Nichts ist, wie es scheint.

Nichts ist, wie es scheint.

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So wunderbar ich es finde, dass jeder von uns seinen eigenen Kosmos mit sich herumträgt, seine eigenen Sichtweisen und Anschauungen, so sehr ist mir trotz allem bewußt, dass letztere unter ständiger Beeinflussung stehen. Wir manipulieren und werden manipuliert. So sehr diese Wortwahl negativ konnotiert ist, wird mir doch ein Großteil der Leser zustimmen. Um so mehr haben mich der vergangene Wahlkampf und vor allem die Reaktionen der Menschen, deren Facebook-Posts, Meinungen und Äußerungen erstaunt, weil doch jeder meint, Manipulationen zu durchschauen.

Von außen betrachtet war das eine äußerst emotionale Angelegenheit.

Deshalb äußere ich auch erst jetzt, wo sich die Gemüter hoffentlich wieder einigermaßen abgekühlt haben, dazu. Oder sollte ich sagen, jetzt, wo sich der Sturm im Wasserglas wieder gelegt hat? Bevor irgendwer meint, mich beim Lesen in bestimmte politische Ecken stellen zu wollen, komme ich ihm zuvor und erkläre hiermit, dass ich mit spezifischen Aussagen der einzelnen Parteien konform gehe. Genauso, wie ich mit vielem nicht einverstanden bin. Und das gilt gleichermaßen für die großen Regierungsparteien, wie für extremere Parts. Ui, jetzt werden so einige aufstöhnen. Vor allem diejenigen, die sich gern mittig bewegen, schön innerhalb der Norm bleiben. Wer hat die eigentlich definiert? Und wem steht es zu, über die Sichtweise anderer zu urteilen? Das aber nur am Rande. Denn eigentlich wollte ich hier über Schach schreiben. Menschliches Schach oder auch das Schach der Völker? Vielleicht aber auch nur eine Verschwörungstheorie, maybe. Liebe Grüße schon mal an den Bekannten, der neulich meinte, Frauen würden ja keine Strategiespiele mögen 😉

Dabei wissen „wir Frauen“ ganz genau, Strategien zu nutzen, um zu bekommen, was wir wollen. Und alle anderen Menschen auch.

Denn eine Strategie ist eine grundsätzliche, langfristige Verhaltensweise (Maßnahmenkombination) der Unternehmung und relevanter Teilbereiche gegenüber ihrer Umwelt zur Verwirklichung der langfristigen Ziele. Hört sich komplizierter an, als es ist. Ich versuche mich mal einfach an einem Beispiel und natürlich ist alles reine Spekulation und auf meinem wirren Mist gewachsen.

Vor einigen Jahren sitzen die reichsten Firmenchefs (Bilderberger) nach dem Golfspiel zusammen. Analysieren die momentane Situation und legen den Kurs für die nächsten Jahre fest. Auf der Welt riecht es nach Unzufriedenheit, die Finanzsysteme stehen kurz vor dem Kollaps, aber der Krieg beschert bombastische Umsätze: Iran, Irak, Afghanistan, Uganda – gerade die „Kleinwaffen“ sind gerade gefragt. Das muss weiter ausgekostet werden, die Bodenschätze kann man bei späteren Treffen untereinander aufteilen. Irgendwann dürfen dort dann die Pharma- und Lebensmittelfirmen ihren Teil vom Kuchen einsammeln. Und die Menschen in der 3. Welt sind sowieso gerade damit beschäftigt zu überleben. Opfer gehören zum Geschäft, sieht man jeden Tag im Fernsehen und die „erste Welt“ ist abgehärtet, nimmt die Bilder sowieso kaum wahr. Die Medien haben ganze Arbeit geleistet. Blöd nur, diese so lästigen Wahlen in den Demokratien dieser Welt unter anderem demnächst in Deutschland. Und der Schein der Demokratie muss gewahrt bleiben, schließlich kann man Menschen am besten lenken, wenn sie das Gefühl haben, ihre Situation selbst bestimmt zu haben. Die Frau an der Spitze – nein, nicht dieses Gremiums, sondern die Politikerin – passt da als Aushängeschild ganz gut hin. Hält sich immer schön zurück in ihrer Meinung, wartete ab, was die anderen sagen und hält sich vor allem an die Spielregeln – die dieses Konzern-Gremium festgelegt hat.

Nur die Wahlbeteiligung im Land sinkt immer weiter, war bei der letzten Wahl auf einem absoluten Tiefpunkt. Der Aufruf wählen zu gehen, verhallte. Und dann noch die ganzen Flüchtlinge – das könnte wirklich ein Wahl-Problem werden. Könnte man vielleicht…? Nun ja, die führende Partei ist ja rechts angesiedelt und natürlich gibt es da auch Menschen, die ein wenig extremer denken. Wenn man da ein paar findet und eine eigene Partei gründen läßt. Da müßte natürlich jemand dabei sein, der ein Sympathieträger ist, dann ein paar Frauen und vor allem jemand, der für Aufmerksamkeit sorgt, Schlagzeilen gezielt raushaut und mit Gegenangriffen umzugehen weiß, sprich ein Mann, der schon ewig Propaganda macht. Der Vorteil einer solchen Partei würde nicht nur in der Bündelung der Kräfte liegen, denen die eigenen Partei zu wenig rechts gelagert ist, auch würde man einer anderen Partei sozusagen die einfacher denkenden Menschen mit entsprechenden Parolen und Ansagen abspenstig machen. Noch viel wertvoller wäre allerdings die Wirkung auf den Rest. Denn der wäre beschäftigt. Eine Generalprobe könnte man doch direkt ein halbes Jahr vor der Wahl starten. So als kleinen Anstubser an die Ver-Braucher da draußen und dann mal sehen, wie es sich entwickelt.

Für den finalen Showdown hätte man dann ja 4 Jahre Zeit. Die Parteigründer sind alle mehr oder weniger mit brisanten Infos unter Kontrolle. Infos, die man bei Bedarf mal eben aus dem Hut zaubert und der Presse zuspielen kann. Und einer mit ner weißen Weste, der keine Lust mehr auf das Spielchen hat, den versetzt das Gremium einfach ins Europaparlament. Genügend Geld löst solche kleinen Problemchen im nachhinein.

„Geht wählen!“, würde endlich seine Wirkung zeigen, erst Recht, wenn man sich ein paar prominente Gesichter dazuholt. Weil ja nur, wer wählt, sich hinterher beschweren darf? Wer hat eigentlich die Statistik in die Welt gebracht, dass die Wahlbeteiligung von AfD-Wählern höher ist, als die der Menschen, die andere Parteien bevorzugen? Glückwunsch an alle Wähler! Ist echt demokratisch, zwischen Pest und Cholera entscheiden zu dürfen. Wobei man sich dann zumindest einig sein kann, NICHT die Apokalypse gewählt zu haben. Manipulation läßt grüßen.

Ja, all die Normokraten sind beschäftigt. Jemand erzählte mir, dass er zu einer Wahl-Veranstaltung der AfD ging. Mal gucken, warum auch nicht. Neugierige und offene Menschen tun so etwas und urteilen erst, nachdem sie sich ein eigenes Bild gemacht haben. Nicht nur, dass derjenige ein mulmiges Gefühl bei der Anreise hatte, seinen Wagen extra weit ab vom Ort des Geschehens parkte. Nach der Veranstaltung wurde er mit den anderen Teilnehmern unter Polizeischutz durch den Hintereingang nach draußen begleitet, weil vor der Haupteingangstür ein wütender Mob wartete. Heißt, wer neugierig ist, sich nicht automatisch an der Norm orientiert, muss Angst um Besitz und Leben haben? Wo leben wir nochmal? In einer Demokratie herrscht Meinungsfreiheit – eigentlich. Ist aber wohl von der Intoleranz in den Köpfen aufgefressen worden. Und nach der Wahl und dem – (sorry) vorhersehbaren – Ergebnis die Hexenjagd in den sozialen Netzwerken. Die Normokraten sind beschäftigt. Da wird ein Post über fehlendes Mitgefühl in der Gesellschaft gelikt und positiv kommentiert und im nächsten Moment über die Entscheidung eines anderen Menschen, die ihm geschadet hat, extrem negativ hergezogen. Mitgefühl bitte nur dann, wenn es mich betrifft, die anderen sind egal? Wie nennt man das noch? Drängt man nicht eher diejenigen noch mehr an den (rechten) Rand, die sich schon ausgegrenzt fühlen? Wenn ich möchte, dass der Andere meine Meinung versteht und ihr mit Toleranz begegnet, muss nicht ich dann den Anfang machen? Ihm zuhören, seine Ängste nachvollziehen, Toleranz und Geduld aufbringen und ihm zeigen, dass sich abzugrenzen keine Lösung ist. Aber was in den Medien, besonders in TV-Sendungen vorgemacht wird – Respekt gegenüber Andersdenkenden geht anders! – kann ja nur richtig sein. Respektlosigkeit in Form von Hexenjagden sind also erlaubt? Oder gar erwünscht? Soviel Manipulation tut schon weh.

Wir sind alle zuallererst Mensch, fühlende Wesen mit begrenzter Daseinsdauer.

Konzentrieren wir uns auf die Gemeinsamkeiten, auf das, was wir alle wollen: Glück, Liebe und einfach wir selbst sein dürfen.

Wie war das: Der Fisch stinkt immer zuerst am Kopf! Will sagen, so wie die Gesellschaft sich allgemein präsentiert – konsumorientiert und abgestumpft, so wird sie auch „da oben“ geführt. Nein, nicht von den Politikern, das sind nur Marionetten. Begriff gern nachlesen, den gabs schon bei Platon und Schopenhauer. Ob uns noch zu helfen ist? Ich mag die Hoffnung nicht aufgeben. Denn glücklicherweise gibt es immer mehr von denen, die die rote Pille geschluckt haben. Und immer mehr, die empathisch agieren. Aber was schreibe ich hier, so als Frau, über Politik, über Taktik…kann man ja gar nicht Ernst nehmen, solche Verschörungstheorien…oder?

 

 

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Es gibt nur eine „Schönste Stadt der Welt“! <3

Es gibt nur eine „Schönste Stadt der Welt“! <3

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Sonnenuntergang im Dezember in Hamburg

©Polizei Hamburg (fotogenipst aus dem Polizeihubschrauber) – und noch einige Bilder mehr zum freien Download auf der Fotoseite der Polizei

 

…und Hamburg grenzt natürlich an das schönste Bundesland der Welt, in dem ich wohne 😉 – mußte ja mal gesagt werden ❤

Hier oben im Norden folgt in einer bestimmten Jahreszeit „gleich nach dem Sonnenaufgang der Sonnenuntergang“ (Zitat geklaut aus der Flens-Werbung) – da vertreibt man sich die Abende gern mit Klönschnack und kommt auf tolle Ideen, wie diese hier:

Die Social Bakery

Kuchen essen und für einen guten Zweck spenden – das ist die Idee hinter der Social Bakery. Sie wurde 2012 von sechs Hamburger Unternehmern ins Leben gerufen: Gunnar Matthaei, Wolfgang von Geramb, Knut Ettling, Raoul Scheimeister, Onur Elci (Kitchen Guerilla) und Patrick Rüther. „Bei einem Herrenabend sind wir auf die alte Hamburger Tradition gestoßen ‘Backe einen Kuchen mehr als du brauchst und gib diesen in deinem Viertel weiter‘“, erklärt Wolfgang von Geramb den Ursprung der Idee.

Jedes Stück für einen guten Zweck

Die Wahl-Bäcker backen zusammen mit ihren Familien und Mitarbeitern original österreichischen Apfelstrudel. Die Erlöse der Aktion kommen in diesem Jahr dem Projekt „Ampion“ zu Gute. Das Projekt stelle ich demnächst etwas genauer vor. In Kürze nur soviel: es geht hier speziell darum, Flüchtlinge in Deutschland so zu unterstützen und zu fördern, dass diese in der Lage sind, in Deutschland selbständig unternehmerisch tätig zu sein und sich dadurch wirtschaftlich und sozial zu integrieren. Jedes verkaufte Stück und Blech Apfelstrudel hilft. In diesem Jahr findet der Social Bakery Day am Sonntag, den 18. Dezember von 12:00 bis 18:00 Uhr im Basecamp Hamburg (Kitchen Guerilla), Warnholtzstrasse 4 statt.

Also ich weiß, was ich am 4. Advent vorhabe – und Ihr so ? 😉

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Romanze, Hormone -> Ehe ?

Romanze, Hormone -> Ehe ?

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Mir fällt es grad schwer, einen Anfang zu den oben genannten Begriffen zu finden. Was im Kopf noch so geordnet erscheint, erweist sich im Schreibmoment als ein einziges Knäuel an Gedanken. Doch genau das tun wir im hiesigen Kulturbereich mit den Begriffen Liebe, Beziehung, Sehnsucht, Partnerschaft, Leidenschaft, Verschmelzung und Ehe. Wird alles in einen Topf geschmissen und kräftig durchgerührt. Einzig der Verliebtheit räumen wir einen besonderen Stellenwert, sozusagen als Vorstufe zur Liebe ein. Ist ja auch wissenschaftlich nachgewiesen, dass wir durch den speziellen Hormoncocktail zu Beginn die Schmetterlinge im Bauch flattern spüren, deren Wirkung dann irgendwann nachläßt.

Dann aber tut das Bindungshormon Oxytozin seine Wirkung, sagt die Wissenschaft, und der Weg in eine langfristige Partnerschaft oder auch Ehe ist geebnet. Kulturhistorisch ist Monogamie im europäischen Raum in unseren Köpfen fest zementiert. Während die meisten Frauen und vornehmlich junge Männer hierzulande noch an die EINE große Liebe glauben, mit der man dann sein ganzes Leben verbringt, läßt man sich auf dem amerikanischen Kontinent immer wieder auf eine neue Liebe ein – da heiratet er zum vierten und sie versucht es zum zweiten Mal (nur mal so als Beispiel). Dafür ist in China die Liebe partout keine Voraussetzung, um zu heiraten und auch Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit sind verpönt. Heißt das also, dass in anderen Kulturen andere Hormone wirken? Oder hängen wir da etwa einem romantisch verklärten Weltbild an, das einer ganz anderen Zeit entstammt? Liebesromane und -filme, die ganze Palette der Lovesongs, Sprüche, die in sozialen Netzwerken verbreitet werden und so manche spirituelle oder sogar philosophisch angehauchte Theorie unterstützt das Ganze dann noch.

Die Statistiken (des statistischen Bundesamtes) sprechen jedoch eine sehr eindeutige Sprache. Pro Jahr werden um die 400.000 Ehen geschlossen (Zahlen zu Langzeitpartnerschaften habe ich nicht gefunden). Meist ist der Mann ca. 33 und die Frau ca. 30 Jahre zum Zeitpunkt der Eheschließung. Ca. 15 Jahre später – also mit einem Alter zwischen 45 und 50 Jahren – trennen sich ca. 145.000 Paare wieder. Natürlich gibt es auch Trennungen, die davor stattfinden oder später. Und nur eine ganz kleine Zahl bleibt wirklich zusammen. Warum? Gewöhnung? Arrangement? Liebe? Emotionale Abhängigkeit? Unbestritten wachsen wir alle am meisten in Beziehung zu anderen Menschen – aber immer an dem- oder derselben? Und da ich gerade am provokant fragen bin: Welchen echten Vorteil bietet die Ehe jeweils dem Mann oder der Frau?

Ich bin gespannt auf Eure Antworten ❤

Der Beitrag wird demnächst fortgesetzt, ich will da schließlich noch allerhand entwirren. Aber mehr als 400 Wörter mag ich bei anderen ungern lesen, also gibts auch bei mir heute nicht mehr.

 

 

Meditation – meet myself

Meditation – meet myself

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Es gibt da so eine schöne vielverbreitete Methode, ein Familien-Meeting einzuberufen: einfach das WLAN ausstöpseln. Dann versammeln sich garantiert alle Familienmitglieder und – sofern man den Protest überhört – hat man die Chance, mal mit allen auf einmal zu reden. Natürlich ist das nur mit einem Augenzwinkern gemeint, und ich hoffe, dass Eure Familienmeetings anders ablaufen: geplanter und geordneter. Bei so einem Meeting redet man dann ja für gewöhnlich über organisatorische Sachen (das Außen) und es geht meist auch um die Befindlichkeiten der einzelnen Familienmitglieder (das Innen). Was blöd und was gut lief kommt auf den Tisch (Reflexion). Oft werden Pläne besprochen (Zielsetzung) und eine Marschrichtung dafür fest gemacht (Ziel-Umsetzung) unter Berücksichtigung der Fähigkeiten, Talente und Möglichkeiten der Beteiligten. Hinterher fühlen sich alle miteinander hoffentlich mehr verbunden, gewertschätzt und geliebt.

Warum ich über Meditation schreibe ?

In meinem Leben spielt Meditation mittlerweile eine wichtige Rolle. In diesem Beitrag antwortete ich auf die Frage, was ich tun würde, wenn ich Herrscher der Welt wäre (oder so ähnlich), dass ich jeden dazu verpflichten würde, zu meditieren. Und bekam auch glatt von der lieben Ann von kinderunlimited  die Frage nach dem „Warum eigentlich?“ gestellt. Nachdem für mich fest stand, dass ich diese Frage nicht in einem kurzen Kommi beantworten kann, saß ich dann jetzt gefühlte Ewigkeiten, um den Beginn des Beitrags zu formulieren – Erleuchtung wollte sich hier vor dem Laptop trotzdem nicht einstellen. Obwohl ich dafür sorge, dass meine Schreibzeiten in einer ruhigen Umgebung ohne Ablenkung stattfinden, hatte ich das Gefühl innerlich im Kreis zu laufen. Also setzte ich mich entspannt im einfachen Schneidersitz auf meine Couch, legte mir eine Decke über und schloß die Augen. Dadurch vernahm ich dann zuerst verstärkt die vielfältigen Geräusche um mich herum: das leise Musikgedudel aus dem Küchenradio, das unterschiedliche Ticken der Uhren in Wohnzimmer und Flur, die Staubsaugergeräusche der Nachbarn unter mir, die Enten auf dem Fluß vorm Haus und die Abbaugeräusche des Wochenmarktes einige hundert Meter weiter, trotz geschlossener Fenster wahrnehmbar. Dann kamen die Gerüche: ein Gemisch aus frisch gewaschener Wäsche und Bärlauch. Beides wartete zwar in der Küche auf mich, war jedoch überdeutlich zu erschnuppern. Nach den Geräuschen und Gerüchen fing dann meine Nase an zu Jucken, mein BH-Verschluß störte irgendwie und mein Hosenbund drückte mir auf die Blase. Wer selbst meditiert, wird sicher schmunzeln müssen, denn all das ist absolut normal. Ich bezeichne diesen Zeitpunkt einfach mal als Unmuts-Punkt. Hier beginne ich, in mich zu horchen:

Was brauche ich, um mich in diesem Moment wohlzufühlen?

Weil es nicht darum geht – ist meine Meinung – in Askese und Selbstaufopferung zu leben und eingeschlafene Gliedmaßen sind eben nicht das Ziel der Übung. Also Hosenknopf und BH-Verschluß öffnen, kurz die Nase schubbern und den Schneidersitz leicht korrigiert, so dass die Knöchel bequem liegen. So angepasst an mein Wohlbefinden kann ich mich dann auf meinen Atem konzentrieren. Natürlich schießen auch mir dabei immer wieder Gedanken durch den Kopf – gerade für Meditationsanfänger wirklich frustrierend. Ich tue mit den Gedanken aber nichts, sie kommen und dann fällt mir auch schon auf, dass ich mich auf meinen Atem konzentrieren wollte: bis in den Bauch tief ein und aus. Dann ist der Gedanke verschwunden und mit entspanntem Unterkiefer nehme ich nur noch ein Summen im Kopf wahr. Und wie ein Händereichen verbinden sich im nächsten Moment Körper, Bewußtsein und Gefühl, was sich bei mir meist darin äußert, dass mir Tränen über die Wangen laufen, ich aber nicht traurig bin, sondern im Gegenteil: Dankbarkeit dafür empfinde, dass ich existiere. Wahrscheinlich, weil ich dies erst in einem ruhigen Moment fühle. Erst ab diesem Zeitpunkt beginnt die eigentliche Meditation, die sich wie ein konzentriertes Eintauchen anfühlt.

Meditation ist kein Abschalten oder Wegträumen, sondern klare und wache Bewusstheit.

Dieses bewußte Eintauchen kann unterschiedlich „genutzt“ werden und verläuft erfahrungsgemäß jedesmal anders. Vom energetischen Aufladen jeder einzelnen Körperzelle durch den Atem, über das Fokussieren bestimmter Energien, das Eintauchen in das innere Alleinsein (verbunden mit der Erfahrung des All-eins-seins), Antworten und Lösungen, die auftauchen und (Seelen)-Krafttiere, die sich zeigen, kann alles dabei sein.

„Meditieren heißt, in eine Idee aufgehen und sich darin verlieren, während Denken heißt, von einer Idee zur anderen hupfen, sich in der Quantität tummeln, Nichtigkeiten anhäufen, Begriff auf Begriff, Ziel auf Ziel verfolgen. Meditieren und Denken, das sind zwei divergierende, unvereinbare Tätigkeiten.“

Emile Cioran: Die verfehlte Schöpfung. 1949[7]
Nach meiner Definition nimmt man beim Meditieren Kontakt mit dem Unbewußten auf. Da das eigene Bewußtsein im Größenvergleich die Größe eines Löschblattes hat, das Unbewußte dagegen Fußballplatzgröße, stehen einem wesentlich mehr Wissensquellen zur Verfügung, als beim üblichen Gedankenkarussell. Zusätzlich habe ich den Eindruck, dass man beim Meditieren alles aus der Metaperspektive betrachtet, den größeren Überblick hat, also Zusammenhänge besser erkennt, dabei das eigene EGO jedoch unbedeutend ist.

Meditation hat mir heute geholfen, einen Anfang zu finden: die Idee blitzte dabei kurz auf und natürlich hab ich sie verwendet. Selbst wenn es einige Leser gibt, die keine 1000 Wörter lesen mögen, so haben diese den wichtigsten Impuls schon im ersten Absatz erhalten. Zusätzlich fühle ich mich hinterher jedesmal ruhiger und ausgeglichener als vorher und bin stärker auf mich und meine Grenzen fokussiert. Dass sich das gegenteilig zur Meditationserfahrung anhört, ist mir bewußt. Jedoch kann ich doch nur tolerant, liebevoll und ausgeglichen auf andere Menschen zugehen, wenn ich für meine eigenen Bedürfnisse gesorgt habe.

Bei uns selbst zu bleiben, ist der größte Liebesbeweis, den wir anderen Menschen, Lebewesen und der Natur machen können.

Ich weiß, wie pathetisch sich das anhört. Das Ganze macht aber Sinn, da ich uns Menschen nicht nur für Fleisch- sondern auch für Energiewesen halte. Die meisten Menschen ziehen ihre Energie von anderen Menschen ab, weil sie nie gelernt haben, ihr eigenes System zu stärken durch die Lebensenergie, die Ihnen im Innern unbegrenzt zur Verfügung steht.

Liebe Ann, ich würde jedem Menschen Meditation verordnen, weil er dann irgendwann in der Lage wäre, sich selbst energetisch zu stärken und weil er Entscheidungen oder Taten irgendwann nicht mehr gegen Menschen, Tiere und Natur richten könnte, da er sich selbst als Eins damit betrachten würde. Für mich wäre die Welt damit ein besserer Ort.

Der wahre Tag des Herren

Der wahre Tag des Herren

Ein wenig Montags-Misch-Masch …also Schenkelklopfer, Motivation und Mukke von mir getestet und für gut befunden. Es ist schließlich genau einen Monat seit diesem elendig zuckrig verkleisterten Valentinstag her, da muss auch die Gegenseite auf ihre Kosten kommen 😉

Viel Spass und einen gutgelaunten Wochenbeginn ❤

Der Problem- blog

Der Steak and BJ Day (oder der Tag des Herren)

Bald ist es soweit. Am 14.3. ist wieder ein Jahr rum. Der offizielle Steak and Blow Job Day rückt näher. Nun gilt es zunächst einmal, Ruhe zu bewahren. Um den reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, solltet ihr folgende Dinge beachten, und euch etwas vorbereiten.

Doch zunächst: „Wer oder was ist dieser Steak and BJ Day“. Nunja. Hierzulande ist dieser Tag auch als Schniblo – , bzw. Schnitzel und Blowjob Tag bekannt . Es ist das Pendant zum Valentinstag. Statt Süßkram gibt es ein Steak, und statt der Blumen einen Blowjob. Eigentlich recht einfach. Falls eure Frau frag: Ja, dieser Tag ist offiziell, international und genauso echt, wie der Jogginghosentag, der Ohnehosentag, oder dieser menschenverachtende Weltfrauentag. Da wir seit ca. 40 Jahren diese merkwürdigen Frauenschonungsgesetze haben, stellt dieser Tag leider keine Verpflichtung mehr dar. Aber das muss man ihr ja nicht direkt…

Ursprünglichen Post anzeigen 420 weitere Wörter

Sprache der Herzen

Sprache der Herzen

Eines Tages fragte Mahatma Gandhi: „Warum schreien die Menschen so, wenn sie wütend sind?“

„Sie schreien, weil sie die Ruhe verlieren“, antwortete ein Mann.
„Doch warum schreien sie, wenn die andere Person neben ihnen steht?“, fragte Gandhi erneut.

„Wir schreien, weil wir wollen, dass die andere Person uns zuhört“, erwiderte ein anderer Mann. Gandhi fragte weiter: „Ist es dann nicht möglich, mit leiser Stimme zu sprechen?“ Weitere Antworten folgten, doch keine konnte ihn überzeugen.

Nach einem Augenblick des Nachdenkens sagte er: „Wollt ihr wissen, weshalb man eine andere Person anschreit, wenn man wütend ist? Es ist so, dass sich bei einem Streit die Herzen zweier Menschen weit voneinander entfernen. Um diese Distanz zu überwinden, muss man schreien. Je wütender die Menschen sind, desto lauter müssen sie schreien, um einander zu hören.

Darum laßt es nicht zu, dass eure Herzen sich bei einer Diskussion voneinander entfernen. Sagt keine Worte, die die Herzen auseinander treiben, denn der Tag wird kommen, an dem die Distanz so groß ist, dass es keinen Weg mehr zurück geben wird.

Ganz anders ist es zwischen zwei Menschen, die sich lieben. Sie schreien nicht, sie reden sanft miteinander. Weshalb wohl?

Weil ihre Herzen einander sehr nahe sind. Die Distanz zwischen ihnen ist klein. Manchmal sind sich die Herzen so nahe, dass sie nicht einmal sprechen, sondern nur flüstern. Und wenn die Liebe noch stärker ist, braucht es nicht einmal mehr ein Flüstern. Es genügt, sich anzusehen und die Herzen hören einander. Denn wenn zwei Menschen sich lieben, sind sie einander sehr nahe.“

Mahatma Gandhi

Tanz ist auch eine stille Sprache der Herzen:

 

Ich wünsche uns allen heute einen herzleisen Tag ❤

 

Wärme

Wärme

…braucht der Mensch. Wer jetzt vermutet, dass ich mich hier über mein, noch immer nicht gelöstes, Heizungsproblem auslasse, der irrt. Auch wenn gewisse Parallelen nicht von der Hand zu weisen sind. Ist unsere Umgebungstemperatur auf die Dauer zu kalt, beginnen wir erst zu frösteln, dann zu frieren. Noch mehr Kleidungsschichten sorgen dafür, dass man unbeweglicher wird. Nicht nur der Körper, auch das Hirn schränkt spürbar seine Funktionen ein – ich spreche da aus Erfahrung. Alkohol wärmt zwar von innen, macht die Gedankengänge aber wirr, ist auf die Dauer also keine Lösung. Man erlahmt regelrecht und harrt unter seiner Decke in einer Art Erstarrung aus. (Keine Angst, der Heizungsmensch hat mich getröstet: „So schnell erfriert ein Mensch nicht.“ Seinen Besuch hat er in 48 Stunden angekündigt 😉 )

Nicht viel anders ergeht es einem in einer erkalteten Beziehung, egal um was für eine Art von Beziehung es sich handelt. Und auch äußere Ereignisse lassen uns innerlich erstarren. Vor einiger Zeit habe ich mich mit 2 sehr sympathischen Frauen unterhalten und wir kamen zu dem Schluß, das wir bei Sachen, die uns zu nahe gehen „Decke über den Kopf“-Typen sind. Ähnlich wie Kleinkinder, die meinen, wenn sie die Hände vor den Augen haben (also selbst nichts sehen), dann sieht man sie nicht.

Nur leider geht das Leben einfach so weiter, erstarrt nicht mit, hält nicht an und macht schon gar nicht, dass das, was weh getan hat einfach verschwindet. Und auch „einfach springen“ hilft nicht wirklich, es könnte nämlich durchaus die verkehrte Richtung sein. Für mich ist es eine der schwierigsten Aufgaben überhaupt, in genau solchen Momenten Geduld zu haben und zu vertrauen. Darauf, dass das Leben IMMER recht hat, auch wenn ich keinerlei Licht am Ende des Tunnels sehe oder Wärme oder irgendeinen Sinn in allem entdecken kann.

Aber Fakt ist auch, dass wenn ich mir die Decke über den Kopf ziehe, ich das Leben nicht spüre und nicht erkennen kann, ob da jemand ist, der mich mit einer Umarmung wärmen könnte oder ein liebevoller Blick mir ein Licht schenkt: um mich fühlen zu lassen, dass es nach einer Talfahrt wieder aufwärts geht …irgendwann …immer.

Sollte Euch also jemand über den Weg laufen, der wie erstarrt wirkt, der gerade einen Schicksalsschlag hinter sich hat, dann schenkt ihm ein Licht, ein Lächeln und wenn Ihr ihn näher kennt, tut auch eine wärmende Umarmung gut. Auch wenn derjenige nichts erwidern kann, es wird ihm gut tun. „Bring him to life…“