Das Osterwochenende oder im Auge des Tornados

Das Osterwochenende oder im Auge des Tornados

Ostern war auch bei mir ein Fest mit der Familie, leckerem Essen sowie kleinen und größeren Ostereiern (und Easter Eggs) . Damit jedoch nicht genug: Skurriles, Aufklärung, Change Management wegen einer Männergrippe und Flodeboller säumten ebenfalls dieses lange Wochenende, das mich letztendlich in die Weiten des dänischen Königreichs katapultiert hat. Da verwundert es wenig, dass ich nicht zum Schreiben und noch weniger zum Lesen oder Kommentieren gekommen bin. Ich berichte einfach mal von Anfang an.

Ostern – die Vorarbeit

Da hatte ich doch unvorsichtigerweise beschlossen, etwas Handgemachtes zu Verschenken, das mal nicht aus der Küche kommt. Ich gehöre ja noch zur Generation derer, die in der Schule Stricken und Häkeln gelernt haben – und sowas kann man nicht wirklich verlernen, ist doch wie Fahrrad fahren, oder ? Und Häkelgarn ist für Anfänger, logischerweise nehme ich Wolle zum Häkeln, sieht ja im Ergebnis viel schöner aus. Nach einem Youtube-Video, weil ich doch mehr verlernt hatte, als ich jemals zugeben würde, mehreren Stunden „liebevoller“ und von nicht jugendfreien Flüchen begleiteter Handarbeit und einer Sehnenscheidenentzündung in der linken Hand, weil ich den Faden während der Unmengen an Bubble-Stiches so steif gehalten habe, war das Ergebnis dann …oukay.

Happy Easter
Ostern …reitende Eier ?
(Fotoquelle: Schwesterherz)

Mein Zeichentalent hat das dann natürlich wieder rausgehauen – schließlich sind die Emoji-Eier eindeutig erkennbar, während die Wolltierchen aussehen, als würden sie für einen Eier-Fruchtbarkeitsritus mißbraucht.

Rundfahrt mit Crocodeal

Während der halben Weltreise mit meinem kleinen schwarzen Flitzer, auf der ich u.a. diese wunderbaren Geschenke überbrachte, bekam ich tüchtig was auf die Ohren. Die Lieblingstochter hatte beschlossen, mich mit gesellschaftskritischen deutschen Songs zu beschallen. Wenn man von der Westseite der liebsten Hansestadt auf die Ostseite muss, macht es sich total gut, zusätzlich noch auf deftige Songtexte zu achten. Gleichzeitig auf den Verkehr und die grüne Welle (ACHTUNG letzteres ist IRONIE !) schauend, kamen mir Trailerpark und Alligatoah wirklich hörbar vor – später zuhause beim nochmaligen Hören fand ich sie wirklich gut UND heftig. Bildet Euch selbst ein Urteil – ich hab Euch gewarnt 😉 :

 

Und noch besser:

 

Trailerpark ist die Band, die zu Alligatoah gehört und sich textmäßig noch einiges mehr traut:

„…dann wär Frieden auf der Welt“ – ich hoffe, Ihr habt jetzt keinen Ohrwurm. Ich hatte einen und bewegte mich bis Ostermontag rhythmisch tanzend durch die Wohnung. Schließlich ist das High-Heel-Training voll im Gange und ich WAR in Vorfreude auf den Rest der begonnenen Woche. Und wie so oft grätscht einem Unvorhergesehenes dazwischen. Bei mir war es eine eingegangene SMS, deren Inhalt man kurz  zusammenfassen kann:

 „Männerschnupfen“

Mein Immunsystem hat ja im vergangenen Jahr damit begonnen, sämtlichen Viren, sobald sie in meine Nähe kommen, zuzurufen: „Hier, nehmt mich – ich leiste keinen Widerstand!“. Das möchte ich natürlich auf gar keinen Fall unterstützen, also lasse ich das infizierte Objekt, obwohl es sich um DEN Helden handelt, nicht in meine Nähe kommen, und verabschiede mich gedanklich vom geplanten Kurzurlaub mit selbigem. Was hätte ich also tun können? Stornieren und mich einigeln, oder gleich den Helden erschießen – alles denkbare Möglichkeiten.

Optimal geht anders und Change Management war gefragt.

Statt des Helden killte ich den Großteil meines Kleiderschrankes und traf mich am folgenden Tag und vollgeladenen Autos an einem wunderschönen Ferienhaus dicht am Hennes-Strand in Dänemark. Natürlich machte ich einen kurzen Zwischenstopp kurz vor der Grenze, um Schokoküsse in Eimern bei den dänischen Grenzhändlern zu kaufen 🙂 . Immer wieder fasziniert davon, dass hier alle Bezeichnungen und Preisauszeichnungen auf dänisch sind, obwohl die Grenze zum Königreich noch einige Kilometer entfernt ist. Ich habe festgestellt, dass es wirklich Leute gibt, die noch nie Urlaub in Dänemark gemacht haben – für Schleswig-Holsteiner total unverständlich. Ich werde mal in den nächsten Tagen einen kleinen Bericht dazu reinstellen. Nirgendwo anders kann man so schnell entschleunigen, gerade wenn man sich tornadomäßig umhergeschleudert fühlt. Heute habe ich mir schon den Nordseewind um die Nase wehen lassen, schmeiße noch den Bollerofen an, gehe in die Sauna und werde lesen. Schließlich mag ich noch ganz viele Eurer Blogeinträge nachholen…

Hennes Strand
Dänemark
(Fotoquelle: mein Handy)

 

Advertisements
Einfach mal…

Einfach mal…

nichts tun. Osterfeuer heil überstanden, dem Kopf gehts auch wieder gut. Lecker gefrühstückt – ohne Apfel ! 😉 , dafür mit Erdbeeren.

Ich wünsche Euch allen schöne

Ostertage

mit Euren Liebsten ❤

IMG_3068

(Foto: ich, wie unscharf zu erkennen)

Und ab auf die Couch. Wem das Wetter ebenso wie mir zu blöd ist, zum Eier suchen, der kann diese ja auch in Disney-Filmen finden:

 

Da hatte ich doch auch mal einen Beitrag drüber: Easter eggs . 😉 …aber auch die Pixar-Filme stehen Disney in nichts nach:

 

Und noch ein bisschen Vorfreude für die Fans von Game of Thrones zum Start von Staffel 6 – Ihr wisst schon, wer gemeint ist, liebe Lästerschwestern ❤ : „We are sinful creatures. We deserve death. We all do.“. Na gut, ein bisschen düster, also hier Unterhaltsames:

Stil fängt bei den Schuhen an… Teil 2

Stil fängt bei den Schuhen an… Teil 2

Heute dann mit etwas Verspätung Teil 2 meiner kleinen Einführung in das gekonnte – weil trainierte – High-Heel-Laufen. Wer Teil I nochmal nachlesen möchte, wird hier fündig. Auch hier ein dickes DANKE an Nessie von den Happynessygirls für die Idee 🙂 .

Nachdem ich jetzt also mit kurzer Unterbrechung – wegen eines wirklich heftigen Oberschenkel-Muskelkaters – 10 Tage auf Zehenspitzen durch die Wohnung gelaufen bin, und Ihr das Ganze hoffentlich fleißiger als ich mitgemacht habt, schicke ich Euch zum

Schuhe shoppen

shoes-756616_640

(Abb. 1)

Schwelgt in der Fülle des Anprobierens, geht aber den Kauf langsam an. Wer bis dato nur flach unterwegs war, sollte sich erstmal Schuhe mit 6-8 Zentimetern Absatz zulegen. Wer 6 Zentimeter als Basic betrachtet, probiert sich durch das 10-12 Zentimeter Angebot – sofern der eigene Schuhschrank das noch nicht hergibt, das Konto es erlaubt oder ein wichtiges Event ansteht, wo man solche Schuhe unbedingt tragen muss 😉 .

Tipps für den Schuhkauf

Dass ich die Heels grundsätzlich am Vormittag, nur mit Feinstrümpfen und nicht nur einen Schuh, sondern beide anprobiere, versteht sich eigentlich von selbst. Wenn ich mir ein paar Schritte aufgrund der Höhe nicht zutraue, ist das vorerst nicht tragisch. Was ich jedoch unbedingt teste, ist der Schwerpunkt. Wie stehe ich auf den Schuhen ? Liegt der Schwerpunkt mittig unter der Ferse, so ist das später ein wesentlich angenehmeres Laufen, als wenn Designer diesen sonstwohin legen:

(Abb. 2, Bildquelle: Imaxtree)

Was mir an den beiden oben gezeigten Paaren jedoch gefällt ist die Verstärkung jeweils im Bereich der Gelenke. Wer sich langsam an das Thema High Heels rantasten möchte, wählt ebensolche Verstärkungen oder auch Riemchen, die zusätzlichen Halt geben, so wie in Abbildung 1 der mittlere Heel. Gut zu erkennen ist bei allen abgebildeten Schuhen, dass ein wenig Schummeln in der Höhe absolut erlaubt ist. Durch den Plateau im Ballenbereich „wächst“ man zwar einige Zentimeter und kann mit dem entsprechenden Absatz noch einiges mehr an Luftraum gewinnen, wenn man das möchte.

Genug der Theorie – so ein Schuhkauf ist auch so schon anstrengend genug und wenn man sich ausgerechnet in ein Paar Heels verliebt, die nicht den Kriterien entsprechen, kann ich das absolut nachvollziehen 😉 .

Die Fitness oder Vorbereitung ist alles

Ein Fitnessprogramm für die kommende Woche steht natürlich auch an, damit der Storchengang keine Chance hat. Wer von Euch schonmal in der Tanzschule war und Latein geübt hat, erinnert sich vielleicht daran, dass es nicht nur darum geht auf den Zehenspitzen zu bleiben. Spätestens seit „Let’s dance“ ist der Begriff „innerkörperliche Bewegungen“ den meisten bekannt und auch beim Zumbatraining wird sie trainiert: die lockere Hüfte.  Damit ist kein übertriebenes Gewackel des Luxushinterns gemeint, sondern einfach nur ein lockeres Hüftgelenk, das bei den meisten von uns aufgrund sitzender Tätigkeit etwas eingerostet ist. Der Hamburger würde S-TEIF sagen. Also werde ich mir in der kommenden Woche meine Playlist schnappen und jeden Tag mindestens 10 Minuten zu Salsa, Rhumba, Mambo und Co.  abzappeln: barfuß, auf Zehenspitzen, leicht in den Knien und mit lockerer Hüfte. Shakira und Enrique Iglesias haben da eine passende Musikauswahl parat.

High-Heel-Couching

Hinterher geht es natürlich auf die Couch – nicht ohne vorher die neugekauften Heels mit dünnen Baumwollsocken angezogen zu haben. Also erst barfuß tanzen, dann mit Schuhen auf die Couch (wirklich noch nicht darauf laufen). Die Söckchen über den Füßen sollen den Schuh ein wenig weiten und zusätzlich gewöhnt sich der Fuß an das Tragegefühl. Das Weiten des Schuhs funktioniert zwar schneller, wenn man dann mit heißer Luft aus dem Fön drauf pustet. Ich persönlich empfinde das aber als Energieverschwendung. Sofern man sich eine Woche Zeit läßt, funktioniert auch die Couch-Methode wunderbar. Zirka einen Film lang oder 1-2 Stunden sind perfekt.

Und wie auch letzte Woche der Tipp: verkrampft Euch nicht und geht es spielerisch an. Nächste Woche habe ich dann eine kleine Schuh-Charakter oder Charakter-Schuh-Auflistung (je nachdem, wie man es nimmt) für Euch und natürlich geht das Training dann in die heiße Phase – Schritt für Schritt…

hacking-shoes-1190007_640

 

Was seht Ihr ?

Was seht Ihr ?

Einen Mann und eine Frau – schon klar und weiter ?

(Bildquelle: Pixabay)

 

Vor kurzem las ich einen kleinen Bericht. Darin ging es um verschieden Betrachtungsmodi und auch um Scham. Auch wenn auf die Entstehung  derselben nicht weiter eingegangen wurde, habe ich mir dazu einige Gedanken gemacht. Ich behaupte einfach mal:

Je mehr ein Mensch sich die Welt und vor allem die

Menschen wertend anschaut,

statt neugierig,

um so mehr Schamgefühl ist ihm zu eigen.

 

(Der Großteil der Menschen betrachtet seine Umwelt wertend statt neugierig.)

 

 

Montags-Glück

Montags-Glück

 

Am 02. April 2012 hat die UN-Vollversammlung per Resolution den 20. März zum Tag des Glücks erklärt, und zwar anlässlich des Gipfeltreffens zum „Glück und Wohlbefinden“, welches vom Land Bhutan angeregt wurde. Am 20. März 2013 wurde dieser Welttag dann das erste Mal begangen.

Das Brutto-Inlandsprodukt darf nicht immer als Maßstab für Alles angesehen werden, es müssen ihr auch die Umwelt und sozialen Problemen gegenübergestellt werden. Das Land Bhutan hat bereits in den 70er Jahren das nationale Glück über das nationale Einkommen gestellt, aus diesem Grund hat das Land das Gipfeltreffen auch angeregt.

(Zitat-Quelle: dtd )

Sprich Glück ist nicht vom Geld abhängig. Und weil ich sämtliche Daten sowieso immer verpenne, feiere ich den Tag eben erst heute. Feiern ist da eventuell auch zuviel gesagt, gefeiert habe ich nämlich schon am Freitag:

10399747_10205624617003415_7000353693815768633_n(Bildquelle: Sarah Plochl)

„Vierhundertmillionentausendleute.“ sieht man hier für die clubkinder Tagebuchlesung 17 im Gruenspan anstehen. Ich bin nicht dabei, hab mitgeholfen für all die lieben Menschen Stühle aufzubauen, wie 20 andere freiwillige clubkinder-Helfer auch. Wer oder was die clubkinder sind könnt Ihr hier oder auf Facebook nachlesen.  Nicht nur, dass ich dabei wieder neue Bekanntschaften geschlossen habe, meine Lieblingsmädels für diesen Abend trudelten dann auch gerade noch pünktlich ein. Ein lustiger Abend läßt sich nur noch lustiger erleben, wenn man den Spass teilt, wenn rechts und links neben mir die Körper aufgrund eines Lachanfalls heftig durchgeschüttelt werden.

DANKE, dass Ihr dabei wart: Blumenmädchen mit Blümchen und Blondwuschel 😉 !

Den Abend zusammenfassen zu wollen, würde an Anmaßung grenzen und meine Fähigkeiten bei weitem übersteigen.

Also werfe ich nur ein paar Worte in den Ring:

Zivildienstzeit, die 1. durchgemachte Nacht, Berliner Luft, Frikadellensex, Liebe, Frauen im Bikini …oben ohne und ganz ohne, Schwanzlänge 8 cm, Landei, Rum/Cola, alles Scheiße und die Eltern nerven…

…und lass die Einladung der Organisatoren für sich sprechen:

Bei der clubkinder Tagebuchlesung lesen junge Erwachsene aus den Tagebüchern ihrer Jugend vor. Das erfrischt das Herz und erfreut die Muskeln in Gesicht und Bauch. Neben den 4 Lesern halten wir uns einige Überraschungen und Spontan-Aktionen vor, sodass wir mit einem pünktlichen Ende des bunten Bouquets gegen 22 Uhr 23 rechnen. Die Türen des altehrwürdigen Gruenspan öffnen sich für euch um exakt 19 Uhr Dreißig, Start ist zur besten Unterhaltungszeit um 20 Uhr 15. Wir erbitten uns einen Obolus von 7 europäischen Talern. Den Spendenzweck geben wir euch wie immer vorher hier bekannt. Sollte er nicht im Laufe des Winters von einer Eiszeit überrascht und in einem dicken Wälzer von Jojo Moyes konserviert werden, wird Vereins-Skeletor Jannes Vahl gewohnt dilettantisch, aber frisch wie eine frühlingshafte Elfe durch die Gala der guten Laune … sitzen und möglichst wenig stören.

verschiedene Buchstaben & Zahlen in beliebiger Ordnung:
17. clubkinder Tagebuchlesung, Gruenspan.

DANKE an die tollen Vorleser

DANKE an Jannes für seine herrlich lockere, weil etwas rum-colageschwängerte Moderation

DANKE an den wunderbaren Musik-Act von Jörn , der spontan auf der Bühne mit seiner Akustik-Gitarre die „dadaistischen“ Ergüsse des jugendlichen Ichs von Julia umwerfend interpretiert hat.

1610077_929958527058547_8549511762457559440_n

(Foto-Quelle: clubkinder)

Wer Lust bekommen hat, mal reinzuhören in diese einmalig verrückte Veranstaltung, findet auf keinehosensonntag eine Audioaufnahme derselben.

Mich machen solche Abende glücklich. Geld macht zwar nicht glücklich, jedoch kam die Spende von knapp 2 Euro pro Stunde, die jeder Besucher gezahlt hat, Kindern eines Kinderhauses zugute. Wunderbar, oder ?

Da vermehrt sich sozusagen das Glück.

Demnächst werden dann noch Fotos dieses Abends die Erinnerung auffrischen, und ich weiß jetzt schon, dass diese im zauberhaften Julia-Style erscheinen werden. Ich freu mich schon darauf. Vorfreude ist für mich auch eine Form des Glücks, genauso wie stille Freude.

Wenn mir also jemand, den ich in mein Herz geschlossen hab (gehören tut er mir ja sowieso – ist angeleckt, schon klar, oder?), einen besonderen Song postet…

Danke ❤

Eigentlich gibt es noch viel mehr wofür ich heute dankbar bin, was mich glücklich macht. Heut ist also mein Dankesag-Montag.

 

Und weißt Du, was Glück ist ?

 

…DANKE an Dich fürs Mitlesen ❤

Meditation – meet myself

Meditation – meet myself

frog-885732_640

Es gibt da so eine schöne vielverbreitete Methode, ein Familien-Meeting einzuberufen: einfach das WLAN ausstöpseln. Dann versammeln sich garantiert alle Familienmitglieder und – sofern man den Protest überhört – hat man die Chance, mal mit allen auf einmal zu reden. Natürlich ist das nur mit einem Augenzwinkern gemeint, und ich hoffe, dass Eure Familienmeetings anders ablaufen: geplanter und geordneter. Bei so einem Meeting redet man dann ja für gewöhnlich über organisatorische Sachen (das Außen) und es geht meist auch um die Befindlichkeiten der einzelnen Familienmitglieder (das Innen). Was blöd und was gut lief kommt auf den Tisch (Reflexion). Oft werden Pläne besprochen (Zielsetzung) und eine Marschrichtung dafür fest gemacht (Ziel-Umsetzung) unter Berücksichtigung der Fähigkeiten, Talente und Möglichkeiten der Beteiligten. Hinterher fühlen sich alle miteinander hoffentlich mehr verbunden, gewertschätzt und geliebt.

Warum ich über Meditation schreibe ?

In meinem Leben spielt Meditation mittlerweile eine wichtige Rolle. In diesem Beitrag antwortete ich auf die Frage, was ich tun würde, wenn ich Herrscher der Welt wäre (oder so ähnlich), dass ich jeden dazu verpflichten würde, zu meditieren. Und bekam auch glatt von der lieben Ann von kinderunlimited  die Frage nach dem „Warum eigentlich?“ gestellt. Nachdem für mich fest stand, dass ich diese Frage nicht in einem kurzen Kommi beantworten kann, saß ich dann jetzt gefühlte Ewigkeiten, um den Beginn des Beitrags zu formulieren – Erleuchtung wollte sich hier vor dem Laptop trotzdem nicht einstellen. Obwohl ich dafür sorge, dass meine Schreibzeiten in einer ruhigen Umgebung ohne Ablenkung stattfinden, hatte ich das Gefühl innerlich im Kreis zu laufen. Also setzte ich mich entspannt im einfachen Schneidersitz auf meine Couch, legte mir eine Decke über und schloß die Augen. Dadurch vernahm ich dann zuerst verstärkt die vielfältigen Geräusche um mich herum: das leise Musikgedudel aus dem Küchenradio, das unterschiedliche Ticken der Uhren in Wohnzimmer und Flur, die Staubsaugergeräusche der Nachbarn unter mir, die Enten auf dem Fluß vorm Haus und die Abbaugeräusche des Wochenmarktes einige hundert Meter weiter, trotz geschlossener Fenster wahrnehmbar. Dann kamen die Gerüche: ein Gemisch aus frisch gewaschener Wäsche und Bärlauch. Beides wartete zwar in der Küche auf mich, war jedoch überdeutlich zu erschnuppern. Nach den Geräuschen und Gerüchen fing dann meine Nase an zu Jucken, mein BH-Verschluß störte irgendwie und mein Hosenbund drückte mir auf die Blase. Wer selbst meditiert, wird sicher schmunzeln müssen, denn all das ist absolut normal. Ich bezeichne diesen Zeitpunkt einfach mal als Unmuts-Punkt. Hier beginne ich, in mich zu horchen:

Was brauche ich, um mich in diesem Moment wohlzufühlen?

Weil es nicht darum geht – ist meine Meinung – in Askese und Selbstaufopferung zu leben und eingeschlafene Gliedmaßen sind eben nicht das Ziel der Übung. Also Hosenknopf und BH-Verschluß öffnen, kurz die Nase schubbern und den Schneidersitz leicht korrigiert, so dass die Knöchel bequem liegen. So angepasst an mein Wohlbefinden kann ich mich dann auf meinen Atem konzentrieren. Natürlich schießen auch mir dabei immer wieder Gedanken durch den Kopf – gerade für Meditationsanfänger wirklich frustrierend. Ich tue mit den Gedanken aber nichts, sie kommen und dann fällt mir auch schon auf, dass ich mich auf meinen Atem konzentrieren wollte: bis in den Bauch tief ein und aus. Dann ist der Gedanke verschwunden und mit entspanntem Unterkiefer nehme ich nur noch ein Summen im Kopf wahr. Und wie ein Händereichen verbinden sich im nächsten Moment Körper, Bewußtsein und Gefühl, was sich bei mir meist darin äußert, dass mir Tränen über die Wangen laufen, ich aber nicht traurig bin, sondern im Gegenteil: Dankbarkeit dafür empfinde, dass ich existiere. Wahrscheinlich, weil ich dies erst in einem ruhigen Moment fühle. Erst ab diesem Zeitpunkt beginnt die eigentliche Meditation, die sich wie ein konzentriertes Eintauchen anfühlt.

Meditation ist kein Abschalten oder Wegträumen, sondern klare und wache Bewusstheit.

Dieses bewußte Eintauchen kann unterschiedlich „genutzt“ werden und verläuft erfahrungsgemäß jedesmal anders. Vom energetischen Aufladen jeder einzelnen Körperzelle durch den Atem, über das Fokussieren bestimmter Energien, das Eintauchen in das innere Alleinsein (verbunden mit der Erfahrung des All-eins-seins), Antworten und Lösungen, die auftauchen und (Seelen)-Krafttiere, die sich zeigen, kann alles dabei sein.

„Meditieren heißt, in eine Idee aufgehen und sich darin verlieren, während Denken heißt, von einer Idee zur anderen hupfen, sich in der Quantität tummeln, Nichtigkeiten anhäufen, Begriff auf Begriff, Ziel auf Ziel verfolgen. Meditieren und Denken, das sind zwei divergierende, unvereinbare Tätigkeiten.“

Emile Cioran: Die verfehlte Schöpfung. 1949[7]
Nach meiner Definition nimmt man beim Meditieren Kontakt mit dem Unbewußten auf. Da das eigene Bewußtsein im Größenvergleich die Größe eines Löschblattes hat, das Unbewußte dagegen Fußballplatzgröße, stehen einem wesentlich mehr Wissensquellen zur Verfügung, als beim üblichen Gedankenkarussell. Zusätzlich habe ich den Eindruck, dass man beim Meditieren alles aus der Metaperspektive betrachtet, den größeren Überblick hat, also Zusammenhänge besser erkennt, dabei das eigene EGO jedoch unbedeutend ist.

Meditation hat mir heute geholfen, einen Anfang zu finden: die Idee blitzte dabei kurz auf und natürlich hab ich sie verwendet. Selbst wenn es einige Leser gibt, die keine 1000 Wörter lesen mögen, so haben diese den wichtigsten Impuls schon im ersten Absatz erhalten. Zusätzlich fühle ich mich hinterher jedesmal ruhiger und ausgeglichener als vorher und bin stärker auf mich und meine Grenzen fokussiert. Dass sich das gegenteilig zur Meditationserfahrung anhört, ist mir bewußt. Jedoch kann ich doch nur tolerant, liebevoll und ausgeglichen auf andere Menschen zugehen, wenn ich für meine eigenen Bedürfnisse gesorgt habe.

Bei uns selbst zu bleiben, ist der größte Liebesbeweis, den wir anderen Menschen, Lebewesen und der Natur machen können.

Ich weiß, wie pathetisch sich das anhört. Das Ganze macht aber Sinn, da ich uns Menschen nicht nur für Fleisch- sondern auch für Energiewesen halte. Die meisten Menschen ziehen ihre Energie von anderen Menschen ab, weil sie nie gelernt haben, ihr eigenes System zu stärken durch die Lebensenergie, die Ihnen im Innern unbegrenzt zur Verfügung steht.

Liebe Ann, ich würde jedem Menschen Meditation verordnen, weil er dann irgendwann in der Lage wäre, sich selbst energetisch zu stärken und weil er Entscheidungen oder Taten irgendwann nicht mehr gegen Menschen, Tiere und Natur richten könnte, da er sich selbst als Eins damit betrachten würde. Für mich wäre die Welt damit ein besserer Ort.