Das Osterwochenende oder im Auge des Tornados

Das Osterwochenende oder im Auge des Tornados

Ostern war auch bei mir ein Fest mit der Familie, leckerem Essen sowie kleinen und größeren Ostereiern (und Easter Eggs) . Damit jedoch nicht genug: Skurriles, Aufklärung, Change Management wegen einer Männergrippe und Flodeboller säumten ebenfalls dieses lange Wochenende, das mich letztendlich in die Weiten des dänischen Königreichs katapultiert hat. Da verwundert es wenig, dass ich nicht zum Schreiben und noch weniger zum Lesen oder Kommentieren gekommen bin. Ich berichte einfach mal von Anfang an.

Ostern – die Vorarbeit

Da hatte ich doch unvorsichtigerweise beschlossen, etwas Handgemachtes zu Verschenken, das mal nicht aus der Küche kommt. Ich gehöre ja noch zur Generation derer, die in der Schule Stricken und Häkeln gelernt haben – und sowas kann man nicht wirklich verlernen, ist doch wie Fahrrad fahren, oder ? Und Häkelgarn ist für Anfänger, logischerweise nehme ich Wolle zum Häkeln, sieht ja im Ergebnis viel schöner aus. Nach einem Youtube-Video, weil ich doch mehr verlernt hatte, als ich jemals zugeben würde, mehreren Stunden „liebevoller“ und von nicht jugendfreien Flüchen begleiteter Handarbeit und einer Sehnenscheidenentzündung in der linken Hand, weil ich den Faden während der Unmengen an Bubble-Stiches so steif gehalten habe, war das Ergebnis dann …oukay.

Happy Easter
Ostern …reitende Eier ?
(Fotoquelle: Schwesterherz)

Mein Zeichentalent hat das dann natürlich wieder rausgehauen – schließlich sind die Emoji-Eier eindeutig erkennbar, während die Wolltierchen aussehen, als würden sie für einen Eier-Fruchtbarkeitsritus mißbraucht.

Rundfahrt mit Crocodeal

Während der halben Weltreise mit meinem kleinen schwarzen Flitzer, auf der ich u.a. diese wunderbaren Geschenke überbrachte, bekam ich tüchtig was auf die Ohren. Die Lieblingstochter hatte beschlossen, mich mit gesellschaftskritischen deutschen Songs zu beschallen. Wenn man von der Westseite der liebsten Hansestadt auf die Ostseite muss, macht es sich total gut, zusätzlich noch auf deftige Songtexte zu achten. Gleichzeitig auf den Verkehr und die grüne Welle (ACHTUNG letzteres ist IRONIE !) schauend, kamen mir Trailerpark und Alligatoah wirklich hörbar vor – später zuhause beim nochmaligen Hören fand ich sie wirklich gut UND heftig. Bildet Euch selbst ein Urteil – ich hab Euch gewarnt 😉 :

 

Und noch besser:

 

Trailerpark ist die Band, die zu Alligatoah gehört und sich textmäßig noch einiges mehr traut:

„…dann wär Frieden auf der Welt“ – ich hoffe, Ihr habt jetzt keinen Ohrwurm. Ich hatte einen und bewegte mich bis Ostermontag rhythmisch tanzend durch die Wohnung. Schließlich ist das High-Heel-Training voll im Gange und ich WAR in Vorfreude auf den Rest der begonnenen Woche. Und wie so oft grätscht einem Unvorhergesehenes dazwischen. Bei mir war es eine eingegangene SMS, deren Inhalt man kurz  zusammenfassen kann:

 „Männerschnupfen“

Mein Immunsystem hat ja im vergangenen Jahr damit begonnen, sämtlichen Viren, sobald sie in meine Nähe kommen, zuzurufen: „Hier, nehmt mich – ich leiste keinen Widerstand!“. Das möchte ich natürlich auf gar keinen Fall unterstützen, also lasse ich das infizierte Objekt, obwohl es sich um DEN Helden handelt, nicht in meine Nähe kommen, und verabschiede mich gedanklich vom geplanten Kurzurlaub mit selbigem. Was hätte ich also tun können? Stornieren und mich einigeln, oder gleich den Helden erschießen – alles denkbare Möglichkeiten.

Optimal geht anders und Change Management war gefragt.

Statt des Helden killte ich den Großteil meines Kleiderschrankes und traf mich am folgenden Tag und vollgeladenen Autos an einem wunderschönen Ferienhaus dicht am Hennes-Strand in Dänemark. Natürlich machte ich einen kurzen Zwischenstopp kurz vor der Grenze, um Schokoküsse in Eimern bei den dänischen Grenzhändlern zu kaufen 🙂 . Immer wieder fasziniert davon, dass hier alle Bezeichnungen und Preisauszeichnungen auf dänisch sind, obwohl die Grenze zum Königreich noch einige Kilometer entfernt ist. Ich habe festgestellt, dass es wirklich Leute gibt, die noch nie Urlaub in Dänemark gemacht haben – für Schleswig-Holsteiner total unverständlich. Ich werde mal in den nächsten Tagen einen kleinen Bericht dazu reinstellen. Nirgendwo anders kann man so schnell entschleunigen, gerade wenn man sich tornadomäßig umhergeschleudert fühlt. Heute habe ich mir schon den Nordseewind um die Nase wehen lassen, schmeiße noch den Bollerofen an, gehe in die Sauna und werde lesen. Schließlich mag ich noch ganz viele Eurer Blogeinträge nachholen…

Hennes Strand
Dänemark
(Fotoquelle: mein Handy)

 

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10 Gedanken zu “Das Osterwochenende oder im Auge des Tornados

    1. DK ist auch etwas weit weg von Dir 😉 …ja, ich mag die seltenen Tochtertouren, lern da immer wieder was Neues. Und da sie jetzt mit nem netten Musikus liiert ist, komm ich fast nicht mehr hinterher 😀 , wie gut, dass die 2 auch auf die 80er stehen. Danke für das Lob, irgendwas süßes haben die Tierchen, ich weiß nur nicht, ob vorn oder hinten ;-)))

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  1. Dänemark ist wirklich wunderbar zum Entschleunigen, es erinnert mich an eine Dänemark Quer durchs Land-Tour, es gab Lieder von Pippi Langstrumpf über Jim Knopf,Schlaf Kindchen schlaf und Brahms bis Reinhard Mey, Da finde ich heute den Musikgeschmack deiner Tochter recht inspirierend, wenn auch nicht gekannt….danke für die Erinnerung…

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    1. Gern geschehen. Bei uns ist die letzte Tour auch schon etwas länger her – irgendwann hatte es sich eben ausgedänemarkt. Da sieht man jetzt alles irgendwie alles bewußter. Versprochen: ich mach später nochmal einen kurzen Bericht dazu.

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  2. Ich finde deine Schäfchen überaus gelungen, Andrea! :-)) Hoffentlich klingen nun die Beschwerden im Handgelenk bald wieder ab.
    Wenn ich so dein Dänemarkfoto betrachte und deine Beschreibung dazu lese, dann fühle ich dabei schon eine gewisse Entschleunigung einsetzen. Ruhe. Frischluft. Nordsee. Sehr verlockend. Weißt du was? Im Grunde könnte ich jetzt gleich los … ^^

    Hab noch schöne Tage dort oben! Ich hoffe, die Sonne zeigt sich!

    LG Michèle

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    1. Die Sonne zeigt sich von ihrer besten Seite und der Sohnemann hat heut Abend noch einpaar schöne Fotos gemacht, die ich aber noch nicht zu Gesicht bekommen habe. Ich beknie ihn zwar ständig, dass er mir mal ein bisschen zum Zeigen (und Angeben) überläßt, denn da wo ich talentfrei bin, hat ers echt drauf, aber er will einfach noch nicht. Ist ihm alles noch nicht perfekt genug *augenroll*. Der reist aber in den frühen Morgenstunden schon wieder ab, hättest also wirklich noch kurz herkommen können. Soviel IZ, HH, OH und PI s hab ich selten gesehen, ansonsten wie immer sehr wenig Leutz hier in DK – so ganz anders als die Menschenmassen am letzten WE in Sankt Peter ^^ .Danke noch für Dein nettes Lob zu den Schafen und das Gelenk ist auch wieder wie neu.
      Liebe Abendgrüße

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  3. Auch der Artikel geht noch! Wieviel Osterlämmchen hast Du denn auf die Welt verholfen? Das Linke sieht ob der wohl etwas schwierigen Geburt etwas geschafft aus. Hoffe, das kleine Süße hat sich wieder eholt, so wie Du in Dänemark, das ich, wie ich zu meiner Schade gestehen muß, zum letzten Mal gesehen habe, als ich 4 jahre alt war… Alles Liebe,Nessy
    PS: Juhu, bei Dir bin ich wieder up to date, noch , zumindest! 😉

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