Wahrscheinlichkeit p bzw. q = 1 – p genau k Treffer hat.

Beispiel:

Aus einer Urne mit 33 weißen und 67 schwarzen Kugeln werden 5 Kugeln nacheinander genommen und jeweils die Farbe notiert. Die Wahrscheinlichkeit, dass unter den 5 gezogenen Kugeln genau 3 rote Kugeln sind ist:

P(X=3)=(53)0,3330,672=0,6132119316%

Nun ja, wenn nur schwarze und weiße Kugeln im Kasten sind, ist es doch überaus logisch, wenn man rote daraus hervorzieht. Klar, oder ?

Ebenso unterhaltsam ein Blick in meine Blogstatistik von 2016:

Leser aus 43 Ländern haben sich das Jahr über meine Schreibe angetan. Und zu 2/3 aller Aufrufe erfolgte über Suchmaschinen und nicht über den WordPress-Reader. Und die Suchanfragen hatten es in sich. Die zu lesen hat den Unterhaltungswert des Theaterstücks „Die Physiker“, in dessen Genuss ich letzte Woche kam. Darin ein Dialog, wo einer der Bewohner der Nervenheilanstalt unter Wortfindungsstörungen litt. Minutenlang suchte der Ärmste nach der Endung des Satzes: „Dann setzen wir ihn Schach matt„. Und während er sämtliche Spiele von Halma bis Skat durchexerzierte, verfiel sein Gesprächspartner immer mehr in nervöse Zuckungen. 

Dieses „es liegt mir auf der Zunge“, kennen wir wohl alle aus dem Alltag. Ob bei den Suchanfragen ebendieses Problem vorlag, darüber kann ich nur Vermutungen anstellen:

mann küsst auf zehenspitzen – gut, das ist jetzt nicht so abwegig bei meiner Heelomanie, wobei es auch ein Hocker tun würde 😉

pumps mit alkohol gefüllt bilder – also die Idee Eierlikör in Schokobecher zu füllen, finde ich noch sinnvoll. Aber wozu soll das denn gut sein ? *grübel*

bh vergessen und noch besser immer slipless – ehrlich, so gut kann Google mich gar nicht kennen 😀

sichtbare halterlose und halterlose zu hause – klar, auch beim Putzen immer aufgebrezelt, macht doch die Frau von heute so, oder?

onanieren – passt ja so gar nicht, schließlich besteh ich auf dem Ausdruck Ipsation

grüne bluse trottel – kann ich so gar nichts mit anfangen, da passt schon eher rattenhornchen

Neben dem Suchbegriff seelenfunkeln.com wurde mit gleich hoher Anzahl nach Lilith gesucht. Und mein Beitrag Lilith – Miststück und Schlampe ist der am meisten angeklickte Beitrag. Ich kann nur vermuten, dass hier noch eine Menge (Auf-)Klärungsbedarf besteht.

Spannend in die Suchbegriffe mal reinzuschauen, ist es allemal. Wenn Euch also Vermutungen zur grünen Bluse oder auch zu gehäkelten Schokoküssen einfallen: immer her damit.

*Stochastik = die Kunst des Vermutens

Der Weg eines Singles

Der Weg eines Singles

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Da fragt mich doch gerade erst Cheffe, wann denn das Buch mit meinen Dating-Stories erscheint. Über meine Schilderungen lacht er sich regelmäßig schlapp und wie man hier nachlesen kann, habe ich entweder das Talent besonders unterschiedliche Männer zu daten oder einfach nur eine gute Beobachtungsgabe. Ich hoffe auf letzteres. Momentan komme ich auf mindestens 1 Date pro Woche, nette Abende, die mittlerweile den Unterhaltungswert eines Kinofilms besitzen. Genau, es macht einfach Spass und ist längst nicht mehr darauf ausgelegt, „Das Spiel“ zu spielen. Sicher ist da im Hinterkopf die Intention, einen neuen Lebensabschnittsgefährten zu finden, aber wenn es nicht passt, dann eben nicht.

Ich bin mittlerweile an dem Punkt angekommen, dass ich mein Singleleben nicht um jeden Preis aufgeben werde. Man mag mich für anspruchsvoll halten, bei den wirklich genauen Vorstellungen, die ich habe. Alter und Größe müssen stimmen, zu mir passen, ebenso wie Lebenseinstellungen, Ausdrucksweise und sexuelle Vorstellungen. Und dann sind da noch so elementare Sachen wie das Aussehen, der Geruch und das Gefühl. Nein, ich werde keine Kompromisse eingehen, bin ja schon immer extremistisch veranlagt, die Lieblings-Schwestern wissen das. Nennen es Sturheit. Ich weiß einfach, was ich will – im Gegensatz zu vielen anderen Frauen da draußen. Trotzdem war es bis hierhin ein langer Weg. Und den zeig ich Euch mal als musikalischen Roadtrip:

Zuerst der Entzug

 

Dann das Jammertal

 

Sich selbst neu entdecken

 

Und der Versuch, mit dem Teufel in mir zu tanzen

 

…natürlich immer mal wieder kurze Anfälle/Rückfälle in nostalgische Phasen

 

Und dann kam der Wendepunkt – ich genoss das Alleinsein mit der Erkenntnis:

 

…mit Freundinnen die Zeit zu genießen und einfach zu schauen, was kommt

 

Also genießt das Leben mit all seinen Facetten, seid offen, authentisch, nehmt Euch, was Ihr braucht und vor allem:

Werdet Euch klar darüber, was Ihr wollt! ❤

Und wir machen es doch den Vögeln nach ;-)

Und wir machen es doch den Vögeln nach ;-)

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Im englischen und französischen Volksglauben ist der 14. Februar seit Ewigkeiten mit der beginnenden Vogelbalz verbunden. Der englische Dichter Geoffrey Chaucer schrieb dazu im 14. Jahrhundert – also im Zeitalter des aussterbenden Minnegesangs, der die Grundlage für unsere romantische Vorstellung von Partnerschaft bildet: „For this was sent on Seynt Valentyne’s day, whan every fowl cometh ther to choose his mate.“ – muss man nicht übersetzen, oder?

…und von der Paarung der Vögel ist es ja nun wirklich kein großer Schritt zu den Ritualen der menschlichen Spezies: Blumen, Geschenke, Gutscheine für Tanzkurse und Liebesbriefe 😉

Apropos Tanzkurse – schaut Euch das Video bis zum Schluß an:

Die Vogelhochzeit

Ein Vogel wollte Hochzeit machen in dem grünen Walde. (Refrain: Fiderallala, Fiderallala, Fiderallalalala)
Die Drossel war der Bräutigam, die Amsel war die Braute.
Der Sperber, der Sperber, der war der Hochzeitswerber.
Der Stare, der Stare, der flocht der Braut die Haare.
Die Gänse und die Anten, die war’n die Musikanten.
Der Spatz, der kocht das Hochzeitsmahl, verzehrt die schönsten Bissen all.
Der Uhu, der Uhu, der bringt der Braut die Hochzeitsschuh’.
Der Kuckuck schreit, der Kuckuck schreit, er bringt der Braut das Hochzeitskleid.
Der Seidenschwanz, der Seidenschwanz, der bracht’ der Braut den Hochzeitskranz.
Der Sperling, der Sperling, der bringt der Braut den Trauring.
Die Taube, die Taube, die bringt der Braut die Haube.
Der Wiedehopf, der Wiedehopf, der bringt der Braut nen Blumentopf.
Die Lerche, die Lerche, die führt die Braut zur Kerche.
Brautmutter war die Eule, nahm Abschied mit Geheule.
Der Auerhahn, der Auerhahn, der war der stolze Herr Kaplan.
Die Meise, die Meise, die singt das Kyrie leise.
Die Puten, die Puten, die machten breite Schnuten.
Der Pfau mit seinem bunten Schwanz macht mit der Braut den ersten Tanz.
Die Schnepfe, die Schnepfe, setzt auf den Tisch die Näpfe.
Die Finken, die Finken, die gaben der Braut zu trinken.
Der lange Specht, der lange Specht, der macht der Braut das Bett zurecht.
Das Drosselein, das Drosselein, das führt die Braut ins Kämmerlein.
Der Uhu, der Uhu der macht die Fensterläden zu
Der Hahn, der krähet: „Gute Nacht“, nun wird die Kammer zugemacht.
Die Vogelhochzeit ist nun aus, die Vögel fliegen all’ nach Haus.
Das Käuzchen bläst die Lichter aus und alle ziehn vergnügt nach Haus.

Ich wünsche Euch allen einen wunderbaren Valentinstag

mit den Menschen, die Ihr liebt

❤ ❤ ❤

 

Versatile Blog Award

Versatile Blog Award

 

 

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Die Mondgöttin und ihre Freunde freuen sich über den Award – Danke Ann ❤

Ich hätte da noch einige Awards abzuarbeiten, fange also einfach mal hinten an. Genauso, wie ich das gern bei Zeitschriften in Arztpraxen tue (1) – fragt mich nicht “Warum?”, ich weiß es wirklich nicht. Da hab ich doch der lieben Ann gegenüber erwähnt, dass ich mittlerweile doch einige Filme oder Serienteile in der englischen Originalfassung sehe und bumms kommt ein Award geflogen, bei dem ich mich in der Aussprache (wieder einmal) grundlegend beim Lieblingstöchterchen blamiert habe (2). Trotzdem vielen Dank, ich mag es nämlich, täglich etwas Neues dazu zu lernen (3). Wobei jeder von uns Lernender und Lehrender sein sollte – eine ausgewogene harmonische Mischung. Jeder Punkt gleich wichtig und gleichgroß – anders als meine Augen. Denn da gibts wirklich stark sichtbare Größenunterschiede (4). Was mich nicht daran hindert, Ordnung und Symetrie zu lieben. So sehr, dass ich wirklich jeden Morgen mein Bett aufschüttle und ordentlich zurechtlege (5). Da fällt mir ein, dass ich unbedingt mal wieder mein Auto aussaugen sollte. Ganz besondere Pflege wird dabei meinen schwarzen Fußmatten mit den rosa Schmetterlingen zuteil werden (6). Dass ich gern schnell im Mondmobil unterwegs bin, haben sicher hier auf dem Blog und draußen auf der Strasse erst recht einige mitbekommen. Und wenn ich zur (wirklich!!!) lauten Mukke ausnahmsweise nicht mitsinge, fällt mir glatt auf, dass sich dieser Sänger im folgenden Song genauso wie mein früheres IDOL Michael Jackson (7) anhört ab 0:41 min:

Und wer hier angekommen ist, wird sich wundern – lunarterminiert geht auch mal in kurz und knackig. Aber freut Euch nicht zu früh, denn der Hammer kommt ja noch. Also hier

Die VBA Regeln:

Danke der Person, die dich nominiert hat. Danke Ann ❤

Verrate uns 7 noch unbekannte Dinge über Dich
Wähle 15 Blogger aus, um sie deinerseits für den VBA zu nominieren. 

Also 15 ist definitiv keine schöne Zahl, und Regeln sind ein Stück weit immer dazu da, sie zu brechen. 7 Tage hat die Woche – und beginnt natürlich mit dem Tag der Göttin ;-))) . Und außerdem ist heute der Siebente – also nominiere ich sieben Blogger. Einige davon vermissen mich sicher, aber ich schwöre: auch wenn ich nichts bei Euch hinterlasse, ICH lese EUCH ! Das gilt natürlich auch für alle anderen, aber nicht jeder möchte bekanntermaßen nominiert werden. Hier meine Nominierten:

Michi mit Carlos ❤ 

der Eimer (oder wars der Arsch 😀 ) 

Mr. „eine aus 80 Mio.“

Dr. Sommer für Erwachsene

Eva, meine Piratenkapitänin ❤

Nacho – DAS wollten die Katzen so (munkelten was von „den Feind besser kennen lernen“

Uhle und sein Garten

Viel Spass Euch allen ❤

 

 

„Ich brauch was Süßes !!!“,

„Ich brauch was Süßes !!!“,

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Date-Review für Januar

„Ich brauch was Süßes !!!“, kam mir gerade so in den Sinn, und stattdessen mach ich mich an einen längst fälligen Blogeintrag. Die Blog-Diät – ich sollte das patentieren lassen! Der Januar rannte so schnell vorbei, dass ein angedachter Jahresrückblick mittlerweile sinnlos erscheint. Es hat sich einfach viel erledigt in 2016, ist abgeschlossen. Ich bin wieder Ich, auch namenstechnisch, und ich habe viel im Inneren für mich geklärt. Klärung im Inneren war ja sowieso das große Jahresthema 2016 (Quersumme 9 = der Eremit im Tarot) und 2017 (das Schicksalsrad) kommt dann folgerichtig die Klärung im Außen – es wird spannend für alle, auch wenn man nicht „an sowas“ glaubt.

Neulich las ich auf einem meiner Hexen-/Tarotblogs, dass es ruhig auf dem Blog sei, wenn im realen Leben der Bär steppt. Kann ich bestätigen. Den Bären (das Steppen nicht). Im Lenormand-Kartendeck steht der Bär für Liebhaber. Da tut sich jetzt im Januar bisher mehr, als im ganzen letzten Jahr gesamt. Klar ist da immer noch Mr. Big, mit dem ich seit April letzten Jahres mal mehr und mal weniger kommuniziere. Und der mir immer wieder zu verstehen gibt, dass er ausschließlich an einer Freundschaft interessiert ist. Bisher war ich dafür nicht wirklich offen, weiß aber auch nicht, was genau er darunter versteht. Seine ganze verschlossene Art reizt mich, fordert mich heraus. Ich will mich aber auch nicht mehr durch seine kontaktlosen Zeiten verletzen lassen, also treff ich mich grad mit so einigen schönen Söhnen anderer Mütter. Und wie heißt es so schön: Frau muß viele Frösche küssen, um das richtige Biest zu finden. 😉 . Also hier eine kurze Internet-Date-Übersicht des letzten Monats:

Der Spiegel

Fast schon unheimlich, wie gut wir uns verstanden. Egal welches Thema, Übereinstimmung pur. Na gut, außer seine Größe und meine Schuhe. Ok, seine 1,80 m gehen wirklich gar nicht bei meinen 14cm-Absätzen. Und er hatte keine Haare! Wißt Ihr eigentlich, wieviele Herren ab Mitte 40 obenrum nackich rumrennen? Wobei ich nicht weiß, ob ich das ebenso schlimm finde, wie diese furchtbaren Hipster-Bärte! Wie gut, dass ich nicht 30 bin. Hat alles seine Vorteile. Meine Schuhhöhe war für ihn genauso ein Problem, wie seine geringe Körpergröße für mich. Und so waren wir beide ähnlich oberflächlich und an mehr als dem netten Nachmittag nicht interessiert.

Der verpeilte Langweiler

ist mindestens für einige Minuten Showprogramm prädestiniert. Nicht nur, dass er von mir mit dem Auto abgeholt werden mußte, weil er sein Autotürschloß nicht enteist bekam, er sprach über mich in der dritten Person (während ich ihm gegenübersaß) und Rhabarberschorle war für ihn eine Offenbarung. Bei Dates achte ich grundsätzlich  darauf, dem Herren 50% Gesprächsanteil zu überlassen und aktiv zuzuhören. Ich finde Menschen interessant, egal ob Date oder nicht und bin offen für ihre Geschichten. Was soll frau tun, wenn da so gar nichts kommt, weil da so gar nichts ist??? Ich hab ihn dann noch zum Bahnhof gefahren… Ach ja und dann kam doch noch was in Form einer Whattsupp: Wenn ich gewisse Bedürfnisse hätte, könne ich mich gern melden. Ähhh, bitte…??? Und das, obwohl ich ihm die Frage nach einem weiteren Treffen beim Abschied klar verneinte. Wie würde meine Freundin – eine Sonderpädagogin – sagen: „Du musst es ihn wiederholen lassen!“ Ähhh, ja….

Der Welpe

Auffälligerweise ist der berufliche Background der von mir gedateten „Frösche“ ähnlich. Alle sind sie in gesicherten Positionen, verdienen überdurchschnittlich, weil sie in dem was sie tun wirklich gut sind. Und mir ist genau der Punkt total egal, weil Sicherheit für mich nichts finanzielles ist, sondern ein Gefühl, das ich vom anderen Part brauche. (Darüber sollte ich mich vllt mal auf dem Blog auslassen bei all den MGTOWs und Pick up ern *grins*). Leider war dieser Mensch nach 19 Jahren gerade mal 4 Monate aus seiner Beziehung raus und hatte vollkommen vergessen, was ihn ausmacht, wofür er brennt und was ihn begeistert. So sprach er also ausschließlich von seiner Ex und seiner Ex-Beziehung und von sich und seiner Ex… Unglaublich verletzt und verletzlich und im Mangel. Natürlich hab ich ihn verstanden und ihm klar gemacht, dass ich keine Therapeutin bin und dass er ein ganz Toller ist…und dass irgendwann alles besser wird *köpfchenstreichel*.

Und dann war da noch:

Der Irrtum oder Warum sind die interessantesten Männer schwul???

Manchmal laufen mir natürlich auch einfach so interessante Männer über den Weg. Denn den mütterlichen Ratschlag : “ Also warum schaust Du nicht mal auf der Arbeit ?!“, kann und mag ich nicht umsetzen, bei all den 17- und 18jährigen, mit denen ich größtenteils zu tun habe 😉 . Ausnahmen bestätigen die Regel und jemand meines Alters, der mir technisch das Wasser reichen kann, ist natürlich per se schon interessant. Die Situation tat ein übriges dazu, denn was sind Schulungen anderes als ein Kampf auf Leben und Tod, zumindest gemessen an der Adrenalinmenge, die mein Körper entsprechend ausschüttet, weil mein Kopf aufgrund der begriffsstutzigen anderen Teilnehmer langsam beginnt Amok zu laufen und sich dann anderweitig beschäftigen muss. Zum Beispiel mit einem Flirt. Nachdem wir also gemeinsam diesen Schulungs-Krieg mithilfe von sehr viel Galgenhumor durchgestanden hatten, folgten unter dem Vorwand des fachlichen Austausches stundenlange Telefonate und die Chemie passte einfach. Im dritten Telefonat ließ er dann die andere Orientierung durchblicken. Die Chemie passt immer noch, nun eben in der Friendzone. Und wenn wir demnächst die schönste Stadt der Welt unsicher machen, wird er bezahlen müssen – für die Abdrücke, die mein Gebiß nach dem Telefonat im Esstisch hinterlassen hat.

Warum ich das hier so ausbreite?

Weil es gerade in meinem Alter unglaublich viele Menschen gibt, die sich partnerschaftlich lösen bzw. neu orientieren. Ob freiwillig oder nicht – egal. Aber ich kenne das Gefühl kurz nach einer Trennung, zu befürchten, dass da NIE WIEDER was Schönes kommt. Doch es kommt: Wundervolles, Schönes, Überraschendes, Nostalgisches, Lustiges und auch Schmerzhaftes. Aber es kommt anders als vorher. Und es hilft, sich selbst klar aufzustellen, an sich zu arbeiten und zu glauben. Ich weiß, dass ich die oben aufgelisteten Erlebnisse sehr analytisch beschrieben habe. Der ein oder andere mag denken : „So ganz ohne Herz“. Stimmt. Das Herz hat in ersten Dates nichts zu suchen. Das macht die ganze Sache später schließlich kompliziert genug, also besser anfangs einen klaren Kopf behalten.

In Liebe für B. und S. und F. ❤

Balladenwochenende – Ich mach mit

Balladenwochenende – Ich mach mit

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Am Freitag den 13.ten rief Christiane, ebenfalls Katzenbedienstete und Bloggerin, im hohen grauen Norden dazu auf, unsere Lieblingsballaden zum Besten zu geben. Und wenn es irgendetwas gibt, was ich früher im Deutschunterricht geliebt habe, so waren das diese wunderbar langen gereimten Gedichte mit der Handlung eines Romans in Versform. Ich hatte auch noch das unverschämte Glück, ein excellentes Kurzzeitgedächtnis zu besitzen, um all die geforderten Vorträge in kürzester Zeit zu lernen – quasi nebenbei aufm Klo – und das Talent diese mit viel Drama und Ausdruckskraft wiedergeben zu können. Meine Mitschüler müssen mich gehasst haben.

Über die Literatur, die meine Schulzeit prägte, folgt irgendwann hoffentlich noch ein separater Blogpost. Es waren aber außer den hirnwindungsreinigenden gesellschaftskonformen Stücken eine ganze Menge Klassiker, an die ich mich erinnere. Allen voran natürlich „Der Erlkönig“, „Die Glocke“ und „Der Handschuh“, dann noch „Die Lorelei“, „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“, „John Maynard“ und „Die schlesischen Weber“. Die Einsicht, dass jede Handlung eine Konsequenz nach sich zieht, dafür hat schon früh mit viel Eindruck „Der Zauberlehrling“ gesorgt. Ja, Goethe, Schiller, Heine und Fontane waren die bevorzugten Schriftsteller im sehr eng festgelegten Lehrplan.

Die eindringlichste Ballade, und sie treibt mir heute noch Pipi in die Augen, ist für mich immer noch von Otto Ernst Schmidt, einem Hamburger Schriftsteller. Aber lest selbst:

Nis Randers

Krachen und Heulen und berstende Nacht,
Dunkel und Flammen in rasender Jagd –
Ein Schrei durch die Brandung!

Und brennt der Himmel, so sieht man’s gut.
Ein Wrack auf der Sandbank! Noch wiegt es die Flut;
Gleich holt sich’s der Abgrund.

Nis Randers lugt – und ohne Hast
Spricht er: „Da hängt noch ein Mann im Mast;
Wir müssen ihn holen.“

Da fasst ihn die Mutter: „Du steigst mir nicht ein!
Dich will ich behalten, du bliebst mir allein,
Ich will’s, deine Mutter!

Dein Vater ging unter und Momme, mein Sohn;
Drei Jahre verschollen ist Uwe schon,
Mein Uwe, mein Uwe!“

Nis tritt auf die Brücke. Die Mutter ihm nach!
Er weist nach dem Wrack und spricht gemach:
„Und seine Mutter?“

Nun springt er ins Boot und mit ihm noch sechs:
Hohes, hartes Friesengewächs;
Schon sausen die Ruder.

Boot oben, Boot unten, ein Höllentanz!
Nun muss es zerschmettern …! Nein, es blieb ganz! …
Wie lange? Wie lange?

Mit feurigen Geißeln peitscht das Meer
Die menschenfressenden Rosse daher;
Sie schnauben und schäumen.

Wie hechelnde Hast sie zusammenzwingt!
Eins auf den Nacken des anderen springt
Mit stampfenden Hufen!

Drei Wetter zusammen! Nun brennt die Welt!
Was da? – Ein Boot, das landwärts hält –
Sie sind es! Sie kommen!

Und Auge und Ohr ins Dunkel gespannt …
Still – ruft da nicht einer? – Er schreit’s durch die Hand:
„Sagt Mutter, ’s ist Uwe!“

Übrigens gab Otto Ernst Schmidt damit dem „Archetypen“ des Seenotretters Gestalt. 1990 taufte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) einen ihrer Seenotkreuzer auf den Namen NIS RANDERS und stationierte ihn in Maasholm an der Ostsee. Wenn also in Hamburg von so einem büschen Wind die Rede ist und Ihr im Radio hört, dass man sein Fahrzeug aus bestimmten Regionen der Stadt entfernen sollte, dann ist das Wetter auf offener See um einiges heftiger und rauher.

Danke Christiane für die schöne Idee und ich wünsche allen ein kuscheliges Wochenende 🙂