Falsche Fuffziger

Falsche Fuffziger

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Wenn meine Oma mit meinem Opa am Küchentisch saß, fiel öfter mal der Begriff des „falschen Fuffzigers“. Als Zwerg von gerade mal 4 oder 5 konnte ich damit nicht viel anfangen. Auch nicht mit dem Ratschlag, immer erst auf meinen Bauch zu hören, bevor ich jemandem vertraue.

Kurze Zeit später – klein Luna mußte (staatsmäßig vorgeschrieben) die Vorschule im Kindergarten besuchen, wurden meine Eltern zu einem wirklich ernsten Gespräch in selbigen bestellt. Ich hatte erzählt, dass ich am Wochenende „Wetten dass…“ im TV gesehen hatte. Grober Fehler. Eindrücklich wurde mir ab diesem Moment zuhause klar gemacht, dass man nicht allen Menschen um mich herum vertrauen kann. Und so redete ich dann zwar viel, erzählte aber nie alles. Erst sehr spät lernte ich, die Bauchstimme zu hören. Ich lernte eher durch Beobachtung, Menschen einzuschätzen. Trotz allem kann man niemandem hinter die Stirn schauen, somit bleiben die wahren Beweggründe für sein Verhalten Anderen verborgen. Sind meist erst rückblickend erkennbar.

Trotzdem hilft einem all die Menschenkenntnis nicht, wenn man ausschließlich auf schriftlichem Wege in Foren, Chats, auf Plattformen oder beispielsweise im Blogland unterwegs ist. Denn hier werden zumeist Identitäten aufgebaut, die auf Wunschvorstellungen bezüglich der eigenen Person beruhen. Natürlich hat jeder das Recht, sich so zu sehen, wie er möchte. Aber gerade die virtuelle Realität läßt so manchen das eigen Ego enorm puschen. Da werden nicht nur Profilbilder geschönt, sondern die Realität ein wenig verschoben. Stubenhocker werden zu Kulturinteressierten, anhängliche Muttersöhnchen zu erfolgreichen unabhängigen und wahnsinnig busy Geschäftsmännern und Verheiratete zu in Trennung lebenden, die einzig wahre Liebe Suchenden. Aber auch hier ist es wie im wahren Leben, es gibt Menschen, die sich gern als Retter präsentieren, andere, die Beziehungen ausschließlich durch die Distanz des Internets ertragen oder Dritte, die ihr Ego pushen möchten durch Klicks und Likes, die dafür ihre eigene Großmutter verkaufen oder sich des Mantels der sozialen Großzügigkeit bedienen.

Falsche Fuffziger trifft man überall!

Da hilft es auch nicht, vorsichtig zu sein, und die- oder denjenigen erstmal schriftlich kennen lernen zu wollen. Wir neigen nämlich alle dazu, anderen Menschen einen Vertrauensbonus einzuräumen, der durch eigene Projektionen während des Schreibens immer größer wird. Kommt es dann irgendwann zu einem realen Treffen, hat jeder von uns ein Bild des Gegenübers im Kopf und blendet das Bauchgefühl aus, schließlich kennt man ja schon die intimsten Dinge voneinander. Letztendlich ist es ein

Treffen der Realität mit den Träumen.

Und wer möchte schon durch einen ekligen Klingelton geweckt werden. Im nachhinein hätte ich mir den Ton um einiges lauter gewünscht. Denn auf das Gefühl von so einem falschen Fuffziger verarscht worden zu sein, hätte ich gern verzichtet. Den Fehler Menschen nur positive und hehre Beweggründe für ihre Handlungen zu unterstellen, werde ich sicher immer wieder machen. Mit dem Hintergedanken im Kopf:

„Ich glaube an das Gute im Menschen. Es ist nur so wenig entwickelt!“

(Zitat: Profilerin Suzanne)

Um so mehr schmerzt es, wenn sich irgendwann einige Puzzleteile in das Gesamtbild einfügen, die so schlüssig sind, dass selbst ich sie nicht leugnen kann und die zeigen, dass meine Definition von „Besonders“ auf diesen Menschen eben nicht zu traf. Oder dass das Wort „besonders“ von beiden Seiten eben unterschiedlich definiert wird.

I feel, like a fool. 

Das trifft es ganz gut. Ein Gutes hat diese Situation dann doch. Auch die letzte emotionale Verbindung ist gekappt. Platz für Neues, sobald die Narben verblassen. Und so werde ich den morgigen Tag mit Sonne im Gesicht und diesem Schätzchen (ich kanns nicht lassen: es war Liebe auf den ersten Blick 😉 ) genießen.

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Den bösen Blick hat er drauf, ist breit und schwer, beschleunigt in 8,2 sec von 0 auf 100 und fördert und fordert mich über 700 Kilometer. Dazu werde ich die Anlage bis zum Anschlag aufdrehen und aus vollem Halse mitsingen:

(Bildquelle sowie weitere Infos zum Fahrzeug hier .)

Habt einen schönen Sonntag, es wird Frühling. Ich kann ihn riechen!

 

 

 

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Memo an mich

Memo an mich

Entscheidungen gehören zum Leben.

Der grösste Verlierer ist immer der, der sich nicht entscheiden kann. Denn weder wartet eine neue Erfahrung auf ihn, noch ein grosses Abenteuer oder vielleicht die Erfüllung seiner Träume.

Wer meint, eine Entscheidung gegen den eigenen Willen treffen zu müssen, weil er sich für andere verantwortlich fühlt, ist nicht verantwortungsbewusst, sondern feige. Denn die Verantwortung für sich selbst ist wahrhaftige Verantwortung für das Leben.

Dazu gehört Klarheit. Mach sie Deinen Mitmenschen zum Geschenk. Stell Dir doch mal vor, wie einfach es wäre, nicht mehr in der Luft zu hängen, weil Du auf Entscheidungen Anderer wartest. Deine Klarheit kann andere inspirieren ebenfalls klarer zu werden. Vor allem aber lenkt es Dich, Deinen Geist mit gebündelter Energie in die gewünschte Richtung.

Ich spüre den Wind des Lebens, singe mit ihm, bin immer mehr die, die ich sein will.

Was der Valentinstag und die 10000 Schritte/Tag-Regel gemeinsam haben

Was der Valentinstag und die 10000 Schritte/Tag-Regel gemeinsam haben

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Überall geistert einem diese Zahl entgegen. 10000 Schritte am Tag sollte einem die eigene Gesundheit schon wert sein. Und ich gebe zu, bis vor kurzem war ich wahrscheinlich einer der wenigen Menschen, die keinen Schrittzähler installiert hatten. Einerseits hat es mich nie interessiert, andererseits schwang die (absolut begründete) Angst mit, sicher nicht die vorgegebene Anzahl zu schaffen. Natürlich ist mir klar, dass Bewegung wichtig ist – wohlgemerkt Bewegung, DON’T CALL IT ‚SPORT‘!!! Letzteres ist ein anderes Thema, dem ich eventuell mal einen Blogeintrag widmen könnte.

Bleiben wir bei den Schritten.

Denn nur eine wirklich gute Idee konnte mich dazu animieren, eine entsprechende App zu laden um den fürchterlichen Tatsachen ins Auge zu sehen. Die wirklich gute Idee hat mit einem Vierbeiner zu tun, einem älteren noch dazu, genauer EIN PFERD. Da konnte das lange schlummernde Pferdemädchen in mir einfach nicht nein sagen. Genaueres zu der Aktion findet Ihr auf dem Isso-Blog.

Vereinfacht gesagt: Schritte bringen Kohle für Miranda. Step by Step

In den letzten 4 Tagen habe mir so meine Gedanken zum Schritte zählen gemacht. Wollte der 10000 Schritte-Idee mal ein wenig auf den Grund gehen. Und siehe da, die Japaner sind Schuld. Eine Firma, die 1964 einen Schrittzähler auf den Markt brachte – so ganz zufällig zu den Olympischen Spielen – nannte ihr Produkt „Man-po-kai“, was übersetzt soviel heißt wie 10000 – Schritte – Maß.  Also ein rein von der Werbung erfundener Name, der seitdem Menschen, die vllt. gar nicht dazu geeignet sind, frustriert zurückläßt, weil sie mal wieder um einiges am Tagesziel vorbei geschrabbt sind. Also ähnlich wie beim Valentinstag, wo ein Blumengeschenk die erhoffte körperliche Zuwendung bringen soll, aber meist frustrierte Paare zurückläßt. Werbung halt oder wie man Westen der Republik sagt: Reklame.

Die 10000 Schritte sind nie wissenschaftlich nachgewiesen worden, halten sich aber hartnäckig in den Köpfen, ebenso wie z.B manche Lebensmittellüge. Auch davon an späterer Stelle mehr. Wenden wir uns doch einfach mal Ergebnissen zu. Meinen im speziellen, da mir andere nicht vorliegen. Und sowieso jeder Mensch vollkommen unterschiedlich körper-, berufs-, jahreszeitlich-, freizeit- oder auch sportfixiert tickt.

Denn während ich an lausig kalten Wochenenden meine Couch liebe und gerade mal auf 1500 Schritte komme (soviel wie ein Büroangestellter angeblich durchschnittlich an einem normalen Arbeitstag), kann ich das natürlich schnell durch eine halbe Stunde durchs Wohnzimmer tanzen um über das Doppelte steigern. Da wäre es doch ein super innovative Idee für alle Büromenschen, dem Chef die Mittagspausen-Disko vorzuschlagen. Hauseigener DJ und Wunsch-Hits inklusive.

Überrascht hat mich dagegen mein Arbeitsalltag. Nach meinem Empfinden bin ich ja hauptsächlich mit 4 Reifen unterm Hintern oder auf der Schiene unterwegs. Und ich habe da auch wirklich Tage dabei, an denen ich nur knapp über meinen Wochenendzahlen inkl. Tanzen liege, aber normalerweise ist es dann das Doppelte. Finde ich gut so und reicht mir, auch wenn ich damit die 10000 nicht schaffe und in Patricks Aktion nur „nebenher“ laufe. Ich muss es nicht übertreiben und habe ja eigentlich mein Soll an Schritten in diesem Leben durch meine vielen Jahre Gastro schon längst erfüllt 😉

Einen Nebeneffekt hat der Schrittzähler trotz allem: ich laufe bewußter, überlege ob ich nicht doch die Treppe nehme.

Letztendlich ist doch nur wichtig, dass ich in Bewegung bin: körperlich, geistig und emotional. Und mir bewußt mache,

mit wem,

für wen,

worin und

wohin

ich laufe.

Mit den richtigen Menschen an der Seite schafft man auch ein Ziel, das entfernter ist als 10000 Schritte ohne Kompass sogar in High Heels spielend.