…allein zu Haus

…allein zu Haus

Vor kurzem postete eine Facebook-Freundin folgendes: „Oh mein Gott – heute Abend ist mein Mann außer Haus, die Kinder übernachten woanders und ich bin ganz alleine. Ist das ein komisches Gefühl ! Was mach ich nur den ganzen Abend ?“

Ich hoffe an dieser Stelle, dass sie nicht vor dem Fernseher kleben geblieben ist, konnte das Gefühl aber durchaus nachvollziehen. Zuerst wollte ich noch antworten: „Tu all das, was Du mit den Kindern im Haus nie tun würdest !“, aber konkrete Beispiele fielen mir in dem Moment gar keine ein. Sobald sich so ein Mini-Murkel in das Leben einer Mum eingeschlichen hat 😉 – na gut: reingeplatzt ist – stehen die eigenen Bedürfnisse in zweiter Reihe. Langsam kämpft man sich gewisse Terretorien  zurück, kümmert sich um einen funktionierenden Haushalt, muss irgendwann Arbeit und Kind unter einen Hut bringen und die Beziehung zum Partner möchte frau eben auch pflegen. Endlich darf Mummy, wenn das Kind 6 oder 7 Jahre alt ist, sogar wieder alleine auf die Toilette gehen. Ansonsten hat Mum natürlich sehr viele soziale Kontakte, hauptsächlich durch das Kind und hauptsächlich andere Mummys. Und auch diese Kontakte pflegt frau, auch wenn man sich im vorherigen Leben ohne Kinder nichts zu sagen gehabt hätte; jetzt sitzt man im selben Boot. Sämtliche Freizeit plant man als Familie oder zumindest als Paar.

Wirklich verwundert es dann nicht, wenn Mummy Freizeit eher als Last empfindet und diese nicht bewußt nutzt.

Unerwartet stand ich gestern Abend vor demselben „Problem“. Alle ausgeflogen, keiner, der ein Abendessen benötigte, die ganze Wohnung für mich alleine 🙂 und ein Abend NUR FÜR MICH <3.

Also hab ich mir zuerst einen gut gekühlten Martini rose eingeschenkt, um dann eine Dorade nur für mich spektakulär gut im Ganzen mit Limetten, Rosmarin und Knoblauch zu braten. Fotos dazu gibts nicht, dazu war sie viel zu lecker und ich zu hungrig. Aber Zeit für Kerzen und gute Musik zum Essen hatte ich dann doch. Und während anschließend mein Badewasser – sehr langsam – einlief, stellte ich die Mucke lauter und tanzte nackt durch die Wohnung. In dem duftigen Schaumbad ließ ichs mir natürlich bei geöffneter Badezimmertür und weiterhin Musik gut gehen und verzog mich Stuuunden später mit einem Glas Rotwein, Kuscheldecke und Buch auf die Couch. Nach soviel Anstrengung vorher drohten mir aber ziemlich schnell die Augen zu zufallen, also erinnerte ich mich an meine Gebietshoheit am heutigen Abend …über Netflix. Eine Folge meiner Lieblingsserie schaffte ich und fiel noch vor 24:00 Uhr in mein Bett.

Das war ein perfekter Abend – danke an mich ❤ , und ich freu mich schon auf den nächsten Abend, an dem es heißt: „…allein zu Haus“.

 

 

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23 Gedanken zu “…allein zu Haus

  1. ich denke, dass ein plötzliches Fehlen von Fremdbestimmtheit irritierend ist. Toller Beitrag…..ich habe die Alleintage, die die meisten waren, immer genossen!
    Und jetzt bin ich sooooo gespannt, welche Deine Lieblingsnetflix Serie ist. LG Ann PS: Wünsche Dir einen selbstbestimmten Sonntag

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    1. Danke Dir, liebe Ann :-)…ich hoffe, Dein Wochenende war schön, mein Sonntag lief etwas anders als geplant, aber was solls, schön war er trotzdem. Hab es ja jetzt spannend gemacht 😉 : Supernatural ist für mich ne schöne Mischung zum Abschalten. Bin aber erst fast mit der 2.ten Staffel durch, Finale fehlt noch *grins*
      Einen wunderbaren Montag für Dich ❤

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  2. Auch als ich meinen Mann noch liebte – also, ich lieb den ja immer noch, er lebt nur nicht mehr 😉
    und ganz ohne Kinder, Hunde und Truthähne

    Ich liebe es, allein zu sein
    Ich brauch auch genau grad dafür dann keinen Plan
    Plan mach ich mir für die Tage in der Woche – damit ich dem dann einfach folgen kann und frei bin in Gedanken
    Allein zu Haus
    Nach Arbeit oder auch Vergnügen
    Rein kommen
    Tür zu hinter mir
    Alles fallen lassen
    Taschen, Klamotten, Gesicht, egal 😆
    Erst mal zu mir kommen
    Ankommen
    Das ist Freiheit für mich
    Der Zeit-Raum bis zum nächsten Termin außer Haus
    Meine Wohnung
    Mein Raum
    Meine Welt
    Ich mit mir
    Vollständig
    Zufrieden
    Und dankbar dafür, dass es so ist
    Es war nicht immer so
    Es war ein Weg dahin
    Aber wenn man da einmal angekommen ist
    Höchstes Glück 🙂

    Hab einen schönen Sonntag – mit wem auch immer 😉

    Gefällt 4 Personen

  3. Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Aber man gewöhnt sich dann doch ganz fix wieder an „Bummelzeit“, die jeder Mensch ab und zu braucht! Meine Lieben sind auch gerade unterwegs.Ich habe auch nie Probleme, mich dann zu beschäftigen, im Zweifeslfall wird gebloggt… Alles Liebe, Nessy von den happinessygirls.com Wenn Du Lust hast, kannst Du heute Abend ja ´mal bei meinem neuesten Artikel vorbeischauen, Du kommst auch darin vor…

    Gefällt 2 Personen

    1. Ja Bummelzeit find ich superwichtig, hab aber für den aufmerksamen Leser (weil Du noch neu bei mir bist, hier mit Hinweis) schon noch etwas anderes – sehr körperliches – darin angedeutet 😉 …zur Not klärts der Song 😎. Liebe Sonntagsgrüsse und ich freu mich auf heut Abend 😃

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  4. Ich bin ja quasi immer allein (außer Carlos), kann dich aber trotzdem gut verstehen. Mir reichen manchmal 20 Minuten mit klein Nachbars Leon (3 Jahre) und sehr lebhaft. Bei der letzten Begegnung zog er erst den Usb Stick während des Kopierens aus meinem Pc und dann flog die Tastatur…:D

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