Samstag = Kuss-Zeit !

Samstag = Kuss-Zeit !

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Kussarten (ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

Eskimokuss
Total niedlich, dient dem Beschnuppern seines Gegenübers. Vorsichtiges annähern, die Nasen werden aneinander gerieben.

Handkuss
Ist eine förmliche und sehr bekannte Form des Kusses. Der Handrücken der Frau wird mit einem Kuss versehen.

Engelskuss
Romantikfeeling – ein sanfter Kuss auf das geschlossene Augenlid.

Flüsterkuss
Während des Sprechens, berührt man den Mund seines Gegenübers.

Intimkuss
Knabbern am Ohrläppchen – Vorsicht, viele Frauen sind am Hals kitzelig 😉 .

Kreiselkuss
Oder auch Schlangenkuss ! Die Zungen schlängeln und kreisen umeinander.

Luftkuss
Von den Lippen, über die Luft hinfort geschickter Kuss.

AdS-Kuss  (AdS = Ach-Du-Sch…  oder Aus den Socken)

Eigentlich ein normaler Kuss, aber durch die gleichzeitige Verbindung der Seelen werden zeit und Raum aufgelöst und die Küssenden in andere Spären versetzt, erschreckend und beglückend zugleich.

Macho-Kuss
Der Mann übernimmt die Führung. Er zieht die Frau an sich und zeigt was er kann und was sie braucht.

Nackenkuss
Der Nacken/ Hals ist eine sehr erogene Zone, deswegen sind Nackenküsse etwas hocherotisches an dieser Stelle.

Schmetterlingskuss
Wie ein Schmetterling, ganz sanft und locker flockig, wandern die Lippen zärtlich über Mund, Haut …den Schambereich usw.

Französischer Kuss
Ist ein aufregender Tanz der Zungen, die sich dabei innig berühren. Auch das Saugen an den Lippen gehört unbedingt dazu.

Erotische Küsse sind eine vielversprechende Ouvertüre für das Liebesspiel. Ein heißer Kuss ist meist die erste sexuelle Begegnung zwischen zwei Personen. Er macht Lust auf mehr und ist gleichzeitig eine Visitenkarte für das liebestechnische Können des Anderen….

Denn, wer gut küssen kann, ist gut im Bett. Wer beim Küssen einfühlsam und konzentriert ist, ist es auch später. Beim richtigen Küssen sind alle fünf Sinne beteiligt, der Körper produziert wie bei Verliebtheit Endorphine und Adrenalin. Es ist es ist fixer Bestandteil des sinnlichen, erotischen Liebesspiels.

Was Küssen im Körper bewirkt

Ein Kuss, löst eine Art chemische Reaktionen aus: Puls und Körpertemperatur schießen in die Höhe, Stoffwechsel und Blutzirkulation werden angekurbelt, Glückshormone lassen Schmerzen (*ggg*) vergessen, das Immunsystem läuft auf Hochtouren. ENDORPHINRAUSCH !!

  • Der Blutdruck steigt auf 150 mm Hg.
  • 29 Gesichtsmuskeln werden bewegt.
  • Der Herzschlag steigt bei Männern auf 110 Schläge pro Minute, bei Frauen auf 108.
  • Küssen wirkt sich auch auf die Geschlechtsteile aus, man wird rollig ^^
  • Ein Kuss verbrennt 12 kcal also vergesst HCG.
  • Wer viel knutscht, braucht später kein BOTOX, denn Küssen ist ein natürliches Anti-Aging Mittel.

Also nehmt Euch alle Zeit der Welt:

 

…denn morgen wirds ernst.

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Spiegelbilder

Spiegelbilder

 

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Im letzten Jahr lief der Film „Embrace – Du bist schön“ in den Kinos. Gesehen habe ich ihn nicht, allein den Trailer empfand ich als Betroffenheitskino und ganz ehrlich: Es hat mich nicht interessiert. Natürlich weiß ich, dass die meisten Frauen ein Problem mit ihrem Körper haben. Als wenn es keine anderen Probleme auf dieser Welt gibt. Ja, das hört sich hart an, ist aber meines Erachtens eine reine Kopfsache. Ich bin sicher mit einer anderen Grundeinstellung zum eigenen Körper aufgewachsen, als viele andere Frauen. FKK und ein offenerer Umgang mit sexuellen Themen prägten die Kindheit von uns Ossi-Kindern. Und trotzdem gab es, wie im westdeutschen Raum auch, Idealvorstellungen und blöde Sprüche für eben nicht so perfekte Figuren. So hatte ich lange eine eher androgyne Figur, beneidete also die Mädels mit Vorbau und bekam regelmäßig von meiner Mutter zu hören, ob mein Hintern schon wieder fetter geworden sei – alles ganz normal also. Irgendwann, als dann das erste Kind kam, wurde aus Körbchengröße A zeitweise (besonders als das Muckel durchschlief) die Körbchengröße D. Spätestens ab diesem Zeitpunkt war mein Neid auf Kurven geheilt. Wie schön, dass nach Schließung der Milchbar, mein Körper sich wieder normal proportionierte.  Natürlich trotzdem gezeichnet, denn 2 Schwangerschaften gehen nicht einfach so an einem vorüber. Und auch Lebenszeichen der vorhergehenden Jahre, bedingt durch OPs zieren diesen – meinen – Körper.

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Kein Vergleich mehr zu dem Säugling mit perfekter Haut, wunderbar winzigen Fingern und Füßchen und dem einzigartigen Erdbeergeruch, der ich sicher mal war. Und das war ich, denn jeder von uns war so. Wir wurden als perfekte Wesen geboren und dann kam das Leben. Aber vorher hatten die allermeisten von uns mindestens eine Person, die uns am liebsten von morgens bis abends geknuddelt hätte. Immer wieder diese Finger und Zehen gezählt hat, die kleinen süßen Nägel bewunderte, unsere zarte Haut streichelte, all unsere Babyfalten unglaublich süß fand und beim Wickeln unseren Speck, unsere Fäustchen und Füßchen mit Küssen bedeckte. Ein perfekter Körper, den man am liebsten vor allem, was da kommt, beschützt hätte. Und es brach dieser Person das Herz, wenn wir uns das erste Mal verletzten, wenn das Leben begann, uns Wunden zuzufügen, die zu sichtbaren Narben wurden.

Mich hat jeder Unfall meiner Kinder geschockt. Auch wenn ich äußerlich cool blieb, auch bei den schlimmsten Verletzungen die Nerven behielt, mein Herz tat weh. Und tut es immer noch. Um so erstaunlicher ist es, dass ich mit meinen eigenen Körper wesentlich sachlicher umgehe. Natürlich stehe ich vorm Spiegel, schaue nach neuen Falten oder Pickeln, die immer in ungünstigsten Momenten auftauchen, nichts, was ausreichend Schlaf und Make up nicht hinkriegen könnten. Ein bisschen Eitelkeit gehört dazu 😉 , und vor dem großen Spiegel stelle ich gern mal fest, dass 2 kg weniger dem Bäuchlein gerade gut tun würden. Aber im großen und ganzen bin ich einfach zufrieden und mag mich.

Immer mal wieder ein Treatment-Day – oder gefällt Euch Wellnesstag besser ? 😛 – und ich fühle mich wie eine Katze, die in Sahne gebadet hat. Aber eines habe ich gelernt: Frauen brauchen Spiegel. Wer sich also für zu curvy hält, sollte sich einen Partner suchen, der genau das mag. Denn eines weiß ich: Männer stehen nicht alle auf Doppel-D und für jeden Topf gibt es einen Deckel, der genau den Topf (samt Inhalt) perfekt findet. Sich mit Menschen zu umgeben, die mit meiner Figur unzufrieden sind und das auch äußern, halte ich für einengend, weil schamauslösend.

Wie, keine Problemzonen? Mit Mitte 40 ? Naja, vielleicht kommt ja noch die ein oder andere bis ich 52 bin, aber bis dato…keine….mehr. 

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Ja doch, es gab eine. Eine Zone, die ich als sehr ambivalent wahrnahm. Klar, ich bin die wahrscheinlich einzige Frau mit immer warmen Füßen. Toll, werden sich jetzt viele denken – ist es auch. Ich brauch im Bett keine Socken, kann barfuß durch die Wohnung laufen, sommers wie im Winter und kann schon früh mit Sandalen loslegen. Und ich finde meine Füße auch sehr gelungen, also von der Form her und mag es, wie sie in Heels aussehen. ABER wie das mit Wärme und Haut und Schweißdrüsen so ist – die Dinger riechen, schnell, sehr schnell! Wahnsinnig peinlich ist das und so habe ich diesen Teil meines Körpers nicht nur zurückhaltend behandelt, sondern auch vor fremden Händen und mehr zurückgehalten. Ich bin damit wahrscheinlich die einzige Frau, die Fußmassagen bis dato nicht zu schätzen wußte. Ihr wißt schon, abends vorm TV und ein netter Kerl, der sich wunderprächtig darum kümmert, die schmerzenden Treter aus den Heels zu befreien und sie so massiert, dass frau am nächsten Tag wie auf Wolken geht.

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Wie das mit dem Universum so ist, schickt es einem zur richtigen Zeit Menschen, die wunde Stellen anrühren – ob man sie heilt oder ablehnt, liegt ganz bei einem alleine. Wenn Euch jemand, den Ihr vor 3 Stunden noch nicht kanntet, anbietet, Eure Füße zu massieren – was würdet Ihr tun? 😉

Ich habe überlegt. Und mich gefragt, ob ich eine Absage bereuen würde. Die Nacht war lau in München und dreimal dürft Ihr raten, wie der Abend endete. „Einfach springen!“, ist ja nicht umsonst das Blogmotto. Für die ganz großen Kopfkino-Experten unter Euch – nein, es ging ausschließlich um meine Füße und das ohne irgendeine Gegenleistung. Es war traumhaft, unbeschreiblich – ich habe mich gefühlt wie eine Königin und ging am nächsten Tag wirklich wie auf Wolken. Natürlich mit einem leichten Grinsen, das nicht aus meinem Gesicht weichen wollte. München blieb keine einmalige Angelegenheit und ich erwarte noch auf einige Wiederholungen samt Steigerung. Logisch, dass ich meinen Füßen, der ehemaligen Problemzone, jetzt mehr Aufmerksamkeit widme, oder?

Jeder von uns ist einzigartig. Also sucht Euch diejenigen, die genau diese Einzigartigkeit an Euch mögen, Euch positiv spiegeln. Dann ist es schier unmöglich, sich selbst oder Teile von sich nicht zu mögen. Verwöhnt Euch und Euren Körper – Ihr habt nur den einen Euer ganzes Leben lang ❤

Göttin inside

Göttin inside

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Göttin inside

 

Neugierig und desinteressiert,

aufmerksam und kontrolliert,

emotionsgeladen und auf dem Sprung,

kein Leben für Erinnerung.

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Hingebungsvoll und polarisierend,

verspielt, verträumt, den Tag verdösend.

Manchmal abstoßend, allergieauslösend,

eigensinnig und anwesenheitströstend.

************************

Unberechenbar, scharf und verletzend,

die Beute jagend und zersetzend.

Spiel mit Extremen und dafür geliebt,

wie schön, dass es uns Katzen gibt.

© A.Jörn

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Flusefussel (oder Alice, hört aber auf beides nicht)
Weltfrieden, Frühschoppen und FSK 18

Weltfrieden, Frühschoppen und FSK 18

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Eine meiner herausstechendsten Eigenschaften ist Neugierde, auch im zwischenmenschlichen körperlichen Bereich. Meinen eigenen Körper kenne ich sehr gut und mag ihn so, wie er ist, Scham = Fehlanzeige. Ich mag Wäsche, die vielleicht nicht jeder im Schrank hat – nein billig aussehendes von O..n ist nicht dabei. Und ich komme viel zuwenig in den Genuss, das auch zu zeigen: die Wäsche natürlich 😉 . Meine Freundin hat leider schon als Kind nicht die positiven Erfahrungen machen dürfen, die mein Körpergefühl geprägt haben. Während ich mit 7 nackt am FKK-Strand spielte, machte sie ihre allererste Diät. Die katholische Mädchenschule, die sie besuchte, trug sicher ebenfalls nicht dazu bei, ein positives Körpergefühl zu entwickeln. Und so kann sie als Mittvierzigerin auf eine lange Diät-Karriere zurückblicken und lernt erst seit kurzem, ihren Körper zu nehmen, wie er ist und sich um Bedürfnisse zu kümmern.

So habe ich mich dann vor kurzem als Einkaufsberater für einen Reeperbahn-Bummel zur Verfügung gestellt. Schöne Wäsche und…ein Vibrator. Das kleine handliche Etwas im Karton war leider nur unzureichend auf der Verpackung beschrieben, und so marschierte ich damit zur Kasse und sprach die Verkäufer dort daraufhin an: „Sagen Sie, würden Sie diesen Vib Anfängern empfehlen?“. Komisch, die 2 Herren traten noch ein Stück weiter in den Hintergrund (fehlendes Fachwissen vermute ich). Dafür antwortete mir die junge Verkäuferin: „Also Anfängervibratoren haben wir nicht, gibt es auch gar nicht. Aber darf ich Ihnen diesen einmal auspacken und Sie testen ihn?“ *grins* Hab ich, in der Hand natürlich. Und während ich als Einkaufsberater mir nicht anmerken ließ, dass das gute Stück nicht für mich bestimmt war, besah sich besagte Freundin das ganze Szenario skeptisch mit etwas Abstand.

Dass genau diese Freundin mich keine 2 Wochen später kontaktierte, um mir einen netten Sonntag im Swingerclub vorzuschlagen, erklärt eigentlich nur ein enormer Entwicklungssprung. Nein, nicht durch den Vib, der liegt meines Wissens noch im Karton…

Eine vorherige Reservierung war Voraussetzung, damit die Gastgeber das Buffet entsprechend planen konnten. Und so schlugen wir 2 ungleichen Mädels an einem verregneten Sonntag die Türglocke einer grundsätzlich abgeschlossenen Eingangstür. Auf FSK 18 wird hier nämlich extrem geachtet. Fast zeitgleich mit uns kamen noch ca. 120 weitere ausgewählte Gäste. Also klein und kuschelig 😉 . Denn auf eine gute Mischung von Paaren, sowie alleinstehende Damen und Herren ist Voraussetzung, damit sich alle wohlfühlen.

Wir warfen uns nach einer sehr herzlichen Begrüßung durch die Gastgeber in einer viel zu kleinen Unisex-Umkleide in unsere heißen Fumm… äh, Klamotten und genehmigten uns die erste Latte des Tages. Wer jetzt grinsen mußte – zu Recht – ich habe das gefühlt allererste Mal einen Latte Macchiato bestellt. Nur „Eine Latte, bitte“ zu bestellen, gelang mir nicht. Ja, auch ich habe irgendwo Grenzen 😉 . So ganz in Ruhe in einem Swingerclub sitzen, eine Latte zu genießen und Leute beobachten – besser kann ein Sonntag nicht starten. Und was für Menschen wir sahen: große, kleine, schwarze, blasse, sehr schlanke und wirklich dicke, im chicen Dress, im Anzug, in Faschingskleidung (Wer findet Männer im Clownkostüm sexy ??? ), aber auch dem schlimmsten Netzfummel – es war alles vertreten. Und dazu eine familiäre und angenehme Stimmung.

Nachdem wir uns eine Stärkung am Buffet und einen gutaussehenden Stammgast als Tischbegleiter für die Konversation gegönnt hatten, bekamen wir eine Führung durch das Raum- und Wellnessangebot des Clubs. Die Bar als den zentralen Treffpunkt, die den Nichtraucherraum von der ebenso großen Raucherlounge abtrennt, hatten wir ja schon kennengelernt. Allein hätte ich mich verlaufen, denn es gab jede Menge Räume zum Spielen, eine Sauna, einen Massageraum incl. Masseur, einen Außenwhirlpool und Duschen. Und überall standen Regale mit schneeweißen Handtüchern, sowie in Duschen und Toiletten auch Hygieneartikel, Deo und Haarspray.

Die Spielräume bedürfen an dieser Stelle einer kleinen Erläuterung. Natürlich dürfte man sich auch an der Bar vergnügen, tut es aber nicht, sondern sucht den Raum seiner Wahl – oder eben eine freie Stelle „auf der Matte“. Vom SM-Raum mit Gyn-Stuhl, Andreas-Kreuz und vielen weiteren Nigglichkeiten, bis zum STOP-Raum oder der Hundehütte (ein Raum mit großer Leder-Liegefläche und fensterartigen Öffnungen, sowie mehrere kleine und noch ein großer Raum bleiben keine Wünsche offen: alles ist absolut sauber, angenehm ausgeleuchtet und Kondome stehen überall bereit. Und so vergnügt sich eben jeder der 35 bis 75jährigen auf seine Art und Weise. Das Anbandeln geschieht an der Bar oder im Pool, man unterhält sich nett und dann kann alles passieren, aber nichts muss. Denn ein „Nein“ wird hier strikt befolgt. Und so kommen z.B. die einen als Paar, lassen sich von der Stimmung aufheizen und nutzen den STOPP-Raum nur für sich alleine, andere schauen gern zu oder lassen zuschauen. Viele kennen sich, sind schon lange dabei und der Sex steht längst nicht mehr im Mittelpunkt. Für andere gehts ums Ausprobieren, Neues kennenlernen und Fantasien auszuleben. Und ich habe mir sagen lassen, dass viele Paare, nach so einem Besuch zuhause angekommen, nicht satt sind. Dann widmen sich die meisten noch einmal intensiv einander, weil Sex eben doch mehr als nur auf körperlicher Ebene stattfindet.

Beim Wort Swingerclub hat sicher der ein oder andere Bilder im Kopf, aber diese entsprechen partout nicht der Realität. Denn vor allem herrscht hier eine gegenseitige Toleranz, die ich so noch nie gespürt habe. Oder wie meine Freundin formulierte: “ Wenn jeder Mensch einmal im Monat in so einen Club gehen würde, wäre er nicht nur entspannter, er hätte auch ne Menge für den Weltfrieden getan!“ Zum Weltfrieden trug sicher auch das jeweils zum Mittag und Nachmittag neu bestückte Buffet und überhaupt die Preisgestaltung bei. Sämtliche Getränke sowie Buffet, Sauna, Whirlpool, Handtuch- und Toilettenartikelnutzung waren im Preis inbegriffen. Damen ohne Anhang sind pro Person mit 15,- Euro dabei. Herren zahlen einiges mehr. Paare haben so einen Mittelpreis von 45,- Euro. Hier wird nämlich nicht gleichgemacht, was unterschiedlich ist und trotzdem wird jeder Unterschied respektiert. Nach einem Besuch mit soviel verschiedenen Körpern konfontiert, hat dann hoffentlich auch die Letzte begriffen, dass Scham im Zusammenhang mit dem eigenen Körper nichts zu suchen hat. Und dass es für jede Figur entsprechende Liebhaber (ja, eindeutig zweideutig gemeint!) gibt.

Und so haben wir Club-Neulinge ca. 7 Stunden die freundliche und aufgeschlossene Atmosphäre genossen, viel gelacht und gequatscht, gegessen und (nicht nur Latte) getrunken, sauniert, uns amüsiert und Eine von uns hat auch Zeit und Berührungen auf der Matte genossen. Wer? Das bleibt mein Geheimnis. Aber eines kann ich verraten: wir waren nicht zum letzten Mal zu Besuch. Also, nehmt das Leben locker und traut Euch.

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Alice im Wunderland -Die Welt aus Katzensicht

Alice im Wunderland -Die Welt aus Katzensicht

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…noch ganz viel Arbeit

hab ich hier mit meinen Dosenöffnern. Meine echte Katzenmutter hat mich ja vorgewarnt, und es sind ja gerade mal 9 Wochen im neuen Heim. Das ganze Palast zu nennen, wäre doch etwas übertrieben. Aber –  meine Dosenöffner sind wirklich bemüht, ein anständiges Gefolge für mich abzugeben, auch wenn ihnen das selbst nicht so ganz klar ist. Was soll man erwarten von einer Spezies mit 2 Hirnhälften? Die Evolution hat sie ja nicht umsonst den aufrechten Gang erlernen lassen. Damit sie eben für höhere Wesen wie mich die Drecksarbeit erledigen können. Neulich las ich, dass sie sich als „Krone der Schöpfung“ bezeichnen – hab mich gar nicht wieder eingekriegt vor Grinsen. Na wenigstens die alten Ägypter wußten noch, wer die wahren Götter dieser Welt sind. In einem halben Jahr wird das hier schon ganz anders aussehen. Also nicht dass ich jetzt erwarte, dass die beiden hier soviel kätzisch verstehen, wie ich ihre wirklich begrenzte Lautanzahl.

Stellt Euch mal vor, da war hier doch jemand zu Besuch, der vorschlug, zu meiner Erziehung mit einer Wasserspritze (hallo, gehts noch ???) beitragen zu wollen. Ihr glaubt gar nicht, wie schnell der meine 8 Vorderkrallen schön tief im Oberschenkel hatte – bei einer leichten Stoffhose äußerst wirkungsvoll, sag ich mal 😉 *schnurrr* Momentan bring ich gerade meine 1. Hofdame auf Spur. Ich denke, sie braucht mich als Vorbild. Als Katze merkst Du ja sofort, wenn die nicht bei der Sache sind. Sich nicht auf das JETZT konzentrieren, sondern irgendwie zig Sachen erledigen wollen und sich selbst dabei vergessen (ich sags ja: Menschenhirne!).

Ich erinnere sie also immer wieder sehr nachdringlich an die wichtigsten Bedürfnisse – und die sind bei Menschen ja nicht anders als bei Katzen:

  • ausreichend Schlafen in bequemer Haltung
  • Stretching nach dem Schlafen
  • regelmäßig und gut Essen (Mir persönlich reicht ja die Soße, die an diesem Dosenfutterkram dranklebt. Hab mir sagen lassen, dass Menschen auch auf Fleisch stehen 😉 )
  • viel Wasser trinken (also mir schmeckt ja das aus diesem komischen Blubberkrug da unten am besten)
  • frische Luft (die braucht meine Menschin, nachdem sie mein „da wo auch Katzen zu Fuß hingehen“ saubergemacht hat…)
  • viel Bewegung

Ok, letzteres ist mit ihr wirklich schwierig. Ich hab jetzt aber grad was neues ausprobiert. Jedesmal, wenn die Wohnungstür geöffnet wird, flitze ich ins Treppenhaus – nach oben, ist doch logisch, oder? Ich werd sie schon noch fit kriegen.

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So, ich verzieh mich jetzt wieder auf mein Fensterbrett: im Vor-mich-hin-dösen kommen mir die besten Ideen. Und hier noch ein Spruch, den ich nicht besser hätte formulieren können, der aber aus China stammt:

Wenn der Himmel einen Menschen erschaffen hat, muss es auch eine Aufgabe für ihn geben.

Eure Alice

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Tattoo -Wozu?

Tattoo -Wozu?

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Das Thema dekorative Körperbemalung drängt sich gerade merklich in meine Gedanken. Die Lieblingstochter wird bald 18 und wünscht sich schon sehr lange ein Tattoo. Ich überlege schon seit einiger Zeit mir ein Zweites stechen zu lassen und eine Kollegin möchte eines Ihrer Körperbilder übercovern lassen. Nachdem Jules einen Blogpost darüber schrieb, dass er persönlich jungfräuliche Haut ohne Verzierungen am schönsten findet und Christiane hier ankündigte, sich ein Tattoo stechen zu lassen nach über 20 Jahren Bedenkzeit, und zu beiden Blogposts die Kommentare vorwiegend in Richtung Anti-Tattoo anklangen, will ich dann auch mal meinen Senf oder etwas Tinte zum Thema beisteuern.

1. Vorurteil: Tattoos sind Jugendsünden

Immer mehr junge Menschen tragen heutzutage Tattoos und das Vorurteil mag sicher auf einige zutreffen. Selbst wenn, dann erinnern sie den Träger an eine bestimmte Phase in seinem Leben. Und wie Menschen nunmal unterschiedlich sind: der eine bereut seine Vergangenheit, der andere steht dazu. Mein erstes Tattoo habe ich mir mit 30 stechen lassen und es war eine Befreiung für mich. Weil ich mich dadurch endlich regelmäßig traute, schulterfreie Kleidung zu tragen. Meine Schulter ziert nämlich ursprünglich eine große erhabene ungleichmäßige und rote Narbe, die davor Menschen zu der Frage: „Was ist DAS denn?“ veranlasst hat oder sie zumindest zum Hinstarren animierte. Und ich verschwieg meinem Umfeld damals – obwohl alt genug – dass das Tattoo eben nicht temporär angefertigt wurde. Hatte ich doch mit einem zweiten Vorurteil zu kämpfen:

2. Vorurteil: Tattoos sind nur was für Knasties & Seefahrer

Die Tradition der dauerhaften Körperverzierung ist wesentlich älter. Was und welche ethnischen Gruppen Tattoos und anderes praktizier(t)en, könnt Ihr hier nachlesen. In Japan waren Tattoos lange kriminellen Kreisen vorbehalten und auch im westlichen Kulturkreis wird die Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppierungen mit speziellen Tattoos  gekennzeichnet, im positiven ebenso wie im negativen Sinne. Der junge Mann, der mir heute beim Frühstück gegenüber saß, hat beispielsweise ein Fan-Tattoo an seinem inneren Unterarm: das Zeichen der Rebellion aus Star Wars

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„Was ist das denn?“, werde ich auch heute noch gefragt. Jetzt sind aber die 2 Schleierschwänze gemeint, die auf meiner Schulter umeinander schwimmen. Und ja, mittlerweile ist mir klar, dass ich instinktiv ein Motiv gewählt habe, das für mich eine tiefere Bedeutung besaß und immer noch besitzt.

Wer sich darauf einläßt, die Motive tätowierter Menschen genauer zu betrachten, wird unglaublich viele Geschichten serviert bekommen. Natürlich gibt es die naiven kleinen Bildchen, die bestimmte Körperpartien nur auffälliger gestalten sollen und die zu oberflächlichen Zeitgenossen gehören. Für die meisten Leute, die ich kenne, gehört jedoch mehr dazu. Nicht, dass sie ihre Geschichte dazu unbedingt jedem erzählen würden. Aber das ist auch nicht nötig, denn Bilder oder Symbole wirken auch ohne Worte in unserem Unterbewußtsein.

Tattoos sind die sichtbar gemachten Bilder der Seele.

Oft finden sich in den Motiven so grundlegende Lebensthematiken wie Liebe, Glaube und Hoffnung. Ein Lebensabschnitt, an den der Träger jederzeit erinnert werden möchte als Markierung auf den Körperteil gesetzt, der der Aufmerksamkeit bedarf. Denn die Stelle, die sich der Träger aussucht, spielt eine ebensogroße Rolle, wie das Tattoo selbst, behaupte ich einfach mal frech. Einerseits, weil die Haut zum Körper gehört, zweitens weil Tattoos oft an energetischen Punkten liegen und drittens, weil die Aufmerksamkeit Dritter genau darauf gelenkt wird. Und da wir alle Energiewesen sind, erfährt diese Stelle also einen stetigen Energieschub durch das eigene Bewußtsein und immer mal wieder zusätzlichen Energieschub von außen.

Mein nächstes Tattoo wird eine Lotosblume sein und ich werde sie über dem linken Fußknöchel platzieren. Wo ich das machen lasse, weiß ich noch nicht. Da ist einerseits die Kollegin, die sich ihr Motiv übercovern läßt. Das schau ich mir an und falls das richtig gut gelingt, wäre der Tätowierer sicher eine Möglichkeit. Ansonsten werde auch ich „Feldstudien“ betreiben, denn am 3. September gehts zur Tintanic . Der Südstaatendampfer »Mississippi Queen« legt ab und mit an Bord sind 15 Tätowierer, gute Musik und leckeres Essen, es gibt Burlesque von  Queen Calavera und vor allem viele nette Leute und für einen guten Zweck ist das Ganze auch noch. Hier ein Video vom letzten Jahr:

 

…ist doch wunderschön, oder? ❤ Und die Spendensumme ist fantastisch 😀

(Bildquelle des Beitragsbildes: Pinterest)

 

 

 

Lilith – Miststück und Schlampe

Lilith – Miststück und Schlampe

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„Wie im Talmud berichtet wird, schuf Gott an Adams Seite eine Frau namens Lilith. Sie war diesem völlig gleichberechtigt und ebenbürtig, daher verstand sie sich als ein freies Wesen, dem Unterordnung völlig fremd war.  Ihr stolzes und selbstbewusstes Auftreten, ihre Weigerung Adam zu dienen, stießen nicht gerade auf die Zustimmung Gottes, der Adam als Abbild seinesgleichen sah und damit ihren Freiheitswillen als Rebellion gegen sich verstand. Es wird weiterhin erzählt, dass Lilith beim Sex stets oben liegen wollte. Adam aber wollte sich die dominante Position nicht nehmen lassen, und schließlich kam es zum Eklat zwischen den beiden. Lilith sprach den geheimen Namen des Herren  „Schem Hammeforasch“, eine Zauberformel, aus und flog davon. Auf Adams Flehen hin sandte Gott drei Engel ( Sanvi, Sansanvi und Semangelaf) aus, um sie zurückzuholen. Lilith brach in schallendes Gelächter aus ob deren Versuche und Adams Wehklagen. Sie hatte sich an der Küste des Roten Meeres niedergelassen und war mittlerweile eine Verbindung mit dem Dämon Djinns eingegangen, mit dem sie viele Kinder gezeugt hatte. Als Strafe für ihren „Ungehorsam“ ließ Gott jeden Tag 100 ihrer Kinder töten. Vor Trauer wahnsinnig, begann sie nun selbst als kindermordende Dämonin Schrecken und Angst zu verbreiten. Auch soll sie die Schlange im Paradies gewesen sein, welche Eva die Frucht vom Baum der Erkenntnis angeboten hat. Für Adam, der mit der umgänglichen Eva ein gutes Leben führte, hatte damit das Vergnügen wieder ein Ende. Bekanntermaßen mussten er und Eva aus dem paradiesischen Zustand heraus in die harte Wirklichkeit.

 

Soweit die Geschichte von Lilith, die ihr übrigens vergeblich in der Bibel suchen werdet. Überhaupt sind die überlieferten Hinweise zu Lilith recht spärlich und noch dazu stark geprägt vom Zeitgeist. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Jahrtausendelang haben sich die Patriarchen aller Konfessionen redlich Mühe gegeben,  Lilith als verteufeltes Weib darzustellen, die sich Männern  als verruchte Verführerin und widerspenstige Gottesgegnerin entgegenstellt, um sie vom rechten Weg abzubringen. In die entgegengesetzte Richtung zielen die jüngsten feministischen Bemühungen, Lilith schlicht als Symbol für ihren eigenen Freiheitsdurst und Kampf um Unabhängigkeit zu sehen. Obwohl wir Frauen aus Liliths Geschichte natürlich einiges lernen können, wenn wir sie als potentiellen Teil unserer Persönlichkeit wiederfinden.

 

Der Name Lilith wird vom babylonischem Wort Lilitu abgeleitet und bedeutet übersetzt Windgeist. Im alten Testament (Jesajas 34,14) wird sie als weiblicher Dämon ( die Nächtliche) erwähnt, ihren Ursprung hat sie allerdings eher in der babylonischen Mythologie, wo sie als Lilitu auftritt. Ihre sumerische Entsprechung findet sie in der  Kiskil-lilla. Im bereits erwähnten Talmud gilt sie blutsaugendes Nachtgespenst, als ein Weib des Teufels. Die kabbalistische Schrift Sohar zeichnet ihr Bild in den typischen erotischen Fantasien sex- und frauenfeindlicher Männer. Mitunter wird aber auch als göttliches Geschöpf genannt, wie in Griechenland, wo sie sich mit Hekate verband.

Oft wird sie von Kopf bis Nabel als wunderschöne Frau dargestellt, hüftabwärts aber als brennendes Feuer, was ein  eindeutiger Verweis auf ihre starke erotische Leidenschaft sein dürfte.“

 (Quelle: http://www.myss.de/Religion/lilith.html)


Der von mir geschätzte Paul hat besagte Problematik hier kurz dargestellt. Dann hat mich Ann mit ihrem heutigen Blogpost (der auch hier bei Michi zu finden ist) inspiriert, meinen heutigen Beitrag, der sicher die Gemüter spaltet, zu schreiben. Ann habe ich gerade zu einem Video von CARE (Lieber Papa) folgendes kommentiert:

„Das Video selbst ist mir zu eindimensional, aber vor allem zeigt es Mädchen und Frauen ausschließlich in der Opferrolle. Papa oder der spätere Prinz soll sie retten/beschützen etc. …ja nee, ist klar. Nur leider löst das das Problem nicht, denn vor allem in den Mädchen selbst sitzt die große Angst fest, als Schlampe abgestempelt zu werden. Ich habe (real) die Erfahrung gemacht, dass es die Mädchen/Frauen sind, die andere Geschlechtsgenossinnen argwöhnisch beobachten und entsprechend betiteln.
Mein Sohn z.B. sieht den Begriff sehr differenziert. Da gibt es die Mädchen, die sich sehr bewußt und ohne Alkoholeinfluß den “Typen” nehmen, den sie möchten (auch häufig wechselnd), die aber dazu stehen. Dann gibt es leider aber viel mehr Mädchen, die besonders unter Alkohol auf jeden “Typen”, der ein bisschen nett zu ihnen ist, reinfallen und von diesem am Tag darauf “entsorgt” werden. Letzteren Mädels würde der Lieblingssohn besagtes Prädikat verpassen, jedoch erst nach so einigen Wiederholungen. Anders dagegen die Mädchen unter sich. Da muss sowas nur einmal auf ner Party passiert sein und der Ruf unter den Mädels ist hinüber.
Geht es nicht eher vielmehr darum, das Selbstwertgefühl der Mädchen (und ja, dazu wäre Papa der geeigneteste Kandidat) zu stärken UND vor allem ihnen beizubringen, dass es ok ist, wild zu sein und häufig Sex zu haben (natürlich geschützt). Dass sie niemanden anders brauchen, der sie bestätigt, egal worin. Denn für mich hat jede Frau 2 Seiten: Eva und Lilith, den Engel und den Dämon, die Heilige und die Schlampe. Ich glaub, ich mach doch noch mal nen Post dazu😉 .“

Also dann mal los:

In der Psychologie wird Lilith thematisiert als dunkler Seelenanteil der Frau, der integriert werden will. Sogar in Goethes „Faust“ findet Lilith sich wieder. Also was ist dran und was bedeutet eigentlich diese dunkle Seite? Steckt wirklich in jeder Frau eine Schlampe, nur sie traut sich nicht, das zu zeigen? Ich kann und will hier auf gar keinen Fall für alle Frauen reden, deshalb meine ganz persönliche Erfahrung. Und ich würde mich über die Meinungen und Erfahrungen meiner Leserinnen sehr freuen.

Wenn ich mit mir im Reinen bin, mich so mag, wie ich bin (Stichwort Selbstliebe) – und ja, ich bezeichne mich auch als Schlampe ohne die negative Konnotierung (hat aber Arbeit gekostet): Wozu brauche ich dann einen Partner? Oder andersrum gefragt: Wart Ihr schonmal auf einer Singleparty ? Habt Ihr von vornehmlich weiblichen Geschlechtsgenossinnen dieses verzweifelte „auf-der-Suche-sein“ gespürt? Mit ein bisschen Alkohol wirds noch schlimmer, und was dann passiert, muss ich nicht schildern. Natürlich „knallt“ Amor ❤ auch mir ab und zu einen Pfeil rein. Aber ich entscheide dann, wieweit und ob ich „mitspiele“ …und manchmal spiele ich auch einfach so (weitestgehend gefühlsfrei) – weil ich es will oder hormonell gerade brauche. Natürlich höre ich da extrem auf mein Bauchgefühl, schütze mich (und mein Zuhause) soweit es geht, denn wer will schon einen liebestollen Typen vor der Haustür stehen haben 😉 .

Hat mich Amor so richtig erwischt, ist mir trotzdem meine Eigenständigkeit wichtig. Keine falschen Kompromisse, Partner auf Augenhöhe, gleichberechtigt (also jeder mal oben und mal unten ;-))) ), Auszeiten für beide – und das alles, solange man sich gegenseitig gut tut. Und genau da fängt es an, kompliziert zu werden, denn Männer sind fasziniert von dem Gedanken, eine Frau zu haben, die sagt, was sie will, ABER gewöhnt sind sie nur Evas. Evas wissen vor allem, was sie nicht wollen und das ist ganz schön viel. Vor allem, weil sie sich selbst soviel verbieten, weil sie liebsein und gefallen wollen. Das kann ich übrigens auch: lieb sein bis zum gehtnichtmehr und hinter verschlossenen Türen die Schlampe sein 😉 .

Was aber, wenn die Beziehung zu Ende geht? Verletzte Gefühle im Spiel sind? Wer bis hierher mit mir konform gegangen ist, für den hab ich jetzt noch die härteste Nuss: Ist eine Beziehung beendet, räche ich mich für verletzte Gefühle. Es geht mir dabei um einen Energieausgleich also um angemessene Rache. Ich weiß, dass Psychologen empfehlen, Racheideen und – möglichkeiten ausschließlich im Kopf durchzuspielen. Wohlgemerkt, ich spreche nicht von Rache, die hohe Sachwerte zerstört oder äußere Verletzungen verursacht. Ich meine intelligente, raffinierte Rache, so, wie Lilith sie ausüben würde (die Schlange, die zum Paradiesausschluss von Adam geführt hat). Ihr Feuer steht für die Energie, die kraftvolle Umsetzung dahinter, ihr Aufstieg in den Himmel/die Luft dafür, dass sie Ideen austüftelt, sich Gedanken macht. Letztendlich eigentlich immer ein einziger intelligenter Streich, der vor allem eines tut: das EGO der Männer kränken. Natürlich macht das dann eine „Rückkehr“ unmöglich, aber auch da habe ich gelernt, dass Konsequenz der bessere Weg ist. Nach so einem kleinen Rachefeldzug fällt es mir absolut leicht, nach vorne zu gucken. Denn das Leben und die Liebe sind ein Spiel der Gegensätze. ❤

Hier noch ein geiler Song dazu 😉   – Annetts Schlampenlied  ❤

Mag sein, dass letzteres nicht jederfraus Sache ist. Ich bin überzeugt davon, dass ein  Lilith entsprechendes Aggressionspotential in jeder Frau vorhanden ist, sie es aber nicht auslebt. So wie alle anderen geschilderten obigen Aspekte auch nicht und das macht sich auch im Sexualleben bemerkbar. Es fehlt eben etwas. Frauen begreifen sich lieber als liebe und sanfte Wesen, die hinnehmen, statt selbst aktive Weiblichkeit zu betreiben – die Selbstachtung/Selbstliebe voraussetzt. Natürlich wird mir von einigen Seiten denn auch bei Beziehungsbrüchen unterstellt, dass ich daran ja selbst schuld wäre. Jeder darf das betrachten, wie er möchte. Denn ich brauche keinen Partner um GANZ zu sein.

Ich hoffe, ich konnte ein wenig Licht in diese Lilith/Schlampensache bringen und bin jetzt gespannt auf Eure Erfahrungen.

Das Beitragsbild ist ein Gemälde von John Collier: „Lilith“