Was seht Ihr ?

Was seht Ihr ?

Einen Mann und eine Frau – schon klar und weiter ?

(Bildquelle: Pixabay)

 

Vor kurzem las ich einen kleinen Bericht. Darin ging es um verschieden Betrachtungsmodi und auch um Scham. Auch wenn auf die Entstehung  derselben nicht weiter eingegangen wurde, habe ich mir dazu einige Gedanken gemacht. Ich behaupte einfach mal:

Je mehr ein Mensch sich die Welt und vor allem die

Menschen wertend anschaut,

statt neugierig,

um so mehr Schamgefühl ist ihm zu eigen.

 

(Der Großteil der Menschen betrachtet seine Umwelt wertend statt neugierig.)

 

 

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47 Gedanken zu “Was seht Ihr ?

      1. ja, sehr schade, aber generell sind sich Menschen oft selbst die nächsten…..ich denke man muss unterscheiden, inwieweit man ein Schamgefühl Menschen gegenüber hat, die man kennt bzw. denen vertraut oder ganz Fremden…..es hat auch seinen Reiz, wenn man nur einer Person gegenüber kein Schamgefühl mehr hat 😉

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        1. Ja, aber das meinte ich weniger. Ich glaube, dass wir überhaupt erst Schamgefühl durch wertende Vergleiche entwickeln und später dann durch das Verlieren des Neugierigkeitsaspektes dieses bestehen bleibt. Obwohl jeder Mensch anders aussieht und jeder Körper schön ist. Deshalb hat das Schönheitsideal auch soviel Macht in den Köpfen. Gut, ist meine Meinung 😉

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            1. Nein, mir gings um das Äußere…würde jeder Mensch nur neugierig angesehen, könnte er sich im wahrsten Sinne gesehen fühlen – einzigartig. Das geht aber nur, wenn jeder selbst das Werten aufgibt. Werten ist vergleichen. Äpfel mit Birnen mit Pflaumen mit Aprikosen … Ausschließlich der Vergleich führt zur Scham, nicht dem Ideal zu entsprechen. Und da wir nicht alle rotbackige perfekte Äpfel sein können…

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            2. hmmm….ich sehe keinen Unterschied zwischen meiner und Deiner Antwort……ausser dass DU es nur auf das Äussere beschränkst……
              Ich habe irgendwann in der 12. Klasse plötzlich diese holländischen Holzschuhe getragen, weil ich sie anders fand…..so viel Diskutieren hätte ich nie erwartet ;-))))

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            3. ich wohnte damals nicht weit weg von der holländischen Grenze, aber jeder andere fand sie blöd…..ich frage mich, ob das eine Form von Nationalismus war oder eine nationale Front gegen mich ;-))))

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            4. ich weiss….aber das hat einen anderen sehr interessanten Menschen aus Dir gemacht…..ich mag Deine Ansichten und Angehensweisen von so manchen Dingen 😉

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            5. ich denke, solche Bekloppten gibt’s auf beiden Seiten…….und Inflexibilität haben leider die meisten Menschen, nur manchmal fällt es mehr auf 😉

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  1. „Je mehr ein Mensch sich die Welt und vor allem die Menschen wertend anschaut,
    statt neugierig, um so mehr Schamgefühl ist ihm zu eigen.“ Ehrlich gesagt, verstehe ich nicht, was du meinst. Vielleicht hilft es, wenn du den Ausgangspunkt deiner Überlegungen mitteilst.

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    1. Ich verstehe es so, dass, wenn Menschen Verhalten werten, entwickelt sich zwangsläufig ein Schamgefühl…….wäre es anderen egal, was man macht, bräuchte man keine Sanktionierung zu erwarten ! Und wenn abweichendes Verhalten generell verurteilt wird, hat es auch Verhaltenskonsequenzen….mal sehen, ob ich es verstanden habe ;-O

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        1. weil Du mir das nicht zutraust…und Jules hat es mir ja auch nicht geglaubt (aber da mir das so egal ist, weil ich kein Schamgefühl in der Richtung habe, ich bin, was ich bin und wie ich denke)…..und habe Dir damit zugestimmt….der Kreis schliesst sich 😉

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    2. Kinder haben diese reine Neugierde und auch noch keine Scham bis zu einem bestimmten Alter. Dann wird Ihnen Wertung beigebracht. Ich denke da an die üblichen „Doktorspiele“ mit 3-4 Jahren, die der Neugierde entspringen, bei denen die Kids aber spüren, dass das etwas ist, dem Erwachsene ablehnend gegenüberstehen. Sie lernen, dass andere zu betrachten falsch ist oder man seinen Körper nicht zeigt – erste Wertungen. Später dann kommen auf diese Primärwertung das Schönheitsdiktat der Teeniezeit: viel Getuschel, viel vergleichen mit anderen – natürlich auch zwecks Identitätsfindung – aber letztendlich wieder ein Werten, was sie von der Mehrheit der Menschen oder von Werbung vorgelebt oder gezeigt bekommen. Und dieses Werten aufgrund von Äußerlichkeiten ist so sehr verankert, dass man auch später nur schwer davon abläßt.
      Darauf war meine Frage des „sehens“ ausgerichtet. Ich hoffe, ich konnte das ein wenig klarer darstellen.

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  2. Von welchem Verhalten und welcher Wertung sprichst du? Wertung ist ja ein wichtiger Verständnisprozess. Wenn du Verhalten von Menschen in der Öffentlichkeit beoachtest, ist es notwendig, das zu bewerten, um zu entscheiden, ob diese Menschen für dich eine Bedrohung darstellen. Nach Neugier (oder Interesse) kommt sinnvoller Weise Bewertung. Das hat zunächst überhaupt nichts mit Scham oder schamlos zu tun.

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      1. Hier geht leider einiges durcheinander 😉
        Ich verstehe jetzt den Kontext deiner Aussage. Sie klang, als wäre Wertung etwas Schlechtes. Sie ist aber unerlässlich, wenn wir die Welt verstehen wollen. Wir müssen, was wir wahrnehmen, auswerten, also werten. Jede Sprache funktioniert nur über Wertung, nämlich über die Feststellung, wozu ein wahrgenommenes Phänomen gehört. Leider steht da das Äußere im Vordergrund. Um die inneren Werte eines Menschen zu erkennen, müssen wir uns ihm annähern, aber die Entscheidung, ob sich das lohnt, trifft man vorher.

        Zum Aspekt Scham. Es ist ja ein kulturelles Phänomen: Die Soziologen unterscheiden zwischen Scham- und Schuldkulturen https://de.wikipedia.org/wiki/Scham-_und_Schuldkultur

        Natürlich hat man als Mitglied einer Gesellschaft irgendwann gelernt für sich zu werten, was als beschämend bzw. schamlos gilt, bzw. wann man sich schuldig gemacht hat.

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        1. Ich weiß Jules, das Durcheinander verdanken wir nunmal WP 😉 , denn noch mehr Kommiebenen sind sinnlos und auch so sind die Striche zwischen den Kommis eigentlich nur irritierend. Das war jetzt eindeutig eine negative Wertung. Ansonsten ging es mir vor allem darum, dass ich für mich etwas beobachtet habe, und kurz darauf aufmerksam machen wollte. Wie jeder damit umgeht, liegt in seinem Ermessen – und eigentlich hab ich Dir mehr erklärt als ich wollte, weil ich damit Deinen Interpretationsspielraum eingeschränkt habe. Es ging mir auch nicht darum, eine Antwort von Euch für mich zu erhalten 😉 …die Frage war als Denkimpuls gedacht.
          Liebe Abendgrüße

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  3. …darüber muss ich nachdenken…der Gedanke scheint mir nicht unbegründet, allerdings ist den Menschen das Werten auch eigen, um schneller und besser auf Gefahren reagieren zu können…ich bin generell gegen Schubladen aller Art, wenn mir aber täglich hunderte von menschen begegnen, dann kann ich nicht jedem mit neugieriger Offenheit begegnen, ich muss mich dann abgrenzen und auswählen, mit wem ich eher Kontakt haben möchte und mit wem nicht…

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      1. …wenn ich in einer Stadt unterwegs bin, in Läden, Cafés und Kinos ständig Menschen begegne, dann wird mein Bauchgefühl aussuchen, ich kann das dann gar nicht über den Kopf laufen lassen und dieses Bauchgefühl wurde über Jahrzehnte hinweg programmiert von Eltern, Nachbarn, Fernsehen usw. und ich kann mich dagegen in der Schnelle der Zeit gar nicht wehren…Umdenken erfogt langsam, Umfühlen auch und es ist mit anderen Erfahrungen verbunden, die ich dann bewusst mache, wenn ich bewusst den Kontakt zu Menschen suche, die gewöhnlicherweise nicht zu meinem Umfeld gehören…obwohl…zu meinem Umfeld gehören viele sehr unterschiedliche Menschen…aber das ist das Ergenis eines langen abwechslungsreichen Lebens…

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  4. Ja,du hast den Kern getroffen…Mittlerweile wünsche ich mir Menschen, die ihr eigenes Schamgefühl zurückstellen und ihrer Neugierde, ihrem Interesse am Gegenüber freien Lauf lassen, um dann zu erkennen, welche positive Macht sie dadurch auf ….ihr Gegenüber haben…
    dann würde der Angriff nicht negativ gewertet, sondern vielleicht in Halt und Sicherheit (Aha-Effekte) gewandelt, vielleicht würden auch erlösende Tränen fließen, anstelle versteinerte Ohnmacht…
    Ich übe….und hoffe Schattenspringerin zu werden…

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  5. Ich sehe das Bewerten und das Vergleichen getrennt. Wenn ich jemanden nach Äußerlichkeiten bewerte, entscheide ich „Mag ich“ oder „Mag ich nicht“. Soweit löst das kein Schamgefühl aus. Wenn ich anfange zu vergleichen, die ist hübscher als ich, oder schlanker, dann erst regt sich ein Schamgefühl. Grundsätzlich bin ich aber der Meinung man sollte überhaupt nicht bewerten, weder das Äußere noch innere Werte. Gelingt nicht immer, ich weiß, aber es steht unserer Neugierde nur im Weg und macht uns blind zu sehen was tatsächlich ist. 🙂

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    1. …inwieweit gibt es denn einen Unterschied zwischen dem Bewerten und Vergleichen für Dich…sobald ich bewerte, vergleiche ich doch unbewußt, oder ? Dass man am besten nicht werten sollte, ist aber sehr schwer umsetzbar, finde ich. Auch wenn es natürlich ideal wäre…

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      1. Das Bewerten beschämt mich nicht, erst das Vergleichen mit anderen Menschen, ihrÃusseres, ihre Besitztümer also der zweite Schritt, getrennt und nicht zwangsläufig. Was ist wenn nichts da ist zum Vergleichen? Dann bleibt es nur bei der Bewertung… der Pazifik ist atemberaubend, die Rose dort blüht wunderschõn, das Schaf stinkt, deine Schuhe sind dreckig… you know what I mean??:-)

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        1. Yes, I know…aber in Deiner Aufzählung fehlt das, worauf ich hinaus wollte. Es geht mir nicht ums Bewerten der Natur, nur um das Bewerten anderer Menschen. Denn sobald ich den Einen als schön und den nächsten als zauberhaft werte (oder auch entgegengesetzt auf der Bewertungsskala), nehme ich doch ein Vergleichen vor. Mit anderen Menschen und mit mir. Frauen neigen zusätzlich dazu, nur ihre Problemzonen zu sehen und die schönen Bereiche auszublenden. Sie ordnen sich also auch auf der eigenen Bewertungsskala sehr niedrig ein. Dadurch entsteht eben meiner Meinung nach das Schamgefühl. Wenn wir aber andere Menschen mit ihren Falten und Haaren an „unmöglichen Stellen“ und ihren sehr unterschiedlichen Körpern nur neugierig betrachten würden, wäre auch unser Schamgefühl wesentlich weniger ausgeprägt. Liebe Ostergrüsse auch an Carlos, der Scham bestimmt nicht kennt 😘

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          1. Ahhhh now I know what you mean 🙂 Verzeih mir meine Penibilität, ich neige dazu Dinge im Ganzen zu betrachten. Du sprichst also lediglich vom Vergleichen, wenn man an seine eigenen Schwachstellen denkt, ja dann bleibt das Schamgefühl nicht aus. Vielleicht kann man zur Neugier noch das Gefühl des Wohlwollens hinzufügen. Wohlwollen für mich selber und andere. Dann bewertet man auch nicht mehr so streng 🙂 Nee der Carlos kennt keine Scham, der meint ja eh er wäre der Meister des Universums 😀 Ganz liebe Osterhasi Grüße auch an dich 🙂

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  6. Da muss ich jetzt mal ganz allein von mir ausgehen, denn ich bin eher der neugierige Typ, also bewerte ich schon mal gar nicht, als ERSTES !
    Äußerlichkeiten sind zwar der erste Blickfang, aber damit noch lange kein Bewertungskriterium für mich.
    Da muss schon noch so einiges passieren 😉

    Es ist mir bei fremden Menschen auch ganz ehrlich, piepegal, weil ich der Meinung bin, JEDER ist ein Unikat für sich und mich muss auch nicht JEDER lieben.

    Hach, nun weiß ich gar nimmer, ob ich überhaupt den Sinn begriffen habe und vielleicht schreibst ja unter meinen Aufsatz: „Thema verfehlt!“ 😉

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    1. Ich verrat Dir was: das war einfach ne Frage, die Du mit Dir ausmachen durftest ;-)))) …ich wollte gar keine Antwort und bloß keinen Aufsatz *grins* . Trotzdem ganz lieben Dank, dass Du das trotzdem so ausführlich dargestellt hast. So hätte ich das aber bei Dir auch gedacht ❤
      Liebe Grüße
      Andrea

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