Manchmal…

Manchmal…

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Manchmal darf es etwas ruhiger sein,

weil man zuviel gab in letzter Zeit.

Manchmal hängt man einfach kraftlos in den Seilen,

ausgepowert und möchte verweilen.

Manchmal ist die Kraft erloschen zum Kampf,

auch wenn der Geist ständig weiter dampft.

Manchmal möchte man sich treiben lassen,

die Anderen einfach machen lassen.

Manchmal möchte man eine Schulter, um sich anzulehnen

und willkommen zu heißen, die salzigen Tränen.

 

Man tappt nach hier und dann nach dort

findet keinen Halt, keinen Trost im Wort.

Hat sich selbst in Eis und Mauern eingeschlossen,

und keine einzige Tür offen gelassen.

 

© A. Jörn

*siehe unten

 

Wer kennt sie nicht, eine ähnliche Situation wie oben beschrieben. Auch oder gerade weil ich ein sehr positiver Mensch bin, neige ich dazu, an meine Grenzen zu gehen, meist mit vollem Karacho, bewußt und mit Vorsatz. Gründe gibt es genug.

Meist stehe ich irgendwann so unter Druck wie ein Dampfkochtopf, und Entspannung fällt mir äußerst schwer. Dann bin ich so überdreht, dass nicht einmal mehr Meditation „geht“. Bewußt wird mir das aber erst, bzw. ich merke, dass es etwas nicht stimmt, wenn ich aufhöre, meinen Körper zu spüren. Ergo wenn ich mir verstärkt blaue Flecken zuziehe, mich verbrenne, tollpatschig bin…etc. also Hinweise darauf, dass ich meine äußeren Grenzen nicht mehr wahrnehme. Tempo rausnehmen ist einfacher gesagt, als getan, geht aber mit dem entsprechenden Bewußtwerden der Warnsignale einher.

Und wenn dann genug Freiraum da ist, genieße ich das Alleinsein und lasse die Tränen fließen. Denn das verschafft Erleichterung, läßt die inneren Mauern schmelzen und stärkt den inneren Fluß. Wer nicht so dicht am Wasser gebaut hat, kann es mit Nachhilfe von Yiruma versuchen:

 

ich liebe diesen Song ❤ 

Und besonders aufbauend, und wunderschön interpretiert ist die folgende Version:

 

Und der Text dazu:

You are just to young to find the senses in your life,

looking for something else like the dream that you have.

Filled your life with something else like teardrops in your eyes

Who does care what you are while the river flows in you?

You are not the fool, no,

you´re a beautiful one,

you are like the sun,

cause this one river flows in you.

You are not the „noone“,

you just look for more here,

who does care

because you are the one with „it“ inside.

Und das Ganze in deutscher Sprache:

Du bist einfach zu jung, um den Sinn deines Lebens zu erkennen,

suchst nach etwas, was deinem Traum ähnelt.

Hast dein Leben mit Tränen in den Augen ausgefüllt,

doch wen interessiert es denn wer du bist,

wenn dieser Fluss durch dich strömt?

Du bist nicht der Idiot, nein, du bist bezaubernd,

bist wie die Sonne, weil dieser Fluss durch DICH geht.

Du bist kein „Nichts“,

Du suchst hier einfach nach dem „Mehr“

Und es hat niemanden zu interessieren, wer du bist, denn du hast „Es“ in dir.

 

Wir haben ES (die Liebe, die Energie, das Chi) alle in uns, also einfach fließen lassen.

*ein Zusatz zu einem vergangenen Blogeintrag, der immer noch aktuell ist.

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Samstag = Kuss-Zeit !

Samstag = Kuss-Zeit !

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Kussarten (ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

Eskimokuss
Total niedlich, dient dem Beschnuppern seines Gegenübers. Vorsichtiges annähern, die Nasen werden aneinander gerieben.

Handkuss
Ist eine förmliche und sehr bekannte Form des Kusses. Der Handrücken der Frau wird mit einem Kuss versehen.

Engelskuss
Romantikfeeling – ein sanfter Kuss auf das geschlossene Augenlid.

Flüsterkuss
Während des Sprechens, berührt man den Mund seines Gegenübers.

Intimkuss
Knabbern am Ohrläppchen – Vorsicht, viele Frauen sind am Hals kitzelig 😉 .

Kreiselkuss
Oder auch Schlangenkuss ! Die Zungen schlängeln und kreisen umeinander.

Luftkuss
Von den Lippen, über die Luft hinfort geschickter Kuss.

AdS-Kuss  (AdS = Ach-Du-Sch…  oder Aus den Socken)

Eigentlich ein normaler Kuss, aber durch die gleichzeitige Verbindung der Seelen werden zeit und Raum aufgelöst und die Küssenden in andere Spären versetzt, erschreckend und beglückend zugleich.

Macho-Kuss
Der Mann übernimmt die Führung. Er zieht die Frau an sich und zeigt was er kann und was sie braucht.

Nackenkuss
Der Nacken/ Hals ist eine sehr erogene Zone, deswegen sind Nackenküsse etwas hocherotisches an dieser Stelle.

Schmetterlingskuss
Wie ein Schmetterling, ganz sanft und locker flockig, wandern die Lippen zärtlich über Mund, Haut …den Schambereich usw.

Französischer Kuss
Ist ein aufregender Tanz der Zungen, die sich dabei innig berühren. Auch das Saugen an den Lippen gehört unbedingt dazu.

Erotische Küsse sind eine vielversprechende Ouvertüre für das Liebesspiel. Ein heißer Kuss ist meist die erste sexuelle Begegnung zwischen zwei Personen. Er macht Lust auf mehr und ist gleichzeitig eine Visitenkarte für das liebestechnische Können des Anderen….

Denn, wer gut küssen kann, ist gut im Bett. Wer beim Küssen einfühlsam und konzentriert ist, ist es auch später. Beim richtigen Küssen sind alle fünf Sinne beteiligt, der Körper produziert wie bei Verliebtheit Endorphine und Adrenalin. Es ist es ist fixer Bestandteil des sinnlichen, erotischen Liebesspiels.

Was Küssen im Körper bewirkt

Ein Kuss, löst eine Art chemische Reaktionen aus: Puls und Körpertemperatur schießen in die Höhe, Stoffwechsel und Blutzirkulation werden angekurbelt, Glückshormone lassen Schmerzen (*ggg*) vergessen, das Immunsystem läuft auf Hochtouren. ENDORPHINRAUSCH !!

  • Der Blutdruck steigt auf 150 mm Hg.
  • 29 Gesichtsmuskeln werden bewegt.
  • Der Herzschlag steigt bei Männern auf 110 Schläge pro Minute, bei Frauen auf 108.
  • Küssen wirkt sich auch auf die Geschlechtsteile aus, man wird rollig ^^
  • Ein Kuss verbrennt 12 kcal also vergesst HCG.
  • Wer viel knutscht, braucht später kein BOTOX, denn Küssen ist ein natürliches Anti-Aging Mittel.

Also nehmt Euch alle Zeit der Welt:

 

…denn morgen wirds ernst.

Spiegelbilder

Spiegelbilder

 

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Im letzten Jahr lief der Film „Embrace – Du bist schön“ in den Kinos. Gesehen habe ich ihn nicht, allein den Trailer empfand ich als Betroffenheitskino und ganz ehrlich: Es hat mich nicht interessiert. Natürlich weiß ich, dass die meisten Frauen ein Problem mit ihrem Körper haben. Als wenn es keine anderen Probleme auf dieser Welt gibt. Ja, das hört sich hart an, ist aber meines Erachtens eine reine Kopfsache. Ich bin sicher mit einer anderen Grundeinstellung zum eigenen Körper aufgewachsen, als viele andere Frauen. FKK und ein offenerer Umgang mit sexuellen Themen prägten die Kindheit von uns Ossi-Kindern. Und trotzdem gab es, wie im westdeutschen Raum auch, Idealvorstellungen und blöde Sprüche für eben nicht so perfekte Figuren. So hatte ich lange eine eher androgyne Figur, beneidete also die Mädels mit Vorbau und bekam regelmäßig von meiner Mutter zu hören, ob mein Hintern schon wieder fetter geworden sei – alles ganz normal also. Irgendwann, als dann das erste Kind kam, wurde aus Körbchengröße A zeitweise (besonders als das Muckel durchschlief) die Körbchengröße D. Spätestens ab diesem Zeitpunkt war mein Neid auf Kurven geheilt. Wie schön, dass nach Schließung der Milchbar, mein Körper sich wieder normal proportionierte.  Natürlich trotzdem gezeichnet, denn 2 Schwangerschaften gehen nicht einfach so an einem vorüber. Und auch Lebenszeichen der vorhergehenden Jahre, bedingt durch OPs zieren diesen – meinen – Körper.

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Kein Vergleich mehr zu dem Säugling mit perfekter Haut, wunderbar winzigen Fingern und Füßchen und dem einzigartigen Erdbeergeruch, der ich sicher mal war. Und das war ich, denn jeder von uns war so. Wir wurden als perfekte Wesen geboren und dann kam das Leben. Aber vorher hatten die allermeisten von uns mindestens eine Person, die uns am liebsten von morgens bis abends geknuddelt hätte. Immer wieder diese Finger und Zehen gezählt hat, die kleinen süßen Nägel bewunderte, unsere zarte Haut streichelte, all unsere Babyfalten unglaublich süß fand und beim Wickeln unseren Speck, unsere Fäustchen und Füßchen mit Küssen bedeckte. Ein perfekter Körper, den man am liebsten vor allem, was da kommt, beschützt hätte. Und es brach dieser Person das Herz, wenn wir uns das erste Mal verletzten, wenn das Leben begann, uns Wunden zuzufügen, die zu sichtbaren Narben wurden.

Mich hat jeder Unfall meiner Kinder geschockt. Auch wenn ich äußerlich cool blieb, auch bei den schlimmsten Verletzungen die Nerven behielt, mein Herz tat weh. Und tut es immer noch. Um so erstaunlicher ist es, dass ich mit meinen eigenen Körper wesentlich sachlicher umgehe. Natürlich stehe ich vorm Spiegel, schaue nach neuen Falten oder Pickeln, die immer in ungünstigsten Momenten auftauchen, nichts, was ausreichend Schlaf und Make up nicht hinkriegen könnten. Ein bisschen Eitelkeit gehört dazu 😉 , und vor dem großen Spiegel stelle ich gern mal fest, dass 2 kg weniger dem Bäuchlein gerade gut tun würden. Aber im großen und ganzen bin ich einfach zufrieden und mag mich.

Immer mal wieder ein Treatment-Day – oder gefällt Euch Wellnesstag besser ? 😛 – und ich fühle mich wie eine Katze, die in Sahne gebadet hat. Aber eines habe ich gelernt: Frauen brauchen Spiegel. Wer sich also für zu curvy hält, sollte sich einen Partner suchen, der genau das mag. Denn eines weiß ich: Männer stehen nicht alle auf Doppel-D und für jeden Topf gibt es einen Deckel, der genau den Topf (samt Inhalt) perfekt findet. Sich mit Menschen zu umgeben, die mit meiner Figur unzufrieden sind und das auch äußern, halte ich für einengend, weil schamauslösend.

Wie, keine Problemzonen? Mit Mitte 40 ? Naja, vielleicht kommt ja noch die ein oder andere bis ich 52 bin, aber bis dato…keine….mehr. 

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Ja doch, es gab eine. Eine Zone, die ich als sehr ambivalent wahrnahm. Klar, ich bin die wahrscheinlich einzige Frau mit immer warmen Füßen. Toll, werden sich jetzt viele denken – ist es auch. Ich brauch im Bett keine Socken, kann barfuß durch die Wohnung laufen, sommers wie im Winter und kann schon früh mit Sandalen loslegen. Und ich finde meine Füße auch sehr gelungen, also von der Form her und mag es, wie sie in Heels aussehen. ABER wie das mit Wärme und Haut und Schweißdrüsen so ist – die Dinger riechen, schnell, sehr schnell! Wahnsinnig peinlich ist das und so habe ich diesen Teil meines Körpers nicht nur zurückhaltend behandelt, sondern auch vor fremden Händen und mehr zurückgehalten. Ich bin damit wahrscheinlich die einzige Frau, die Fußmassagen bis dato nicht zu schätzen wußte. Ihr wißt schon, abends vorm TV und ein netter Kerl, der sich wunderprächtig darum kümmert, die schmerzenden Treter aus den Heels zu befreien und sie so massiert, dass frau am nächsten Tag wie auf Wolken geht.

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Wie das mit dem Universum so ist, schickt es einem zur richtigen Zeit Menschen, die wunde Stellen anrühren – ob man sie heilt oder ablehnt, liegt ganz bei einem alleine. Wenn Euch jemand, den Ihr vor 3 Stunden noch nicht kanntet, anbietet, Eure Füße zu massieren – was würdet Ihr tun? 😉

Ich habe überlegt. Und mich gefragt, ob ich eine Absage bereuen würde. Die Nacht war lau in München und dreimal dürft Ihr raten, wie der Abend endete. „Einfach springen!“, ist ja nicht umsonst das Blogmotto. Für die ganz großen Kopfkino-Experten unter Euch – nein, es ging ausschließlich um meine Füße und das ohne irgendeine Gegenleistung. Es war traumhaft, unbeschreiblich – ich habe mich gefühlt wie eine Königin und ging am nächsten Tag wirklich wie auf Wolken. Natürlich mit einem leichten Grinsen, das nicht aus meinem Gesicht weichen wollte. München blieb keine einmalige Angelegenheit und ich erwarte noch auf einige Wiederholungen samt Steigerung. Logisch, dass ich meinen Füßen, der ehemaligen Problemzone, jetzt mehr Aufmerksamkeit widme, oder?

Jeder von uns ist einzigartig. Also sucht Euch diejenigen, die genau diese Einzigartigkeit an Euch mögen, Euch positiv spiegeln. Dann ist es schier unmöglich, sich selbst oder Teile von sich nicht zu mögen. Verwöhnt Euch und Euren Körper – Ihr habt nur den einen Euer ganzes Leben lang ❤

Göttin inside

Göttin inside

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Göttin inside

 

Neugierig und desinteressiert,

aufmerksam und kontrolliert,

emotionsgeladen und auf dem Sprung,

kein Leben für Erinnerung.

************************

Hingebungsvoll und polarisierend,

verspielt, verträumt, den Tag verdösend.

Manchmal abstoßend, allergieauslösend,

eigensinnig und anwesenheitströstend.

************************

Unberechenbar, scharf und verletzend,

die Beute jagend und zersetzend.

Spiel mit Extremen und dafür geliebt,

wie schön, dass es uns Katzen gibt.

© A.Jörn

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Flusefussel (oder Alice, hört aber auf beides nicht)
Jeder Zauber hat seinen Preis !

Jeder Zauber hat seinen Preis !

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Als kleines Mädchen habe ich Märchen geliebt. Eine ganze Sammlung von Märchenbüchern aus aller Herren Länder stand in meinem Regal, und ich konnte sie fast alle auswendig. Nein, ich wollte nie Prinzessin sein oder ein Monster in einen chicen Prinzen verwandeln können. Mir ging es meist um den Zauber in jedem Märchen, die Veränderung der Realität. Die Veränderung dessen, was im Ursprung für die Protagonisten die Normalität ausmachte. Am meisten faszinierten mich Magier und Hexen, die einfach wußten, was bei bestimmten Problemen zu tun war, selbstbestimmt agierten und die nicht müde wurden zu betonen, dass jeder magische Eingriff, jede Verschiebung der Realität andere Veränderungen nach sich brachten, die einfach mit zum Zauber gehörten. „Pass auf, was Du Dir wünschst!“, war nicht leer dahin gesagt, sondern zielte darauf, sich der Verantwortung für die Folgen des Wunsches bewußt zu werden.

Erst viel später setzte ich mich mit den tieferen Ebenen von Märchen auseinander, erkannte, dass sie Anleitungen fürs Leben waren. Ja, es kommen viele Wunder in Märchen vor, aber ist nicht unsere gesamte Existenz ebenfalls ein Wunder? Nicht von der Hand zu weisen ist außerdem, dass jeder von uns seine Welt durch einen bestimmten Filter sieht, dass also jeder in seiner eigenen Welt lebt. Was bedeutet, dass es auf dieser Erde 7,5 Mrd. unterschiedliche Welten gibt – 7,5 Mrd. Paralleluniversen ! Cool, oder ? 😉

Und wie im richtigen Märchen gibt es auch hier Prinzessinnen, Monster, Eltern, Geschwister, Stiefmütter, Helden, Gaukler, Magier usw. Jeder von uns füllt sogar selbst mehrere Rollen in seinem Leben aus, nur eine verlernen die meisten mit der Zeit. Durch Erziehung, die Gesellschaft und ein fürchterliches Virus stirbt die Erinnerung an den inneren Magier in uns. Wie definiere ich Magier? Dazu mehr weiter unten, vorerst klären wir mal, das, was der Magier im Märchen tut: ZAUBERN.

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Was genau ist ein Zauber? Die Manifestation eines Wunsches. Und was tun wir den lieben langen Tag? Wir denken. Aber wir denken nicht bewußt. Lassen unsere Wünsche von anderen bestimmen durch das Vorgaukeln von Bedürfnissen, lassen uns Lebensziele implantieren, erfüllen fremde Erwartungen.

Wir manifestieren, wir erfüllen Wünsche, nur nicht unsere eigenen !!! Ein Magier verändert seine Welt aber so, wie es seinen eigenen Wünschen entspricht. Er nutzt seine Macht. Uhhh und Macht ist doch böse. Nicht schlecht, was die Gesellschaft über Jahrhunderte geschafft hat, in uns einzutrichtern. So als moderne Sklaven. Sklaven wollen keine Macht, nur ihre Ruhe und ein paar Bequemlichkeiten.

Beweis gefällig? Sklaven denken im Opfermodus! Die „da oben“ oder „alle anderen“ sind schuld an der Lage, dem Leben des Opfers. Da können die Opfer gar nichts dafür, Opferitis ist eine ernst zunehmender Virus, der den Großteil der Menschheit befallen hat. Die Therapie bezahlt keine Krankenkasse und Ärzte erkennen das Virus meist nicht, weil sie selbst befallen sind.

Einige Patienten versuchen trotz allem weiterhin für sich und ihre Umgebung so zu tun, als ob ihr innerer Magier noch vorhanden wäre. Sie gaukeln Illusionen vor. Aber wie genau kann man erkennen, ob ein Mensch ein Magier oder ein Illusionist ist? Die Klock oder Copperfield Shows sind da wohl weniger geeignet.

Und jetzt zurück zum Magier. Vor allem versucht ein Magier sich nicht der Opferitis zu ergeben. Er schaut bewußt hin, was genau in seinem Leben Unzufriedenheit verursacht. Und ihm ist klar, dass in genau dem Bereich ein Mangel an Selbstbestimmtheit vorliegt. Das kann der Job sein, der ihm zwar Spaß macht, aber nicht zur Ruhe kommen läßt, der neueste Lebensmittelskandal, der ihm das Gefühl gibt, nun aber ja wirklich NICHTS mehr bedenkenlos essen zu können, oder eine Begegnung, die ihm zeigt, was ihm in seiner Beziehung fehlt. Danach sucht der Magier nach Möglichkeiten, den entsprechenden Zustand zu ändern. Er wägt ab, wählt die Energieformen mit Bedacht, ist sich bewußt, dass Veränderungen immer auch sein Umfeld betreffen. Und er weiß, dass Veränderungen, die ihm gut tun, sein Umfeld wachsen lassen. Wachstumsschmerzen im Umfeld gehören dazu. Und auch der Magier weiß um den Preis, den jede Magie, jede Wunscherfüllung für ihn mit sich bringt: Unsicherheit, Verständnislosigkeit von außen und vllt sogar heftigen Gegenwind und jede Menge Wellengang. Bei den Aussichten bekommt so mancher selbsterklärte Magier nasse Füße. Versucht sich und die Situation schönzureden, anders darzustellen, vor allem sich selber. Und ändert …Nichts, wagt nicht den Sprung und ist damit ein Illusionist. Vor allem vor sich selbst. Also ein Magier springt, ein Illusionist tut nur so. Logisch, oder?

 

Wenn Du Dich also das nächste Mal über verseuchte Eier aufregen möchtest, dann denke auch daran, dass es Lebewesen sind, die in diesen Ställen leben, die diesen Mist zusammen mit ihrem Futter inhaliert/ gefressen haben, damit DU Dein Frühstücksei genießen kannst. Und? Hast Du jetzt die Eier in der Hose, Deine Ernährung auf vegan umzustellen? Oder hilft vielleicht die Aussage, dass es nur noch ein kleiner Schritt ist, bis die Lebensmittelkonzerne wirklich Soylent Green produzieren. Und als Selbstversorger hast Du noch viel mehr in der Hand, was Dein Körper bekommt und was nicht. Denk nicht nur darüber nach.

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Sei der Magier, den Du im Film Deines Lebens gern sehen möchtest!

Mir ist bewußt, dass Freiheit eine Illusion ist. Wir alle sind irgendwie abhängig und wenn es von der Luft ist (ohne atmen geht schlecht, nä). Aber allein schon das Wort „Verbraucher“ finde ich menschenverachtend. Ist ziemlich dicht am Begriff „Sklave“ dran. Und dabei ist es doch mein Leben und Dein Leben ❤

 

Großartig und Wundervoll

Großartig und Wundervoll

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Ich bin groß und meist nicht artig. Und meist warte ich wie so viele andere Menschen auch auf das EINE Wunder in meinem mehr als vollen Leben. Ein Leben, das im Vergleich zum Universum, nur einen Wimpernschlag dauert. Zum Staunen bleibt oft keine Zeit und bewußt zu leben, häufig eine Illusion, weil ich mich in meinem eigens geschaffenen Hamsterrad befinde. Eines, das mir ein Mindestmaß an Sicherheit gibt, aber trotz allem nehme ich mir die Freiheit, meine Abläufe selbst bestimmen zu können. Direkt Einfluß zu nehmen, darauf, wie ich lebe, was und wer mir wichtig ist und in meinem Kosmos eine Rolle spielt. So dass mir immer ein wenig Raum zum Denken, Fühlen und zur Reflexion bleibt. Das ist wichtig, um Entscheidungen zu treffen, die auch mir nicht leicht fallen. Und eines bleibt immer: Hoffnung. Also genieße ich weiter die vielen kleinen Wunder des Lebens. ❤

 

Ein Wunder ist gerade der Hamburger Hochsommer *grinsbreit* . Den man für kein Geld der Welt kaufen kann *yeahhhh* !!!

Was soll ich tun?

Was soll ich tun?

Ob diese Frage in einem Gespräch vor ca. einem Jahr auch fiel, weiß ich nicht mehr. Aber ich weiß, dass es um die Zukunft einer Freundin ging, die Situation ausweglos erschien und, dass wir die Karten dazu befragt haben. Es ging darum, dass sie den Partner, mit dem sie trotz der mittlerweile fehlenden Liebe und Leidenschaft ja sehr viel verbindet, doch nicht in einer für ihn belastenden Situation verlassen kann. Schließlich hatte sie sich doch mal für ein „in guten wie in schlechten Tagen“ zu ihm bekannt. Dadurch war sie doch verantwortlich für das Leben des Menschen, war an ihn gebunden, egal, was sie selbst glücklich macht.

Als Freundin bin ich mitunter unerträglich ehrlich. Und so bekam sie von mir folgende Sätze an den Kopf geknallt:

„Was meinst Du eigentlich, wer Du bist, dass Du Gott spielen musst!!! Du bist nur für einen Menschen verantwortlich und das bist Du selbst. Du kannst Dir doch nicht anmaßen, besser als Dein Partner wissen zu wollen, was gut für ihn ist? Woher willst Du wissen, dass eine Trennung für ihn nicht das Beste wäre? Das kannst Du nicht. “

Ich verstehe ja, dass es wesentlich leichter ist, die Verantwortung für andere Menschen zu übernehmen – weil man im entscheidenden Moment IMMER den Rückzieher machen kann, der Andere wäre ja schlußendlich für sich selbst verantwortlich. Aber viel schwieriger ist es, die Verantwortung für das eigenen Leben, das eigene Glücklichsein zu übernehmen. In diesem Blog geht es mir immer wieder um Selbstliebe, darum, sich so zu akzeptieren, wie man ist. Dazu gehört aber auch, sich die Verantwortung für sich selbst zurückzuholen. Andere Menschen nicht über sich und seine Bedürfnisse zu stellen und sich als die wichtigste Person im eigenen Leben zu betrachten. Damit ist kein Narzissmus gemeint, denn der wäre das Gegenteil: jemanden zu brauchen, der einem immer wieder bestätigt, ein liebenswerter Mensch zu sein. Zur Selbstliebe und Selbstverantwortung gehört auch, Verstrickungen und Abhängigkeiten zu erkennen, denn nur wenige von uns sind so erzogen, dem eigenen Stern zu folgen.

Tarot - Der Teufel
Es geht um Blockaden und Situationen, in denen wir uns unwohl fühlen, in denen wir in Abhängigkeiten und Angst verharren, weil der Leidensdruck noch nicht groß genug ist.

Dazu ein aktuelles Beispiel:

Gestern Abend hatte ich eine aufwühlende Diskussion mit dem Lieblingssohn, der sich mittlerweile der analogen Fotografie verschrieben hat UND schon immer jemand ist, der interessiert am aktuellen Zeitgeschehen teilnimmt. Seine Ankündigung am kommenden Freitag oder Samstag die Gegendemos zu G20 als Beobachter begleiten und Fotos machen zu wollen, stieß bei mir als Mutter und auch bei seiner Freundin auf grenzenloses Entsetzen. Schließlich ist das Ereignis noch gar nicht los gegangen, aber man spürt jetzt schon deutlich negative Winde, die uns hier umwehen.  Wir haben Angst um ihn und wollen natürlich verhindern, dass er sich dem aussetzt und redeten entsprechend auf ihn ein, um ihn davon abzubringen. Er sieht es jedoch als seine Aufgabe an, da er sich der Dokumentarfotografie verschreiben möchte/will/hat. Ob es an meiner Erziehung oder am eigenen Charakter liegt, weiß ich nicht, er hält an seinem Vorhaben fest. Ist dabei jedoch keinesfalls stur und verbohrt, sondern versteht unsere Einwände und versprach, sich rechtlich „schlau zu machen“. Seine Schwester unterstützt seine Meinung übrigens und wies mich an, doch bitte loszulassen. Ein mulmiges Gefühl bleibt mir und seiner Freundin sicher auch. Und es mischt sich Stolz darunter, dass er eben nicht faule Kompromisse eingeht, nur um es uns recht zu machen.

Update: Glücklicherweise hat der Lieblingssohn ein paar Bezugspersonen mehr, mit denen er sich auch über seine Vorhaben austauscht. Denn mütterliche Ratschläge und Fürsorglichkeit reizen ja schon per se zum Widerspruch. Und so hat er für sich entschieden, das Treiben zu G20 aus sicherer Entfernung zu betrachten und sein fotografisches Augenmerk auf weniger brisante Ereignisse zu richten, um mehr Übung und Routine zu bekommen. *erleichtert bin*

Tarot Stern
Die Situation abwägen und dem eigenen Stern folgen.

Wenn ich mich so umsehe, dann bemerke ich, dass eben viele Partnerschaften nur noch bestehen, weil jeder der Partner meint, faule Kompromisse aufrecht zu erhalten. Heißt, ich tue etwas für den anderen, weil ich MEINE, er braucht/will das so. Bei ebensolchen Kompromissen steigt der eigene Unzufriedenheitspegel immer mehr. Weil man keinen Dank erhält. Wofür auch, der Partner weiß ja nichts von dem Kompromiss. Und letztendlich folgt keiner der Partner dem eigenen Stern und der Frust in der Partnerschaft ist auch für Außenstehende deutlich spürbar. Die in der Bildüberschrift gestellte Frage ist also schon von der Wahl her nicht eigenverantwortlich. Denn es geht nicht darum, was man tun soll. Es geht einzig und allein nur darum:

Was will ICH ? Und wer will ICH sein?

Und dann entsprechend zu handeln. Egal ob es dauert oder von heute auf morgen geschieht. Glücklicher ist, wer seinem eigenen Weg folgt.

Besagte Freundin hat das getan. Noch befindet sie sich mitten im Loslösungsprozess, und ich bin nur begleitender Beobachter. Sie erscheint mir lebendiger, gelöster und offener für die Zukunft. Und das macht mich total froh, denn auch wenn meine Zunge manchmal sehr schnell ist, mache ich mir im nachhinein dann doch viele Gedanken, ob ich ein Recht auf verbale Kopfnüsse habe. In diesem Sinne:

Wir werden sterben.

Also lasst uns jeden Tag aufs Neue beginnen zu leben!

Viel mehr zu spüren und nicht denken.

Leidenschaft und Freude im Tanz des Lebens

 

Quelle der Tarotkartenfotos: http://www.astrolymp.de/