Manchmal…

Manchmal…

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Manchmal darf es etwas ruhiger sein,

weil man zuviel gab in letzter Zeit.

Manchmal hängt man einfach kraftlos in den Seilen,

ausgepowert und möchte verweilen.

Manchmal ist die Kraft erloschen zum Kampf,

auch wenn der Geist ständig weiter dampft.

Manchmal möchte man sich treiben lassen,

die Anderen einfach machen lassen.

Manchmal möchte man eine Schulter, um sich anzulehnen

und willkommen zu heißen, die salzigen Tränen.

 

Man tappt nach hier und dann nach dort

findet keinen Halt, keinen Trost im Wort.

Hat sich selbst in Eis und Mauern eingeschlossen,

und keine einzige Tür offen gelassen.

 

© A. Jörn

*siehe unten

 

Wer kennt sie nicht, eine ähnliche Situation wie oben beschrieben. Auch oder gerade weil ich ein sehr positiver Mensch bin, neige ich dazu, an meine Grenzen zu gehen, meist mit vollem Karacho, bewußt und mit Vorsatz. Gründe gibt es genug.

Meist stehe ich irgendwann so unter Druck wie ein Dampfkochtopf, und Entspannung fällt mir äußerst schwer. Dann bin ich so überdreht, dass nicht einmal mehr Meditation „geht“. Bewußt wird mir das aber erst, bzw. ich merke, dass es etwas nicht stimmt, wenn ich aufhöre, meinen Körper zu spüren. Ergo wenn ich mir verstärkt blaue Flecken zuziehe, mich verbrenne, tollpatschig bin…etc. also Hinweise darauf, dass ich meine äußeren Grenzen nicht mehr wahrnehme. Tempo rausnehmen ist einfacher gesagt, als getan, geht aber mit dem entsprechenden Bewußtwerden der Warnsignale einher.

Und wenn dann genug Freiraum da ist, genieße ich das Alleinsein und lasse die Tränen fließen. Denn das verschafft Erleichterung, läßt die inneren Mauern schmelzen und stärkt den inneren Fluß. Wer nicht so dicht am Wasser gebaut hat, kann es mit Nachhilfe von Yiruma versuchen:

 

ich liebe diesen Song ❤ 

Und besonders aufbauend, und wunderschön interpretiert ist die folgende Version:

 

Und der Text dazu:

You are just to young to find the senses in your life,

looking for something else like the dream that you have.

Filled your life with something else like teardrops in your eyes

Who does care what you are while the river flows in you?

You are not the fool, no,

you´re a beautiful one,

you are like the sun,

cause this one river flows in you.

You are not the „noone“,

you just look for more here,

who does care

because you are the one with „it“ inside.

Und das Ganze in deutscher Sprache:

Du bist einfach zu jung, um den Sinn deines Lebens zu erkennen,

suchst nach etwas, was deinem Traum ähnelt.

Hast dein Leben mit Tränen in den Augen ausgefüllt,

doch wen interessiert es denn wer du bist,

wenn dieser Fluss durch dich strömt?

Du bist nicht der Idiot, nein, du bist bezaubernd,

bist wie die Sonne, weil dieser Fluss durch DICH geht.

Du bist kein „Nichts“,

Du suchst hier einfach nach dem „Mehr“

Und es hat niemanden zu interessieren, wer du bist, denn du hast „Es“ in dir.

 

Wir haben ES (die Liebe, die Energie, das Chi) alle in uns, also einfach fließen lassen.

*ein Zusatz zu einem vergangenen Blogeintrag, der immer noch aktuell ist.

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23 Gedanken zu “Manchmal…

  1. Bin heil-froh – im wahrsten Sinne des Wortes, dass ich das nicht mehr machen muss
    Kein Kamikaze mehr, in diesem Leben nicht mehr
    Ist noch gar nicht so lange her…
    Und noch steh ich oft neben mir selbst und staune…

    Alles Liebe ❤

    Gefällt 1 Person

      1. so ist das nicht
        ich empfinde nicht weniger sondern mehr
        weil ich mich mitkriege, mich nicht mitreißen lassen muss, nicht über meine Grenzen gehen muss
        „muss“ ist das Wort, das es am besten beschreibt
        ich habe die Wahl, ob ich auf einen Zug aufspringe oder nicht
        und wenn ich merke, dass ich im Begriff bin, mich von mir zu entfernen, kann ich anhalten und gucken. was IST – und was mach ich damit
        das gibt mir die Freiheit, zu tun, was ich will

        Gefällt 1 Person

        1. Naja, ich schrieb ja, dass ich bewußt und mit Vorsatz da rangehe. Weil ich das will. Kann sein, dass ichs irgendwann nicht mehr will. Wenn ich aber bewußt sehr viel arbeite, weil ich keinen Bock darauf habe, mich mit Herzschmerz zu beschäftigen, führt das zum Abstand vom Thema, powert mich aber körperlich aus. Das Tempo hab ich ja selbst festgelegt. Nur wenn man auf einen Zug aufspringt, verselbständigt sich das ja dann doch meist und dann ist es wichtig, den Absprung zu schaffen, innezuhalten und sich neu zu justieren. Ich glaube fast, wir meinen dasselbe, gehen nur in etwas abgewandelter Form vor.

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  2. Ein Gefühl sehr schön beschrieben. Man kennt es. Also ich ;).
    Das Lied liebe ich auch sehr. Mir gefällt es pur ohne Worte am besten. Ich könnte es gut und gerne eine Stunde hören. Naja, eine halbe. Aber die locker. Es ist wunderschön.

    Gefällt 1 Person

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