Darf man/frau das?

Darf man/frau das?

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Manche Menschen machen mehr Dummheiten als ihnen gut tun. Warum auch nicht, dazu ist das Leben doch da. Immer wieder mit dem Kopf gegen dieselbe Wand bis man es kapiert hat. Ansonsten hilft einem das Leben von außen nach, stubbst auf die wunde Stelle und zwingt einen, die Werte und Grenzen, die man für sich ausgemacht hat, doch bitte gefälligst auch einzuhalten – in Taten.

Da ruft mich neulich eine Freundin an und fragt mich, ob sie DAS darf. DAS erklärt sie folgendermaßen: Seit 10 Jahren schon gibt es diesen Bekannten, diesen schwerkranken Bekannten. Anfangs war ihr nicht bewußt, wie genau diese Beziehung eigentlich ablief. Dass sie sich jedesmal nach Gesprächen mit ihm ausgelaugt fühlte und trotzdem innerlich den Drang verspürte, ihn aufzumuntern, ihm Mut zuzusprechen. Obwohl sein grundsätzlicher Tenor negativ und lebensverneinend ausfiel. Zwischenzeitlich war sie umgezogen und bemerkte, dass jegliche Kontaktaufnahme zum besagten Bekannten von ihr ausging. Sie fühlte sich verpflichtet, den Bekannten aufzufangen, sich um ihn zu kümmern, wenn er mal wieder seine schwärzesten Phasen hatte. Aber es schlauchte sie so sehr, dass sie sich mehr und mehr zurücknahm und ihm die letzten 2 Jahre nur noch zum Geburtstag gratulierte. Glückwünsche aus der anderen Richtung bekam sie nicht, nur wenn es ihm mal wieder ganz schlecht ging, meldete er sich. Und sie tröstete, beschwichtigte, machte Mut und gab praktische Ratschläge. Es / Er änderte sich … NICHT(S). Doch dann beschloß er vor kurzem, meine Freundin besuchen zu wollen. Und da kam Panik in ihr auf. Sie vertröstete ihren Bekannten: zuviel Stress gerade. Und als sie in einer ruhigen Minute in sich ging, stellte sie fest: sie wollte ihn nicht sehen, naja vielleicht an einem öffentlichen Ort, aber schon gar nicht bei sich zuhause und eigentlich, ja eigentlich GAR NICHT und auch NIE.

Ich riet ihr, das Ganze sanft auslaufen zu lassen. Sich nicht zu melden, auf sich selbst zu achten, ihr HELFERSYNDROM schleunigst zu erkennen und ihre eigenen Grenzen zu stärken. Dass sie DAS darf – nur für sich und ihr Seelenheil da zu sein. Und noch während ich mit ihr darüber redete, bemerkte ich den Kloß im eigenen Hals.

Darf man jemanden, der sehr krank ist, einfach so im Stich lassen ?

Jeder von uns kennt eine ähnliche Situation. Man kennt jemanden, der nur noch eine kurze unbestimmte Zeit in dieser Welt sein wird. Man kümmert sich, sorgt sich, weiß nicht viel, gibt gutgemeinte Ratschläge und verbale Streicheleinheiten und hat ja trotz allem immer noch sein eigenes Paket zu tragen. Und manchmal wird das einfach alles zuviel.

Muss man dem Kranken sein Bedürfnis nach extremer Aufmerksamkeit erfüllen? Das Gewissen nagt an mir, weil ich ihn überleben werde. Aber ich finde keinen Mittelweg, der von Respekt gekennzeichnet ist. Denn die Kommunikation ist „fürn Arsch“, besonders, da jeder von uns sein Ego lebt, um sich zu schützen. Ich hab ihm, wie es meine Art ist, in der Vergangenheit häufig contra gegeben im Scherz und manchmal im Ernst, andersherum zielt er aber wesentlich tiefer als Gürtellinie. Merkt diese Ausfälle anscheinend nicht einmal. Muss ich das akzeptieren? Müssen andere das akzeptieren? Denn die betrifft es ebenso. Krank ist nicht behindert, oder? Also nein, ich möchte jemanden, der schwer krank ist, nicht anders behandeln, als gesunde Menschen um mich herum. Trotzdem hab ichs getan, hab Rücksicht genommen, meine Standards aufgeweicht, weil ich mitfühlend sein wollte. Denn das Gegenteil wäre doch herzlos, oder?

Ich kann mich aber nicht in den Schwerkranken reinversetzen. Trotzdem tut es weh zu sehen, wie Talent verschwendet wird an unnötige Trivialitäten und vor allem ans Jammern. Wird man im Angesicht der eigenen Endlichkeit automatisch zum Opfer? Ja, ich reagiere allergisch auf die Opfermentalität. Und so habe ich das getan, wozu emotionsgesteuerte Göttinnen in Beziehungen, die ihnen nicht gut tun, neigen:

NOTBREMSUNG

RAUSSCHMISS

ENDSTATION (für ihn)

Mein Zug wird weiter fahren. Ab und zu werde ich aus der Ferne schauen, wie es ihm (seelisch) geht, denn entgegen seinen Behauptungen, weiß ich das ziemlich gut einzuschätzen, ihn ziemlich gut einzuschätzen. Und ebenso aus der Ferne akzeptiere ich, dass er den Rest seines Lebens so lebt, wie er es tut – egal, was ich davon halte oder was er von mir hält. Er war für mich eine Inspiration – egal wieviel von seinen Geschichten, seinem Leben oder dem Namen seiner Person der Wahrheit entspricht. Und weil ich möchte, dass er das weiß, steht es hier PUNKT.

Und ja, ich hab meistens das letzte Wort, SCHATZ

 

 

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Nostalgie futschikato …oder so.

Nostalgie futschikato …oder so.

Da fallen einem manchmal merkwürdige Sachen auf, die anderen längst klar sind. Dass Kelly Bishop die Mutter von Baby (Dirty Dancing) und gleichzeitig die Grandma bei den Gilmore Girls ist – wußte ich. Dass Sherlock Holmes als Vorlage für Dr. House gedient hat – *gähn* …ABER guckt Euch die Zeichenführung in diesem Klassiker mal genau an:

 

Da meint doch die Lieblingstochter, dass das ganz klar ein Anime wäre! Und auch das hier ist nicht in Europa entstanden:

 

Wir haben also ANIMES geschaut und wußten das nicht einmal ! Guckst du:

„Alpenmädchen Heidi“

 

„Die Abenteuer der Honigbiene Maja“

 

Und es gibt ja so einige Personen, die in mir Parallelen zu Wicki (Wicki und die starken Männer) zu erkennen meinen – JAAAA auch diese Serie ist in Japan produziert.

So lehn ich mich zurück mit der Gewissheit, dass wenigstens der Pumuckl, ein weiterer Kindheitsheld, gar nicht so weit weg entstanden ist. Ergo ist vielleicht meine Ähnlichkeit zu Wicki beschränkt auf den Riechrüssel – und ansonsten bin ich ganz bei Pitti , der nicht schlafen will, weil das sooo langweilig ist und viel lieber mit Flatter-Peng-Peng-Autos zu tun hat 😉 Mich wundert gar nichts mehr.

Gute Nacht ❤

PS.: Der Synchronsprecher von unserm allseits geliebten arroganten hochfunktionalen Soziopathen (Sherlock Holmes/ Benedict Cumberbatch) lieh seine Stimme später dann ebenfalls Son-Goku aus Dragon Ballz.  Passt, würde ich sagen.

Großartig und Wundervoll

Großartig und Wundervoll

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Ich bin groß und meist nicht artig. Und meist warte ich wie so viele andere Menschen auch auf das EINE Wunder in meinem mehr als vollen Leben. Ein Leben, das im Vergleich zum Universum, nur einen Wimpernschlag dauert. Zum Staunen bleibt oft keine Zeit und bewußt zu leben, häufig eine Illusion, weil ich mich in meinem eigens geschaffenen Hamsterrad befinde. Eines, das mir ein Mindestmaß an Sicherheit gibt, aber trotz allem nehme ich mir die Freiheit, meine Abläufe selbst bestimmen zu können. Direkt Einfluß zu nehmen, darauf, wie ich lebe, was und wer mir wichtig ist und in meinem Kosmos eine Rolle spielt. So dass mir immer ein wenig Raum zum Denken, Fühlen und zur Reflexion bleibt. Das ist wichtig, um Entscheidungen zu treffen, die auch mir nicht leicht fallen. Und eines bleibt immer: Hoffnung. Also genieße ich weiter die vielen kleinen Wunder des Lebens. ❤

 

Ein Wunder ist gerade der Hamburger Hochsommer *grinsbreit* . Den man für kein Geld der Welt kaufen kann *yeahhhh* !!!

Es gibt nur eine „Schönste Stadt der Welt“! <3

Es gibt nur eine „Schönste Stadt der Welt“! <3

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Sonnenuntergang im Dezember in Hamburg

©Polizei Hamburg (fotogenipst aus dem Polizeihubschrauber) – und noch einige Bilder mehr zum freien Download auf der Fotoseite der Polizei

 

…und Hamburg grenzt natürlich an das schönste Bundesland der Welt, in dem ich wohne 😉 – mußte ja mal gesagt werden ❤

Hier oben im Norden folgt in einer bestimmten Jahreszeit „gleich nach dem Sonnenaufgang der Sonnenuntergang“ (Zitat geklaut aus der Flens-Werbung) – da vertreibt man sich die Abende gern mit Klönschnack und kommt auf tolle Ideen, wie diese hier:

Die Social Bakery

Kuchen essen und für einen guten Zweck spenden – das ist die Idee hinter der Social Bakery. Sie wurde 2012 von sechs Hamburger Unternehmern ins Leben gerufen: Gunnar Matthaei, Wolfgang von Geramb, Knut Ettling, Raoul Scheimeister, Onur Elci (Kitchen Guerilla) und Patrick Rüther. „Bei einem Herrenabend sind wir auf die alte Hamburger Tradition gestoßen ‘Backe einen Kuchen mehr als du brauchst und gib diesen in deinem Viertel weiter‘“, erklärt Wolfgang von Geramb den Ursprung der Idee.

Jedes Stück für einen guten Zweck

Die Wahl-Bäcker backen zusammen mit ihren Familien und Mitarbeitern original österreichischen Apfelstrudel. Die Erlöse der Aktion kommen in diesem Jahr dem Projekt „Ampion“ zu Gute. Das Projekt stelle ich demnächst etwas genauer vor. In Kürze nur soviel: es geht hier speziell darum, Flüchtlinge in Deutschland so zu unterstützen und zu fördern, dass diese in der Lage sind, in Deutschland selbständig unternehmerisch tätig zu sein und sich dadurch wirtschaftlich und sozial zu integrieren. Jedes verkaufte Stück und Blech Apfelstrudel hilft. In diesem Jahr findet der Social Bakery Day am Sonntag, den 18. Dezember von 12:00 bis 18:00 Uhr im Basecamp Hamburg (Kitchen Guerilla), Warnholtzstrasse 4 statt.

Also ich weiß, was ich am 4. Advent vorhabe – und Ihr so ? 😉

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Montags-Glück

Montags-Glück

 

Am 02. April 2012 hat die UN-Vollversammlung per Resolution den 20. März zum Tag des Glücks erklärt, und zwar anlässlich des Gipfeltreffens zum „Glück und Wohlbefinden“, welches vom Land Bhutan angeregt wurde. Am 20. März 2013 wurde dieser Welttag dann das erste Mal begangen.

Das Brutto-Inlandsprodukt darf nicht immer als Maßstab für Alles angesehen werden, es müssen ihr auch die Umwelt und sozialen Problemen gegenübergestellt werden. Das Land Bhutan hat bereits in den 70er Jahren das nationale Glück über das nationale Einkommen gestellt, aus diesem Grund hat das Land das Gipfeltreffen auch angeregt.

(Zitat-Quelle: dtd )

Sprich Glück ist nicht vom Geld abhängig. Und weil ich sämtliche Daten sowieso immer verpenne, feiere ich den Tag eben erst heute. Feiern ist da eventuell auch zuviel gesagt, gefeiert habe ich nämlich schon am Freitag:

10399747_10205624617003415_7000353693815768633_n(Bildquelle: Sarah Plochl)

„Vierhundertmillionentausendleute.“ sieht man hier für die clubkinder Tagebuchlesung 17 im Gruenspan anstehen. Ich bin nicht dabei, hab mitgeholfen für all die lieben Menschen Stühle aufzubauen, wie 20 andere freiwillige clubkinder-Helfer auch. Wer oder was die clubkinder sind könnt Ihr hier oder auf Facebook nachlesen.  Nicht nur, dass ich dabei wieder neue Bekanntschaften geschlossen habe, meine Lieblingsmädels für diesen Abend trudelten dann auch gerade noch pünktlich ein. Ein lustiger Abend läßt sich nur noch lustiger erleben, wenn man den Spass teilt, wenn rechts und links neben mir die Körper aufgrund eines Lachanfalls heftig durchgeschüttelt werden.

DANKE, dass Ihr dabei wart: Blumenmädchen mit Blümchen und Blondwuschel 😉 !

Den Abend zusammenfassen zu wollen, würde an Anmaßung grenzen und meine Fähigkeiten bei weitem übersteigen.

Also werfe ich nur ein paar Worte in den Ring:

Zivildienstzeit, die 1. durchgemachte Nacht, Berliner Luft, Frikadellensex, Liebe, Frauen im Bikini …oben ohne und ganz ohne, Schwanzlänge 8 cm, Landei, Rum/Cola, alles Scheiße und die Eltern nerven…

…und lass die Einladung der Organisatoren für sich sprechen:

Bei der clubkinder Tagebuchlesung lesen junge Erwachsene aus den Tagebüchern ihrer Jugend vor. Das erfrischt das Herz und erfreut die Muskeln in Gesicht und Bauch. Neben den 4 Lesern halten wir uns einige Überraschungen und Spontan-Aktionen vor, sodass wir mit einem pünktlichen Ende des bunten Bouquets gegen 22 Uhr 23 rechnen. Die Türen des altehrwürdigen Gruenspan öffnen sich für euch um exakt 19 Uhr Dreißig, Start ist zur besten Unterhaltungszeit um 20 Uhr 15. Wir erbitten uns einen Obolus von 7 europäischen Talern. Den Spendenzweck geben wir euch wie immer vorher hier bekannt. Sollte er nicht im Laufe des Winters von einer Eiszeit überrascht und in einem dicken Wälzer von Jojo Moyes konserviert werden, wird Vereins-Skeletor Jannes Vahl gewohnt dilettantisch, aber frisch wie eine frühlingshafte Elfe durch die Gala der guten Laune … sitzen und möglichst wenig stören.

verschiedene Buchstaben & Zahlen in beliebiger Ordnung:
17. clubkinder Tagebuchlesung, Gruenspan.

DANKE an die tollen Vorleser

DANKE an Jannes für seine herrlich lockere, weil etwas rum-colageschwängerte Moderation

DANKE an den wunderbaren Musik-Act von Jörn , der spontan auf der Bühne mit seiner Akustik-Gitarre die „dadaistischen“ Ergüsse des jugendlichen Ichs von Julia umwerfend interpretiert hat.

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(Foto-Quelle: clubkinder)

Wer Lust bekommen hat, mal reinzuhören in diese einmalig verrückte Veranstaltung, findet auf keinehosensonntag eine Audioaufnahme derselben.

Mich machen solche Abende glücklich. Geld macht zwar nicht glücklich, jedoch kam die Spende von knapp 2 Euro pro Stunde, die jeder Besucher gezahlt hat, Kindern eines Kinderhauses zugute. Wunderbar, oder ?

Da vermehrt sich sozusagen das Glück.

Demnächst werden dann noch Fotos dieses Abends die Erinnerung auffrischen, und ich weiß jetzt schon, dass diese im zauberhaften Julia-Style erscheinen werden. Ich freu mich schon darauf. Vorfreude ist für mich auch eine Form des Glücks, genauso wie stille Freude.

Wenn mir also jemand, den ich in mein Herz geschlossen hab (gehören tut er mir ja sowieso – ist angeleckt, schon klar, oder?), einen besonderen Song postet…

Danke ❤

Eigentlich gibt es noch viel mehr wofür ich heute dankbar bin, was mich glücklich macht. Heut ist also mein Dankesag-Montag.

 

Und weißt Du, was Glück ist ?

 

…DANKE an Dich fürs Mitlesen ❤

Eines Tages werde ich…

Eines Tages werde ich…

so heißt die Videosequenz, die Google zum heutigen Weltfrauentag produziert hat. Frauen aus aller Welt kommen darin zu Wort und beschreiben, was sie eines Tages gern tun oder sein wollen. Viel ist darin von tollen Jobs die Rede und ich stoße als nächstes auf den Artikel, in dem unser Bundespräsident die Gleichberechtigung von Frauen fordert. Und wißt Ihr was ?

Mir wird speiübel !

Als Clara Zetkin damals begann, für die Rechte der Frauen zu kämpfen, stand Emanzipation für die lateinische Bedeutung des Wortes emancipatio, was soviel bedeutet, wie „Entlassung aus der väterlichen Gewalt“ oder „Freilassung eines Sklaven“. In den Anfängen der Frauenbewegung ging es vor allem um die Erlangung der Bürgerrechte für Frauen, also um das Wahlrecht, das Recht auf Bildung, das Recht auf Privateigentum und Erwerbsarbeit. Und auch die Frauenbewegung der Nachkriegszeit, die sich durch die Studentenunruhen und Betty Friedans Buch als Massenbewegung in Gang setzte, kritisierte vor allem das festgefügte Rollenverständnis, sprich Frau als Expertin für Kinder, Kirche und Haushalt.

Heutzutage präsentiert sich das Ganze jedoch so unglaublich aufgeblasen, unnatürlich und einfach nur abartig: Gleichstellung, Gleichberechtigung und am besten noch Gleichbehandlung von Frauen und Männern. Kann mir bitte mal jemand erklären, inwiefern es natürlich ist, Äpfel und Birnen gleich zu behandeln ? Der Vergleich mag zwar hinken, dann hier was besseres: In einem Bienenvolk (intelligentes Schwarmsystem, schon klar, oder?) würde keine Biene (und auch kein Imker) auf die Idee kommen, eine Arbeitsbiene auszutauschen gegen eine Drohne. In unserer Gesellschaft nennt man das dann Feminismus. Damit will ich auf gar keinen Fall Frauen das Recht absprechen, zu werden, was sie wollen. Zurückgehalten werden sie dabei allermeistens sowieso vom „eigenen Krabbenkorb“. So bezeichne ich das Umfeld und Verhältnis der Frauen untereinander. Keine „Krabbe“ soll über den Tellerrand schauen, weil man das nicht tut und wenn eine versucht zu fliehen, wird sie von den anderen zurückgehalten. Macht sie womöglich Sachen anders als der Rest, wird getratscht ohne Ende und wenn dem Frauen-Krabbenkorb die Gesprächsthemen ausgehen, gibts ja glücklicherweise noch die Spezies Mann. Wohlgemerkt eine andere Gattung, die gern betüddelt, verniedlicht und als Mensch 2. Klasse gesehen wird, wenn man den Äußerungen vieler Damen lauscht.

Auch ich konnte mich von gewissen Entwicklungen in jungen Jahren nicht frei machen, habe ebenfalls eine Zeitlang versucht, besser als ein Mann zu sein. Nicht umsonst gibt es Bücher und Kurse, in denen Frauen lernen können, wie Führung funktioniert – nämlich hauptsächlich über männliches und aggressives Revierverhalten: raumeinnehmend und offensiv. Trotzdem empfand ich es immer als eine Rolle, die ich gespielt habe. Wenn ein Mann sich dann aber im Gegenzug defensiv und unterwürfig zeigte, war mein Respekt für ihn dahin – paradox, nicht wahr ?

Und was wird Frauen von Kindesbeinen an anerzogen ? Du bist das starke Geschlecht, hast viel mehr emotionale Intelligenz, kannst auf eigenen (finanziellen) Beinen stehen ! Da stellt sich doch automatisch die Frage: also wozu eigentlich Männer ??? Als Spaßobjekte und ok, zur Fortpflanzung noch notwendig ? Na gut, auf dem Bau und in der Müllabfuhr brauchen wir die Spezies auch noch. Ähm, wie war das mit Gleichberechtigung, Gleichbehandlung und Gleichstellung ?

Ehrlich, ich bin froh, nicht als Mann geboren zu sein !

Hermine 😉 ergo Emma Watson hat als UN Women Sonderbotschafterin die Kampagne ‚HeforShe‘ public gemacht, die für mich Sinn macht, weil Frauen in vielen Teilen der Welt nicht die o.g. Bürgerrechte ihr eigen nennen. In dem Land, in dem ich lebe, wäre allerdings eine umgekehrte Kampagne sinnvoller. Warum?

In Deutschland gab es 2012 ca. 350 Frauenhäuser und ca. 40 Schutzwohnungen. Das entsprechende Pedant für Männer, die Opfer häuslicher Gewalt wurden, gibt es auch. Die Anzahl der Männerhäuser in Deutschland : 3 ! Wer mir jetzt kommen will mit Gewalt gegen Frauen ist verbreiteter, den frage ich hiermit: Wer sagt das ? Sicher, dass es keine oder nur ganz wenige Frauen mit Aggressionspotential gibt, die das ausleben ?

Weiterer Punkt: Frauen benutzen Kinder immer noch als Druckmittel im Rahmen einer Trennung, entziehen dem ehemaligen Partner das Kind unter fadenscheinigen Begründungen und haben dabei eine Riesenlobby hinter sich. Wie mein Kumpel, der sich nach 8 Jahren Ehe als bisexuell outete, seine Frau nicht damit klar kam, und er nun seine geliebte Tochter höchstens noch alle halbe Jahre zu Gesicht bekommt. Das Thema stürzte ihn zusätzlich noch in eine tiefe Depression, so dass er keine Kraft hat, zu kämpfen. Auch wenn eine Trennung absehbar ist, Frau aber den Status Quo nicht ändern will, wird dem Vater der Kinder überdeutlich klar gemacht, dass frau im Trennungsfall am längeren Hebel sitzt. Und das sind alles keine Einzelfälle !

Warum der Begriff Frauenbeauftragte in Gleichstellungsbeauftragte umgewandelt wurde, versteh ich übrigens heute noch nicht, kümmert sich selbige (!) doch um Frauenthemen, nicht wahr ?

Und auch die Diskriminierung von Männern in der Öffentlichkeit ist anscheinend nicht mal einen Aufschrei wert. In Kinofilmen darf man(n) sich zum Trottel machen oder den beziehungsunfähigen einsamen Wolf spielen. Einen Film, in dem ein gutes Männerbild (im Sinne von Vorbild) dargestellt wird, vermisse ich schon lange. Durch Werbung dagegen lernen wir, dass Frauen sexy und schön und strong sind …und Männer schlagen dürfen. Glaubt Ihr nicht ? Hier zwei Beispiele:

 

Klar könnte man hier sagen: ist doch nur ein verpeilter Automobilclub…aber dann schaut hier:

…und die Überschrift nicht aus den Augen verlieren: EIN KLASSIKER !

Wer genauer hinschaut, entdeckt Beispiele dafür täglich. Und jetzt wisst Ihr auch, warum ich heute kotzen gehe…und es für sinnvoller halte, vor der eigenen Haustüre zu wischen.

Ach und dabei fällt mir ein : Wer von uns Frauen kennt eigentlich das Datum für den Internationalen Männertag ?

 

Ok, ich verrats Euch: 19. November …eingeführt im Jahre 1999 in Trinidad Tobago 😉

Clusterfeeding

Clusterfeeding

Ein Grund – schätzungsweise 20% – warum ich mir vorgenommen habe, wieder fast täglich regelmäßig zu schreiben, ist jemand, der gar nicht lesen kann. Frühestens in 5-6 Jahren wird das kleine Muckel zuerst seinen Namen krakelig aufmalen und dann lesen lernen. Eben alles zu seiner Zeit. Ich freu mich schon darauf, wenn ich irgendwann in Tantenmanier Märchen vorlesen darf. Und dabei mit entsprechender Stimmmodulation Gänsehaut und Freude auszulösen vermag. Märchen für Kinder sind deshalb so wunderbar, weil sie einen immer mit einem wohligen Happy End zurücklassen, egal wieviel Grausames vorher geschah – das ist am Ende vergessen.

Ebenso ging es mir mit der Erinnerung an die Säuglingszeit meiner beiden Lieblingskinder. Klar habe ich noch die Erinnerung an den Schlafmangel, aber das war es auch schon. Ende gut, alles gut. Ob ich alles richtig gemacht habe, weiß ich nicht. Mein riesengroßer Vorteil lag darin, dass es niemanden gab, der mir – besonders in der Stillphase – reinreden konnte. So habe ich einfach getan, was sich für mich gut anfühlte – was sich für uns gut anfühlte. Durch den Neu-Muckel und die Kurzberichte der Neo-Mama steigen so langsam Erinnerungen auf. Die sich weitestgehend mit einem Artikel von SpringerMedizin.at vom Oktober 2011 decken. Auch das Clusterfeeding ist darin beschrieben – auf Deutsch Dauerstillen oder auch Mehrgang-Menü-Stillen. Das tritt meist gehäuft abends und nachts auf, kann sich aber auch über (mehrere) volle Tage hinziehen.

Gerade wenn man als stillende Mutter nach fast einer Woche denkt: „Jetzt klappts ja super!“ und sich darauf freut, wieder regelmäßig duschen zu können, setzt diese Phase ein. Oft entwickelt man dann Zweifel, ob das Kind vielleicht nicht satt wird oder ob man etwas falsch macht. Zusätzlich gibts von allen Seiten Ratschläge, das Kind gar nicht erst daran zu gewöhnen, doch den Schnuller zu geben oder genaue Zeiten einzuhalten. Ich halte – ebenso wie der o.g. Artikel –  dagegen.

So ein Würmchen lebt vollkommen unverfälscht nach seinen Bedürfnissen und spürt sehr genau, was es in dem Moment braucht. Die Formulierung des Artikels „dass das abends dauerstillende Baby die Milchbestellung für den nächsten Tag aufgibt“ trifft, so finde ich, voll ins Schwarze. Für Wachstumsschübe braucht man eben mehr Nahrung, das gilt für den Säugling ebenso wie für den Teenie 😉 . Nein, Ratschläge will ich außer einem keine geben: Vertrau Deiner Intuition ! Das gilt für jeden von uns, um genau die Erfahrungen zu machen, die man gerade braucht. Richtig oder falsch gibt es dabei nicht. Es passt für den Moment und das ist das Ausschlaggebende.

Also ‚Ohren zu‘ bei gut gemeinten Ratschlägen, und ich freu mich schon auf die Diskussion zum „Familien-Bett“ *grins* …demnächst im Familien-Kino. Wenn Du uns also heute Abend ungeduscht, mit Augenringen, nach saurer Milch riechend und im Bademantel die Tür öffnest, um Deinen eigenen Schlüpftag zu feiern, dann ist das eben so – entspann Dich. Wenn das jemand doof findet, ist er doch nur eines: neidisch 😛

Happy Birthday, sister ❤ ❤ ❤