Aus gegebenem Anlass

Aus gegebenem Anlass

erläutere ich hier gern kurz noch einmal diesen Blog. Die Bloglandleserschaft möge mir verzeihen, dass ich dies für notwendig erachte. Jedoch habe ich begonnen, mich vor einiger Zeit auch im sozialen Netzwerk mit dem Blog sichtbar zu machen, was nicht nur für Freude gesorgt hat.

Dieser Themenblog bringt zum Ausdruck, was mir am Herzen liegt, was ich in meiner bisherigen Persönlichkeitsentwicklung als wichtig befunden habe, bzw. wie die Praline in einem sehr netten Kommi meinte, essentiell ist.

Deshalb geht es hier um Themen wie Selbstliebe und Grenzsetzung, Ziele, Chancen und Möglichkeiten, Lebens-Fragen, denen man sich stellen sollte, aber auch Anregungen dazu, was man tun kann, um Glückshormone in sich zu erzeugen…und damit auch in anderen. Ich möchte zeigen, dass durch ver – rückte Ideen und Aktionen, Dankbarkeit und Vergebung,  uneigennütziges Handeln, Tanzen und Musik, Meditationen und gemeinsame Unternehmungen mit anderen Menschen die eigene Lebensqualität gesteigert werden kann. Mir würde es nicht liegen, diese Themen theoretisch abzuhandeln, deshalb sind sie natürlich in einen – oft auch persönlichen – Kontext gepackt. Darin zeige ich mich in einem gewissen Rahmen – und wer mich kennt (und hier geht es nicht darum, zu glauben, dass man mich kennt), weiß, dass das alles Teile von mir sind. Niemand ist wirklich in der Lage, einen anderen Menschen ganz und vollständig zu erfassen.

Zusätzlich wird einigen meiner Leser nicht entgangen sein, dass ich hochsensitiv bin, als Persönlichkeit also sehr speziell (HSP – Erklärung hier oder im www). Mir eröffnet diese Gabe die Eigenschaft, mich in andere Personen einzufühlen, also mich im Wir wahrzunehmen und das Wir ebenso in mir. Tiefsinniges gehört ebenso zu mir wie Leichtigkeit und dieser persönliche Blog, geht deshalb auch in die Tiefe. Darin wird sich der Leser immer wieder selbst erkennen. Nosce te ipsum. Klar, es gehören auch Schattenseiten, Anteile, die niemand gerne an sich sehen will, dazu.

Folgendes kann ich nur vermuten: Projektionen führten dazu – jeder von uns sieht die Welt ja so, wie er kann – dass es Menschen gibt, die meinen, ich würde sie ganz speziell und persönlich meinen. Oder sie meinen erkannt zu haben, wen ich angeblich ansprechen möchte. Weil sie eben glauben, mich zu kennen. Sorry Leute, ich nutze meine künstlerische Freiheit, ich nutze die Gabe des Einfühlens in andere und ich bin nicht auf der Welt, um mit irgendjemandem abzurechnen.

Der große Unterschied zwischen mir und einigen Lesern besteht aber darin, dass ich mich hier sichtbar – und damit auch angreifbar – mache. Deshalb bitte ich in Zukunft darum, sollte jemand meinen, dass ich evtl. nahestehende Personen bloßgestellt hätte, kritische Äußerungen direkt dazu über die Kommentarfunktion unter dem Beitrag anzumerken. Ich bevorzuge die offene Diskussion, denn allein der Versuch, mich auf anderen Kommunikationskanälen manipulieren zu wollen, erzeugt bei mir ein ganz schlechtes „Gschmäckle“.

Stein des Anstosses? …genaues weiß man nicht, ich vermute mal das hier:

https://seelenfunkeln.wordpress.com/2015/11/06/weil-ich-es-mir-wert-bin/

 

 

 

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Who the f… is Scrat?

Who the f… is Scrat?

Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten und so gehören für mich außer den beliebten Klassikern wie „3 Haselnüsse für Aschenbrödel“ (danke an das Blumenmädchen) auch Animationsfilme zum vorweihnachtlichen Couching. Nicht nur die Synchronsprecher von „Ice Age“, auch die Story und die charakterlichen Liebenswürdigkeiten der Figuren mochte ich von Beginn an. Ich gestehe es hier: ich liebe Scrat – das Rattenhörnchen, dem kein Umstand zu schwer ist, seine Eichel, sein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Der neueste Kurzfilm ist gerade erschienen, den ich Euch natürlich nicht vorenthalten will:

 

…und ich wünsche mir, dass jeder von uns sein Ziel trotz diverser Schwierigkeiten ebenso fest hält und nicht aus den Augen verliert.

Einen schönen 1. Advent wünsche ich Euch!

Video

Wild and free

Bei der letzten Party fanden die wirklich interessanten Gespräche natürlich wiedermal in der Küche statt. Da so ziemlich alle Anwesenden mindestens ein Kind in der Oberstufe haben, welches also in diesem oder nächsten Jahr sein Abitur machen wird, kam zwangsläufig die Thematik des „danach“ auf.

Und alle waren sich einig, dass die Anzahl der Möglichkeiten in dieser Generation schier unbegrenzt zu sein schien. Während der Großteil der Eltern der Meinung war, dass man schon als junger Mensch gleich den richtigen Weg einschlagen sollte, schließlich ging es ja um so etwas Wichtiges wie das gesamte weitere Berufsleben, gab es nur einige wenige, die das nicht ganz so eng sahen. Weil wann, wenn nicht nach der Schule könnte diese Generation einige Jahre ausprobieren, was ihr gut gefällt, wo sie Freude dran haben und wie es weitergehen soll.

Es waren Menschen dabei, die zum Ausdruck brachten, dass sie regelrecht neidisch darauf sind, früher eben nicht diese Auswahl an Berufswegen gehabt zu haben, andere empfanden ihre eigene Vergangenheit als durchaus reichhaltig an Möglichkeiten und Wegen und wünschen ihren Kindern die richtige Wahl.

Ich bin nicht neidisch auf meine Kinder, weil ich der Meinung bin, jederzeit alle Wege gehen zu können, wenn ich denn will. Und das, obwohl mir damals nach dem Abitur nur wenige Möglichkeiten zur Auswahl standen. Genauer gesagt, war es eine Einzige.

Zum besseren Verständnis: ich habe meinen Abschluß im Wendejahr gemacht – im Ostteil Deutschlands. Im besagten Jahr hing man als junger Mensch etwas in der Luft, niemand wußte, wie es weitergehen könnte, meine Bewerbung an die Wunsch-Uni war zwar im Noch-Sozialismus abgelehnt worden, im Umbruch jedoch gab es dann eine Nachricht mit anders lautenden – aber eben nur – Überlegungen. Unsicherheit war damals ein vorherrschendes Gefühl und nicht zu vergessen das Wissen, das bis dahin 18 Jahre lang vom System in meinen Kopf gehämmert wurde betreffs einiger Fakten zum „Klassenfeind“. Eine davon war, dass ein Studium nur den Wohlhabenden der Gesellschaft vorbehalten wäre. Also war meine einzige Wahl, die erstbeste Lehrstelle anzunehmen, die sich mir anbot – mit einem ganz guten Abi keine schlechte Entscheidung, sondern der Notwendigkeit gezollt. Schlecht nur, dass meine Lehrherrin das Abi nicht auf meine Lehrzeit anrechnete – weil es ja kein „echtes“ war. 😉

Innerhalb dieser „Gastro“-Box habe ich denn auch in den darauf folgenden Jahren einiges angeschoben, ausprobiert, mich neu erfunden und Konzepte gleich mit. Der rote Faden war immer da und den Berufskasten Gastronomie habe ich bis in den letzten Winkel ausgefüllt, erlebt und inhaliert: von der kleinen Hotelfachfrau über die Organisation von Eventgastronomie, zur Cafebesitzerin und letztendlich zur Lektorin in einer Food-Redaktion…

Und nun? Bin ich ausgestiegen, weil es nicht darum geht, sich in eine Schachtel zu pressen und sie auszufüllen. Das mag eindeutig ziemlich verrückt klingen, aber wenn ich mir anschaue, wie sehr einerseits die Depressionen und Burn outs allein in Deutschland zugenommen haben und wie wenig andererseits die meisten Menschen mit ihrem Job zufrieden sind, innerlich gekündigt haben, dann möchte ich versuchen auf einem anderen Weg für mich sorgen.

Am liebsten hätte ich den Eltern in der Küche erwidert, dass es nicht darum geht, das passende (also die passende Box) für den jungen Erwachsenen zu finden. Schon meine Schilderung, dass man sich im Leben weiterentwickelt und ja nicht in einem Job hängenbleibt, hat einige überfordert.

Als Kinder haben wir alle noch groß gedacht und mit 18 geht es auf einmal nur noch darum, was möglich ist??? Wann haben wir verlernt, zu träumen, groß zu träumen?

Kinder haben unbegrenzte Energie im Gegensatz zu uns. Wir setzen uns selbst die Limits und wundern uns über den Burn out. Warum ist das so?

Weil wir unsere Träume und damit uns und unseren Sinn aus den Augen verloren haben!

Wer mir jetzt mit „realistisch denken“ kommen will: „Nur wer wagt, gewinnt!“ (komischerweise hat noch niemand dieses Sprichwort erweitert zu „….oder verliert“

Realistisch denken ist vor allem eines: Sicherheitsdenken. Und wer genau verspricht uns, dass das Leben sicher ist? In diesem Sinne: „Einfach springen!“

 

99 % Ballast

99 % Ballast

Ich dachte mir, nach der schweren Aufgabe gestern, darf es heute etwas leichteres sein:

Irgendwo hab ich mal gelesen, dass Menschen, die das Glück haben in einer reichen Industrienation zu leben durchschnittlich so um die 200.000 Gegenstände besitzen. In den ärmsten Ländern der Welt bewegt sich diese Zahl angeblich so um die 20.000 (Lieblingssohn würde sagen #Mums unnützes Wissen ;-)).

Heute früh nahm ich wie immer meine Lieblingssachen aus dem Kleiderschrank und ärgerte mich über die Enge darin. Mit einem Blick konnte ich sehen, dass ich bestimmt nur ca. 20 % der Kleidung  regelmäßig trage. Natürlich ist ein kleiner Prozentsatz an Kleidung zusätzlich für besondere Gelegenheiten wichtig. Aber zuviel überfordert auch. Und wenn ich an den Dachboden denke oder den Keller, weiß ich, dass es dort ebenso aussieht…zu eng…weil zuviel und vor allem zuviel Unnützes.

Ich habe zum Umzug Anfang des Jahres schon eine ganze Menge aussortiert. Was auch unumgänglich war, da die neue Bude nur halb so groß ist. Trotzdem habe ich immer noch das Gefühl mit allem, was ich nicht brauche, einen ganzen Katalog füllen zu können.

Wie merkte ein mir sehr lieber Kollege gestern an: „Du bist ja frei.“. Gleichzeitig bin ich davon überzeugt, dass Besitz verpflichtet (sich darum zu kümmern, etc.). Sooo frei bin ich dann doch nicht. Also wird hier demnächst einiges rausfliegen und  Feng Shui- technisch sorgt das Aussortieren ja außerdem für mehr Leichtigkeit im Leben.

Wer jetzt meint, dass das alles nur ein Vorwand ist, um folgenden Song hier einbringen zu können, der irrt…sich nur fast ;-). Den Vorsatz habe ich schon etwas länger, aber mit dem Song komm ich viel besser in die Umsetzung. …also wie immer alles rein eigennützig.

Endzeitstimmung ?

Endzeitstimmung ?

Das Ende des Jahres ist absehbar. Höre ich da Protest? Jetzt kommt die Zeit, die nur so vorbeirast: Weihnachtsfeiern, Geschenke besorgen und einpacken, Nikolaus, ein Adventskaffee jagt das nächste, schon ist Weihnachten, Familientrubel, Geschenke tauschen und Silvester planen – also, das Jahr ist definitiv absehbar Punkt

Zeit, sich ein wenig das vergangene Jahr bewußt zu machen:

Was habe ich alles geschafft im Frühling, Sommer und Herbst?

Wen habe ich in meinen Kreis meiner Lieblingsmenschen aufgenommen ?

Und wen habe ich losgelassen? Schmerzhaft oder ganz bewußt?

Was waren meine Highlights in diesem Jahr ?

Wo bin ich über mich hinausgewachsen?

Und wo mußte ich eine Niederlage einstecken ?

Was habe ich daraus gelernt und was habe ich überhaupt gelernt ?

Hab ich mich verändert in diesem Jahr ?

Welche Träume und Wünsche hatte ich zum Jahresanfang ?

Und, erreicht oder auf dem Weg ?

Und wozu das Ganze?

…och, nur um sich wieder klarer zu sehen.

Erst wenn ich mich selbst klarer sehe, kann ich mein Gegenüber besser erkennen.