Falsche Fuffziger

Falsche Fuffziger

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Wenn meine Oma mit meinem Opa am Küchentisch saß, fiel öfter mal der Begriff des „falschen Fuffzigers“. Als Zwerg von gerade mal 4 oder 5 konnte ich damit nicht viel anfangen. Auch nicht mit dem Ratschlag, immer erst auf meinen Bauch zu hören, bevor ich jemandem vertraue.

Kurze Zeit später – klein Luna mußte (staatsmäßig vorgeschrieben) die Vorschule im Kindergarten besuchen, wurden meine Eltern zu einem wirklich ernsten Gespräch in selbigen bestellt. Ich hatte erzählt, dass ich am Wochenende „Wetten dass…“ im TV gesehen hatte. Grober Fehler. Eindrücklich wurde mir ab diesem Moment zuhause klar gemacht, dass man nicht allen Menschen um mich herum vertrauen kann. Und so redete ich dann zwar viel, erzählte aber nie alles. Erst sehr spät lernte ich, die Bauchstimme zu hören. Ich lernte eher durch Beobachtung, Menschen einzuschätzen. Trotz allem kann man niemandem hinter die Stirn schauen, somit bleiben die wahren Beweggründe für sein Verhalten Anderen verborgen. Sind meist erst rückblickend erkennbar.

Trotzdem hilft einem all die Menschenkenntnis nicht, wenn man ausschließlich auf schriftlichem Wege in Foren, Chats, auf Plattformen oder beispielsweise im Blogland unterwegs ist. Denn hier werden zumeist Identitäten aufgebaut, die auf Wunschvorstellungen bezüglich der eigenen Person beruhen. Natürlich hat jeder das Recht, sich so zu sehen, wie er möchte. Aber gerade die virtuelle Realität läßt so manchen das eigen Ego enorm puschen. Da werden nicht nur Profilbilder geschönt, sondern die Realität ein wenig verschoben. Stubenhocker werden zu Kulturinteressierten, anhängliche Muttersöhnchen zu erfolgreichen unabhängigen und wahnsinnig busy Geschäftsmännern und Verheiratete zu in Trennung lebenden, die einzig wahre Liebe Suchenden. Aber auch hier ist es wie im wahren Leben, es gibt Menschen, die sich gern als Retter präsentieren, andere, die Beziehungen ausschließlich durch die Distanz des Internets ertragen oder Dritte, die ihr Ego pushen möchten durch Klicks und Likes, die dafür ihre eigene Großmutter verkaufen oder sich des Mantels der sozialen Großzügigkeit bedienen.

Falsche Fuffziger trifft man überall!

Da hilft es auch nicht, vorsichtig zu sein, und die- oder denjenigen erstmal schriftlich kennen lernen zu wollen. Wir neigen nämlich alle dazu, anderen Menschen einen Vertrauensbonus einzuräumen, der durch eigene Projektionen während des Schreibens immer größer wird. Kommt es dann irgendwann zu einem realen Treffen, hat jeder von uns ein Bild des Gegenübers im Kopf und blendet das Bauchgefühl aus, schließlich kennt man ja schon die intimsten Dinge voneinander. Letztendlich ist es ein

Treffen der Realität mit den Träumen.

Und wer möchte schon durch einen ekligen Klingelton geweckt werden. Im nachhinein hätte ich mir den Ton um einiges lauter gewünscht. Denn auf das Gefühl von so einem falschen Fuffziger verarscht worden zu sein, hätte ich gern verzichtet. Den Fehler Menschen nur positive und hehre Beweggründe für ihre Handlungen zu unterstellen, werde ich sicher immer wieder machen. Mit dem Hintergedanken im Kopf:

„Ich glaube an das Gute im Menschen. Es ist nur so wenig entwickelt!“

(Zitat: Profilerin Suzanne)

Um so mehr schmerzt es, wenn sich irgendwann einige Puzzleteile in das Gesamtbild einfügen, die so schlüssig sind, dass selbst ich sie nicht leugnen kann und die zeigen, dass meine Definition von „Besonders“ auf diesen Menschen eben nicht zu traf. Oder dass das Wort „besonders“ von beiden Seiten eben unterschiedlich definiert wird.

I feel, like a fool. 

Das trifft es ganz gut. Ein Gutes hat diese Situation dann doch. Auch die letzte emotionale Verbindung ist gekappt. Platz für Neues, sobald die Narben verblassen. Und so werde ich den morgigen Tag mit Sonne im Gesicht und diesem Schätzchen (ich kanns nicht lassen: es war Liebe auf den ersten Blick 😉 ) genießen.

BMW Cabrio

Den bösen Blick hat er drauf, ist breit und schwer, beschleunigt in 8,2 sec von 0 auf 100 und fördert und fordert mich über 700 Kilometer. Dazu werde ich die Anlage bis zum Anschlag aufdrehen und aus vollem Halse mitsingen:

(Bildquelle sowie weitere Infos zum Fahrzeug hier .)

Habt einen schönen Sonntag, es wird Frühling. Ich kann ihn riechen!

 

 

 

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Fashion-Highlights für Katze und Halter

Fashion-Highlights für Katze und Halter

Sdrastwutje und challo !

Vor 2 Jahren verließ icch Rrrussland und chabe eine laaange Zeit damit zugebracht, deutsche Strassen und die Menschen darauf von meinem Fenster aus zu beobachten. Es war ein gutes Leben, ein ruhiges Leben, bis icch dann mit einem Mal in eine Kiste kam und kurze Zeit später direkt vor dieser Kiste diese chalbe Portion von Katze, die sie hier Alice oder Flusefuuussel nennen, den diicken Igorrr gemacht chat.  Und damit war das ruhige Leben vorbei für mich. Potschemu? Icch mußte micch um die Erziehung dieses kleinen infantilen Monsterrs kümmerrn. Koneschno, kein Benehmen chat sie gelernt. Statt hoch und sanft *Miau* , gurrt sie wie eine Taube. Und ihre Vorderpfooten setzt sie nie wie eine ächte russische Ballerina (also icch) leicht nacch außen zeigend. Sie schläägt niccht vornehm die Pfoten übereinander, wenn sie die Couch verziert. Es ist eine Schande. Bei soviel Frust chab ich doch wirklich 100 g zugenommen. Zum Glüück sieht man mir das nicht an. Aber ihr chättet micch mal früher sehen sollen. Icch war ein berühmtes Katzenmodell und posen kann icch immer nocch.

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…und auch in der Nahaufnahme keeiiine einzige Falte!

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Aber Ihrr kennt das siccher, wenn man aus der Schönheitsbranche kommt, ist es seeehr schwär, davon loszukommen. Da chabe ich eine Idee,…so grandios, umwerfend, einfach wundervoll ! Icch konnte ja schon beobachten, dass Gassigeher ihre Hunde in Mäntel hüllen (wofür auch immer das bei diesen stiiiinkenden Vieccchern gut sein soll). Aberr, es gibt ja Katzen, deren Fell niccht so schön geraten ist wie meines. Nur Flusen wie bei Alice oder ckranke Katzen, die Fell verlieren…nun ja oder sie sind einfacch chäßlich. Davon kann man doch ablänken, die Problämzonen kaschiiieren sozusagen.

Mit dem Cat-Body

Der Cat-Body ist unisex, also seid Ihr iiiimmer gut angezogen, liebe Katzen. Das Material ist wunderbar weich, schmiegt sich an Euren Körper, hält warm und kann zudem noch auffällig und originell beschriftet werden. Die elaaastischen Büündchen jeweils an den Beingelenken bieten ooptimale Bewegungsfreicheit. Und ein kleiner Tipp für faule Katzen: die Ganzkörrrper-Abschleck-Orrrgie ist Geschiiiichte! Endlich mehr Zeit für die wirrrrklich wiiichtigen Dinge im Leben einer Katze. Alice präsentiert Euch das gern:

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Und sie bestätigt, dass sie damit sogar problemlos …nun jaaaa, ihr wiiißt schon, dahin gehen kann, wo es riiiiecht. Sie findet ihren Body ziiiiemlich cool. Jetzt müssen wir die Zweibeiner chier nur noch dazu briiingen, näcchstes Jahr Faaasching zu feiern. Icch bin nämlich scharf auf das coole Hai-Kostüm, NJET, niccht wegen meines Gewicchtes !

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Gibts unter http://www.miaustore.com

Und wer seine Katze wiiiirklicch liebt, der bestellt sich Licky brush, Da, Koneschna ! Kennt Ihr niccht? Trinkt erst 4 oder 5 Wodka, bevor Ihr das Video schaut. Na sdarowje!

Und niccht vergessen, Katzen herrschten schon, als die Zweibeiner noch auf allen Vieren liefen! Solltet Ihr jemals daran zweifeln, folgender Satz stand in einem ägyyyptischen Totenbuch:

„Ich bin der große Kater, der am Platz der Wahrheit ist, aus dem das Licht erstrahlt.“

…trifft auf uuns Katzen selbstverstäändlich äbenso zu 😉

 

Sdrastwutje = Hallo

Potschemu = Warum

Koneschno = natürlich

Njet = Nein

Da = Ja

Na sdarowje … na das wisst Ihr selbst 😉

 

2017 fängt gut an,

2017 fängt gut an,

… mit einem aufgeschnappten Satz aus der S-Bahn:

“ Ja, ich war mal Schlangenzüchter, echt!“

Da passt der neue Sound von Sia 😉

 

Mit „Never give up“ wünsch Euch allen ebenfalls ein frohes neues Jahr ❤

2016 war das Jahr der Klärung im INNEN – in 2017 gehen wir ins AUßEN. Spannend bleibt, wie wir alle aus diesem Häutungsprozeß hervorgehen.

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Weihnachtsstimmung

Weihnachtsstimmung

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Bildquelle: sheepcafe.de

Ob es an 2016 lag, dass bis jetzt noch keine rechte Lust auf Weihnachten aufkommt, oder ob ich einfach anspruchsvoller geworden bin. Letztere Erklärung passt ja zu vielem, was sich trotz Wünschens beim Universum absolut nicht einstellen will: sei es endlich ein sinngebender Job, der perfekte Partner oder wenigstens leidenschaftlicher Sex. Bei dieser Aufzählung bin ich ganz froh, dass ich nur der Weihnachtsstimmung hinterhertrauere und ansonsten keinen Grund zur Klage habe 😉 .

Ja, ich hab Plätzchen gebacken, Kerzen am Adventskranz zum Nachmittagskäffchen entzündet, alle Geschenke beisammen, auf Weihnachtsfeiern „getanzt“ und sogar schon ein Bäumchen besorgt. Eine Serbische Fichte, ca. 1 Meter groß im Topf. Hab zuhause erst Google befragt und bin dabei auf den „Fichten-Dieter“ gestoßen. Der kennt sich aus, sag ich Euch, denn der hat „In seiner Arbeit sehr viel mit Fichten zu tun“. Er meint, die Serbische würde nur im Verbund wirken, aber ich stell mir doch nicht 3 Weihnachtsbäume in die gute Stube. Vielleicht bringen ja aber 3 Bäume auch gleich mehr Stimmung? Und auch gegen Schädlingsbefall hat er den ultimativen Tipp: „Gegen Schädlingsbefall …helfen sowohl hausbekannte als auch industrielle Schädlingsmittel nur bedingt, auch Maschinengewehre und Handgranaten schaffen nur selten Abhilfe.“ Gut, Fichten-Dieter weist darauf hin, dass letzteres als Scherz gemeint ist, einen bitteren Beigeschmack hinterläßt der Satz aktuell trotzdem.

Die schlanke Fichte steht auch schon im Wohnzimmer. Wobei schon nicht treffend ausgedrückt ist, dafür, dass ich in den vergangenen Jahren den Nikolaus mit Stiefeln unterm Baum begrüßt habe. Schmücken muss ich ihn aber noch.

Meine elektronische Freundin Siri hab ich auch schon gefragt, wie ich in Weihnachtsstimmung kommen kann. Die hat mir dann eine Seite im Web empfohlen und einiges finde ich richtig gut und wert, es auszuprobieren. Wer sich also auch gerade als Aussenseiter fühlt, weil er für Weihnachten noch nicht in Stimmung ist, kann es ja mal mit folgenden Tipps versuchen:

Tipp 1 

Freie Zeit reservieren, den Kopf frei machen von Verpflichtungen und träumen

Tipp 2 

Ohne Ziel durch die Stadt oder über den Weihnachtsmarkt schlendern und Lichter und Gerüche aufnehmen

Tipp 3 

Zuhause Weihnachtsmusik auflegen und mitsummen

Tipp 4 

Märchenfilme gucken, die man als Kind schon geliebt hat

Tipp 5 

Kinder beobachten, mit ihnen plaudern, zuhören und sich von ihrer Begeisterung anstecken lassen

Und wenn sich die Stimmung dann immer noch nicht einstellen will, dann ist das eben so. Ein bisschen Gelassenheit in den letzten Tagen vor dem heiligen Abend tut immer gut. Wobei mir da noch ein Wunsch einfällt, etwas, was ich wirklich gerne hätte, besonders zum 1. Feiertag: 150 Heinzelmännchen 🙂

50 Heinzel bestücken den Kühlschrank,
2 Heinzel massieren meinen Nacken während
5 Heinzel mir ein Schaumbad einlassen.
3 Heinzel kümmern sich um die Schokomaske für mein Gesicht
10 Heinzel putzen meine Bude und die Küche, nachdem ich gekocht habe
15 Heinzel reinigen mein Auto von innen und außen
57 Heinzel beschäftigen die Katzen und die jugendlichen Mitbewohner
und 1 Heinzel füllt immer wieder mein Sektglas auf 😉 .

Da bleiben 7 Heinzelmännchen übrig, könnte ich abgeben gegen Höchstgebot 😀

Und jetzt drückt bitte alle die Daumen, dass die russische Prinzessin und der Satansbraten (Alice) das Bäumchen uninteressant finden!

Uff, kein Weihnachtslied.

Mir war grad danach ❤  Ich wünsche dem Hamburger Kneipenchor ein schönes Fest ❤

Behandle Dich…

Behandle Dich…

wie einen Diamanten !

 

Ein Diamant besteht nur aus Kohlenstoff und hat somit kaum einen eigenen Wert. Er hat nur den Wert, den wir ihm geben. Ebenso entscheidest Du, welchen Wert Du hast. Gib Dir einen Wert, dann fühlst Du Dich wertvoll.

Das ist das ganze Geheimnis eines positiven Selbstwertgefühls.

(Quelle: Der Lebensfreude-Kalender 2016)

…und er hat dasselbe Bild (und dieselbe Thematik), wie ich hier gewählt habe 😉

Geht nicht, gibt’s nicht !

Geht nicht, gibt’s nicht !

Es war an einem schönen Tag im Jahr 2001, irgendwo zwischen Himmel und Erde.

Pünktlich um sechs Uhr morgens betrat der liebe Gott den kleinen Empfangssaal, um ein paar Neuzugänge zu begrüßen, ein halbes Dutzend Frauen und Männer, die mit gespannter Neugier auf ihn warteten. Sie alle waren in der vergangenen Nacht gestorben und sollten Rechenschaft ablegen über ihr Leben, beziehungsweise darüber, was sie aus ihrem Leben gemacht hatten.

*Nun ihr Lieben*, sprach der liebe Gott, *was habt ihr Gutes zu berichten ?*

Als Erster trat ein kleiner grauer Mann vor: *Ich habe meine Steuern immer pünktlich bezahlt, das Finanzamt hat sich nie über mich beklagt. Ich glaube, ich hätte ein Plätzchen im Himmel verdient.*

*Und ich*, meldete sich seine Nachbarin zu Wort, eine Frau mit dünnen Lippen und spitzer Nase, *ich habe mein Leben lang keinen Tropfen Alkohol angerührt und erst recht keine Männer. Ich will daraus zwar keine Ansprüche ableiten, aber…*

*Papperlapapp*, unterbrach sie ein dicker rotgesichtiger Mann. *Das Einzige, worauf es ankommt, ist Arbeit, Arbeit, Arbeit. Ich habe so schwer geschuftet, dass ich mit vierzig meinen ersten Herzinfarkt hatte. Wenn ich nicht in den Himmel komme, wer dann ?*

*Das werden wir später sehen*, sagte der liebe Gott, offenbar gar nicht zufrieden mit diesen Auskünften. *Zahlungsmoral, Entsagung, Arbeitseifer – soll das alles sein, was auf Eurem Grabstein steht ? Das ganze Ergebnis nach all den Jahren ? Wo bleibt das Glück ? Wo bleibt die Liebe ?* Da fiel sein Blick auf eine hochgewachsene Frau, deren Gesicht trotz tausend Falten ihre frühere Schönheit erkennen ließ. *Du warst doch verheiratet*, wandte Er sich an sie. *Wie war deine Ehe ?*

*Ach, Gott ja*, erwiderte sie mit einem Schulterzucken, *es gab sicher bessere Männer als meinen Walter, aber immerhin, er brachte das Geld nach Hause.*

*Nun ja, Elisabeth, du warst auch nicht das große Los*, brummte ihr Mann, ein älterer Herr an ihrer Seite, *aber immerhin, der Service hat geklappt. Es hätte schlimmer sein können*, schloss er mit einem Seufzer.

Da platzte dem lieben Gott der Kragen. *Gütiger Himmel !*, polterte Er. *Das ist ja nicht zum Aushalten ! Wozu habe ich Euch das Leben geschenkt ? Damit ihr Trübsal blast ? Euch mit dem Zweitbesten begnügt ? Eure Zeit totschlagt, statt sie zu nutzen und zu genießen ?*

Betroffen senkten die Neuankömmlinge die Köpfe. *Mehr war nicht drin, Chef*, maulte der dicke rotgesichtige Mann. *Außerdem*, assistierte ihm die Frau mit den dünnen Lippen, *seit wann lebt man zu seinem Vergnügen ?*

Der liebe Gott überhörte die Einwände. *Was soll Ich nur mit euch machen ?*, murmelte erund kraulte nachdenklich seinen Bart. Dann hellte sich plötzlich seine Miene auf. *Ich werde euch eine Aufgabe stellen. Wenn ihr die schafft, sollt ihr eine neue Chance bekommen.*

Aufgeregte Fragen wurden laut. *Eine Aufgabe ?* – *Haben wir nicht ein Leben lang genug geschuftet ?* – *Was für eine Aufgabe denn jetzt noch ?*

*Ich möchte, dass jeder von Euch einen Freudensprung macht. Ich möchte, dass ihr zehn Meter hoch springt !*

Jetzt schlug die Aufregung in Empörung um. *Zehn Meter ?* – *Unmöglich !* – *Nicht in unserem Alter !*

*Warum eigentlich nicht ?* Die Rufe verstummten, alle drehten sich zu einer Frau mit hellen blauen Augen herum, die bislang noch nicht gesprochen hatte. *Ich meine*, sagte sie, *wenn wir ein Trampolin hätten, könnten wir es schaffen.* *Ein Trampolin ?*, rief der kleine graue Herr. *Das wäre Betrug !* *Warum Betrug ?*, wollte die Frau mit den blauen Augen wissen. *Hat jemand gesagt, Hilfsmittel sind verboten ?* Sie hatte noch nicht ausgesprochen, da stand ein neues, große Trampolin in der Mitte des Saals. *Sehen Sie, man scheint nicts dagegen zu haben !*

*In der Tat, damit könnte es klappen*, sagte der rotgesichtige Mann und machte Anstalten, auf das Trampolin zu klettern. Doch plötzlich verharrte er in der Bewegung. *Mist ! Geht doch nicht ! Die Decke ist höchstens sechs Meter hoch.*

Alle Augen wanderten in die Höhe. *Stimmt*, sagte die Frau mit den blauen Augen. *Aber na und ? Dann müssen wir eben ein Loch in die Decke sprengen !*

*Ein Loch in die Decke ? Das wäre ja total bescheuert !*

*Bescheuert ? Vielleicht – aber nicht unmöglich !* Und wieder hatte die Frau mit den blauen Augen noch nicht ausgesprochen, als es in dem Gemäuer zu knacken und zu rucken begann. Im nächsten Moment barst die Decke entzwei, und sie schauten hinauf in den weiten, offenen Himmel. *Na los, worauf warten wir noch ?*

Die Frau mit den blauen Augen machte den Anfang, und es dauerte keine fünf Minuten, da hüpften alle zusammen auf dem Trampolin. Zehn Meter, zwanzig Meter, fünfzig Meter hoch – die Grenze war nur der Himmel.

*Na also*, sagte der liebe Gott. *Endlich habt ihr’s kapiert ! Geht nicht, gibt’s nicht !* Und mit einem zufriedenen Lächeln fügte er hinzu: *Zur Belohnung dürft ihr noch einmal leben. Aber diesmal richtig, wenn ich bitten darf !*

(Quelle: vollständig zitiert aus „Träume wagen !“, Autoren Thomas Baschab, Peter Prange)

Die wahre Legende von Muse und Held

Die wahre Legende von Muse und Held

oder wie alles begann

„Manche Menschen hören mit großer Klarheit ihre inneren Stimmen und sie leben nach dem was sie hören, solche Menschen werden entweder verrückt oder sie werden zu Legenden.“

Und was meinst Du, wie wir sind ? Lebendig vor allem und ver-rückt, aber unsterblich ? Das kannst Du entscheiden. Ob es Schicksal war, das uns zusammengeführt hat ?… auch.

Am Anfang waren es Worte, noch nicht einmal viele. Worte wie Gefühls-Pfeile, die uns unvorbereitet trafen, mittenrein, einfach so. Hab nach Luft geschnappt, obwohl ich nicht der ursprünglich gedachte Empfänger – oder Auslöser – war. Und dann ?

Ja dann, kam der Humor. Nicht einfach so, nein, ganz unterschiedlich: mal leicht, mal derb, mal fein und dann wieder mit Tiefgang. Und ich genieße Humor, musst Du wissen. Das ist wie beim Kochen: mit der richtigen Mischung und Dosierung löst Du einen Geschmacksorgasmus aus. Kochkünste und Humor, das ist Sexieness im Doppelpack.

Ob das reicht, um mich zu beeindrucken ? Never ! Sei nicht so ungeduldig !

Zwischen den Zeilen war da ein riesiges Herz, und ich hab das Feuer darin gesehen. Wie ein Lagerfeuer ist manchmal nur ein bisschen rote Glut übrig, dann wiederum lodert es heftig auf. Das Herz schlägt die ganze Zeit im Takt, gleichmäßig, beruhigend, kraftvoll und beschützt das Feuer…und den Kreis drumherum, kümmert sich und fühlt mit.

Hört sich kitschig an, ich weiß und es wird noch kitschiger – ich will Dich nur vorwarnen.

Dann kam der Schreibrausch, wir wurden immer persönlicher, immer intensiver, berührten jeweils den Geist, das Herz und die Seele des anderen…etwas zog uns an, obwohl wir einander nicht gesucht hatten. Etwas bewegte uns aufeinander zu, verhakte uns unaufhaltsam ineinander, ließ unsere Gedanken miteinander verschlingen, und in uns schmolzen einige Barrieren. Die Flüssigkeit war die ‚Sehnsucht‘ und die entstandene Schlacke ‚Angst‘.

Hast Du etwa gedacht, Musen und Helden hätten keine Angst ? Sie gehen nur anders damit um, lassen sich nicht von der Angst leiten.

Die Angst davor verletzt zu werden, führt dazu, dass Du Dich einschränkst und Menschen in bestimmten Kategorien nicht an Dich heranlassen möchtest. So funktioniert der Verstand, aber nicht Dein Bauchgefühl.

Und wenn Du eine Stimme hörst, die Dich gleichermaßen beruhigt und erregt, die Schmetterlinge in Deinem Bauch zu laut summenden Hummeln werden, Deine Gedanken beim Einschlafen und Aufwachen nur um eine Person kreisen und Du weißt, dass es demjenigen ebenso geht, dann wird es Zeit zu testen, ob die Realität den Träumen stand hält.

Und ? Willst Du wirklich wissen, wie es ist, wenn Naturgewalten aufeinandertreffen ?

Schöner als das schönste Happy End, Herzen im Glücksrausch und dabei heißester als eine Kernschmelze, gierig aufeinander und leidenschaftlicher als „Shades of Grey“, stille und laute Augenblicke, Küsse von zart bis hart, weiche Haut, starke Arme…erzitternd, erschütternd und erhebend…vereinte Seelen und schweißnasse Körper.

Du hast gefragt also klapp den Mund jetzt wieder zu. Wie es weitergeht ?

Das steht irgendwo da oben in den Sternen… Aber wenn ich 3 Wünsche frei hätte, dann wäre das zuallererst Vertrauen – in uns und in die Zeit, die kommt. Dann wünsche ich mir die Kraft, kompromisslos zu meinen Schwächen zu stehen, nichts zu verbergen und als letzten Wunsch habe ich mir Zeit aufgehoben. Ich wünsche mir viel Zeit, die Held und Muse zusammen verbringen…

„Beide wollen wir verbergen, wer wir sind. Beide sind wir dazu nicht in der Lage.“

(Film-Zitate: „Ritter aus Leidenschaft“)