Stil fängt bei den Schuhen an… Teil 3

Stil fängt bei den Schuhen an… Teil 3

Da sind wir jetzt hoffentlich alle über und nach Ostern mit schwingenden Hüften durch die Wohnung getanzt, dass dem Hasen die Ohren wackelten, so wie ich es hier empfohlen habe. Wer den Kurs erst jetzt entdeckt, sollte bei Teil 1 beginnen – es ist noch nichts verloren, der Frühling meldet sich ja gerade erst zurück. Für alle, die bis jetzt fleißig geübt haben, sollten die Schuhe sich nicht mehr so ganz ungewohnt an den Füßen anfühlen. So dass wir in der kommenden Woche einen Schritt weiter gehen, oder auch 10 oder 100 oder… . Je nachdem, ob Ihr eine winzige Bude, ein Häuschen oder einen Palast bewohnt.

Los gehts ! …mit Hausarbeit

Die Füße sind vorbereitet, weich und ohne Hornhaut, kein Nagel stört und jetzt ab in Feinstrümpfe und Heels, die Hausarbeit wartet. Ja, genau das: Spülmaschine ausräumen, Wäsche in den Keller oder Staub saugen – alles, was so anfällt, wird in der kommenden Woche mit erhöhter Sicht erledigt. Mein Tipp: geht es langsam an und macht kleine Schritte. Guckt auch genau, wo Ihr hintretet – Kinderhände und Hundepfoten sind sehr empfindlich. Solltet Ihr Möbelstücke besteigen müssen, beispielsweise um erhöhte Regale zu erreichen, entledigt Euch aber vorher der Schuhe – zum Schutz der Möbel und Eurer Gesundheit. Es gibt da ja diese Studie, dass die meisten Unfälle im Haushalt passieren 😉 . Mit den hohen Absätzen habt Ihr aber auch gewisse Vorteile, wie Mitzi beim letzten Beitrag dieser Serie kommentierte.

Tragetipps

Übrigens gibt es auch für Peeptoes und Sling-Pumps entsprechende Füßlinge oder Zehlinge aus Nylon. Trotzdem MUSS Frau einfach manche Schuhe oder Sandalen ohne die feine Zwischenlage tragen. Ich empfehle gegen die Feuchtigkeit, den Fuß mit Babypuder zu preparieren. Außerdem merkt Ihr bei dieser Trainingseinheit, ob der Schuh gut sitzt, Ihr irgendwo Druck verspürt oder der Ballen ein wenig Polsterung braucht. Spezielle Blasenpflaster gegen Druckstellen kann man schon vorbeugend anwenden, ebenso wie Einlege-Pads an den individuell beanspruchten Stellen. Jeder Fuß ist anders und muss sich entsprechend erst an den jeweiligen Schuh gewöhnen. Ich gehe heute noch nicht auf den Gang ein. Versucht gar nicht daran zu denken, wie Ihr lauft, tut es einfach. Und wenn eine Pause sein muss, dann hört auf Eure Füße.

Heels mit Charakter

Beim letzten Mal hatte ich angekündigt, dass ich eine kleine Schuh-Charakterstudie vorhabe. Ich möchte damit zeigen, dass jeder Schuh eine Aussage besitzt, und man sich genau überlegen muss – und das am besten schon vor dem Kauf – ob dieser Heel zur eigenen Persönlichkeit passt.

Der Jeans- und Kumpeltyp

Schuh2

Unkomplizierte Leichtigkeit verspricht dieser Schuh. Passend zu Jeans oder farbstarken Outfits zeigt er eine individuelle Persönlichkeit und Unabhängigkeit. Ich konnte natürlich nicht widerstehen und ihn frühlingshaft frisch dekorieren 🙂

Ganz anders dagegen der nächste Kandidat:

Anpassungsfähige Lady oder …gehört in jeden Schuhschrank

Schuh1

Ob roter Teppich, Konfirmation, Beerdigung, …Anzug, Etui-, Abend- oder Cocktailkleid, dieses Schätzchen geht immer. Dezentes Schwarz – im vorderen Bereich als Wildleder, im hinteren Bereich mit glänzend-changierendem Stoff in Reliefoptik ausgestattet und dazu eine Heel-Form, die man nur als ladylike bezeichnen kann.

Einzige Schwierigkeit bei diesem und auch beim vorangegangenen Schuh ist, dass man als Trägerin keinerlei Halt hat, außer durch den korrekten und sehr engen Sitz am Fuß. Das „Problem“ hat folgender Kandidat nicht. Und als angepasst würde ich ihn auch nicht bezeichnen.

Der „Here I am“ oder Glamour-Typ

Schuh3

Das ist ein Heel der Kategorie „nicht zu übersehen“. Der schreit nach Beachtung und großem Auftritt, Vollgas beim Styling und wehe das Kleid übertönt ihn – dann wird er bissig. Also die große Robe, elegant und am besten in schwarz. Steht nicht jeder Frau, aber wer diesen Schuh will… Durch das Knöchelriemchen und den Steg trägt er sich übrigens viel einfacher und sicherer als seine Vorgänger.

Das waren die ersten 3 meiner hauseigenen Kollektion. Die restlichen 4 Paare folgen beim nächsten Mal. Und während ich mir überlege, wie ich die am besten präsentiere, freue ich mich auf den Frühling, Eure Kommentare und hoffentlich Fortschritte ❤

(Fotoquelle: Die Fotos sind entsprechend gekennzeichnet. Wer diese nutzen möchte, darf seine Anfrage gern an mich stellen.)

 

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52 Gedanken zu “Stil fängt bei den Schuhen an… Teil 3

  1. … der Jeanskumpelschuh hat es mir angetan. Die Tulpe würde ich dann neben meinem Smartphone in der Hosentasche der komplett Destroidjeans Tragen, Oberteil lässig drunter geschoppt… der Hund als Accessoire geht mittlerweile langsam ganug… ;-D

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  2. toller Bericht.. ..was bin ich faul dagegen, Socken an und Sneakers an…;-) mir gefallen die bunten High heels am besten…so zu ner Roehrenjeans cool und sexy….eine gute Freundin von mir, eine nur HH Traegerin…, musste ihre Fuesse beide operieren lassen, sie hielt die Schmerzen nicht mehr aus.. .und nun sind die Dinger wieder an ihren Fuessen;-) muss ne Art von Sucht sein :-)) sieht ja auch klasse aus….ganz liebe schmerzlose babypuderlose eher unsexy Fussgruesse, Ann ;-)))

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    1. Wenn Du meine Füße sehen würdest, würdest Du platzen – vor Neid :-DDD . Nee glücklicherweise nix mit Schmerzen, ich lauf aber auch enorm viel barfuß. Und Babypuder ist im Sommer überhaupt ultrauniversell einsetzbar – nicht nur an den Füßen. Heels sind ne Sucht, da hast Du schon recht, also halte Dich besser fern von den Dingern ;-)))) Blümchen mag auch die bunten am liebsten 😉 . Meine absoluten Favorites kommen noch.

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  3. Feine Weggefährten. Meine Schreibtisch Schubladen im Büro sind randvoll mit hohen Schuhen und meine Kollegen amüsieren sich regelmäßig, weil ich mit flachen ankomme (ich hab´s recht weit zu Fuß) und dann ab neun Uhr „wachse“. Obwohl ich der Meinung bin, recht gut darin zu laufen, hat es mich heute am Kopierer der Länge nach hingehauen. Am Boden liegend dachte ich kurz an dich und ob ich vielleicht doch noch Übung brauche. Man möchte meinen 50 Stunden die Woche reichen 😉

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    1. Oh nein, Du Arme 😦 . Da schone Dich mal lieber auf der Couch, als noch extra zu trainieren. 50 Stunden in der Woche sind mehr als ausreichend 🙂 . Und Deine Kollegen schick mal im Sommer nach London: da sitzen die Büromädels mit FlipFlops in der Tube und aus den Handtaschen ragen die Hacken der Heels ;-))) Mein Spitzname im Büro war übrigens auch „Hacke“ – find ich jetzt nicht sooo schmeichelhaft, aber grinsen musste ich trotzdem immer.

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        1. Da gehöre ich wohl eher zu der Sorte ‚Trampel’… aber wisst ihr was?! Diese Beiträge lösen eine positive Unruhe aus…schon Vielfach hab ich zu den Dingern geschielt. In den letzten ungefähr 2 Jahren. Fand sie plötzlich anziehend. Nur getraut hab ich mich nicht. Kriegt ja keine Anleitung mit, beim Kauf. Nun erhalte ich die Anleitung. Also. Ich warte auf die passende Gelegenheit. Ganz bestimmt! 🙂

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  4. Also… So, jetzt hab´ich diesen tollen Artikel gelesen! Wirklich unverzeihlich, soo lange zu warten… Diese Schuhe sind rattenscharf, Ich denke, um so etwas zu tragen, braucht man neben Deinem Kurs auch einen Waffenschein! Übrigens ist es schwierig, solche Teile für quadratische Größe 41 zu bekommen…Und wenn sie passen, halten sie nicht am Fuß… wobei diese Höhe und ich nie Freunde werden! Jetzt weißt Duauch mein Geheimnis, warum ich in jungen Jahren nie bei Germanys next Flopmodel mitgemacht habe, Gorge, oder wie das große High Heel Pferd heißt ,hätte sich vermutlich schlappgewiehert…. Aber jetzt bleib ich dran Liebes, versprochen!

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  5. Eigentlich kann ich deinen Berichten gar nicht mehr so viel hinzufügen 😉
    1) Ja, Übung macht den Meister (die Meisterin^^), ganz klar!
    2) Einlegepads sind tatsächlich meist bequemer und erleichtern das Gehen, wenn nichts drückt. (vor allem Pads vorne für unter den Fußballen sind super bequem und sorgen oft für einen besseren und festeren Sitz)
    3) Wenn man sich unsicher fühlt, lieber 2-3 cm weniger, dafür aber sicherer im Gang und irgendwann traut man sich automatisch an mehr Höhe…

    Ansonsten ist es echt schwierig, noch mehr hinzuzufügen…ich laufe schon seit gut 10 Jahren auf hohen Hacken und denke da gar nicht mehr drüber nach 😀
    Mir ist nur immer wichtig, meinen Füßen auch Erholung zu gönnen. Zu Hause laufe ich IMMER barfuß und durch meinen Hund bin ich auch so sehr viel zu Fuß aktiv (dann jedoch in Sneakers^^). Zusätzlich habe ich den kleinen Vorteil, dass ich 2-3x die Woche reiten gehe und durch die Fußhaltung beim Reiten (Hacke runter, Zehenspitzen nach oben) der Haltung beim High Heel stöckeln^^ entgegen wirke…

    LG und Danke für dein Kommi bei mir, habe mich sehr darüber gefreut ❤

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    1. Dankeschööön 🙂 und ich freu mich über den Deinen. Und auch so ausführlich. Das mit dem Reiten hab ich doch glatt vergessen gehabt – ist ja aber auch schon 20 Jahre her. Klar ist von der Sehne her direkt entgegengesetzt. Darüber nachgedacht habe ich auch erst, als ich darum gebeten wurde, mal was entsprechendes zu schreiben, und meine Nachbarin hier um ein Training bat. Ist schon witzig, wenn man sich darüber bewußt Gedanken macht. Liebe Grüße und viel Erfolg zum Verkaufsstart Deines Buches ❤

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      1. Naja, ich glaube, das liegt manchmal auch ein bisschen am Umfeld, wie oft man auf hohen Hacken läuft und wie selbstverständlich das für einen wird. Bei mir fing das erst so richtig bewusst an, als ich angefangen habe nebenher zu modeln. Da ging nix ohne Heels – und jetzt fühl ich mich da einfach wohl und auch sicher mit 🙂
        Danke dir, ich fiebere dem 15.4. so entgegen 🙂

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        1. Ich kann es mir vorstellen, wie Du fieberst und das Cover ist so toll 🙂 . Ja, in nem Dorf wirken Heels doch etwas abgehoben, aber in der Großstadt, ob Bürojob oder was auch immer passt es. Ich hatte mal ne Chefin im Restaurant, die war wirklich 8 Stunden am Tag damit auf den Beinen. Das fand ich absolut Spitze.

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          1. Die 8 Stunden im Büro sind für mich auch ein Kinderspiel, aber da sitze ich auch die meiste Zeit 😀 Aber stundenlang laufen würde ich mir und meinem Rücken auch nicht antun wollen, der meckert nämlich meist als erster, da ich ein Hohlkreuz habe und dies bei hohen Hacken gerne noch (leider unbewusst) betone^^

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  6. Ich finde High Heels schön, besitze bis heute aber kein einziges Paar mit dem ich klar komme. Ich habe Füße, die vorne breit (Weite G!) und hinten schmal sind, dazu noch unterschiedlich groß. Ich schlappe schon im Schuhgeschäft hinten heraus oder es drückt vorne extrem. Greife ich zu Halbgrößen, scheuert es am rechten Schuh hinten wie bekloppt während ich links heraus schlappe. Nach 4 Fehlkäufen hab ich die Schnauze allmählich voll und frage mich ob ich solche Schuhe überhaupt tragen kann. Ich weiß auch nicht, ob man mit Einlagen oder Polstern irgendetwas dagegen tun kann und vor allem nicht mit welchen und wo. Spangenpumps haben das Problem auch nicht beseitigen können. Da schlappe ich zwar weniger aus, aber dafür krieg ich ruckzuck Blasen an der Seite. Das Problem hab ich blöderweise auch bei Ballerinas -.-

    In der Freizeit trage ich überwiegend Chucks und beim Ausgehen Ankleboots mit breitem Absatz… Ich hab über die Jahre auch festgestellt, dass ich nicht jede Absatzhöhe tragen kann. 5 oder 7 cm sind gut, auf 3 und 10 cm krieg ich Muskelschmerzen.

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    1. Superwichtig ist, dass Du auf Dich achtest und wenn es dann eben „nur“ 5 und 7 Zentimeter sein können, dann ist das eben so. Wobei ich deshalb ja immer der Meinung bin, bevor man in die Schuhchen steigt, müssen die Muskeln trainiert sein. Warst Du schon mal beim Orthopäden oder bei einem Experten, der Deinen Gang abcheckt? Mein Sohn musste da mal hin, weil er Leistungssportler ist und hat daraufhin bestimmte Einlagen bekommen, die seinen Gang wirklich verbessert haben. Ein Osteopath kann dabei sicher auch gutes tun. Wenn Du rausschlappst, könnten auch die normalen Silikon-Einlagen helfen. Natürlich nur an den Stellen, wo Du rausrutscht. Der mittlere schwarze Heel ist so einer, in dem ich, damit er enger sitzt, unter beiden Ballen dicke Silikonkissen habe. Jeder Hersteller produziert ansonsten sehr unterschiedlich von der Form her. Also gib die Hoffnung nicht auf, irgendwann findest Du was passendes. 😉

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