Nichts ist, wie es scheint.

Nichts ist, wie es scheint.

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So wunderbar ich es finde, dass jeder von uns seinen eigenen Kosmos mit sich herumträgt, seine eigenen Sichtweisen und Anschauungen, so sehr ist mir trotz allem bewußt, dass letztere unter ständiger Beeinflussung stehen. Wir manipulieren und werden manipuliert. So sehr diese Wortwahl negativ konnotiert ist, wird mir doch ein Großteil der Leser zustimmen. Um so mehr haben mich der vergangene Wahlkampf und vor allem die Reaktionen der Menschen, deren Facebook-Posts, Meinungen und Äußerungen erstaunt, weil doch jeder meint, Manipulationen zu durchschauen.

Von außen betrachtet war das eine äußerst emotionale Angelegenheit.

Deshalb äußere ich auch erst jetzt, wo sich die Gemüter hoffentlich wieder einigermaßen abgekühlt haben, dazu. Oder sollte ich sagen, jetzt, wo sich der Sturm im Wasserglas wieder gelegt hat? Bevor irgendwer meint, mich beim Lesen in bestimmte politische Ecken stellen zu wollen, komme ich ihm zuvor und erkläre hiermit, dass ich mit spezifischen Aussagen der einzelnen Parteien konform gehe. Genauso, wie ich mit vielem nicht einverstanden bin. Und das gilt gleichermaßen für die großen Regierungsparteien, wie für extremere Parts. Ui, jetzt werden so einige aufstöhnen. Vor allem diejenigen, die sich gern mittig bewegen, schön innerhalb der Norm bleiben. Wer hat die eigentlich definiert? Und wem steht es zu, über die Sichtweise anderer zu urteilen? Das aber nur am Rande. Denn eigentlich wollte ich hier über Schach schreiben. Menschliches Schach oder auch das Schach der Völker? Vielleicht aber auch nur eine Verschwörungstheorie, maybe. Liebe Grüße schon mal an den Bekannten, der neulich meinte, Frauen würden ja keine Strategiespiele mögen 😉

Dabei wissen „wir Frauen“ ganz genau, Strategien zu nutzen, um zu bekommen, was wir wollen. Und alle anderen Menschen auch.

Denn eine Strategie ist eine grundsätzliche, langfristige Verhaltensweise (Maßnahmenkombination) der Unternehmung und relevanter Teilbereiche gegenüber ihrer Umwelt zur Verwirklichung der langfristigen Ziele. Hört sich komplizierter an, als es ist. Ich versuche mich mal einfach an einem Beispiel und natürlich ist alles reine Spekulation und auf meinem wirren Mist gewachsen.

Vor einigen Jahren sitzen die reichsten Firmenchefs (Bilderberger) nach dem Golfspiel zusammen. Analysieren die momentane Situation und legen den Kurs für die nächsten Jahre fest. Auf der Welt riecht es nach Unzufriedenheit, die Finanzsysteme stehen kurz vor dem Kollaps, aber der Krieg beschert bombastische Umsätze: Iran, Irak, Afghanistan, Uganda – gerade die „Kleinwaffen“ sind gerade gefragt. Das muss weiter ausgekostet werden, die Bodenschätze kann man bei späteren Treffen untereinander aufteilen. Irgendwann dürfen dort dann die Pharma- und Lebensmittelfirmen ihren Teil vom Kuchen einsammeln. Und die Menschen in der 3. Welt sind sowieso gerade damit beschäftigt zu überleben. Opfer gehören zum Geschäft, sieht man jeden Tag im Fernsehen und die „erste Welt“ ist abgehärtet, nimmt die Bilder sowieso kaum wahr. Die Medien haben ganze Arbeit geleistet. Blöd nur, diese so lästigen Wahlen in den Demokratien dieser Welt unter anderem demnächst in Deutschland. Und der Schein der Demokratie muss gewahrt bleiben, schließlich kann man Menschen am besten lenken, wenn sie das Gefühl haben, ihre Situation selbst bestimmt zu haben. Die Frau an der Spitze – nein, nicht dieses Gremiums, sondern die Politikerin – passt da als Aushängeschild ganz gut hin. Hält sich immer schön zurück in ihrer Meinung, wartete ab, was die anderen sagen und hält sich vor allem an die Spielregeln – die dieses Konzern-Gremium festgelegt hat.

Nur die Wahlbeteiligung im Land sinkt immer weiter, war bei der letzten Wahl auf einem absoluten Tiefpunkt. Der Aufruf wählen zu gehen, verhallte. Und dann noch die ganzen Flüchtlinge – das könnte wirklich ein Wahl-Problem werden. Könnte man vielleicht…? Nun ja, die führende Partei ist ja rechts angesiedelt und natürlich gibt es da auch Menschen, die ein wenig extremer denken. Wenn man da ein paar findet und eine eigene Partei gründen läßt. Da müßte natürlich jemand dabei sein, der ein Sympathieträger ist, dann ein paar Frauen und vor allem jemand, der für Aufmerksamkeit sorgt, Schlagzeilen gezielt raushaut und mit Gegenangriffen umzugehen weiß, sprich ein Mann, der schon ewig Propaganda macht. Der Vorteil einer solchen Partei würde nicht nur in der Bündelung der Kräfte liegen, denen die eigenen Partei zu wenig rechts gelagert ist, auch würde man einer anderen Partei sozusagen die einfacher denkenden Menschen mit entsprechenden Parolen und Ansagen abspenstig machen. Noch viel wertvoller wäre allerdings die Wirkung auf den Rest. Denn der wäre beschäftigt. Eine Generalprobe könnte man doch direkt ein halbes Jahr vor der Wahl starten. So als kleinen Anstubser an die Ver-Braucher da draußen und dann mal sehen, wie es sich entwickelt.

Für den finalen Showdown hätte man dann ja 4 Jahre Zeit. Die Parteigründer sind alle mehr oder weniger mit brisanten Infos unter Kontrolle. Infos, die man bei Bedarf mal eben aus dem Hut zaubert und der Presse zuspielen kann. Und einer mit ner weißen Weste, der keine Lust mehr auf das Spielchen hat, den versetzt das Gremium einfach ins Europaparlament. Genügend Geld löst solche kleinen Problemchen im nachhinein.

„Geht wählen!“, würde endlich seine Wirkung zeigen, erst Recht, wenn man sich ein paar prominente Gesichter dazuholt. Weil ja nur, wer wählt, sich hinterher beschweren darf? Wer hat eigentlich die Statistik in die Welt gebracht, dass die Wahlbeteiligung von AfD-Wählern höher ist, als die der Menschen, die andere Parteien bevorzugen? Glückwunsch an alle Wähler! Ist echt demokratisch, zwischen Pest und Cholera entscheiden zu dürfen. Wobei man sich dann zumindest einig sein kann, NICHT die Apokalypse gewählt zu haben. Manipulation läßt grüßen.

Ja, all die Normokraten sind beschäftigt. Jemand erzählte mir, dass er zu einer Wahl-Veranstaltung der AfD ging. Mal gucken, warum auch nicht. Neugierige und offene Menschen tun so etwas und urteilen erst, nachdem sie sich ein eigenes Bild gemacht haben. Nicht nur, dass derjenige ein mulmiges Gefühl bei der Anreise hatte, seinen Wagen extra weit ab vom Ort des Geschehens parkte. Nach der Veranstaltung wurde er mit den anderen Teilnehmern unter Polizeischutz durch den Hintereingang nach draußen begleitet, weil vor der Haupteingangstür ein wütender Mob wartete. Heißt, wer neugierig ist, sich nicht automatisch an der Norm orientiert, muss Angst um Besitz und Leben haben? Wo leben wir nochmal? In einer Demokratie herrscht Meinungsfreiheit – eigentlich. Ist aber wohl von der Intoleranz in den Köpfen aufgefressen worden. Und nach der Wahl und dem – (sorry) vorhersehbaren – Ergebnis die Hexenjagd in den sozialen Netzwerken. Die Normokraten sind beschäftigt. Da wird ein Post über fehlendes Mitgefühl in der Gesellschaft gelikt und positiv kommentiert und im nächsten Moment über die Entscheidung eines anderen Menschen, die ihm geschadet hat, extrem negativ hergezogen. Mitgefühl bitte nur dann, wenn es mich betrifft, die anderen sind egal? Wie nennt man das noch? Drängt man nicht eher diejenigen noch mehr an den (rechten) Rand, die sich schon ausgegrenzt fühlen? Wenn ich möchte, dass der Andere meine Meinung versteht und ihr mit Toleranz begegnet, muss nicht ich dann den Anfang machen? Ihm zuhören, seine Ängste nachvollziehen, Toleranz und Geduld aufbringen und ihm zeigen, dass sich abzugrenzen keine Lösung ist. Aber was in den Medien, besonders in TV-Sendungen vorgemacht wird – Respekt gegenüber Andersdenkenden geht anders! – kann ja nur richtig sein. Respektlosigkeit in Form von Hexenjagden sind also erlaubt? Oder gar erwünscht? Soviel Manipulation tut schon weh.

Wir sind alle zuallererst Mensch, fühlende Wesen mit begrenzter Daseinsdauer.

Konzentrieren wir uns auf die Gemeinsamkeiten, auf das, was wir alle wollen: Glück, Liebe und einfach wir selbst sein dürfen.

Wie war das: Der Fisch stinkt immer zuerst am Kopf! Will sagen, so wie die Gesellschaft sich allgemein präsentiert – konsumorientiert und abgestumpft, so wird sie auch „da oben“ geführt. Nein, nicht von den Politikern, das sind nur Marionetten. Begriff gern nachlesen, den gabs schon bei Platon und Schopenhauer. Ob uns noch zu helfen ist? Ich mag die Hoffnung nicht aufgeben. Denn glücklicherweise gibt es immer mehr von denen, die die rote Pille geschluckt haben. Und immer mehr, die empathisch agieren. Aber was schreibe ich hier, so als Frau, über Politik, über Taktik…kann man ja gar nicht Ernst nehmen, solche Verschörungstheorien…oder?

 

 

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Ein Gedanke zu “Nichts ist, wie es scheint.

  1. Ich hoffe mal der Kommentar ergibt einigermaßen Sinn, bin in Politik miserabel :/

    Ich wäre gerne intolerant gegenüber der Intoleranz. Jedoch denke ich dann auch wieder, dass ich nicht wirklich besser bin als die Menschen, die sich in ihrer kleinen Blase verkriechen. Ich denke, ich muss mit solchen Menschen keinen Fall im alltäglichen Leben agieren, jedoch sie deshalb alle auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen lassen? Würde einen Teil des Problems der Überbevölkerung lösen, aber wäre ethisch nicht vertretbar.

    Ich weiß dennoch nicht, wo der Vorteil liegt nur deutsche Familien zu unterstützen. Was ist denn heutzutage bitte noch deutsch? Die Menschen, die einen deutschen Pass besitzen? Aber was ist, wenn diese Personen sich total spanisch fühlen, mediterranes Essen essen und nur spanisch reden (aus Spaß)? Sie kassieren das Geld vom Staat, aber der achso erhoffte Patriotismus bleibt aus. Weshalb auch? Wie kann man auch auf ein „Land“ stolz sein, auf eine „Nation“ ein imaginäres Ordnungssystem.

    Natürlich das christliche Abendland darf nicht untergehen. Ich wiederhole welches Abendland? Es gab das Heilige Römische Reich deutscher Nation, das deutsche Reich unter Bismark sowie das dritte Reich unter Hitler. Ansonsten war Deutschland nie eine Nation. Welche Werte sollen denn verloren gehen? Und wer sich ein wenig in Geographie auskennt, weiß das die preußischen Tugenden nicht wirklich aus Deutschland kommen…

    Das Problem an diversen Extremisten, ist schlichtweg der Informationsmangel oder Informationsmanipulation. Dank des Internetzes existieren diverse Informationen freihaus, da sortiere mir doch mal bitte jemand diese. Nach: Mist, Wertvoll, keiner kann es wissen, oder ist frei interpretierbar. Als Neuling in einem Thema bin ich auf andere angewiesen mir den „richtigen“ Weg zu zeigen. Woher soll ich denn als Alien wissen wie ich Kaffee kochen? Ein Problem lässt sich von heut auf morgen nicht lösen, auch nicht in vier Jahren und schon gar nicht in vier Jahren, wenn wir einer von 216 „Staaten“ sind… und selbst 82 Millionenmenschen sind ein recht kleiner Bruchteil von 8 Milliarden.

    Vielleicht sollte man auch erst nach dem Leitsatz handeln: Gefühle sind keine Fakten sondern entstehen aus etwas. Wut kommt nicht davon, dass du wütend bist schon auch irgendwie. Jedoch setzt Wut etwas voraus wie verletzt worden zu sein oder Unzufriedenheit und die sollte man doch bitte erst bei sich selbst suchen.

    PS: Seit wann ist die Wahlbeteiligung aller AFD-Wähler höher als bei dem Rest der Wähler? Woher wissen die denn welche Partei die Nichtwähler gewählt hätten?

    PPS: Frauen wissen sehr wohl, wie sie dinge bekommen können… Sicherlich manche haben eine ausgeklügeltere Strategie als andere, wir wären jedoch echt blöd wenn wir das Berufsgeheimnis verraten würden.

    PPPS: Sowohl Schach (mit und ohne Menschen) als auch Warhammer5000 oder Starcraft sind stinkelangweilig….

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