Nichts ist, wie es scheint.

Nichts ist, wie es scheint.

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So wunderbar ich es finde, dass jeder von uns seinen eigenen Kosmos mit sich herumträgt, seine eigenen Sichtweisen und Anschauungen, so sehr ist mir trotz allem bewußt, dass letztere unter ständiger Beeinflussung stehen. Wir manipulieren und werden manipuliert. So sehr diese Wortwahl negativ konnotiert ist, wird mir doch ein Großteil der Leser zustimmen. Um so mehr haben mich der vergangene Wahlkampf und vor allem die Reaktionen der Menschen, deren Facebook-Posts, Meinungen und Äußerungen erstaunt, weil doch jeder meint, Manipulationen zu durchschauen.

Von außen betrachtet war das eine äußerst emotionale Angelegenheit.

Deshalb äußere ich auch erst jetzt, wo sich die Gemüter hoffentlich wieder einigermaßen abgekühlt haben, dazu. Oder sollte ich sagen, jetzt, wo sich der Sturm im Wasserglas wieder gelegt hat? Bevor irgendwer meint, mich beim Lesen in bestimmte politische Ecken stellen zu wollen, komme ich ihm zuvor und erkläre hiermit, dass ich mit spezifischen Aussagen der einzelnen Parteien konform gehe. Genauso, wie ich mit vielem nicht einverstanden bin. Und das gilt gleichermaßen für die großen Regierungsparteien, wie für extremere Parts. Ui, jetzt werden so einige aufstöhnen. Vor allem diejenigen, die sich gern mittig bewegen, schön innerhalb der Norm bleiben. Wer hat die eigentlich definiert? Und wem steht es zu, über die Sichtweise anderer zu urteilen? Das aber nur am Rande. Denn eigentlich wollte ich hier über Schach schreiben. Menschliches Schach oder auch das Schach der Völker? Vielleicht aber auch nur eine Verschwörungstheorie, maybe. Liebe Grüße schon mal an den Bekannten, der neulich meinte, Frauen würden ja keine Strategiespiele mögen 😉

Dabei wissen „wir Frauen“ ganz genau, Strategien zu nutzen, um zu bekommen, was wir wollen. Und alle anderen Menschen auch.

Denn eine Strategie ist eine grundsätzliche, langfristige Verhaltensweise (Maßnahmenkombination) der Unternehmung und relevanter Teilbereiche gegenüber ihrer Umwelt zur Verwirklichung der langfristigen Ziele. Hört sich komplizierter an, als es ist. Ich versuche mich mal einfach an einem Beispiel und natürlich ist alles reine Spekulation und auf meinem wirren Mist gewachsen.

Vor einigen Jahren sitzen die reichsten Firmenchefs (Bilderberger) nach dem Golfspiel zusammen. Analysieren die momentane Situation und legen den Kurs für die nächsten Jahre fest. Auf der Welt riecht es nach Unzufriedenheit, die Finanzsysteme stehen kurz vor dem Kollaps, aber der Krieg beschert bombastische Umsätze: Iran, Irak, Afghanistan, Uganda – gerade die „Kleinwaffen“ sind gerade gefragt. Das muss weiter ausgekostet werden, die Bodenschätze kann man bei späteren Treffen untereinander aufteilen. Irgendwann dürfen dort dann die Pharma- und Lebensmittelfirmen ihren Teil vom Kuchen einsammeln. Und die Menschen in der 3. Welt sind sowieso gerade damit beschäftigt zu überleben. Opfer gehören zum Geschäft, sieht man jeden Tag im Fernsehen und die „erste Welt“ ist abgehärtet, nimmt die Bilder sowieso kaum wahr. Die Medien haben ganze Arbeit geleistet. Blöd nur, diese so lästigen Wahlen in den Demokratien dieser Welt unter anderem demnächst in Deutschland. Und der Schein der Demokratie muss gewahrt bleiben, schließlich kann man Menschen am besten lenken, wenn sie das Gefühl haben, ihre Situation selbst bestimmt zu haben. Die Frau an der Spitze – nein, nicht dieses Gremiums, sondern die Politikerin – passt da als Aushängeschild ganz gut hin. Hält sich immer schön zurück in ihrer Meinung, wartete ab, was die anderen sagen und hält sich vor allem an die Spielregeln – die dieses Konzern-Gremium festgelegt hat.

Nur die Wahlbeteiligung im Land sinkt immer weiter, war bei der letzten Wahl auf einem absoluten Tiefpunkt. Der Aufruf wählen zu gehen, verhallte. Und dann noch die ganzen Flüchtlinge – das könnte wirklich ein Wahl-Problem werden. Könnte man vielleicht…? Nun ja, die führende Partei ist ja rechts angesiedelt und natürlich gibt es da auch Menschen, die ein wenig extremer denken. Wenn man da ein paar findet und eine eigene Partei gründen läßt. Da müßte natürlich jemand dabei sein, der ein Sympathieträger ist, dann ein paar Frauen und vor allem jemand, der für Aufmerksamkeit sorgt, Schlagzeilen gezielt raushaut und mit Gegenangriffen umzugehen weiß, sprich ein Mann, der schon ewig Propaganda macht. Der Vorteil einer solchen Partei würde nicht nur in der Bündelung der Kräfte liegen, denen die eigenen Partei zu wenig rechts gelagert ist, auch würde man einer anderen Partei sozusagen die einfacher denkenden Menschen mit entsprechenden Parolen und Ansagen abspenstig machen. Noch viel wertvoller wäre allerdings die Wirkung auf den Rest. Denn der wäre beschäftigt. Eine Generalprobe könnte man doch direkt ein halbes Jahr vor der Wahl starten. So als kleinen Anstubser an die Ver-Braucher da draußen und dann mal sehen, wie es sich entwickelt.

Für den finalen Showdown hätte man dann ja 4 Jahre Zeit. Die Parteigründer sind alle mehr oder weniger mit brisanten Infos unter Kontrolle. Infos, die man bei Bedarf mal eben aus dem Hut zaubert und der Presse zuspielen kann. Und einer mit ner weißen Weste, der keine Lust mehr auf das Spielchen hat, den versetzt das Gremium einfach ins Europaparlament. Genügend Geld löst solche kleinen Problemchen im nachhinein.

„Geht wählen!“, würde endlich seine Wirkung zeigen, erst Recht, wenn man sich ein paar prominente Gesichter dazuholt. Weil ja nur, wer wählt, sich hinterher beschweren darf? Wer hat eigentlich die Statistik in die Welt gebracht, dass die Wahlbeteiligung von AfD-Wählern höher ist, als die der Menschen, die andere Parteien bevorzugen? Glückwunsch an alle Wähler! Ist echt demokratisch, zwischen Pest und Cholera entscheiden zu dürfen. Wobei man sich dann zumindest einig sein kann, NICHT die Apokalypse gewählt zu haben. Manipulation läßt grüßen.

Ja, all die Normokraten sind beschäftigt. Jemand erzählte mir, dass er zu einer Wahl-Veranstaltung der AfD ging. Mal gucken, warum auch nicht. Neugierige und offene Menschen tun so etwas und urteilen erst, nachdem sie sich ein eigenes Bild gemacht haben. Nicht nur, dass derjenige ein mulmiges Gefühl bei der Anreise hatte, seinen Wagen extra weit ab vom Ort des Geschehens parkte. Nach der Veranstaltung wurde er mit den anderen Teilnehmern unter Polizeischutz durch den Hintereingang nach draußen begleitet, weil vor der Haupteingangstür ein wütender Mob wartete. Heißt, wer neugierig ist, sich nicht automatisch an der Norm orientiert, muss Angst um Besitz und Leben haben? Wo leben wir nochmal? In einer Demokratie herrscht Meinungsfreiheit – eigentlich. Ist aber wohl von der Intoleranz in den Köpfen aufgefressen worden. Und nach der Wahl und dem – (sorry) vorhersehbaren – Ergebnis die Hexenjagd in den sozialen Netzwerken. Die Normokraten sind beschäftigt. Da wird ein Post über fehlendes Mitgefühl in der Gesellschaft gelikt und positiv kommentiert und im nächsten Moment über die Entscheidung eines anderen Menschen, die ihm geschadet hat, extrem negativ hergezogen. Mitgefühl bitte nur dann, wenn es mich betrifft, die anderen sind egal? Wie nennt man das noch? Drängt man nicht eher diejenigen noch mehr an den (rechten) Rand, die sich schon ausgegrenzt fühlen? Wenn ich möchte, dass der Andere meine Meinung versteht und ihr mit Toleranz begegnet, muss nicht ich dann den Anfang machen? Ihm zuhören, seine Ängste nachvollziehen, Toleranz und Geduld aufbringen und ihm zeigen, dass sich abzugrenzen keine Lösung ist. Aber was in den Medien, besonders in TV-Sendungen vorgemacht wird – Respekt gegenüber Andersdenkenden geht anders! – kann ja nur richtig sein. Respektlosigkeit in Form von Hexenjagden sind also erlaubt? Oder gar erwünscht? Soviel Manipulation tut schon weh.

Wir sind alle zuallererst Mensch, fühlende Wesen mit begrenzter Daseinsdauer.

Konzentrieren wir uns auf die Gemeinsamkeiten, auf das, was wir alle wollen: Glück, Liebe und einfach wir selbst sein dürfen.

Wie war das: Der Fisch stinkt immer zuerst am Kopf! Will sagen, so wie die Gesellschaft sich allgemein präsentiert – konsumorientiert und abgestumpft, so wird sie auch „da oben“ geführt. Nein, nicht von den Politikern, das sind nur Marionetten. Begriff gern nachlesen, den gabs schon bei Platon und Schopenhauer. Ob uns noch zu helfen ist? Ich mag die Hoffnung nicht aufgeben. Denn glücklicherweise gibt es immer mehr von denen, die die rote Pille geschluckt haben. Und immer mehr, die empathisch agieren. Aber was schreibe ich hier, so als Frau, über Politik, über Taktik…kann man ja gar nicht Ernst nehmen, solche Verschörungstheorien…oder?

 

 

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Göttin inside

Göttin inside

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Göttin inside

 

Neugierig und desinteressiert,

aufmerksam und kontrolliert,

emotionsgeladen und auf dem Sprung,

kein Leben für Erinnerung.

************************

Hingebungsvoll und polarisierend,

verspielt, verträumt, den Tag verdösend.

Manchmal abstoßend, allergieauslösend,

eigensinnig und anwesenheitströstend.

************************

Unberechenbar, scharf und verletzend,

die Beute jagend und zersetzend.

Spiel mit Extremen und dafür geliebt,

wie schön, dass es uns Katzen gibt.

© A.Jörn

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Flusefussel (oder Alice, hört aber auf beides nicht)
Darf man/frau das?

Darf man/frau das?

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Manche Menschen machen mehr Dummheiten als ihnen gut tun. Warum auch nicht, dazu ist das Leben doch da. Immer wieder mit dem Kopf gegen dieselbe Wand bis man es kapiert hat. Ansonsten hilft einem das Leben von außen nach, stubbst auf die wunde Stelle und zwingt einen, die Werte und Grenzen, die man für sich ausgemacht hat, doch bitte gefälligst auch einzuhalten – in Taten.

Da ruft mich neulich eine Freundin an und fragt mich, ob sie DAS darf. DAS erklärt sie folgendermaßen: Seit 10 Jahren schon gibt es diesen Bekannten, diesen schwerkranken Bekannten. Anfangs war ihr nicht bewußt, wie genau diese Beziehung eigentlich ablief. Dass sie sich jedesmal nach Gesprächen mit ihm ausgelaugt fühlte und trotzdem innerlich den Drang verspürte, ihn aufzumuntern, ihm Mut zuzusprechen. Obwohl sein grundsätzlicher Tenor negativ und lebensverneinend ausfiel. Zwischenzeitlich war sie umgezogen und bemerkte, dass jegliche Kontaktaufnahme zum besagten Bekannten von ihr ausging. Sie fühlte sich verpflichtet, den Bekannten aufzufangen, sich um ihn zu kümmern, wenn er mal wieder seine schwärzesten Phasen hatte. Aber es schlauchte sie so sehr, dass sie sich mehr und mehr zurücknahm und ihm die letzten 2 Jahre nur noch zum Geburtstag gratulierte. Glückwünsche aus der anderen Richtung bekam sie nicht, nur wenn es ihm mal wieder ganz schlecht ging, meldete er sich. Und sie tröstete, beschwichtigte, machte Mut und gab praktische Ratschläge. Es / Er änderte sich … NICHT(S). Doch dann beschloß er vor kurzem, meine Freundin besuchen zu wollen. Und da kam Panik in ihr auf. Sie vertröstete ihren Bekannten: zuviel Stress gerade. Und als sie in einer ruhigen Minute in sich ging, stellte sie fest: sie wollte ihn nicht sehen, naja vielleicht an einem öffentlichen Ort, aber schon gar nicht bei sich zuhause und eigentlich, ja eigentlich GAR NICHT und auch NIE.

Ich riet ihr, das Ganze sanft auslaufen zu lassen. Sich nicht zu melden, auf sich selbst zu achten, ihr HELFERSYNDROM schleunigst zu erkennen und ihre eigenen Grenzen zu stärken. Dass sie DAS darf – nur für sich und ihr Seelenheil da zu sein. Und noch während ich mit ihr darüber redete, bemerkte ich den Kloß im eigenen Hals.

Darf man jemanden, der sehr krank ist, einfach so im Stich lassen ?

Jeder von uns kennt eine ähnliche Situation. Man kennt jemanden, der nur noch eine kurze unbestimmte Zeit in dieser Welt sein wird. Man kümmert sich, sorgt sich, weiß nicht viel, gibt gutgemeinte Ratschläge und verbale Streicheleinheiten und hat ja trotz allem immer noch sein eigenes Paket zu tragen. Und manchmal wird das einfach alles zuviel.

Muss man dem Kranken sein Bedürfnis nach extremer Aufmerksamkeit erfüllen? Das Gewissen nagt an mir, weil ich ihn überleben werde. Aber ich finde keinen Mittelweg, der von Respekt gekennzeichnet ist. Denn die Kommunikation ist „fürn Arsch“, besonders, da jeder von uns sein Ego lebt, um sich zu schützen. Ich hab ihm, wie es meine Art ist, in der Vergangenheit häufig contra gegeben im Scherz und manchmal im Ernst, andersherum zielt er aber wesentlich tiefer als Gürtellinie. Merkt diese Ausfälle anscheinend nicht einmal. Muss ich das akzeptieren? Müssen andere das akzeptieren? Denn die betrifft es ebenso. Krank ist nicht behindert, oder? Also nein, ich möchte jemanden, der schwer krank ist, nicht anders behandeln, als gesunde Menschen um mich herum. Trotzdem hab ichs getan, hab Rücksicht genommen, meine Standards aufgeweicht, weil ich mitfühlend sein wollte. Denn das Gegenteil wäre doch herzlos, oder?

Ich kann mich aber nicht in den Schwerkranken reinversetzen. Trotzdem tut es weh zu sehen, wie Talent verschwendet wird an unnötige Trivialitäten und vor allem ans Jammern. Wird man im Angesicht der eigenen Endlichkeit automatisch zum Opfer? Ja, ich reagiere allergisch auf die Opfermentalität. Und so habe ich das getan, wozu emotionsgesteuerte Göttinnen in Beziehungen, die ihnen nicht gut tun, neigen:

NOTBREMSUNG

RAUSSCHMISS

ENDSTATION (für ihn)

Mein Zug wird weiter fahren. Ab und zu werde ich aus der Ferne schauen, wie es ihm (seelisch) geht, denn entgegen seinen Behauptungen, weiß ich das ziemlich gut einzuschätzen, ihn ziemlich gut einzuschätzen. Und ebenso aus der Ferne akzeptiere ich, dass er den Rest seines Lebens so lebt, wie er es tut – egal, was ich davon halte oder was er von mir hält. Er war für mich eine Inspiration – egal wieviel von seinen Geschichten, seinem Leben oder dem Namen seiner Person der Wahrheit entspricht. Und weil ich möchte, dass er das weiß, steht es hier PUNKT.

Und ja, ich hab meistens das letzte Wort, SCHATZ

 

 

Wir nehmen Fahrt auf – Augen zu und durch?

Wir nehmen Fahrt auf – Augen zu und durch?

Jetzt gab es schon erste Verletzte, wegen eines friedlichen Protestcamps. Und man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass ES zunehmen wird. Schon jetzt stehen an vielen Kreuzungen meiner geliebten Stadt 3-4 Einsatzwagen der Polizei bereit. Auf der A24 war ich heute Richtung Berlin unterwegs und es kamen mir mehrere große Polizei-Konvois entgegen, 5 habe ich registriert. Kann auch sein, dass es mehr waren, schließlich erforderte meine Geschwindigkeit eine erhöhte Aufmerksamkeit. Vor kurzem las ich in einem Blog den Offenen Brief eines Polizisten zum Gipfelthema. Leider kann ich diesen nicht rebloggen, deshalb hier der Link:

https://polizistmensch.de/2017/06/offener-brief-eines-polizisten-gedanken-zum-g20-gipfel-in-hamburg/

Mich macht es traurig, was da draußen passiert, besonders, da ich keinen Sinn in dem Treffen sehe. Was genau wird sich denn hinterher zeigen oder ändern? Was wird konkret beschlossen? Ich weiß nicht, wie es Euch geht, ich fühl mich hilflos. Also mach ich das, was ich am besten kann: mich mit Musik ablenken. Super

Was soll ich tun?

Was soll ich tun?

Ob diese Frage in einem Gespräch vor ca. einem Jahr auch fiel, weiß ich nicht mehr. Aber ich weiß, dass es um die Zukunft einer Freundin ging, die Situation ausweglos erschien und, dass wir die Karten dazu befragt haben. Es ging darum, dass sie den Partner, mit dem sie trotz der mittlerweile fehlenden Liebe und Leidenschaft ja sehr viel verbindet, doch nicht in einer für ihn belastenden Situation verlassen kann. Schließlich hatte sie sich doch mal für ein „in guten wie in schlechten Tagen“ zu ihm bekannt. Dadurch war sie doch verantwortlich für das Leben des Menschen, war an ihn gebunden, egal, was sie selbst glücklich macht.

Als Freundin bin ich mitunter unerträglich ehrlich. Und so bekam sie von mir folgende Sätze an den Kopf geknallt:

„Was meinst Du eigentlich, wer Du bist, dass Du Gott spielen musst!!! Du bist nur für einen Menschen verantwortlich und das bist Du selbst. Du kannst Dir doch nicht anmaßen, besser als Dein Partner wissen zu wollen, was gut für ihn ist? Woher willst Du wissen, dass eine Trennung für ihn nicht das Beste wäre? Das kannst Du nicht. “

Ich verstehe ja, dass es wesentlich leichter ist, die Verantwortung für andere Menschen zu übernehmen – weil man im entscheidenden Moment IMMER den Rückzieher machen kann, der Andere wäre ja schlußendlich für sich selbst verantwortlich. Aber viel schwieriger ist es, die Verantwortung für das eigenen Leben, das eigene Glücklichsein zu übernehmen. In diesem Blog geht es mir immer wieder um Selbstliebe, darum, sich so zu akzeptieren, wie man ist. Dazu gehört aber auch, sich die Verantwortung für sich selbst zurückzuholen. Andere Menschen nicht über sich und seine Bedürfnisse zu stellen und sich als die wichtigste Person im eigenen Leben zu betrachten. Damit ist kein Narzissmus gemeint, denn der wäre das Gegenteil: jemanden zu brauchen, der einem immer wieder bestätigt, ein liebenswerter Mensch zu sein. Zur Selbstliebe und Selbstverantwortung gehört auch, Verstrickungen und Abhängigkeiten zu erkennen, denn nur wenige von uns sind so erzogen, dem eigenen Stern zu folgen.

Tarot - Der Teufel
Es geht um Blockaden und Situationen, in denen wir uns unwohl fühlen, in denen wir in Abhängigkeiten und Angst verharren, weil der Leidensdruck noch nicht groß genug ist.

Dazu ein aktuelles Beispiel:

Gestern Abend hatte ich eine aufwühlende Diskussion mit dem Lieblingssohn, der sich mittlerweile der analogen Fotografie verschrieben hat UND schon immer jemand ist, der interessiert am aktuellen Zeitgeschehen teilnimmt. Seine Ankündigung am kommenden Freitag oder Samstag die Gegendemos zu G20 als Beobachter begleiten und Fotos machen zu wollen, stieß bei mir als Mutter und auch bei seiner Freundin auf grenzenloses Entsetzen. Schließlich ist das Ereignis noch gar nicht los gegangen, aber man spürt jetzt schon deutlich negative Winde, die uns hier umwehen.  Wir haben Angst um ihn und wollen natürlich verhindern, dass er sich dem aussetzt und redeten entsprechend auf ihn ein, um ihn davon abzubringen. Er sieht es jedoch als seine Aufgabe an, da er sich der Dokumentarfotografie verschreiben möchte/will/hat. Ob es an meiner Erziehung oder am eigenen Charakter liegt, weiß ich nicht, er hält an seinem Vorhaben fest. Ist dabei jedoch keinesfalls stur und verbohrt, sondern versteht unsere Einwände und versprach, sich rechtlich „schlau zu machen“. Seine Schwester unterstützt seine Meinung übrigens und wies mich an, doch bitte loszulassen. Ein mulmiges Gefühl bleibt mir und seiner Freundin sicher auch. Und es mischt sich Stolz darunter, dass er eben nicht faule Kompromisse eingeht, nur um es uns recht zu machen.

Update: Glücklicherweise hat der Lieblingssohn ein paar Bezugspersonen mehr, mit denen er sich auch über seine Vorhaben austauscht. Denn mütterliche Ratschläge und Fürsorglichkeit reizen ja schon per se zum Widerspruch. Und so hat er für sich entschieden, das Treiben zu G20 aus sicherer Entfernung zu betrachten und sein fotografisches Augenmerk auf weniger brisante Ereignisse zu richten, um mehr Übung und Routine zu bekommen. *erleichtert bin*

Tarot Stern
Die Situation abwägen und dem eigenen Stern folgen.

Wenn ich mich so umsehe, dann bemerke ich, dass eben viele Partnerschaften nur noch bestehen, weil jeder der Partner meint, faule Kompromisse aufrecht zu erhalten. Heißt, ich tue etwas für den anderen, weil ich MEINE, er braucht/will das so. Bei ebensolchen Kompromissen steigt der eigene Unzufriedenheitspegel immer mehr. Weil man keinen Dank erhält. Wofür auch, der Partner weiß ja nichts von dem Kompromiss. Und letztendlich folgt keiner der Partner dem eigenen Stern und der Frust in der Partnerschaft ist auch für Außenstehende deutlich spürbar. Die in der Bildüberschrift gestellte Frage ist also schon von der Wahl her nicht eigenverantwortlich. Denn es geht nicht darum, was man tun soll. Es geht einzig und allein nur darum:

Was will ICH ? Und wer will ICH sein?

Und dann entsprechend zu handeln. Egal ob es dauert oder von heute auf morgen geschieht. Glücklicher ist, wer seinem eigenen Weg folgt.

Besagte Freundin hat das getan. Noch befindet sie sich mitten im Loslösungsprozess, und ich bin nur begleitender Beobachter. Sie erscheint mir lebendiger, gelöster und offener für die Zukunft. Und das macht mich total froh, denn auch wenn meine Zunge manchmal sehr schnell ist, mache ich mir im nachhinein dann doch viele Gedanken, ob ich ein Recht auf verbale Kopfnüsse habe. In diesem Sinne:

Wir werden sterben.

Also lasst uns jeden Tag aufs Neue beginnen zu leben!

Viel mehr zu spüren und nicht denken.

Leidenschaft und Freude im Tanz des Lebens

 

Quelle der Tarotkartenfotos: http://www.astrolymp.de/

 

 

Zwiegespräch mit Serena

Zwiegespräch mit Serena

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*Das wird hart* *Ja, ich weiß* *Und Du bist sicher, dass Du das willst* *So sicher, wie man sich nur sein kann mit einem Mann* *Woher diese Sicherheit?* *Weil ich fühle, dass ich die Eine bin, und nicht die andere* *Ok, das ist jetzt so. Jetzt gehts Dir gut und Du kannst das entspannt so sehen. Aber ich kenn Dich. Du bist wechselhaft… in Deinen Stimmungen und Gefühlen wie der Mond*

*Ja, Du kennst mich und deshalb weißt Du auch, dass ich das jetzt durchziehen muss.* *Aber ich will nicht, dass Du verletzt wirst.* *Das kannst Du nicht verhindern, das kann niemand.* *Schon klar, aber Du versprichst mir was.* *Kommt drauf an?!* *Du versteckst Dich nicht, wenns zu arg wird, sondern kommst zu mir.* *Und weiter?* *Na ich bau Dich auf.* *Du?* *Was dagegen?* *Nein, ich bin nur skeptisch.* *Warum? Ich würde doch nur zusammen mit Dir Tee trinken und meditieren…* *Und?* *Und wenn das nicht hilft, gibts Testosteron.* *Auf Rezept, oder wie?* *Nö, viral und am besten in Überdosis. Ich gönn Dir ein paar heiße Chats und erweiter Deinen Dick-Pic-Speicherplatz.*

*Und Du meinst, das hilft, um nicht durchzudrehen, wenn der Kontakt zu ihm sehr eingeschränkt ist?* *Du weißt nicht, was er tut und möchtest doch, dass es ihm gut geht und er glücklich ist.* *Ja klar.* *Also kümmerst Du Dich darum, dass es Dir gut geht. Fertig. Egal, was andere denken.* *Danke Serena, ich mach uns noch n Kaffee.*

Vom Sinn des Lebens

Vom Sinn des Lebens

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Was meinst Du, was der Sinn des Lebens ist?

Ich glaube daran, dass jeder von eine Aufgabe hat, die nur auf ihn zugeschnitten ist und die immer dem Wohle der gesamten Menschheit dient. Nenn es Karma oder Schicksal, aber nicht negativ konnotiert, sondern in der positiven Form – im Sinne von „sein Glück finden“. Ganz schlaue meinen dann: „Man kann sein Glück nur in sich selbst finden.“ : Und das bedeutet bitteschön Was genau?

Ich fühle in mir immer wieder bestimmte Themen, die mich in einen flowartigen Zustand versetzen, zeitlose Freude, wenn ich mich damit befasse. Diese Herzenswärme stellt in meiner Vorstellung eine Art Kompass dar, dem ich folgen soll.

Personaler suchen in jedem Lebenslauf nach dem roten Faden. Nur für die meisten Menschen ist der Beruf eher nicht gleichzusetzen mit Berufung. Aber den besagten roten Faden gibt es auch in Bezug auf das eigene Leben. Was nicht heißt, dass man ihn erkennt, ihn sofort sieht oder ihm im besten Falle auch noch folgt. Der Berufung oder dem eigenen Lebenssinn zu folgen, bedeutet nicht nur einer großen inneren Freude zu folgen, sondern in den allermeisten Fällen auch, sich gegen den Strom zu stellen, aufzufallen und gesellschaftlich aus der Rolle zu fallen.

Erst mit dem Erkennen und Anerkennen der ureigenen Genialität ist es jedem von uns möglich, seinen Lebenssinn zu finden und ein erfülltes Leben zu führen.

Seelenfunkeln par excellence

philosophy by me

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PS: Mein roter Faden bezieht sich auf die Zusammenhänge von Körper, Seele und Geist mit der richtigen Energiezufuhr. Doch dazu demnächst mehr.