Mittwochsdiskussion

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Der Anthropologe Peter Kappeler (Professor für Soziobiologie und Anthropologie an der Universität Göttingen und Leiter der Abteilung Verhaltensökonomie und Soziobiologie am Deutschen Primatenzentrum) hält den Begriff „fremdgehen“ für unscharf.

Dazu einige Zitate:

„Wer also behauptet, dass Monogamie stets die einzig akzeptable Organisationsform des Menschen gewesen sei, der sollte mal eine Anthropologie-Vorlesung besuchen.“

„Evolutionsbiologen vermuten hinter dem menschlichen Paarleben letztendlich langsam wachsende Kinder. Väterliches Investment könnte dadurch wichtiger und für Frauen zum Kriterium bei der Partnerwahl geworden sein.“

„Nach der Datenlage der Ethnologen gibt es in Afrika keine Ethnie, bei der überhaupt Monogamie vorkommt“

Interessant dann auch JanJans Umfrageergebnisse -nicht in Afrika, sondern der hiesigen Zivilisation – dazu.

 

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Schön, dass es Dich gibt…

Schön, dass es Dich gibt…

18

was für eine Zahl ! 

Happy Birthday, Lieblingstochter ❤

Lange hab ich überlegt, wie ich Deinen Weg, Dein Großwerden rückwirkend beschreiben könnte. Ich kann es nicht, Du dagegen kannst es um so besser. Schon immer waren Deine Phonetik und Deine Lust an der Sprache Dein herausstechendstes Merkmal. Nicht nur, dass Dir schon als Säugling sehr schnell langweilig war, auch als Kleinkind schobst Du Dich und Deine Bedürfnisse  durch lautstarke Töne in den Vordergrund – besonders, wenn ich Richtung Küche ging. Dagegen verblasste die stille Augen-Kommunikation, die ich mit Deinem Bruder pflegte – aber so war auch er gezwungen, endlich sprechen zu lernen 😉 .

Ich denke, Deine eigenen Zitate und Äußerungen beschreiben Dich am besten. Hätte mir früher jemand erzählt, dass sein Kind mit 10 Monaten mit dem Sprechen begann, hätte ich ihn für einen typischen Vertreter der „Ich hab ein Wunderkind“-Fraktion gehalten. Und auch wenn Du genauso schnell laufen gelernt hast, wie Dein Bruder, bin ich froh, dass Dein Lauftempo niemals mit Deinem Sprech-Lern-Tempo mitgehalten hätte.

Mit 3 Jahren hast Du Deinen 2 jahre älteren Bruder oft berichtigt: „…es heißt ‚Marrrmeeelade‘ und nicht ‚Mangelade'“. Dein sprachliches Talent reichte sogar aus, Deinen Bruder davon zu überzeugen, den Kirschbaum für Dich zu entrinden. Begründet hast Du es ihm damit, dass Du wissen willst, was darunter ist. Trotzdem hat es Dir hinterher wirklich leid getan – der Baum, nicht der Bruder 😉 . Lange musste ich kurz vor Deinem 5. (!!!) Geburtstag mit Dir diskutieren, „Heia“ und die Schnuller doch endlich abzugeben – ich hab verloren und Du noch eine weitere aber dafür unaufschiebbare Jahresfrist bekommen.

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Innerhalb weniger Wochen nach Deiner Einschulung hattest Du Dir das Lesen mithilfe der Anlaut-Tabelle und Deiner zahlreichen Witch-Comics selbst beigebracht. Später warst Du diejenige, die mir die Unterschiede zwischen Marvel und DC erklärte und dann auch die Korrektur meiner englischen Aussprache übernahm. *grins* Und Du hast uns beide zu „Rechtschreib-Nazis“ erklärt, weil uns beiden Rechtschreibfehler in Texten sofort ins Auge fallen.

Ich weiß nicht, ob Du Dich erinnerst: Dein Traumberuf war damals nicht Prinzessin 😀

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Du wolltest Tierbeobachter werden und darüber Bücher schreiben oder Filme drehen. Begründet hast Du das folgendermaßen: „…als Tierpfleger muss ich da immer die Scheiße wegmachen und als Tierarzt muß man die Tiere auch pieken oder töten. Das will ich nicht!“

Deine heftigste Teenie-Zeit war … schwarz und meist wortlos. Die Zahnspange hatte einen nicht unerheblichen Anteil an Deiner Sprachlosigkeit. Wo vorher schon ab dem frühen Morgen bis zum Zubettgehen das Gesprochene wie ein einziger Fluß (ohne OFF-Taste) sprudelte, war auf einmal die Quelle versiegt. Dafür tat sich im Untergrund/Internet um so mehr. Als Mum ist man geneigt, das Schlimmste zu vermuten, wenn sich die Tochter einen Nick gibt, der real eine Massenmörderin war oder wenn für ein Kunstprojekt bis Mitternacht im Reich der Farben experimentiert wird, um die perfekte Farbe für Blut anzumischen. Dazu also ein häufig gebrauchter Ausspruch von mir: „Es ist nur ne Phase, das geht vorbei“ (Ohmmm).

Und es ging vorbei. Dein Whattsupp-Status lautete dazu lange Zeit:

 „You don’t stop being a soldier because you got wounded in battle“

(Dean Winchester aus Supernatural)

In Philosophie brachtest Du kurze Zeit später den Spitzenspruch: „Wir alle sind so darauf konzentriert, besonders und individuell sein zu wollen, dass wir mit diesem Wunsch schon wieder einfach nur normal sind.“

Und während ich im letzten Sommer noch im Flieger das Londoner Wetter verfluchte, meintest Du pathetisch beim Aufsetzen auf das Flugfeld: „Jetzt befinde ich mich auf demselben Grund und Boden wie ‚Sherlock‘.“ 😀 Mittlerweile bin sogar ich davon überzeugt, dass man aus Serien, Comics und Fantasyfilmen und -büchern eine Menge an Wissen mitnehmen kann, insbesondere, wenn man die Originalausgaben schaut und liest. Auch wenn ich Deine Obsession dafür nicht so ganz teile.

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Aber so wie ich Dich nehme wie Du bist, passiert das eben auch anders herum. Ich bin dankbar für all das, was ich durch Dich lernen durfte. Und vor allem war es ein Riesenspass, Dich bis hierhin begleiten zu dürfen, zu sehen, wie Du wächst äußerlich wie innerlich. Deshalb schließe ich mit einem Zitat, für das ich Dich vor kurzem gefeiert habe, weil Du damit Deine Meinung sehr durchdacht zum Ausdruck gebracht hast – gegenüber denen, die maßgeblich an Deinen Abi-Noten beteiligt sein werden und von denen Du Dir trotzdem nicht den Mund verbieten läßt:

„…diese Aussage (der begleitenden Lehrer Anm.) …widerspricht außerdem den heutigen Werten und auch den Erwartungen eines Erwachsenen an einen Adoleszenten im 21. Jahrhundert: Selbständigkeit.“

 

Ich hab Dich lieb!

Mum

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Geburt…stag – 1 Jahr „Seelenfunkeln“

Geburt…stag – 1 Jahr „Seelenfunkeln“

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Fast einen Monat bevor dieser Blog heute Geburtstag feiert, habe ich den letzten Eintrag geschrieben. Sträflich vernachlässigt, könnte man behaupten. Im Monat davor waren es 2 Blogbeiträge und im Juli sogar 3. Ein Blog auf dem „absteigenden Ast“ ;-), oder so.

Ich bin volle Kanne reingeschlittert, hab nicht auf mich aufgepasst, mich – weil ich dachte, ich müßte – mit Leuten umgeben, die mir nicht gut taten und für selbige dann meinen Energielevel die letzten Monate bei weitem überschritten. Und dann kam vor 3 Wochen der Knall, der mich in den freien Fall katapultierte. Ich propagierte ja gerne als Motto: „einfach springen“ , hatte dabei jedoch immer ein Ziel im Visier, selbst wenn es noch so klein war.  Anfangs sträubte sich alles in mir gegen diese andere Erfahrung, dann las ich von der Giraffe in der Hängematte und ließ los. Stellte mich meinen größten Ängsten – hilflos und machtlos zu sein – und wurde liebevoll und sanft aufgefangen.

Glück ist die Abwesenheit von Kampf

Kampfunfähig zu sein, fühlte sich entgegen meinen Befürchtungen einfach gut an. Sich einige freudvolle Momente nicht verantwortlich zu fühlen, zu beobachten, dass sich die schlimme Probleme entknoten ohne das eigenen Zutun, gibt Vertrauen in das große Ganze. Aber obwohl sich diese ruhige Blase wunderbar anfühlte – so muss sich ein Baby in der Gebärmutter fühlen 😉 – wußte ich irgendwann, dass ich mich auf den Weg machen wollte. Ein kleiner Teil in mir sträubte sich dagegen, weil ich keine Perspektive sah, kein konkretes Ziel, nur die Ahnung eines Lichtscheines. Meine sehr realen „Schutzengel“ bestärkten mich, gaben mir Halt, Liebe und Zuversicht. Und auch wenn ich das letzte Wegstück als sehr zäh und kräftezehrend empfand, hat es sich gelohnt.

Die letzte Verbindungsschnur einer Ehe ist nach 27 Jahren durchschnitten und die berufliche Zukunft offen. Alles neu und unbeschreiblich frei. Ich sprudele gerade so vor Ideen und Energie. Weiß aber, dass ich noch längst nicht wieder auf 100 % bin. Dass ich achtsamer  mit mir umgehen werde, als bisher. Ist es Zufall, dass diese Neugeburt zeitlich mit dem Bloggeburtstag zusammenfällt ? *schmunzel*

Und nun ? Alles NEU ?

Meiner Ärztin gegenüber erwähnte ich dieses Hobby und sie fand es überhaupt nicht bedenklich, dass ich das Schreiben vernachlässigt habe…ich schon. Es hat mir gefehlt. Nur auch hier bin ich in die Perfektionsfalle getappt. Wollte nur noch schreiben, wenn der Content ausreichend ist und stimmt. Pah, und dabei ist das Funkeln weggeflutscht 😉

Ich hab mir heut früh meinen Blog mal als Besucher angeguckt. Besonders, da ich irgendwie nicht verstehen konnte, dass trotz so weniger Beiträge in der letzten Zeit, die Anzahl der Follower auf 115 gestiegen ist.

DANKE ❤ DANKE ❤ DANKE ❤

Klar bin ich nicht so blauäugig zu denken, dass mir alle nur folgen, weil sie die Blogbeiträge mögen, sondern eine gewisse Anzahl erwartet, dass ich entsprechend auch folge. Wie viele von Euch wissen, lese ich die Blogs, denen ich folge wirklich und damit kommt in meinen Reader auch nur das, was mich interessiert. Oder einfach so Schönes, das gleichzeitig inspiriert.  Und wißt Ihr was:

Ich mag meinen Blog.

Und würde mir auch folgen *grins*. Also wird es hier keine Veränderungen geben…na gut, außer häufigere Beiträge – einfach so. Und jetzt starte ich – wie viele von Euch auch – in dieses verdammt lange Wochenende. Mit voller Hütte, weil sich die liebsten Teenager bei mir versammeln – auch der ausgezogene Teil. Ich vermute, weil ich ihnen mein legendäres Pulled Porc versprochen habe. Liebe Grüße an dieser Stelle an das Australien-Mädchen: Du holst das große „Fressen“ im Frühjahr nach, versprochen! (Falls Du dann noch magst, nach einem halben Jahr fleischlastiger Ernährung 😉 ) Überhaupt treffe ich all die, die mir wichtig sind und das sind alles

Helden

 

Happy Birthday to me and all the best wishes for you ❤

…auch von Alice, meiner neuen Mitbewohnerin,

der Glücks- und Glamourkatze aus dem Hut da ganz oben 😉