Göttin inside

Göttin inside

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Göttin inside

 

Neugierig und desinteressiert,

aufmerksam und kontrolliert,

emotionsgeladen und auf dem Sprung,

kein Leben für Erinnerung.

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Hingebungsvoll und polarisierend,

verspielt, verträumt, den Tag verdösend.

Manchmal abstoßend, allergieauslösend,

eigensinnig und anwesenheitströstend.

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Unberechenbar, scharf und verletzend,

die Beute jagend und zersetzend.

Spiel mit Extremen und dafür geliebt,

wie schön, dass es uns Katzen gibt.

© A.Jörn

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Flusefussel (oder Alice, hört aber auf beides nicht)
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Weltfrieden, Frühschoppen und FSK 18

Weltfrieden, Frühschoppen und FSK 18

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Eine meiner herausstechendsten Eigenschaften ist Neugierde, auch im zwischenmenschlichen körperlichen Bereich. Meinen eigenen Körper kenne ich sehr gut und mag ihn so, wie er ist, Scham = Fehlanzeige. Ich mag Wäsche, die vielleicht nicht jeder im Schrank hat – nein billig aussehendes von O..n ist nicht dabei. Und ich komme viel zuwenig in den Genuss, das auch zu zeigen: die Wäsche natürlich 😉 . Meine Freundin hat leider schon als Kind nicht die positiven Erfahrungen machen dürfen, die mein Körpergefühl geprägt haben. Während ich mit 7 nackt am FKK-Strand spielte, machte sie ihre allererste Diät. Die katholische Mädchenschule, die sie besuchte, trug sicher ebenfalls nicht dazu bei, ein positives Körpergefühl zu entwickeln. Und so kann sie als Mittvierzigerin auf eine lange Diät-Karriere zurückblicken und lernt erst seit kurzem, ihren Körper zu nehmen, wie er ist und sich um Bedürfnisse zu kümmern.

So habe ich mich dann vor kurzem als Einkaufsberater für einen Reeperbahn-Bummel zur Verfügung gestellt. Schöne Wäsche und…ein Vibrator. Das kleine handliche Etwas im Karton war leider nur unzureichend auf der Verpackung beschrieben, und so marschierte ich damit zur Kasse und sprach die Verkäufer dort daraufhin an: „Sagen Sie, würden Sie diesen Vib Anfängern empfehlen?“. Komisch, die 2 Herren traten noch ein Stück weiter in den Hintergrund (fehlendes Fachwissen vermute ich). Dafür antwortete mir die junge Verkäuferin: „Also Anfängervibratoren haben wir nicht, gibt es auch gar nicht. Aber darf ich Ihnen diesen einmal auspacken und Sie testen ihn?“ *grins* Hab ich, in der Hand natürlich. Und während ich als Einkaufsberater mir nicht anmerken ließ, dass das gute Stück nicht für mich bestimmt war, besah sich besagte Freundin das ganze Szenario skeptisch mit etwas Abstand.

Dass genau diese Freundin mich keine 2 Wochen später kontaktierte, um mir einen netten Sonntag im Swingerclub vorzuschlagen, erklärt eigentlich nur ein enormer Entwicklungssprung. Nein, nicht durch den Vib, der liegt meines Wissens noch im Karton…

Eine vorherige Reservierung war Voraussetzung, damit die Gastgeber das Buffet entsprechend planen konnten. Und so schlugen wir 2 ungleichen Mädels an einem verregneten Sonntag die Türglocke einer grundsätzlich abgeschlossenen Eingangstür. Auf FSK 18 wird hier nämlich extrem geachtet. Fast zeitgleich mit uns kamen noch ca. 120 weitere ausgewählte Gäste. Also klein und kuschelig 😉 . Denn auf eine gute Mischung von Paaren, sowie alleinstehende Damen und Herren ist Voraussetzung, damit sich alle wohlfühlen.

Wir warfen uns nach einer sehr herzlichen Begrüßung durch die Gastgeber in einer viel zu kleinen Unisex-Umkleide in unsere heißen Fumm… äh, Klamotten und genehmigten uns die erste Latte des Tages. Wer jetzt grinsen mußte – zu Recht – ich habe das gefühlt allererste Mal einen Latte Macchiato bestellt. Nur „Eine Latte, bitte“ zu bestellen, gelang mir nicht. Ja, auch ich habe irgendwo Grenzen 😉 . So ganz in Ruhe in einem Swingerclub sitzen, eine Latte zu genießen und Leute beobachten – besser kann ein Sonntag nicht starten. Und was für Menschen wir sahen: große, kleine, schwarze, blasse, sehr schlanke und wirklich dicke, im chicen Dress, im Anzug, in Faschingskleidung (Wer findet Männer im Clownkostüm sexy ??? ), aber auch dem schlimmsten Netzfummel – es war alles vertreten. Und dazu eine familiäre und angenehme Stimmung.

Nachdem wir uns eine Stärkung am Buffet und einen gutaussehenden Stammgast als Tischbegleiter für die Konversation gegönnt hatten, bekamen wir eine Führung durch das Raum- und Wellnessangebot des Clubs. Die Bar als den zentralen Treffpunkt, die den Nichtraucherraum von der ebenso großen Raucherlounge abtrennt, hatten wir ja schon kennengelernt. Allein hätte ich mich verlaufen, denn es gab jede Menge Räume zum Spielen, eine Sauna, einen Massageraum incl. Masseur, einen Außenwhirlpool und Duschen. Und überall standen Regale mit schneeweißen Handtüchern, sowie in Duschen und Toiletten auch Hygieneartikel, Deo und Haarspray.

Die Spielräume bedürfen an dieser Stelle einer kleinen Erläuterung. Natürlich dürfte man sich auch an der Bar vergnügen, tut es aber nicht, sondern sucht den Raum seiner Wahl – oder eben eine freie Stelle „auf der Matte“. Vom SM-Raum mit Gyn-Stuhl, Andreas-Kreuz und vielen weiteren Nigglichkeiten, bis zum STOP-Raum oder der Hundehütte (ein Raum mit großer Leder-Liegefläche und fensterartigen Öffnungen, sowie mehrere kleine und noch ein großer Raum bleiben keine Wünsche offen: alles ist absolut sauber, angenehm ausgeleuchtet und Kondome stehen überall bereit. Und so vergnügt sich eben jeder der 35 bis 75jährigen auf seine Art und Weise. Das Anbandeln geschieht an der Bar oder im Pool, man unterhält sich nett und dann kann alles passieren, aber nichts muss. Denn ein „Nein“ wird hier strikt befolgt. Und so kommen z.B. die einen als Paar, lassen sich von der Stimmung aufheizen und nutzen den STOPP-Raum nur für sich alleine, andere schauen gern zu oder lassen zuschauen. Viele kennen sich, sind schon lange dabei und der Sex steht längst nicht mehr im Mittelpunkt. Für andere gehts ums Ausprobieren, Neues kennenlernen und Fantasien auszuleben. Und ich habe mir sagen lassen, dass viele Paare, nach so einem Besuch zuhause angekommen, nicht satt sind. Dann widmen sich die meisten noch einmal intensiv einander, weil Sex eben doch mehr als nur auf körperlicher Ebene stattfindet.

Beim Wort Swingerclub hat sicher der ein oder andere Bilder im Kopf, aber diese entsprechen partout nicht der Realität. Denn vor allem herrscht hier eine gegenseitige Toleranz, die ich so noch nie gespürt habe. Oder wie meine Freundin formulierte: “ Wenn jeder Mensch einmal im Monat in so einen Club gehen würde, wäre er nicht nur entspannter, er hätte auch ne Menge für den Weltfrieden getan!“ Zum Weltfrieden trug sicher auch das jeweils zum Mittag und Nachmittag neu bestückte Buffet und überhaupt die Preisgestaltung bei. Sämtliche Getränke sowie Buffet, Sauna, Whirlpool, Handtuch- und Toilettenartikelnutzung waren im Preis inbegriffen. Damen ohne Anhang sind pro Person mit 15,- Euro dabei. Herren zahlen einiges mehr. Paare haben so einen Mittelpreis von 45,- Euro. Hier wird nämlich nicht gleichgemacht, was unterschiedlich ist und trotzdem wird jeder Unterschied respektiert. Nach einem Besuch mit soviel verschiedenen Körpern konfontiert, hat dann hoffentlich auch die Letzte begriffen, dass Scham im Zusammenhang mit dem eigenen Körper nichts zu suchen hat. Und dass es für jede Figur entsprechende Liebhaber (ja, eindeutig zweideutig gemeint!) gibt.

Und so haben wir Club-Neulinge ca. 7 Stunden die freundliche und aufgeschlossene Atmosphäre genossen, viel gelacht und gequatscht, gegessen und (nicht nur Latte) getrunken, sauniert, uns amüsiert und Eine von uns hat auch Zeit und Berührungen auf der Matte genossen. Wer? Das bleibt mein Geheimnis. Aber eines kann ich verraten: wir waren nicht zum letzten Mal zu Besuch. Also, nehmt das Leben locker und traut Euch.

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Was der Push-up für die Frau, ist der Stramme Max für den Mann.

Was der Push-up für die Frau, ist der Stramme Max für den Mann.

Oder: die seltsamen Verpackungs-Blüten der Emanzipation

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„Zum Anbeißen“ ist ein relativer Aspekt

Abbildungen in 2D von mir mag ich nicht sonderlich, und so schaffe ich es meist erfolgreich „zufällige“Aufnahmen zu vermeiden. Wenn man aber in einigen Portalen im Netz unterwegs ist, sind gute aussagekräftige Fotos ein Muss. So nutze ich also Abbildungen, die professionell entstanden sind und mich im besten Licht zeigen. Retusche habe ich zwar abgelehnt, aber so ein kleiner Filter oder Weichzeichner, macht eben nochmal ein bisschen was her. Warum auch nicht?

Nun gab es aber eine bestimmte Plattform, die kein einziges meiner üblichen Fotos akzeptierte. Ich vermute, der Filter wegen. Und so war ich gezwungen, ein anderes Foto auszuwählen. Ich hatte keine große Auswahl, und so mußte ich das Foto meiner Wahl noch ein wenig zuschneiden. Man sah nämlich durch das sehr anliegende Kleid meinen BellyButton ! (Lieblings-Lästerschwestern! Ich seh‘ Euch feixen! 😉 ) Darauffolgend trug ich das Kleid nur noch mit Shapewear. Weitere Fotos existieren jedoch nicht. Ob Shapewear, Push up-BH oder High Heels, Frauen nutzen nicht wenige Möglichkeiten sich in ein vorteilhafteres Licht zu rücken. Aber folgende Entdeckung hat mich zum Nachdenken gebracht:

Und hier ein Test mit 3 Herren:

 

Ehrlich jetzt, braucht man(n) sowas wirklich ??? Ich weiß wirklich nicht, wie ich mit so einer Überraschung umgehen würde 😉 . Erinnert mich ein wenig an den Filmausschnitt, in dem Bridget Jones versucht, im Eifer des Gefechts sich ihrer Spanx zu entledigen. Solche Aufheiterungen kommen mir an Tagen wie heute sehr gelegen, hab den

Hamburg City Blues:

Das ist Hamburg und die Sonne scheint … nicht.
Nein, es pisst, wie immer
Hier sind die Beginner,
erzählen aus ihrem Leben im Regen
Denn bei euch im Süden von der Elbe,
da ist das Leben nicht dasselbe.
Der Winter ist hart, der Sommer ’n Witz
Der schöne Tag am See endet mit Donner und Blitz.
Der Wind peitscht; Kragen hoch, Kopf runter, Tunnelblick,
die Pullis und Jacken machen Magersüchtige pummelig.
Wir müssen mit allem rechnen, weil man hier sonst erfriert,
deswegen wirken wir so komisch und so kompliziert.
So viele Strapazen und dennoch kein Grund umzusiedeln,
das Herz am rechten Fleck, die Füße in Gummistiefeln.
Der Grund warum hier Menschen gern leben:
Weil die Leute erst fühlen dann denken, dann reden.
Und egal wie es nervt, das ständige Grau, das Sonnenlose:
wir zeigen stets Flagge – rot-weiß wie Pommessauce.
Ich sage: Hamburg ist die Hälfte von zwei,
die Schönste, die Nummer 1, dass Gelbe vom Ei.
Und statt unsympathisch, jung-dynamisch wie Friedrich Merz
ist hier alles laid back, relaxed und friesisch herb.
Hamburg – nicht verwechseln mit Hans Wurst,
denn selbst der kleinste Pimmel hier ist nicht ganz kurz.
Also scheiß auf Tief Anna, Tief Berta, Tief Cora,
Dafür ham wir Musik, ham den Kiez, ham die Flora
Oh ja, scheiß‘ d’rauf,
wir sind’s gewöhnt.
Wir finden’s schön und außerdem
bei euch im Süden von der Elbe,
da ist das Leben nicht dasselbe.
Denn da im Süden von der Elbe,
da sind die Leute nicht dasselbe

(Es ist) Arschkalt, scheiß Sturm und es regnet wieder
Apotheker fahr’n Porsche dank der Antidepressiva.
Das ist kein Winter ’ne wir haben das jeden zweiten Tag
Das ist Hamburg, Mann, willkommen in meiner Heimatstadt.
Moin, ist doch klar das so ein rauhes kühles Klima prägt,
Sich über Jahrhunderte auf die Gemüter niederschlägt.
Heißt: nicht mit jedem reden und nicht jeder Sau trau’n
Wir brauchen halt ’ne kleine Weile bis wir auftau’n.
Tja, man glaubt’s kaum, aber dann sind wir echt kuschelig.
Hamburg ist ein derber Beat und schön und schmuddelig.
Und der Hafen der ist das Herz, die Bassline
Fuck Internet, wir war’n schon immer mit der Welt eins.
International, weite Seen und weiter Horizont,
in Deutschland sind wir damit fast allein wie Robinson.
Doch ich liebe das und bin dankbar für die Einflüsse,
dankbar für St. Pauli, Altona und Eimsbüttel. Scheiß auf Eppendorf!
Bin stolz darauf und trink‘ mein Holsten aus
und weiß, dass man zum Feiern keinen Himmel ohne Wolken braucht.
Nee, Mann, man braucht nur Tempelhof, Golden Pudel Club
Oh ja, das ist meine Stadt,
schön und abgefucked,
in dicke Klamotten eingepackt.
Hier labert mich keiner voll,
will keiner ein Autogramm.
woanders nennen sie sowas arrogant, hier nicht.
Hier kann man chillen, machen was man will.
Und da bei euch im Süden von der Elbe,
da ist das Leben nicht dasselbe.
Denn da im Süden von der Elbe,
da sind die Leute nicht dasselbe.
Ich sag‘ im Süden von der Elbe,
da sind die Menschen nicht dasselbe.
Denn da im Süden von der Elbe,
sind die Gedanken nicht dieselben.

„Ich brauch was Süßes !!!“,

„Ich brauch was Süßes !!!“,

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Date-Review für Januar

„Ich brauch was Süßes !!!“, kam mir gerade so in den Sinn, und stattdessen mach ich mich an einen längst fälligen Blogeintrag. Die Blog-Diät – ich sollte das patentieren lassen! Der Januar rannte so schnell vorbei, dass ein angedachter Jahresrückblick mittlerweile sinnlos erscheint. Es hat sich einfach viel erledigt in 2016, ist abgeschlossen. Ich bin wieder Ich, auch namenstechnisch, und ich habe viel im Inneren für mich geklärt. Klärung im Inneren war ja sowieso das große Jahresthema 2016 (Quersumme 9 = der Eremit im Tarot) und 2017 (das Schicksalsrad) kommt dann folgerichtig die Klärung im Außen – es wird spannend für alle, auch wenn man nicht „an sowas“ glaubt.

Neulich las ich auf einem meiner Hexen-/Tarotblogs, dass es ruhig auf dem Blog sei, wenn im realen Leben der Bär steppt. Kann ich bestätigen. Den Bären (das Steppen nicht). Im Lenormand-Kartendeck steht der Bär für Liebhaber. Da tut sich jetzt im Januar bisher mehr, als im ganzen letzten Jahr gesamt. Klar ist da immer noch Mr. Big, mit dem ich seit April letzten Jahres mal mehr und mal weniger kommuniziere. Und der mir immer wieder zu verstehen gibt, dass er ausschließlich an einer Freundschaft interessiert ist. Bisher war ich dafür nicht wirklich offen, weiß aber auch nicht, was genau er darunter versteht. Seine ganze verschlossene Art reizt mich, fordert mich heraus. Ich will mich aber auch nicht mehr durch seine kontaktlosen Zeiten verletzen lassen, also treff ich mich grad mit so einigen schönen Söhnen anderer Mütter. Und wie heißt es so schön: Frau muß viele Frösche küssen, um das richtige Biest zu finden. 😉 . Also hier eine kurze Internet-Date-Übersicht des letzten Monats:

Der Spiegel

Fast schon unheimlich, wie gut wir uns verstanden. Egal welches Thema, Übereinstimmung pur. Na gut, außer seine Größe und meine Schuhe. Ok, seine 1,80 m gehen wirklich gar nicht bei meinen 14cm-Absätzen. Und er hatte keine Haare! Wißt Ihr eigentlich, wieviele Herren ab Mitte 40 obenrum nackich rumrennen? Wobei ich nicht weiß, ob ich das ebenso schlimm finde, wie diese furchtbaren Hipster-Bärte! Wie gut, dass ich nicht 30 bin. Hat alles seine Vorteile. Meine Schuhhöhe war für ihn genauso ein Problem, wie seine geringe Körpergröße für mich. Und so waren wir beide ähnlich oberflächlich und an mehr als dem netten Nachmittag nicht interessiert.

Der verpeilte Langweiler

ist mindestens für einige Minuten Showprogramm prädestiniert. Nicht nur, dass er von mir mit dem Auto abgeholt werden mußte, weil er sein Autotürschloß nicht enteist bekam, er sprach über mich in der dritten Person (während ich ihm gegenübersaß) und Rhabarberschorle war für ihn eine Offenbarung. Bei Dates achte ich grundsätzlich  darauf, dem Herren 50% Gesprächsanteil zu überlassen und aktiv zuzuhören. Ich finde Menschen interessant, egal ob Date oder nicht und bin offen für ihre Geschichten. Was soll frau tun, wenn da so gar nichts kommt, weil da so gar nichts ist??? Ich hab ihn dann noch zum Bahnhof gefahren… Ach ja und dann kam doch noch was in Form einer Whattsupp: Wenn ich gewisse Bedürfnisse hätte, könne ich mich gern melden. Ähhh, bitte…??? Und das, obwohl ich ihm die Frage nach einem weiteren Treffen beim Abschied klar verneinte. Wie würde meine Freundin – eine Sonderpädagogin – sagen: „Du musst es ihn wiederholen lassen!“ Ähhh, ja….

Der Welpe

Auffälligerweise ist der berufliche Background der von mir gedateten „Frösche“ ähnlich. Alle sind sie in gesicherten Positionen, verdienen überdurchschnittlich, weil sie in dem was sie tun wirklich gut sind. Und mir ist genau der Punkt total egal, weil Sicherheit für mich nichts finanzielles ist, sondern ein Gefühl, das ich vom anderen Part brauche. (Darüber sollte ich mich vllt mal auf dem Blog auslassen bei all den MGTOWs und Pick up ern *grins*). Leider war dieser Mensch nach 19 Jahren gerade mal 4 Monate aus seiner Beziehung raus und hatte vollkommen vergessen, was ihn ausmacht, wofür er brennt und was ihn begeistert. So sprach er also ausschließlich von seiner Ex und seiner Ex-Beziehung und von sich und seiner Ex… Unglaublich verletzt und verletzlich und im Mangel. Natürlich hab ich ihn verstanden und ihm klar gemacht, dass ich keine Therapeutin bin und dass er ein ganz Toller ist…und dass irgendwann alles besser wird *köpfchenstreichel*.

Und dann war da noch:

Der Irrtum oder Warum sind die interessantesten Männer schwul???

Manchmal laufen mir natürlich auch einfach so interessante Männer über den Weg. Denn den mütterlichen Ratschlag : “ Also warum schaust Du nicht mal auf der Arbeit ?!“, kann und mag ich nicht umsetzen, bei all den 17- und 18jährigen, mit denen ich größtenteils zu tun habe 😉 . Ausnahmen bestätigen die Regel und jemand meines Alters, der mir technisch das Wasser reichen kann, ist natürlich per se schon interessant. Die Situation tat ein übriges dazu, denn was sind Schulungen anderes als ein Kampf auf Leben und Tod, zumindest gemessen an der Adrenalinmenge, die mein Körper entsprechend ausschüttet, weil mein Kopf aufgrund der begriffsstutzigen anderen Teilnehmer langsam beginnt Amok zu laufen und sich dann anderweitig beschäftigen muss. Zum Beispiel mit einem Flirt. Nachdem wir also gemeinsam diesen Schulungs-Krieg mithilfe von sehr viel Galgenhumor durchgestanden hatten, folgten unter dem Vorwand des fachlichen Austausches stundenlange Telefonate und die Chemie passte einfach. Im dritten Telefonat ließ er dann die andere Orientierung durchblicken. Die Chemie passt immer noch, nun eben in der Friendzone. Und wenn wir demnächst die schönste Stadt der Welt unsicher machen, wird er bezahlen müssen – für die Abdrücke, die mein Gebiß nach dem Telefonat im Esstisch hinterlassen hat.

Warum ich das hier so ausbreite?

Weil es gerade in meinem Alter unglaublich viele Menschen gibt, die sich partnerschaftlich lösen bzw. neu orientieren. Ob freiwillig oder nicht – egal. Aber ich kenne das Gefühl kurz nach einer Trennung, zu befürchten, dass da NIE WIEDER was Schönes kommt. Doch es kommt: Wundervolles, Schönes, Überraschendes, Nostalgisches, Lustiges und auch Schmerzhaftes. Aber es kommt anders als vorher. Und es hilft, sich selbst klar aufzustellen, an sich zu arbeiten und zu glauben. Ich weiß, dass ich die oben aufgelisteten Erlebnisse sehr analytisch beschrieben habe. Der ein oder andere mag denken : „So ganz ohne Herz“. Stimmt. Das Herz hat in ersten Dates nichts zu suchen. Das macht die ganze Sache später schließlich kompliziert genug, also besser anfangs einen klaren Kopf behalten.

In Liebe für B. und S. und F. ❤

Vom Loslassen und Gewinnen

Vom Loslassen und Gewinnen

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Ich glaube nicht an Zufälle, besonders nicht an zufällige Begegnungen. Offen und neugierig dafür sein kann man aber und versuchen, nicht zu projizieren. Letzteres ist schwer. Der Mensch braucht Schubladen, um zu ordnen, sich zu ordnen, Beziehungen zu anderen einzuordnen. Mit manchen Menschen entwickelt sich mehr als gedacht, Freundschaften zum Beispiel. Andere inspirieren einfach oder setzen eine Erkenntnis in mir frei. Danach entschwinden sie von sich aus oder ich merke, dass es an der Zeit ist, loszulassen.

Ich realisiere, dass ich immer mehr nur diejenigen um mich haben will, die mich schätzen, mir nicht ungefragt ihre Meinung aufdrücken, die versuchen, auch meinen Standpunkt zu sehen und sich so offen geben, wie ich es tue. Jeder von uns ist beides: Lehrer und Lernender. Eine Beziehung krankt, wenn das Verhältnis unausgewogen ist. Die Energien müssen gleichmäßig fließen 😉 . Dann entstehen Spirit und Power.

Wieviel Power wird entstehen, wenn 4 ganz unterschiedliche Frauen sich gegenseitig bei der Erfüllung ihrer jeweils größten Vision unterstützen ?

Ich wette darauf, da wird Musik sein – überall, wo wir sind ❤

 

 

Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich nicht doch ein Ekel findet ;-)

Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich nicht doch ein Ekel findet ;-)

Ekel verrät politische Gesinnung

 

Eine Studie hat ergeben, dass man die politische Einstellung – ob liberal oder konservativ – mit absoluter Sicherheit bestimmen kann, wenn man Menschen Bilder zeigt, die man eklig finden könnte. Die Reaktionen wurden im MRT (Magnetresonanztomographen) gemessen und haben ergeben, dass die Probanden mit Ekel poli­tisch konservativ sind, und Leute, die sich weniger ekeln, sind politisch liberal.

Als sich neulich konservativen Teile der Gesellschaft (in der ich mich befand) über Jogis Hosengriff oder die Kaugummi-Misshandlung mokiert haben, und damit eine Diskussion im Bekanntenkreis losgetreten wurde, was man denn alles eklig fände, war es interessant zu beobachten, dass Frauen anscheinend konservativer sind (bzw. eine wesentlich niedrigere Ekelschwelle besitzen) als Männer.

Ekel ist laut Wiki: „... die Bezeichnung für die Empfindung einer starken Abneigung in Verbindung mit Widerwillen. Im Gegensatz zu anderen weniger starken Formen der Ablehnung äußert sich Ekel mitunter auch durch starke körperliche Reaktionen wie Übelkeit und Brechreiz…“

Und während den Damen sehr viele ekelerregende Spleens der Herren in den Sinn kamen, gaben selbige sich sehr verhalten, gentlemanlike behaupte ich mal. Viel mehr als: „…wenn Frau sich im Auto an der roten Ampel schminkt.“, kam da nicht. Da fallen sogar mir als Frau mehr ekelauslösende Situationen meiner Geschlechtsgenossinnen ein (und wenn es nur unglaublich fies geformte künstliche Nägel sind). Glücklicherweise wurde ich fündig bei Trailerpark und der „Traubenstampferin“. Aber auch da finde ich die Herren sehr….abgehärtet.

 

Ich las neulich, dass frau bei sexueller Erregung weniger Ekel empfindet. Womit auf jeden Fall bewiesen wäre, dass Fußball gucken Frauen nicht anmacht 😉