Helden

Helden

Gerade hab ich Kinokarten gekauft. Morgen Abend schau ich mir mit der Lieblingstochter „Deadpool“ an. Den Trailern nach ein Superheld mit einer übergroßen Klappe. Letztendlich einer, der an verschiedenen Wegpunkten Entscheidungen trifft, die ihn zu dem machen, der er ist. Der sein Leben so annimmt und sich dabei seinen Humor bewahrt. So wie man eben einen Helden definieren würde: jemand, der in einer speziellen Situation über sich hinauswächst, seine Ideale vertritt und sich selbst treu bleibt.

Laut Wikipedia wurde das Wort ‚Held‘ seit dem 3. Reich im westlichen Teil Deutschlands nicht benutzt, wobei es im östlichen Teil noch Auszeichnungen gab, die ein ideologisch gefärbtes ‚Held‘ im Namen trugen. In Mythen und Sagen sind Helden eher Halbgötter oder zumindest gottähnlich und selten ist ein Held weiblich. Ist es da ein Wunder, dass wir das real existierende Heldentum nicht sehen (können) ? Und ich meine damit nicht die Spitzensportler, die zu Helden hochgelobt werden.

Als Frauen können wir mittlerweile alles tun, was uns in den Sinn kommt und der Feminismus hat dazu geführt, dass Stärke und Unabhängigkeit ebenfalls unsere Domäne sind. Einerseits behaupten wir uns, auch als das starke Geschlecht und lassen diesen Umstand oft genug in unsere Kommunikation einfließen. Und eine Zeitlang  versuchen wir wirklich folgendes 😉 :

Andererseits ist da eine Sehnsucht in uns, die wir unerklärlich finden. Die uns bei Liebesschnulzen nach dem klassischen Muster ganze Taschentuchberge vernichten läßt. Sehnsucht nach dem Einen, der uns vervollständigen würde, wenn wir es denn nicht schon wären. Unsere Anforderungen nach dem Einen sehen ungefähr so aus (ab ca. Minute 4:00 ) 😉 :

 

Ja, ich weiß …Satire. Und in ebendieser steckt nicht nur ein Körnchen Wahrheit. Ich jedenfalls möchte heutzutage nicht in der Haut eines Mannes stecken. Mir gefällt, was ich bin. Und zum Frausein gehört es eben auch, Gefühls-Schwankungen unterworfen zu sein, irrational zu handeln und das Ziel auf Umwegen anzusteuern – auch in der Kommunikation. Ehrlich gesagt glaube ich, dass diese Andersartigkeit uns Frauen für die (heteroorientierte) Männerwelt so reizvoll macht. Und ebenso ist es doch im umgekehrten Fall…

Denn nur so macht die Ergänzung Sinn: indem wir Frauen uns die Weiblichkeit gestatten und sie nicht als Schwäche einordnen und in unseren Pedants die Helden sehen, die sie sein möchten:

 

(Übersetzung aus dem Gälischen hier )

…und ich hoffe, Meinem Helden gefällt der Song ❤

 

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94 Gedanken zu “Helden

            1. Ich sprach nur von Güte gegenüber Musen…aber Dein Kopfkino ist heute ja richtig in Fahrt 😉
              …also was für ne Knarre ist es ? *gääähn* …wetten, die ist nur für sterbliche geeignet, wie auch der rest deiner auflistung…
              Wie kann ein held vergessen, dass er unsterblich ist ??? *grübel*

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    1. Ja auf den Film freu ich mich wirklich 🙂 …und den Helden freut es, wenn ich beschäftigt bin (was ich so oder so bin). Dass er zu mir steht beruht auf Gegenseitigkeit 🙂 und wir freuen uns beide, dass wir uns gefunden haben ❤ .
      …was meinst Du mit den Dingen, die andere taten ? …wenn ich neugierig sein darf

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          1. bei mir war es liebe bei ihm nur der schnelle F…..mußte ich im Nachhinein feststellen und nun schleicht er hier rum wo ich auch schreibe und immer wenn er kommentiert wo auch ich kommentiere (glaube auch bei dir) tut es weh

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            1. Meins ist ja eher so eine Frauenseite, da landen wenig Herren 😉…aber ich achte mal drauf. Und dass das Blogland doch eher klein ist, hab ich auch festgestellt …lass Dir das Bloggen trotzdem nicht verderben 😘. Mein Ex-Mann bloggt zwar nicht, möchte aber Kontrolle darüber haben, was ich hier so schreibe und am liebsten wäre es ihm wahrscheinlich, ich würde aufgeben. Den Gefallen werd ich ihm nicht tun – schließlich ist er Geschichte und die darf ich verwursten, wie ich möchte, oder ?😎 Hat jeder so sein Päckchen…

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            2. Das ist vielleicht auch besser.Er ist doch nicht auf deiner Seite unterwegs.Dann komm ich halt ganz oft zu dir *lach*.
              Ich denke einfach ein gutes Wort kann man immer über haben ….weiss nicht warum ich so bin

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  1. Die Info, dass in WD seit dem 3. Reich das Wort nicht benutzt wird, erstaunt mich. Benutzen wir ein anderes Wort dafür oder liegt es daran, dass (mit Ausnahme deines Helden) es keine mehr gibt, die man so betiteln wurde?
    Schade irgendwie…

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    1. Ich fand das auch erstaunlich, besonders, da ich ja aus dem Land mit den „Helden der Arbeit“ usw. komme 😉 …Wikipedia meint, dass die „skeptische Generation“ der Nachkriegszeit ja für Pazifismus stand und da in den Weltkriegen viele Soldaten als Helden u.a. auch euphemistisch gefeiert wurden, lehnte diese Generation das Wort ab, weil damit Kriegsverbrechen verbunden waren. Ob das wirklich so war – keine Ahnung, aber wirklich viel in Benutzung ist der Begriff nicht. Na und mein Held ist eben Mein Held 😉

      Gefällt 2 Personen

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