Kartoffeln mit brauner Soße

Kartoffeln mit brauner Soße

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Ich war immer stolz darauf, eine andere Grundeinstellung zu meinen Mitmenschen zu haben, weil ich nicht im westlichen Teil Deutschlands geboren bin. Dass ich das Wohl meiner Mitmenschen, der Gruppe immer ebenso (und manchmal viel mehr) im Blick hatte, als mein eigenes.

Ich war immer stolz darauf, sehr geerdet aufgewachsen zu sein, umgeben von Natur. Ich war stolz auf meine Anpassungsfähigkeit, denn auch die Natur passt sich an geänderte Umweltbedingungen an. Und auch wenn man nicht hört, dass ich ein Ostkind bin, so erkenne ich und erkennen mich meinesgleichen sofort.

Ich war stolz darauf, so unglaublich viel Wissen in den ersten Jahren nach dem Mauerfall in mich aufgesogen zu haben. Mehr als in den 12 Schuljahren vorher. Ich war stolz auf mein Ost-Abi, auch wenn es einen Krampf bedeutete, dass dieses in den alten Bundesländern gleichwertig anerkannt wurde. Meine Schulbildung war sehr breit ausgelegt und unabhängig von Fachschaften oder wirtschaftlichen Interessen einzelner Bundesländer oder den persönlichen Interessen von Lehrkräften. Ich hatte 7 Jahre Unterricht in sämtlichen Naturwissenschaften auch Astronomie gehörte dazu, zusätzlich noch 2 Sprachen.

Es hat mich stolz gemacht, zu erkennen, dass Materielles nicht das Wichtigste ist, weil Improvisationstalent erst durch Mangel entstehen kann. Ich war stolz darauf, in Lösungen zu Denken und nicht in Problemen.

Und ich war immer der Meinung, dass ein Ossi besonders sensibel gegenüber Machtstrukturen ist. Weil er weiß, was Überwachung oder Bevormundung, Machtlosigkeit und der Kampf dagegen bedeuten.

Ja, ich war stolz, ein Ossi zu sein. Zumindest eine gewisse Zeit lang.

 

Wie das so läuft, wenn man älter wird – mit einem Mal steht ein Klassentreffen an.

Aus irgendeinem Grund konnte ich meine Teilnahme einfach nicht sofort zusagen. Natürlich bin ich neugierig, was alle zu erzählen haben. „A… hat ein großes Herz, für Liebe, Freude, Leid und Schmerz:“ – hatten meine Klassenkameraden damals vor 30 Jahren zum Abschied über mich gedichtet. Und viel hat sich daran bis heute nicht geändert.

Trotzdem hinderte mich irgendetwas, den Termin zuzusagen. Ich redete mir ein, dass es am langen Vorlauf läge. Ich bin nicht der Typ, der 9 Monate im voraus plant – nein, das hab ich nichtmal schwanger getan. Ich weiß heute nicht, was in 9 Monaten sein wird, niemand weiß das. Was mich gehindert hat, war vielmehr eher eine Ahnung um die „andere politische Einstellung“ der meisten Daheimgebliebenen. So ganz wahrhaben wollte ich das nicht. Kann doch nicht so schlimm sein – dachte ich. Und wurde gestern Abend in der Whattsupp-Klassengruppe eines Besseren belehrt.

Ein wirklich extrem rassisstischer „Witz“, vorgetragen per Video von einem meiner alten Bekannten. Ich hab wirklich überlegt, ob ich ihn kurz besuchen fahre, um ihn genauso zu verprügeln, wie in der dritten Klasse. Was ich aber noch viel schlimmer fand: dieses Video stand da gute 7 Stunden in der Gruppe und NIEMAND der anderen hat auch nur irgendetwas dagegen gesagt oder geschrieben. Ich denke, da sind nicht nur Mauern in den Köpfen, das sind ganze Burgen. Festgefahrene, engstirnige Denke auf unterstem Niveau.

Das Klassentreffen ist für mich gestorben. Soviel braune Soße, da kann von mir aus die Mauer doppelt so hoch wieder aufgebaut werden. Ja, ich hör mich enttäuscht an, weil ich es bin und stinksauer noch dazu.

Wie kann es sein, dass Menschen, mit denen man 10 Jahre ein totalitäres System ausgehalten hat, die ebenso wie ich davon träumten, die ganze Welt zu bereisen ohne jemals wirklich daran zu glauben, dass dieser Traum in Erfüllung geht, dass genau diese Menschen so fürchterlich intolerant und fremdenfeindlich sind?

Meine angewiderte Meinung habe ich zum Ausdruck gebracht. Und ich hoffe, damit eine Diskussion angestoßen zu haben. Nachverfolgen kann ich das nicht. Ich habe die Klassengruppe verlassen.

Ich bin stolz, Ich zu sein.

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Ausspruch der Woche

Ausspruch der Woche

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„Also ehrlich: Er IST heiß. Hey, versteht mich nicht falsch. Ihr Männer unterscheidet zwischen Frauen fürs Bett und Frauen zum Heiraten. Meint Ihr beiden denn, wir Frauen ticken da anders?“

„Also jetzt sinkst Du für uns grad in die unterste Schublade! Er ist ein Arsch!“

„Jungs, manchmal interessieren mich nur 2 Sachen: ein Arsch und … nun ja.* “ 😉

*mein Arsch

 

 BOOTYLICIOUS ❤ 

Obere Grenzen – Finale „12 Monate – 1 Motiv“

Obere Grenzen – Finale „12 Monate – 1 Motiv“

oder was Micke und das 12-Monats-Projekt mich lehrte

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Obere Grenzen kennen wir vor allem aus dem mathematischen Bereich der Integrale oder dem chemischen Bereich, in dem es um explosive Gemische geht. Ich meine damit jedoch die inneren Grenzen, die jeder Mensch in sich trägt. Die, geprägt durch  Elternhaus, Erziehung und Gesellschaft, das darstellen, was wir als unseren persönlichen Normbereich definieren. Grenzen – egal in welche Richtung zu überschreiten – ist mit erhöhtem Schamgefühl deutlich spürbar. Man fühlt sich nicht wohl in seiner Haut, möchte zurück in seine gewohnte Komfortzone. Zu verschiedenen Themen, ob Kleidung, Finanzielles, Sprachgebrauch, aber auch Jobauswahl hat jeder von uns eine bestimmte Untergrenze. Ein Niveau, welches er nicht unterschreiten möchte. Tut man es doch, fühlt man sich schlecht, als Looser, weil man es nicht schafft, seinen Standard/Niveau zu halten. Sogar körperliche Schmerzen und Panikattacken sind mögliche Begleiterscheinungen. Während wir unseren unteren Grenzen viel Beachtung schenken, kommt dies für das Pedant, unsere Obergrenze so gut wie gar nicht vor. Diese Obergrenze ist schön in unser System eingebettet. Hält uns zurück im Krabbenkorb, gaukelt uns vor, dass unsere Träume unmöglich realisierbar sind. Dass es besser ist auf eine (vermeintliche) Sicherheit zu setzen wegen des Alters, der Gesundheit, des Umfeldes etc.

Und so krebsen wir immer schön innerhalb unseres Systems rum, und fühlen uns schon als Revoluzzer, wenn wir uns ‚einen Bob haben schneiden lassen und uns in der Kantine einen Prosetscho‘ bestellen – in Anlehnung an die Werbung eines Reiseveranstalters. Denn nicht der Himmel ist die Grenze, sondern unsere Vorstellungskraft. Und die ist zugegebenermaßen recht begrenzt.

Zu Beginn des „12 Monate – 1 Motiv“ -Projektes vom netten Herrn Zeilenende dachte ich einfach nur daran, meine zugegebenermaßen sehr heftige Papierallergie in den Griff zu bekommen. Denn die Energie folgt der Aufmerksamkeit. Und von dem Projekt erhoffte ich mir nichts weiter als ein wenig mehr Selbstdisziplin. Im Laufe des Jahres habe ich meine eigene Meinung aber widerlegen müssen, also die zur Selbstdisziplin. Denn die habe ich zur Genüge. Lange hatte ich keinen Plan, wie genau mein Arbeitsplatz aussehen sollte. Ich stellte mir nichts besonderes vor, nur einen Platz, um daran ein paar Rechnungen zu schreiben. Also eher spartanisch als einladend. Wobei ich doch hätte wissen müssen, dass die Atmosphäre für mich einer der wichtigsten Faktoren ist.

Bis ich begriffen hatte, dass der Platz am Fenster, um den Blick schweifen zu lassen, verging Zeit, für die Planung der Umsetzung ebenfalls und die Umsetzung erst recht 😀

Währenddessen machte es mir Spaß, Geschichten rund um Micke zu erfinden, ihn lebendig werden zu lassen. Dass dabei letzten Endes ein roter Faden entstanden ist, hat mich ein wenig erstaunt, aber auch stolz gemacht. Habe ich früher aus dem Stehgreif (als Strafe angedacht) bei einem Seminar einen 10minütigen Vortrag über Uhren locker aus dem Ärmel geschüttelt, waren es hier – wie immer unter Zeitdruck, weil das letzte WE des Monats immer so überraschend vor der Tür stand – „Mickestories“, mal mehr und mal weniger tiefsinnig.

Seit der Umgestaltung dient Micke und sein Drumherum mir nun nicht allein zum Rechnungen schreiben. Zwar hat noch nicht jedes Ding seinen Platz – außer der Katzenfussel: die Ablage ist reserviert! – aber auch das wird sich mit der Zeit finden. Und ich bin froh um meinen Platz am Fenster, denn nur dank der immer wiederkehrenden Aufmerksamkeit auf das Thema, blieb ich dran und habe jetzt eine ruhige Arbeitsoase. Das freut mich enorm. Und hier ist er:

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Ein Aspekt hat mich jedoch im Verlauf immer trauriger gestimmt: meine wirklich unterirdisch schlechten Fotos. Da muss was dran getan werden 😉

 

Also das Projekt „12 Monate – 1 Motiv“ ist zwar hiermit beendet, aber ich nehme mir ein anderes „nur für mich“-Projekt vor. Ich möchte 12 Monate lange dokumentieren, was ich so verzapft, fabriziert, beackert oder hergestellt habe. Immer am Ende des Monats gibt es also Fotos unter dem Motto

Back to the roots!

Los gehts demnächst nach einer Atempause.

Mickes Fotos der letzten 12 Monate:

Und ein Hinweis auf die anderen Teilnehmer, ein letztes Mal Füße, Rosen, eine Tasche und andere Ausblicke findet Ihr bei Herrn Zeilenende 

Danke, mein Lieber, es hat Spaß gemacht 🙂

Kernbohrung

Kernbohrung

oder Wohin das Leben führt

 

Wenn auf dem Blog wenig los ist, passiert im Außen um so mehr. Mein Blog heißt nicht von ungefähr SEELENFUNKELN. Klar kann jeder Leser Anregungen mitnehmen, sofern er  mag. Hauptsächlich ging es immer darum, herauszufinden, was mich funkeln läßt. Nach einigen prägnanten Einschnitten waren mir nicht nur Ziele, sondern auch Träume und Visionen abhanden gekommen. Dass da innen drin ein Feuer lodert, war keine Frage, nur in welche Richtung kanalisieren? Bücher und Seminare brachten mich nicht wirklich weiter, herauszufinden, wofür ich brenne.

 

Mein Leben verlangte nach Ordnung. Und so war das bestimmende Motto für 2016 „Ordnung im Innen“ wohingegen im letzten Jahr die „Ordnung im Außen“ im Fokus stand. Kartenlogik. In diesem Jahr brachte mir eine Meditation am Jahresende das Thema des kommenden Jahres: Ankommen. Wohin? Keine Ahnung. Schließlich bin ich ständig unterwegs und komme auch an, nur eine Heimat ist schwer auszumachen.

 

Einige Tage hatte ich mehr oder weniger Zeit, darüber nachzudenken. Zusätzlich machte mich mein Lieblingssohn auf eine dunkle Ecke aufmerksam, der ich vorsorglich die letzten Jahre ausgewichen war. Eine negativ belastete Erinnerung an eine Tätigkeit, die m.E. nur der Notwendigkeit geschuldet war. Er, als Beobachter, hatte das Kapitel in seiner Erinnerung jedoch ganz anders gespeichert. Fremde Sichtweisen erhellen so manche verzerrte Wahrnehmung.

Der Jahresbeginn ist geburtstagsbedingt schwer ausgelastet. Da schon seit über einem Jahr eine eher idealistische Idee in meinem Speicher dümpelt, nahm ich meinen eigenen Jahrestag zum Anlass, in dieser Richtung aktiv zu werden. Vorsichtig. Zweifelnd. Also schriftlich.

Und bekam prompt eine mehr als positive Antwort!

Nach einigem Mailverkehr dann endlich die ersehnte Besichtigung. Und was soll ich sagen, ich bin happy: optimale Voraussetzungen, viele Freiräume und schon eine ziemlich aktive Gemeinschaft. Worum es geht? Permakultur. Einen Landstrich mit der Natur und für die Natur zu designen, dem Insektensterben entgegenzuwirken, Obst und Gemüse auf natürliche Weise zu produzieren und vielleicht sogar Überschüsse zu erwirtschaften, weiter zu verarbeiten und unter Menschen zu bringen. Nachhaltigkeit, die Nutzung vorhandener Ressourcen, sowie die Schaffung funktionierende Systeme und das vorhanden Wissen weiter zu geben sind weitere Stichpunke. Genau das, was mir am Herzen liegt und wofür ich brenne.

Oder kurz gesagt:

Die Mondgöttin goes Acker 😉

 

BÄÄÄHM…Micke im Glück <3

BÄÄÄHM…Micke im Glück <3

Liebe auf den ersten Blick

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Verliebt, vermickt, verfusselt

Mit Ruby auf Wolke 7

Wer strahlt hier wen an?

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Katzen fühlen sich in der Nähe solch positiver Energien sehr wohl 🙂 und „belohnt“ Ruby sehr gern mit vielen Fusseln

Ich finde ja, um an Herrn Zeilenendes Projekt 12 Monate – 1 Motiv teilzunehmen, hilft es schon ungemein, zumindest ein wenig verstrahlt zu sein 😉 . Trotzdem empfehle ich Euch, Euren nächsten Flirt langsamer anzugehen, als Micke 😉 und erst recht als die Damen und Herren im Video. In diesem Sinne, rutscht gut rein in das neue Jahr ❤ und lasst lieber Herzen sprechen statt Böller:

 

Und wer Lust hat, Mickes Weg der letzten Monate zurückzuverfolgen, kann das gerne unter den folgenden Links tun. Ebenso lege ich Euch die anderen Teilnehmer ans Herz – da ist so viel mehr Herzschmerz und reinste Liebe dabei, dass es schade wäre, wenn die Fotos niemand anschaut. Findet Ihr hier bei Herrn Zeilenende.

Monat 1 Februar

Monat 2 März

Monat 3 April

Monat 4 Mai

Monat 5 Juni

Monat 6 Juli

Monat 7 August

Monat 8 September -gibts nicht, wegen ist nicht.

Monat 9 Oktober

Monat 10 November

 

Oktober-Rückblick

Oktober-Rückblick

Ha, das neue Handy KANN Fotos 😉

…und weil das Wetter heute wenig einladend erscheint, erinnere ich mich gern an die letzten Wochen und hab einige Fotos gesichert. Dem ein oder anderen ist bekannt, dass ich viel gearbeitet hab und mein Arbeitsplatz nie langweilig ist, auch wenn er meist so aussieht:

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Nicht so dolle? Nun ja, aber jeder Tag hat seine Highlights, den Sonnenaufgang zum Beispiel, mittlerweile eher in den Kassler Bergen als bei Hannover:

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Zusätzlich verbringe ich viel Zeit im Zug. Und da man nicht 6 Stunden lang seine Mitreisenden zuplappern möchte 😉 , Facebook irgendwann auch nichts mehr hergibt, der Kopf aber zu geschafft ist zum (Blog)Schreiben oder Lesen, habe ich mir eine andere Masche der Beschäftigung überlegt. Darf ich vorstellen, mein erstes Exemplar von Pusheen (das ist ne Katze und im Amigurumistyle gehäkelt) – die Lieblingstochter war begeistert.

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Ich mag ja meine „real Cats“ um einiges lieber zum Knuddeln – sofern sie denn gerade Lust haben. Denn jetzt im Oktober war die Sicht vom Balkon um einiges interessanter.

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Zumindest für die neugierige Alice. Rosa chillt lieber oder schnuppert an den letzten Rosen.

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Und manchmal sind sich beide auch einig. Außer in der Blickrichtung 😉

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Und dann hatten wir ja noch den temperamentvollen Xavier, der auf genau dem Parkplatz gewütet hat, auf den die 2 da oben gerade schauen…und der Baum liegt genau auf der Stelle, an der 2 Stunden vorher eines „meiner“ Fahrzeuge stand.

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Da tat es am letzten Wochenende ganz gut, bei herrlichem Wetter Bäume und Wald und das Leben darin zu genießen.

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Jammy, …leider hatten sehr viele Menschen dieselbe Idee 😉 . Für eine Pilzsoße hat es trotz allem gereicht (also nicht der Eine, es waren schon einige mehr).

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Und keine Sorge, alles, was ich nicht kenne, bleibt stehen an Pilzen. Sehen trotzdem schön aus. Wußtet Ihr, dass Pilze nicht zu den Pflanzen gehören? …Menschen sind es auch nicht, auch wenn ich jedesmal Ausschau nach dem „Geschwisterpilz“ halte. Meine letzte Pilztour könnte ich als Tag der Einzelgänger bezeichnen. Zu den Tieren gehören Pilze ebenfalls eindeutig nicht 😀

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… und nun habe ich Hunger bekommen, also ab in …die Küche 😉  und für Euch noch einen schönen entspannten Restsonntag ❤ mit „Havana“ – so als sonnigen Ausgleich:

 

 

 

 

Nichts ist, wie es scheint.

Nichts ist, wie es scheint.

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So wunderbar ich es finde, dass jeder von uns seinen eigenen Kosmos mit sich herumträgt, seine eigenen Sichtweisen und Anschauungen, so sehr ist mir trotz allem bewußt, dass letztere unter ständiger Beeinflussung stehen. Wir manipulieren und werden manipuliert. So sehr diese Wortwahl negativ konnotiert ist, wird mir doch ein Großteil der Leser zustimmen. Um so mehr haben mich der vergangene Wahlkampf und vor allem die Reaktionen der Menschen, deren Facebook-Posts, Meinungen und Äußerungen erstaunt, weil doch jeder meint, Manipulationen zu durchschauen.

Von außen betrachtet war das eine äußerst emotionale Angelegenheit.

Deshalb äußere ich auch erst jetzt, wo sich die Gemüter hoffentlich wieder einigermaßen abgekühlt haben, dazu. Oder sollte ich sagen, jetzt, wo sich der Sturm im Wasserglas wieder gelegt hat? Bevor irgendwer meint, mich beim Lesen in bestimmte politische Ecken stellen zu wollen, komme ich ihm zuvor und erkläre hiermit, dass ich mit spezifischen Aussagen der einzelnen Parteien konform gehe. Genauso, wie ich mit vielem nicht einverstanden bin. Und das gilt gleichermaßen für die großen Regierungsparteien, wie für extremere Parts. Ui, jetzt werden so einige aufstöhnen. Vor allem diejenigen, die sich gern mittig bewegen, schön innerhalb der Norm bleiben. Wer hat die eigentlich definiert? Und wem steht es zu, über die Sichtweise anderer zu urteilen? Das aber nur am Rande. Denn eigentlich wollte ich hier über Schach schreiben. Menschliches Schach oder auch das Schach der Völker? Vielleicht aber auch nur eine Verschwörungstheorie, maybe. Liebe Grüße schon mal an den Bekannten, der neulich meinte, Frauen würden ja keine Strategiespiele mögen 😉

Dabei wissen „wir Frauen“ ganz genau, Strategien zu nutzen, um zu bekommen, was wir wollen. Und alle anderen Menschen auch.

Denn eine Strategie ist eine grundsätzliche, langfristige Verhaltensweise (Maßnahmenkombination) der Unternehmung und relevanter Teilbereiche gegenüber ihrer Umwelt zur Verwirklichung der langfristigen Ziele. Hört sich komplizierter an, als es ist. Ich versuche mich mal einfach an einem Beispiel und natürlich ist alles reine Spekulation und auf meinem wirren Mist gewachsen.

Vor einigen Jahren sitzen die reichsten Firmenchefs (Bilderberger) nach dem Golfspiel zusammen. Analysieren die momentane Situation und legen den Kurs für die nächsten Jahre fest. Auf der Welt riecht es nach Unzufriedenheit, die Finanzsysteme stehen kurz vor dem Kollaps, aber der Krieg beschert bombastische Umsätze: Iran, Irak, Afghanistan, Uganda – gerade die „Kleinwaffen“ sind gerade gefragt. Das muss weiter ausgekostet werden, die Bodenschätze kann man bei späteren Treffen untereinander aufteilen. Irgendwann dürfen dort dann die Pharma- und Lebensmittelfirmen ihren Teil vom Kuchen einsammeln. Und die Menschen in der 3. Welt sind sowieso gerade damit beschäftigt zu überleben. Opfer gehören zum Geschäft, sieht man jeden Tag im Fernsehen und die „erste Welt“ ist abgehärtet, nimmt die Bilder sowieso kaum wahr. Die Medien haben ganze Arbeit geleistet. Blöd nur, diese so lästigen Wahlen in den Demokratien dieser Welt unter anderem demnächst in Deutschland. Und der Schein der Demokratie muss gewahrt bleiben, schließlich kann man Menschen am besten lenken, wenn sie das Gefühl haben, ihre Situation selbst bestimmt zu haben. Die Frau an der Spitze – nein, nicht dieses Gremiums, sondern die Politikerin – passt da als Aushängeschild ganz gut hin. Hält sich immer schön zurück in ihrer Meinung, wartete ab, was die anderen sagen und hält sich vor allem an die Spielregeln – die dieses Konzern-Gremium festgelegt hat.

Nur die Wahlbeteiligung im Land sinkt immer weiter, war bei der letzten Wahl auf einem absoluten Tiefpunkt. Der Aufruf wählen zu gehen, verhallte. Und dann noch die ganzen Flüchtlinge – das könnte wirklich ein Wahl-Problem werden. Könnte man vielleicht…? Nun ja, die führende Partei ist ja rechts angesiedelt und natürlich gibt es da auch Menschen, die ein wenig extremer denken. Wenn man da ein paar findet und eine eigene Partei gründen läßt. Da müßte natürlich jemand dabei sein, der ein Sympathieträger ist, dann ein paar Frauen und vor allem jemand, der für Aufmerksamkeit sorgt, Schlagzeilen gezielt raushaut und mit Gegenangriffen umzugehen weiß, sprich ein Mann, der schon ewig Propaganda macht. Der Vorteil einer solchen Partei würde nicht nur in der Bündelung der Kräfte liegen, denen die eigenen Partei zu wenig rechts gelagert ist, auch würde man einer anderen Partei sozusagen die einfacher denkenden Menschen mit entsprechenden Parolen und Ansagen abspenstig machen. Noch viel wertvoller wäre allerdings die Wirkung auf den Rest. Denn der wäre beschäftigt. Eine Generalprobe könnte man doch direkt ein halbes Jahr vor der Wahl starten. So als kleinen Anstubser an die Ver-Braucher da draußen und dann mal sehen, wie es sich entwickelt.

Für den finalen Showdown hätte man dann ja 4 Jahre Zeit. Die Parteigründer sind alle mehr oder weniger mit brisanten Infos unter Kontrolle. Infos, die man bei Bedarf mal eben aus dem Hut zaubert und der Presse zuspielen kann. Und einer mit ner weißen Weste, der keine Lust mehr auf das Spielchen hat, den versetzt das Gremium einfach ins Europaparlament. Genügend Geld löst solche kleinen Problemchen im nachhinein.

„Geht wählen!“, würde endlich seine Wirkung zeigen, erst Recht, wenn man sich ein paar prominente Gesichter dazuholt. Weil ja nur, wer wählt, sich hinterher beschweren darf? Wer hat eigentlich die Statistik in die Welt gebracht, dass die Wahlbeteiligung von AfD-Wählern höher ist, als die der Menschen, die andere Parteien bevorzugen? Glückwunsch an alle Wähler! Ist echt demokratisch, zwischen Pest und Cholera entscheiden zu dürfen. Wobei man sich dann zumindest einig sein kann, NICHT die Apokalypse gewählt zu haben. Manipulation läßt grüßen.

Ja, all die Normokraten sind beschäftigt. Jemand erzählte mir, dass er zu einer Wahl-Veranstaltung der AfD ging. Mal gucken, warum auch nicht. Neugierige und offene Menschen tun so etwas und urteilen erst, nachdem sie sich ein eigenes Bild gemacht haben. Nicht nur, dass derjenige ein mulmiges Gefühl bei der Anreise hatte, seinen Wagen extra weit ab vom Ort des Geschehens parkte. Nach der Veranstaltung wurde er mit den anderen Teilnehmern unter Polizeischutz durch den Hintereingang nach draußen begleitet, weil vor der Haupteingangstür ein wütender Mob wartete. Heißt, wer neugierig ist, sich nicht automatisch an der Norm orientiert, muss Angst um Besitz und Leben haben? Wo leben wir nochmal? In einer Demokratie herrscht Meinungsfreiheit – eigentlich. Ist aber wohl von der Intoleranz in den Köpfen aufgefressen worden. Und nach der Wahl und dem – (sorry) vorhersehbaren – Ergebnis die Hexenjagd in den sozialen Netzwerken. Die Normokraten sind beschäftigt. Da wird ein Post über fehlendes Mitgefühl in der Gesellschaft gelikt und positiv kommentiert und im nächsten Moment über die Entscheidung eines anderen Menschen, die ihm geschadet hat, extrem negativ hergezogen. Mitgefühl bitte nur dann, wenn es mich betrifft, die anderen sind egal? Wie nennt man das noch? Drängt man nicht eher diejenigen noch mehr an den (rechten) Rand, die sich schon ausgegrenzt fühlen? Wenn ich möchte, dass der Andere meine Meinung versteht und ihr mit Toleranz begegnet, muss nicht ich dann den Anfang machen? Ihm zuhören, seine Ängste nachvollziehen, Toleranz und Geduld aufbringen und ihm zeigen, dass sich abzugrenzen keine Lösung ist. Aber was in den Medien, besonders in TV-Sendungen vorgemacht wird – Respekt gegenüber Andersdenkenden geht anders! – kann ja nur richtig sein. Respektlosigkeit in Form von Hexenjagden sind also erlaubt? Oder gar erwünscht? Soviel Manipulation tut schon weh.

Wir sind alle zuallererst Mensch, fühlende Wesen mit begrenzter Daseinsdauer.

Konzentrieren wir uns auf die Gemeinsamkeiten, auf das, was wir alle wollen: Glück, Liebe und einfach wir selbst sein dürfen.

Wie war das: Der Fisch stinkt immer zuerst am Kopf! Will sagen, so wie die Gesellschaft sich allgemein präsentiert – konsumorientiert und abgestumpft, so wird sie auch „da oben“ geführt. Nein, nicht von den Politikern, das sind nur Marionetten. Begriff gern nachlesen, den gabs schon bei Platon und Schopenhauer. Ob uns noch zu helfen ist? Ich mag die Hoffnung nicht aufgeben. Denn glücklicherweise gibt es immer mehr von denen, die die rote Pille geschluckt haben. Und immer mehr, die empathisch agieren. Aber was schreibe ich hier, so als Frau, über Politik, über Taktik…kann man ja gar nicht Ernst nehmen, solche Verschörungstheorien…oder?