Falsche Fuffziger

Falsche Fuffziger

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Wenn meine Oma mit meinem Opa am Küchentisch saß, fiel öfter mal der Begriff des „falschen Fuffzigers“. Als Zwerg von gerade mal 4 oder 5 konnte ich damit nicht viel anfangen. Auch nicht mit dem Ratschlag, immer erst auf meinen Bauch zu hören, bevor ich jemandem vertraue.

Kurze Zeit später – klein Luna mußte (staatsmäßig vorgeschrieben) die Vorschule im Kindergarten besuchen, wurden meine Eltern zu einem wirklich ernsten Gespräch in selbigen bestellt. Ich hatte erzählt, dass ich am Wochenende „Wetten dass…“ im TV gesehen hatte. Grober Fehler. Eindrücklich wurde mir ab diesem Moment zuhause klar gemacht, dass man nicht allen Menschen um mich herum vertrauen kann. Und so redete ich dann zwar viel, erzählte aber nie alles. Erst sehr spät lernte ich, die Bauchstimme zu hören. Ich lernte eher durch Beobachtung, Menschen einzuschätzen. Trotz allem kann man niemandem hinter die Stirn schauen, somit bleiben die wahren Beweggründe für sein Verhalten Anderen verborgen. Sind meist erst rückblickend erkennbar.

Trotzdem hilft einem all die Menschenkenntnis nicht, wenn man ausschließlich auf schriftlichem Wege in Foren, Chats, auf Plattformen oder beispielsweise im Blogland unterwegs ist. Denn hier werden zumeist Identitäten aufgebaut, die auf Wunschvorstellungen bezüglich der eigenen Person beruhen. Natürlich hat jeder das Recht, sich so zu sehen, wie er möchte. Aber gerade die virtuelle Realität läßt so manchen das eigen Ego enorm puschen. Da werden nicht nur Profilbilder geschönt, sondern die Realität ein wenig verschoben. Stubenhocker werden zu Kulturinteressierten, anhängliche Muttersöhnchen zu erfolgreichen unabhängigen und wahnsinnig busy Geschäftsmännern und Verheiratete zu in Trennung lebenden, die einzig wahre Liebe Suchenden. Aber auch hier ist es wie im wahren Leben, es gibt Menschen, die sich gern als Retter präsentieren, andere, die Beziehungen ausschließlich durch die Distanz des Internets ertragen oder Dritte, die ihr Ego pushen möchten durch Klicks und Likes, die dafür ihre eigene Großmutter verkaufen oder sich des Mantels der sozialen Großzügigkeit bedienen.

Falsche Fuffziger trifft man überall!

Da hilft es auch nicht, vorsichtig zu sein, und die- oder denjenigen erstmal schriftlich kennen lernen zu wollen. Wir neigen nämlich alle dazu, anderen Menschen einen Vertrauensbonus einzuräumen, der durch eigene Projektionen während des Schreibens immer größer wird. Kommt es dann irgendwann zu einem realen Treffen, hat jeder von uns ein Bild des Gegenübers im Kopf und blendet das Bauchgefühl aus, schließlich kennt man ja schon die intimsten Dinge voneinander. Letztendlich ist es ein

Treffen der Realität mit den Träumen.

Und wer möchte schon durch einen ekligen Klingelton geweckt werden. Im nachhinein hätte ich mir den Ton um einiges lauter gewünscht. Denn auf das Gefühl von so einem falschen Fuffziger verarscht worden zu sein, hätte ich gern verzichtet. Den Fehler Menschen nur positive und hehre Beweggründe für ihre Handlungen zu unterstellen, werde ich sicher immer wieder machen. Mit dem Hintergedanken im Kopf:

„Ich glaube an das Gute im Menschen. Es ist nur so wenig entwickelt!“

(Zitat: Profilerin Suzanne)

Um so mehr schmerzt es, wenn sich irgendwann einige Puzzleteile in das Gesamtbild einfügen, die so schlüssig sind, dass selbst ich sie nicht leugnen kann und die zeigen, dass meine Definition von „Besonders“ auf diesen Menschen eben nicht zu traf. Oder dass das Wort „besonders“ von beiden Seiten eben unterschiedlich definiert wird.

I feel, like a fool. 

Das trifft es ganz gut. Ein Gutes hat diese Situation dann doch. Auch die letzte emotionale Verbindung ist gekappt. Platz für Neues, sobald die Narben verblassen. Und so werde ich den morgigen Tag mit Sonne im Gesicht und diesem Schätzchen (ich kanns nicht lassen: es war Liebe auf den ersten Blick 😉 ) genießen.

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Den bösen Blick hat er drauf, ist breit und schwer, beschleunigt in 8,2 sec von 0 auf 100 und fördert und fordert mich über 700 Kilometer. Dazu werde ich die Anlage bis zum Anschlag aufdrehen und aus vollem Halse mitsingen:

(Bildquelle sowie weitere Infos zum Fahrzeug hier .)

Habt einen schönen Sonntag, es wird Frühling. Ich kann ihn riechen!

 

 

 

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Memo an mich

Memo an mich

Entscheidungen gehören zum Leben.

Der grösste Verlierer ist immer der, der sich nicht entscheiden kann. Denn weder wartet eine neue Erfahrung auf ihn, noch ein grosses Abenteuer oder vielleicht die Erfüllung seiner Träume.

Wer meint, eine Entscheidung gegen den eigenen Willen treffen zu müssen, weil er sich für andere verantwortlich fühlt, ist nicht verantwortungsbewusst, sondern feige. Denn die Verantwortung für sich selbst ist wahrhaftige Verantwortung für das Leben.

Dazu gehört Klarheit. Mach sie Deinen Mitmenschen zum Geschenk. Stell Dir doch mal vor, wie einfach es wäre, nicht mehr in der Luft zu hängen, weil Du auf Entscheidungen Anderer wartest. Deine Klarheit kann andere inspirieren ebenfalls klarer zu werden. Vor allem aber lenkt es Dich, Deinen Geist mit gebündelter Energie in die gewünschte Richtung.

Ich spüre den Wind des Lebens, singe mit ihm, bin immer mehr die, die ich sein will.

Obere Grenzen – Finale „12 Monate – 1 Motiv“

Obere Grenzen – Finale „12 Monate – 1 Motiv“

oder was Micke und das 12-Monats-Projekt mich lehrte

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Obere Grenzen kennen wir vor allem aus dem mathematischen Bereich der Integrale oder dem chemischen Bereich, in dem es um explosive Gemische geht. Ich meine damit jedoch die inneren Grenzen, die jeder Mensch in sich trägt. Die, geprägt durch  Elternhaus, Erziehung und Gesellschaft, das darstellen, was wir als unseren persönlichen Normbereich definieren. Grenzen – egal in welche Richtung zu überschreiten – ist mit erhöhtem Schamgefühl deutlich spürbar. Man fühlt sich nicht wohl in seiner Haut, möchte zurück in seine gewohnte Komfortzone. Zu verschiedenen Themen, ob Kleidung, Finanzielles, Sprachgebrauch, aber auch Jobauswahl hat jeder von uns eine bestimmte Untergrenze. Ein Niveau, welches er nicht unterschreiten möchte. Tut man es doch, fühlt man sich schlecht, als Looser, weil man es nicht schafft, seinen Standard/Niveau zu halten. Sogar körperliche Schmerzen und Panikattacken sind mögliche Begleiterscheinungen. Während wir unseren unteren Grenzen viel Beachtung schenken, kommt dies für das Pedant, unsere Obergrenze so gut wie gar nicht vor. Diese Obergrenze ist schön in unser System eingebettet. Hält uns zurück im Krabbenkorb, gaukelt uns vor, dass unsere Träume unmöglich realisierbar sind. Dass es besser ist auf eine (vermeintliche) Sicherheit zu setzen wegen des Alters, der Gesundheit, des Umfeldes etc.

Und so krebsen wir immer schön innerhalb unseres Systems rum, und fühlen uns schon als Revoluzzer, wenn wir uns ‚einen Bob haben schneiden lassen und uns in der Kantine einen Prosetscho‘ bestellen – in Anlehnung an die Werbung eines Reiseveranstalters. Denn nicht der Himmel ist die Grenze, sondern unsere Vorstellungskraft. Und die ist zugegebenermaßen recht begrenzt.

Zu Beginn des „12 Monate – 1 Motiv“ -Projektes vom netten Herrn Zeilenende dachte ich einfach nur daran, meine zugegebenermaßen sehr heftige Papierallergie in den Griff zu bekommen. Denn die Energie folgt der Aufmerksamkeit. Und von dem Projekt erhoffte ich mir nichts weiter als ein wenig mehr Selbstdisziplin. Im Laufe des Jahres habe ich meine eigene Meinung aber widerlegen müssen, also die zur Selbstdisziplin. Denn die habe ich zur Genüge. Lange hatte ich keinen Plan, wie genau mein Arbeitsplatz aussehen sollte. Ich stellte mir nichts besonderes vor, nur einen Platz, um daran ein paar Rechnungen zu schreiben. Also eher spartanisch als einladend. Wobei ich doch hätte wissen müssen, dass die Atmosphäre für mich einer der wichtigsten Faktoren ist.

Bis ich begriffen hatte, dass der Platz am Fenster, um den Blick schweifen zu lassen, verging Zeit, für die Planung der Umsetzung ebenfalls und die Umsetzung erst recht 😀

Währenddessen machte es mir Spaß, Geschichten rund um Micke zu erfinden, ihn lebendig werden zu lassen. Dass dabei letzten Endes ein roter Faden entstanden ist, hat mich ein wenig erstaunt, aber auch stolz gemacht. Habe ich früher aus dem Stehgreif (als Strafe angedacht) bei einem Seminar einen 10minütigen Vortrag über Uhren locker aus dem Ärmel geschüttelt, waren es hier – wie immer unter Zeitdruck, weil das letzte WE des Monats immer so überraschend vor der Tür stand – „Mickestories“, mal mehr und mal weniger tiefsinnig.

Seit der Umgestaltung dient Micke und sein Drumherum mir nun nicht allein zum Rechnungen schreiben. Zwar hat noch nicht jedes Ding seinen Platz – außer der Katzenfussel: die Ablage ist reserviert! – aber auch das wird sich mit der Zeit finden. Und ich bin froh um meinen Platz am Fenster, denn nur dank der immer wiederkehrenden Aufmerksamkeit auf das Thema, blieb ich dran und habe jetzt eine ruhige Arbeitsoase. Das freut mich enorm. Und hier ist er:

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Ein Aspekt hat mich jedoch im Verlauf immer trauriger gestimmt: meine wirklich unterirdisch schlechten Fotos. Da muss was dran getan werden 😉

 

Also das Projekt „12 Monate – 1 Motiv“ ist zwar hiermit beendet, aber ich nehme mir ein anderes „nur für mich“-Projekt vor. Ich möchte 12 Monate lange dokumentieren, was ich so verzapft, fabriziert, beackert oder hergestellt habe. Immer am Ende des Monats gibt es also Fotos unter dem Motto

Back to the roots!

Los gehts demnächst nach einer Atempause.

Mickes Fotos der letzten 12 Monate:

Und ein Hinweis auf die anderen Teilnehmer, ein letztes Mal Füße, Rosen, eine Tasche und andere Ausblicke findet Ihr bei Herrn Zeilenende 

Danke, mein Lieber, es hat Spaß gemacht 🙂

Kernbohrung

Kernbohrung

oder Wohin das Leben führt

 

Wenn auf dem Blog wenig los ist, passiert im Außen um so mehr. Mein Blog heißt nicht von ungefähr SEELENFUNKELN. Klar kann jeder Leser Anregungen mitnehmen, sofern er  mag. Hauptsächlich ging es immer darum, herauszufinden, was mich funkeln läßt. Nach einigen prägnanten Einschnitten waren mir nicht nur Ziele, sondern auch Träume und Visionen abhanden gekommen. Dass da innen drin ein Feuer lodert, war keine Frage, nur in welche Richtung kanalisieren? Bücher und Seminare brachten mich nicht wirklich weiter, herauszufinden, wofür ich brenne.

 

Mein Leben verlangte nach Ordnung. Und so war das bestimmende Motto für 2016 „Ordnung im Innen“ wohingegen im letzten Jahr die „Ordnung im Außen“ im Fokus stand. Kartenlogik. In diesem Jahr brachte mir eine Meditation am Jahresende das Thema des kommenden Jahres: Ankommen. Wohin? Keine Ahnung. Schließlich bin ich ständig unterwegs und komme auch an, nur eine Heimat ist schwer auszumachen.

 

Einige Tage hatte ich mehr oder weniger Zeit, darüber nachzudenken. Zusätzlich machte mich mein Lieblingssohn auf eine dunkle Ecke aufmerksam, der ich vorsorglich die letzten Jahre ausgewichen war. Eine negativ belastete Erinnerung an eine Tätigkeit, die m.E. nur der Notwendigkeit geschuldet war. Er, als Beobachter, hatte das Kapitel in seiner Erinnerung jedoch ganz anders gespeichert. Fremde Sichtweisen erhellen so manche verzerrte Wahrnehmung.

Der Jahresbeginn ist geburtstagsbedingt schwer ausgelastet. Da schon seit über einem Jahr eine eher idealistische Idee in meinem Speicher dümpelt, nahm ich meinen eigenen Jahrestag zum Anlass, in dieser Richtung aktiv zu werden. Vorsichtig. Zweifelnd. Also schriftlich.

Und bekam prompt eine mehr als positive Antwort!

Nach einigem Mailverkehr dann endlich die ersehnte Besichtigung. Und was soll ich sagen, ich bin happy: optimale Voraussetzungen, viele Freiräume und schon eine ziemlich aktive Gemeinschaft. Worum es geht? Permakultur. Einen Landstrich mit der Natur und für die Natur zu designen, dem Insektensterben entgegenzuwirken, Obst und Gemüse auf natürliche Weise zu produzieren und vielleicht sogar Überschüsse zu erwirtschaften, weiter zu verarbeiten und unter Menschen zu bringen. Nachhaltigkeit, die Nutzung vorhandener Ressourcen, sowie die Schaffung funktionierende Systeme und das vorhanden Wissen weiter zu geben sind weitere Stichpunke. Genau das, was mir am Herzen liegt und wofür ich brenne.

Oder kurz gesagt:

Die Mondgöttin goes Acker 😉

 

Nichts ist, wie es scheint.

Nichts ist, wie es scheint.

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So wunderbar ich es finde, dass jeder von uns seinen eigenen Kosmos mit sich herumträgt, seine eigenen Sichtweisen und Anschauungen, so sehr ist mir trotz allem bewußt, dass letztere unter ständiger Beeinflussung stehen. Wir manipulieren und werden manipuliert. So sehr diese Wortwahl negativ konnotiert ist, wird mir doch ein Großteil der Leser zustimmen. Um so mehr haben mich der vergangene Wahlkampf und vor allem die Reaktionen der Menschen, deren Facebook-Posts, Meinungen und Äußerungen erstaunt, weil doch jeder meint, Manipulationen zu durchschauen.

Von außen betrachtet war das eine äußerst emotionale Angelegenheit.

Deshalb äußere ich auch erst jetzt, wo sich die Gemüter hoffentlich wieder einigermaßen abgekühlt haben, dazu. Oder sollte ich sagen, jetzt, wo sich der Sturm im Wasserglas wieder gelegt hat? Bevor irgendwer meint, mich beim Lesen in bestimmte politische Ecken stellen zu wollen, komme ich ihm zuvor und erkläre hiermit, dass ich mit spezifischen Aussagen der einzelnen Parteien konform gehe. Genauso, wie ich mit vielem nicht einverstanden bin. Und das gilt gleichermaßen für die großen Regierungsparteien, wie für extremere Parts. Ui, jetzt werden so einige aufstöhnen. Vor allem diejenigen, die sich gern mittig bewegen, schön innerhalb der Norm bleiben. Wer hat die eigentlich definiert? Und wem steht es zu, über die Sichtweise anderer zu urteilen? Das aber nur am Rande. Denn eigentlich wollte ich hier über Schach schreiben. Menschliches Schach oder auch das Schach der Völker? Vielleicht aber auch nur eine Verschwörungstheorie, maybe. Liebe Grüße schon mal an den Bekannten, der neulich meinte, Frauen würden ja keine Strategiespiele mögen 😉

Dabei wissen „wir Frauen“ ganz genau, Strategien zu nutzen, um zu bekommen, was wir wollen. Und alle anderen Menschen auch.

Denn eine Strategie ist eine grundsätzliche, langfristige Verhaltensweise (Maßnahmenkombination) der Unternehmung und relevanter Teilbereiche gegenüber ihrer Umwelt zur Verwirklichung der langfristigen Ziele. Hört sich komplizierter an, als es ist. Ich versuche mich mal einfach an einem Beispiel und natürlich ist alles reine Spekulation und auf meinem wirren Mist gewachsen.

Vor einigen Jahren sitzen die reichsten Firmenchefs (Bilderberger) nach dem Golfspiel zusammen. Analysieren die momentane Situation und legen den Kurs für die nächsten Jahre fest. Auf der Welt riecht es nach Unzufriedenheit, die Finanzsysteme stehen kurz vor dem Kollaps, aber der Krieg beschert bombastische Umsätze: Iran, Irak, Afghanistan, Uganda – gerade die „Kleinwaffen“ sind gerade gefragt. Das muss weiter ausgekostet werden, die Bodenschätze kann man bei späteren Treffen untereinander aufteilen. Irgendwann dürfen dort dann die Pharma- und Lebensmittelfirmen ihren Teil vom Kuchen einsammeln. Und die Menschen in der 3. Welt sind sowieso gerade damit beschäftigt zu überleben. Opfer gehören zum Geschäft, sieht man jeden Tag im Fernsehen und die „erste Welt“ ist abgehärtet, nimmt die Bilder sowieso kaum wahr. Die Medien haben ganze Arbeit geleistet. Blöd nur, diese so lästigen Wahlen in den Demokratien dieser Welt unter anderem demnächst in Deutschland. Und der Schein der Demokratie muss gewahrt bleiben, schließlich kann man Menschen am besten lenken, wenn sie das Gefühl haben, ihre Situation selbst bestimmt zu haben. Die Frau an der Spitze – nein, nicht dieses Gremiums, sondern die Politikerin – passt da als Aushängeschild ganz gut hin. Hält sich immer schön zurück in ihrer Meinung, wartete ab, was die anderen sagen und hält sich vor allem an die Spielregeln – die dieses Konzern-Gremium festgelegt hat.

Nur die Wahlbeteiligung im Land sinkt immer weiter, war bei der letzten Wahl auf einem absoluten Tiefpunkt. Der Aufruf wählen zu gehen, verhallte. Und dann noch die ganzen Flüchtlinge – das könnte wirklich ein Wahl-Problem werden. Könnte man vielleicht…? Nun ja, die führende Partei ist ja rechts angesiedelt und natürlich gibt es da auch Menschen, die ein wenig extremer denken. Wenn man da ein paar findet und eine eigene Partei gründen läßt. Da müßte natürlich jemand dabei sein, der ein Sympathieträger ist, dann ein paar Frauen und vor allem jemand, der für Aufmerksamkeit sorgt, Schlagzeilen gezielt raushaut und mit Gegenangriffen umzugehen weiß, sprich ein Mann, der schon ewig Propaganda macht. Der Vorteil einer solchen Partei würde nicht nur in der Bündelung der Kräfte liegen, denen die eigenen Partei zu wenig rechts gelagert ist, auch würde man einer anderen Partei sozusagen die einfacher denkenden Menschen mit entsprechenden Parolen und Ansagen abspenstig machen. Noch viel wertvoller wäre allerdings die Wirkung auf den Rest. Denn der wäre beschäftigt. Eine Generalprobe könnte man doch direkt ein halbes Jahr vor der Wahl starten. So als kleinen Anstubser an die Ver-Braucher da draußen und dann mal sehen, wie es sich entwickelt.

Für den finalen Showdown hätte man dann ja 4 Jahre Zeit. Die Parteigründer sind alle mehr oder weniger mit brisanten Infos unter Kontrolle. Infos, die man bei Bedarf mal eben aus dem Hut zaubert und der Presse zuspielen kann. Und einer mit ner weißen Weste, der keine Lust mehr auf das Spielchen hat, den versetzt das Gremium einfach ins Europaparlament. Genügend Geld löst solche kleinen Problemchen im nachhinein.

„Geht wählen!“, würde endlich seine Wirkung zeigen, erst Recht, wenn man sich ein paar prominente Gesichter dazuholt. Weil ja nur, wer wählt, sich hinterher beschweren darf? Wer hat eigentlich die Statistik in die Welt gebracht, dass die Wahlbeteiligung von AfD-Wählern höher ist, als die der Menschen, die andere Parteien bevorzugen? Glückwunsch an alle Wähler! Ist echt demokratisch, zwischen Pest und Cholera entscheiden zu dürfen. Wobei man sich dann zumindest einig sein kann, NICHT die Apokalypse gewählt zu haben. Manipulation läßt grüßen.

Ja, all die Normokraten sind beschäftigt. Jemand erzählte mir, dass er zu einer Wahl-Veranstaltung der AfD ging. Mal gucken, warum auch nicht. Neugierige und offene Menschen tun so etwas und urteilen erst, nachdem sie sich ein eigenes Bild gemacht haben. Nicht nur, dass derjenige ein mulmiges Gefühl bei der Anreise hatte, seinen Wagen extra weit ab vom Ort des Geschehens parkte. Nach der Veranstaltung wurde er mit den anderen Teilnehmern unter Polizeischutz durch den Hintereingang nach draußen begleitet, weil vor der Haupteingangstür ein wütender Mob wartete. Heißt, wer neugierig ist, sich nicht automatisch an der Norm orientiert, muss Angst um Besitz und Leben haben? Wo leben wir nochmal? In einer Demokratie herrscht Meinungsfreiheit – eigentlich. Ist aber wohl von der Intoleranz in den Köpfen aufgefressen worden. Und nach der Wahl und dem – (sorry) vorhersehbaren – Ergebnis die Hexenjagd in den sozialen Netzwerken. Die Normokraten sind beschäftigt. Da wird ein Post über fehlendes Mitgefühl in der Gesellschaft gelikt und positiv kommentiert und im nächsten Moment über die Entscheidung eines anderen Menschen, die ihm geschadet hat, extrem negativ hergezogen. Mitgefühl bitte nur dann, wenn es mich betrifft, die anderen sind egal? Wie nennt man das noch? Drängt man nicht eher diejenigen noch mehr an den (rechten) Rand, die sich schon ausgegrenzt fühlen? Wenn ich möchte, dass der Andere meine Meinung versteht und ihr mit Toleranz begegnet, muss nicht ich dann den Anfang machen? Ihm zuhören, seine Ängste nachvollziehen, Toleranz und Geduld aufbringen und ihm zeigen, dass sich abzugrenzen keine Lösung ist. Aber was in den Medien, besonders in TV-Sendungen vorgemacht wird – Respekt gegenüber Andersdenkenden geht anders! – kann ja nur richtig sein. Respektlosigkeit in Form von Hexenjagden sind also erlaubt? Oder gar erwünscht? Soviel Manipulation tut schon weh.

Wir sind alle zuallererst Mensch, fühlende Wesen mit begrenzter Daseinsdauer.

Konzentrieren wir uns auf die Gemeinsamkeiten, auf das, was wir alle wollen: Glück, Liebe und einfach wir selbst sein dürfen.

Wie war das: Der Fisch stinkt immer zuerst am Kopf! Will sagen, so wie die Gesellschaft sich allgemein präsentiert – konsumorientiert und abgestumpft, so wird sie auch „da oben“ geführt. Nein, nicht von den Politikern, das sind nur Marionetten. Begriff gern nachlesen, den gabs schon bei Platon und Schopenhauer. Ob uns noch zu helfen ist? Ich mag die Hoffnung nicht aufgeben. Denn glücklicherweise gibt es immer mehr von denen, die die rote Pille geschluckt haben. Und immer mehr, die empathisch agieren. Aber was schreibe ich hier, so als Frau, über Politik, über Taktik…kann man ja gar nicht Ernst nehmen, solche Verschörungstheorien…oder?

 

 

Manchmal…

Manchmal…

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Manchmal darf es etwas ruhiger sein,

weil man zuviel gab in letzter Zeit.

Manchmal hängt man einfach kraftlos in den Seilen,

ausgepowert und möchte verweilen.

Manchmal ist die Kraft erloschen zum Kampf,

auch wenn der Geist ständig weiter dampft.

Manchmal möchte man sich treiben lassen,

die Anderen einfach machen lassen.

Manchmal möchte man eine Schulter, um sich anzulehnen

und willkommen zu heißen, die salzigen Tränen.

 

Man tappt nach hier und dann nach dort

findet keinen Halt, keinen Trost im Wort.

Hat sich selbst in Eis und Mauern eingeschlossen,

und keine einzige Tür offen gelassen.

 

© A. Jörn

*siehe unten

 

Wer kennt sie nicht, eine ähnliche Situation wie oben beschrieben. Auch oder gerade weil ich ein sehr positiver Mensch bin, neige ich dazu, an meine Grenzen zu gehen, meist mit vollem Karacho, bewußt und mit Vorsatz. Gründe gibt es genug.

Meist stehe ich irgendwann so unter Druck wie ein Dampfkochtopf, und Entspannung fällt mir äußerst schwer. Dann bin ich so überdreht, dass nicht einmal mehr Meditation „geht“. Bewußt wird mir das aber erst, bzw. ich merke, dass es etwas nicht stimmt, wenn ich aufhöre, meinen Körper zu spüren. Ergo wenn ich mir verstärkt blaue Flecken zuziehe, mich verbrenne, tollpatschig bin…etc. also Hinweise darauf, dass ich meine äußeren Grenzen nicht mehr wahrnehme. Tempo rausnehmen ist einfacher gesagt, als getan, geht aber mit dem entsprechenden Bewußtwerden der Warnsignale einher.

Und wenn dann genug Freiraum da ist, genieße ich das Alleinsein und lasse die Tränen fließen. Denn das verschafft Erleichterung, läßt die inneren Mauern schmelzen und stärkt den inneren Fluß. Wer nicht so dicht am Wasser gebaut hat, kann es mit Nachhilfe von Yiruma versuchen:

 

ich liebe diesen Song ❤ 

Und besonders aufbauend, und wunderschön interpretiert ist die folgende Version:

 

Und der Text dazu:

You are just to young to find the senses in your life,

looking for something else like the dream that you have.

Filled your life with something else like teardrops in your eyes

Who does care what you are while the river flows in you?

You are not the fool, no,

you´re a beautiful one,

you are like the sun,

cause this one river flows in you.

You are not the „noone“,

you just look for more here,

who does care

because you are the one with „it“ inside.

Und das Ganze in deutscher Sprache:

Du bist einfach zu jung, um den Sinn deines Lebens zu erkennen,

suchst nach etwas, was deinem Traum ähnelt.

Hast dein Leben mit Tränen in den Augen ausgefüllt,

doch wen interessiert es denn wer du bist,

wenn dieser Fluss durch dich strömt?

Du bist nicht der Idiot, nein, du bist bezaubernd,

bist wie die Sonne, weil dieser Fluss durch DICH geht.

Du bist kein „Nichts“,

Du suchst hier einfach nach dem „Mehr“

Und es hat niemanden zu interessieren, wer du bist, denn du hast „Es“ in dir.

 

Wir haben ES (die Liebe, die Energie, das Chi) alle in uns, also einfach fließen lassen.

*ein Zusatz zu einem vergangenen Blogeintrag, der immer noch aktuell ist.

Samstag = Kuss-Zeit !

Samstag = Kuss-Zeit !

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Kussarten (ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

Eskimokuss
Total niedlich, dient dem Beschnuppern seines Gegenübers. Vorsichtiges annähern, die Nasen werden aneinander gerieben.

Handkuss
Ist eine förmliche und sehr bekannte Form des Kusses. Der Handrücken der Frau wird mit einem Kuss versehen.

Engelskuss
Romantikfeeling – ein sanfter Kuss auf das geschlossene Augenlid.

Flüsterkuss
Während des Sprechens, berührt man den Mund seines Gegenübers.

Intimkuss
Knabbern am Ohrläppchen – Vorsicht, viele Frauen sind am Hals kitzelig 😉 .

Kreiselkuss
Oder auch Schlangenkuss ! Die Zungen schlängeln und kreisen umeinander.

Luftkuss
Von den Lippen, über die Luft hinfort geschickter Kuss.

AdS-Kuss  (AdS = Ach-Du-Sch…  oder Aus den Socken)

Eigentlich ein normaler Kuss, aber durch die gleichzeitige Verbindung der Seelen werden zeit und Raum aufgelöst und die Küssenden in andere Spären versetzt, erschreckend und beglückend zugleich.

Macho-Kuss
Der Mann übernimmt die Führung. Er zieht die Frau an sich und zeigt was er kann und was sie braucht.

Nackenkuss
Der Nacken/ Hals ist eine sehr erogene Zone, deswegen sind Nackenküsse etwas hocherotisches an dieser Stelle.

Schmetterlingskuss
Wie ein Schmetterling, ganz sanft und locker flockig, wandern die Lippen zärtlich über Mund, Haut …den Schambereich usw.

Französischer Kuss
Ist ein aufregender Tanz der Zungen, die sich dabei innig berühren. Auch das Saugen an den Lippen gehört unbedingt dazu.

Erotische Küsse sind eine vielversprechende Ouvertüre für das Liebesspiel. Ein heißer Kuss ist meist die erste sexuelle Begegnung zwischen zwei Personen. Er macht Lust auf mehr und ist gleichzeitig eine Visitenkarte für das liebestechnische Können des Anderen….

Denn, wer gut küssen kann, ist gut im Bett. Wer beim Küssen einfühlsam und konzentriert ist, ist es auch später. Beim richtigen Küssen sind alle fünf Sinne beteiligt, der Körper produziert wie bei Verliebtheit Endorphine und Adrenalin. Es ist es ist fixer Bestandteil des sinnlichen, erotischen Liebesspiels.

Was Küssen im Körper bewirkt

Ein Kuss, löst eine Art chemische Reaktionen aus: Puls und Körpertemperatur schießen in die Höhe, Stoffwechsel und Blutzirkulation werden angekurbelt, Glückshormone lassen Schmerzen (*ggg*) vergessen, das Immunsystem läuft auf Hochtouren. ENDORPHINRAUSCH !!

  • Der Blutdruck steigt auf 150 mm Hg.
  • 29 Gesichtsmuskeln werden bewegt.
  • Der Herzschlag steigt bei Männern auf 110 Schläge pro Minute, bei Frauen auf 108.
  • Küssen wirkt sich auch auf die Geschlechtsteile aus, man wird rollig ^^
  • Ein Kuss verbrennt 12 kcal also vergesst HCG.
  • Wer viel knutscht, braucht später kein BOTOX, denn Küssen ist ein natürliches Anti-Aging Mittel.

Also nehmt Euch alle Zeit der Welt:

 

…denn morgen wirds ernst.