Ich hab im Bereich ‚Verkehr‘ zu tun #1

Ich hab im Bereich ‚Verkehr‘ zu tun #1

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„Ich habe im Bereich ‚Verkehr‘ zu tun“,

antworte ich gern auf die Frage nach meinem Broterwerb, und so mancher Mann versteht das in eine grundlegend andere Richtung. Sogar der süße TÜV-Prüfer fragte mich neulich, ob das ein Beruf wäre, den ich da ausübe. Meine Antwort: „Eine Passion meines Luxushinterns und eine Liebe zu PS wohl eher 😉 „.

Spass beiseite: Frauen sind nachgewiesenermaßen die besseren, weil besonneneren Autofahrer. Auch wenn dieses Thema gern ins Gegenteil verkehrt wird, aber man kann es den Herren ja auch nicht verdenken. Schließlich ist Angriff die beste Verteidigung, erst Recht, wenn es um den Archetypus des Lonesome Riders auf der Strasse geht. Und ich gebe zu, als Frau schweife ich gern mal ab in Erzählungen – wie auch hier gerade – nur auf der Strasse bin ich in einem hochkonzentrierten Entspannungszustand. Ich fahre gern und viele lange Strecken – alleine – und niemand außer dem Navi, der mir reinquatscht in mein Grinsen, wenn ich mal wieder ein wundervolles Schätzchen in kürzester Zeit auf 180 bringe. Dabei fallen mir aber schon hin und wieder Punkte (keine für die Flensburger Datei 😉 auf, die zeigen, dass die Ingenieure und Autobauer bei der Planung eines Fahrzeugs vor allem an die männliche Kundschaft denken.

Uns Frauen wird ja nachgesagt, ein Fahrzeug ausschließlich aufgrund der Farbgebung auszuwählen. Ja, Farbe ist wichtig! Jedoch nicht nur für Frauen. Ich kenne kein einziges schwarzes Fahrzeug, das nicht nach kürzester Zeit von einem Steinschlag-Muster auf der Motorhaube verziert wird. Zusätzlich ist auch ein Aspekt, dass schwarze Fahrzeuge von unseren Augen immer als weiter entfernt wahrgenommen werden, als eigentlich die reale Entfernung beträgt. Das gilt übrigens für alle dunklen Fahrzeuge, haben Studien ergeben.

Wer sich dagegen ein weißes Fahrzeug – am liebsten für die Ewigkeit – zulegt, muss nicht nur mit ausgeprägten Anzeichen eines nicht zu entfernenden Insektenfriedhofs rechnen. Nach längerem Gebrauch „brennen“ sich Ablaufspuren des Regenwassers in die markanten Flanken des Wagens, natürlich in farbschönem Grau. Für einen später vorgesehenen erfolgreichen Weiterverkauf wären aber genau diese beiden Farben von Vorteil. Silber jedoch ebenso wie eine stark limitierte Farbgebung. Farbthema beiseite, wenden wir uns mal den Besonderheiten zu, denen ich aus meiner Sicht als Frau Beachtung geschenkt haben möchte.

Da wäre zuerst einmal das Lenkrad. „Wieso ?“, fragen sich jetzt viele Herren 😉 . Ja, wir Frauen haben wirklich kleinere Hände, und gerade auf längeren Fahrten macht sich da ein größerer Durchmesser oder eine nicht ergonomische Ausführung des Lenkrades in den Fingern bemerkbar in Form von Krämpfen. Einige Hersteller haben da schon drauf reagiert, aber gerade bei den sehr testosteronlastigen Automodellen, vermisse ich das. Außerdem wichtig, wenn Frau ihr Fahrzeug selbst konfiguriert: Bevorzugt Stoffbezüge! Wer den Kleidersaum etwas kürzer als knöchellang trägt und auf Nylons verzichtet, weiß um das unangenehme Gefühl, dass einem nackte Haut auf Kunst- oder Echtleder beschert: sie fängt nämlich an zu schwitzen, auch ohne Sitzheizung. Wenn Motorradfahrer im eigenen Saft schmoren möchten, dürfen sie das gerne. Im Auto finde ich das aber einfach eklig.

Wer für sich selbst ein Fahrzeug kaufen will, sollte bitte die Probefahrt nicht von jemand anderem durchführen lassen, auch nicht vom Partner. Wenn Ihr beim Fahren häufig Schuhe mit Absätzen tragt, dann zieht diese auch zur Probefahrt an. Nur so bemerkt Ihr zum Beispiel, ob das Fahrzeug eventuell eine kleine „Gummizone“ vor dem Gaspedal hat. Diese soll eigentlich dazu da sein, mit Schuhen mehr Grip zu haben und sicherer zu fahren – mit Pumps jedoch ist das eine einzige anstrengende Rutschpartie im Fußraum. Und es geht beim Kauf einzig um Euer Gefühl, und das wird verfälscht, wenn ihr nur Beifahrer seid.

Irgendwann gibts mehr zum Thema Verkehr 😉 .

Ist Euch auch schon aufgefallen, dass wenn ein Pärchen (im klassischen Sinne) ins Fahrzeug steigt, meist ER am Steuer sitzt?

Ich hab mir meine Gedanken dazu gemacht. Es liegt s.o. nicht daran, dass die Frauen die schlechteren Fahrer sind. Ich denke, Männer sind einfach die schlechteren Beifahrer. Frauen wählen dann lieber das kleinere der beiden Übel, oder? 😉

Fahrt wie immer defensiv und vorausschauend,

aber nie ängstlich,

denn die anderen haben auch Bremsen ❤

 

 

Wir sehen uns auf der Strasse ❤ !

!

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Liebe brennt

Liebe brennt

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Liebe brennt

Das Leben wäre vielleicht einfacher,
wenn ich dich gar nicht getroffen hätte.

Weniger Trauer
wenn wir uns trennen,
und weniger Angst.
Und auch nicht diese machtlose Sehnsucht,
weil du nicht da bist,

nicht da sein kannst,

nicht da sein willst(?).

 

Meine Sehnsucht,

die nur das Unmögliche will
und das sofort im nächsten Augenblick und
die dann, weil es nicht sein kann,

betroffen ist
und schwer atmet.

Das Leben wäre vielleicht einfacher,
wenn ich dich nicht getroffen hätte.

Es wäre nur nicht mein Leben.

 

—————in Anlehnung an Erich Fried————-

 

Rollen

Rollen

Ich bin die EINE, nach der er sich heimlich verzehrt,

nächtelang sehnsuchtsvoll chattet, mich über alles begehrt.

Bin DIE, auf die Du neidisch schaust,

weil ich tue, was Du Dich nicht traust.

 
Ich zähme ihn nicht, lasse ihn sein,

will keinen Trauring oder Besitzerschein.

Mir reicht sein Herz auf unbestimmte Zeit
und sein Dank für Rausch und Verliebtheit.

 
Die EINE bin ich für ihn, DIE, die er will

und Dir gegenüber ist er über mich still.

Lässt sich bei mir über Dich- die Andere – aus,

während Du seine Wäsche machst und putzt das Haus.

 
Seine Fantasien, die lebt er mit mir,

die Kopfschmerzen hast Du dafür.

Zu mir ist er ehrlich und offen,

wertschätzt mich vor Glück besoffen.

 
Nach Eurem Streit sucht er Trost bei mir.

Der Sex wird grandios dafür.

Rosinen für mich,

der Rest für Dich.

 
Wenn Du nicht wärst,

dann gäbs mich nicht.

 
Irgendwann kommt sowieso die Zeit,

da er es fehlen lässt an Aufmerksamkeit.

Den Zeitpunkt gilt es abzupassen

und Ihn ganz sanft loszulassen.

 
Innerlich reuig kehrt er zu Dir zurück,

verflucht mich gedanklich als das Teufelsstück.

Schwört Dir – dem Engel – ewige Liebe,

bis ihn wieder überkommen die Triebe.

 
Und wieder wird es die EINE geben,

die Andere bleibst Du, das ganze Leben.

Die andere Wange

Die andere Wange

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Wer im Vorfeld von G20 in Hamburg von Gewaltlosigkeit träumte, wurde eines Besseren belehrt. Von gewaltbereiten Demonstranten auf der einen Seite und eskalierenden Polizisten auf der anderen wird berichtet. Die Diskussion darüber, welche Medien denn nun objektiv Bericht erstatten und für welche Gruppe man denn nun mehr Verständnis hat, spaltet nicht nur uns Familienmitglieder sondern auch mich selbst innerlich.

Ich empfinde bitterliche Trauer angesichts dessen, was ein paar Kilometer entfernt, in der geliebten Stadt passiert. Wenn mir die letzten Tage Polizeikolonnen auf der Strasse begegneten, wurde ich wütend. Sicher habe ich mich nicht gefühlt. Die Clubkinder mit ihrer Global Goals Aktion „If they can’t hear us, we tweet a little bit louder“ in Zusammenarbeit mit Budni

machen mich stolz. Aber all die anderen Videos – egal aus welcher Quelle – über randalierende Demonstranten lassen mich Ohnmacht fühlen. Und so halte ich es wie viele andere auch: bin nur Beobachter, feige im Hintergrund, lasse andere ihre Haut  – für die absolut gerechtfertigten Proteste gegen die Politik – riskieren. Und mache das, was ich ganz gut kann: nachdenken, erstarren und „die Stellung halten“.

Wer sich auf Ghandi und seine gewaltfreie Philosophie in diesen Tagen beruft, liegt damit daneben. Ghandi hat nie dafür plädiert auch die andere Wange hinzuhalten. Auch seine Proteste endeten nicht unblutig. Der innerdeutsche Mauerfall – gern von der Politik als friedliche Revolution bezeichnet- war eine Übernahme. Die Zeichen der Zeit stehen schon lange auf Umbruch, nicht nur in der Finanzwelt. Und nicht nur in unserem Leistungs- und Konsumdenken.

Jeder von uns hat zur momentanen Situation seinen Beitrag geleistet. Ich mit meiner feigen Haltung – wie sicher viele andere auch, Polizisten (übrigens auch Menschen), die sich für solche Einsätze gegen das Volk mißbrauchen lassen, Die mit der extremen politischen Einstellung, weil sie niemand hört oder hören will, die Politiker, die Lobbyisten auf dem Spielbrett der Wirtschaft sind… Aber niemand kann oder will heraus aus seiner Haut, geschweige seiner Komfortzone.

Das System steuert auf den GAU zu und G20 ist nur ein kleines Dominosteinchen mehr bis zum Finale. Ich hab Angst. Um mich, um Hamburg und um alle da draußen. Und nicht nur ich, andere auch.

http://www.zeit.de/freitext/2017/07/06/g20-hamburg-demonstranten-ann-cotten/

Wie gut, dass es Musik gibt. Weil Musik Hoffnung ist ❤ ❤ ❤

Nacht

Nacht

Schwacher Moment, ein Knick in der Zeit,

schau neidvoll auf Pärchen, auf fremde Zärtlichkeit.

vergess dabei, dass nichts so ist, wie es scheint,

man auch zu zweit, allein versinkt in Einsamkeit.

 

Wenn die Verbindung spürbar aufgehoben,

kein Netz, das hält, nichts mehr verwoben.

Bleibt nur noch, sich ins Feuer zu stellen,

sich verloren, nackt und verletzt zu fühlen.

 

Aber wie die Morgensonne die Nacht vertreibt,

ist es Klarheit, die danach verbleibt.

 

Sommersonnenwende

Sommersonnenwende

Sommersonnenwende

…ist dann, wenn sich Blumenfee und Mondgöttin im geheimen Garten treffen, sich Rot und Gelb in den Kristallgläsern im Licht der untergehenden Sonne anfunkeln und ein großer schwarzer Kater alles genau im Auge behält. Zeit ist relativ und vergeht wie im Flug. Gesprächsfäden, die kreuz und quer gesponnen werden, und ein Kleid im Sarah-Burton-Style ergeben.

 

Zum Abschluss ein laut geäußerter Gedanke: „Wo werden wir in einem Jahr sein?“

…mit der Antwort: „Warum in einem Jahr? Wo werden wir morgen sein?“

Nach so einem Abend schlendert es sich herrlich entspannt barfuß eine der Hauptverkehrsstraßen Hamburgs entlang. …um dann im geliebten kleinen Benzinflitzer den Sound voll aufzudrehen für den folgenden Song:

 

Freundschaft ist was wunderbares – Hab Dich lieb ❤ ❤ ❤

Leben im Augenblick

Leben im Augenblick

Uns gehört nur die Stunde. Und eine Stunde, wenn sie glücklich ist, ist viel.

Theodor Fontane

 

…weil es gerade passt und mein Tag nur 24 Stunden hat. Ich entschuldige mich hiermit ausdrücklich bei allen, die meine (sinnliche und/oder provokative 😉 ) Präsenz in den Kommentaren vermissen. Ich lebe jede Stunde ❤