Bist Du frau genug?

Bist Du frau genug?

Ich guck mir gern mal die TED-Videos an, weil oft wahnsinnig interessante Sachen dabei sind. Und ich versteh viel der englisch gehaltenen Vorträge, mag man gar nicht glauben 😉 . Manchmal brauch ich aber einen Aufhänger, zum Beispiel für einen Blogpost, der schon halbe Ewigkeiten in den Entwürfen rumgammelt. Der Redner war gut, sehr gut sogar. Es ging um „Are you men enougth?“ Also bist Du Mann genug, z. B. Deine Sensibilität in Form von Tränen zu zeigen usw. Der ganze Vortrag wirklich mitreißend und ergreifend. Aber dann geschah es LEIDER, dass der Redner als große „Pointe“ das unselige Thema #metoo hatte. Um hier keinen falschen Eindruck entstehen zu lassen, der Redner war PRO metoo, ich bin dagegen. ABER ich bin absolut gegen Mißbrauch jeglicher Art. Genau deshalb finde ich, dass das eine mit dem anderen ungefähr soviel zu tun hat, wie Reis mit Kartoffeln.

Es hat mich schon skeptisch gemacht, dass mit einem Mal ach soviele Frauen behaupteten, sich nicht gegen sexuelle Übergriffe wehren zu können, bzw. anscheinend sehr vielen obwohl erwachsen ein NEIN nicht über die Lippen kam, wenn es um Besetzungscouchen ging. Mädchen und erst recht junge Frauen wissen um ihre Machtinstrumente, wissen um ihre Reize und wie diese einzusetzen sind. Dann hinterher so zu tun, als ob nur der Kerl in der Chefposition Schuld wäre an dem Dilemma, ist m.E. einfach hinterfo…ig. Entweder ich stehe dazu, meine Rolle oder meinen Posten aufgrund gewisser Gefälligkeiten erreicht zu haben, oder ich leiste diese gar nicht erst. PUNKT !!!

Komisch auch in diesem Zusammenhang, dass es nie die „Brad Pitts“ oder „George Cloonys“ dieser Welt sind, die verklagt werden. Setzt das aufstrebende Karrieremädchen da etwa unterschiedliche Maßstäbe an? Oder wird erst am Schluß abgerechnet? Und wenn frau dann sieht, dass sich der (Liebes-)Aufwand nicht gelohnt hat, werden taktisch Chancen abgewogen? Wie auch immer.

Zusätzlich fühlen sich bestimmt auch diejenigen motiviert in der metoo-Bewegung mitzumischen, die ich gern als Trittbrettfahrerinnen bezeichne. Mädels, die behütet aufgewachsen, aber eben keine realen Missbrauchsopfern sind und sich deshalb ausgeschlossen fühlen. Mit dazu gehören wollen. Als wenn das so einfach wäre. Ja, ist es anscheinend. Da wird dem anerkennenden Pfiff eines Bauarbeiters Sexismus unterstellt. Einer meiner Bekannten meinte neulich, dass man einer Frau nicht mal mehr in den Mantel helfen dürfe, geschweige denn, ihr die Autotür aufhalten – ALLES würde einem als Mann sexistisch ausgelegt werden.

Gleichzeitig steigt die Scheidungsrate, seitdem wir alle so wahnsinnig emanzipiert sind.

Ich verrate Euch mal was: die Rate steigt vor allem bei denen, die sich gleichen. Denn der Reiz einer Beziehung liegt in den Gegensätzen. Zu akzeptieren, dass Männer anders denken und eben keine Frau sind. Und sich selbst die eigene Weiblichkeit zugestehen,  dass frau ist, wie frau ist und damit nicht falsch denkt oder spürt – nur ANDERs. Weiblichkeit ist für Frauen definitiv heutzutage ein Thema. Ich habe wenige Frauen kennen lernen dürfen, die sich ihrer Weiblichkeit bewußt sind, die nicht neidisch auf die Nachbarin oder beste Freundin schauen und diese für viiiieeeeel weiblicher als sich selbst halten. Weiblichkeit ist soviel mehr als Rundungen oder eine hohe Stimme.

Deshalb meine Frage:

Bist Du Frau genug?

Beim Tantra habe ich begriffen, dass Frausein nichts mit dem Kopf zu tun hat. Deine Weiblichkeit spürst Du, wenn Du Deinen Unterleib bewohnst. ❤

😉 Denkt mal drüber nach. Vielleicht erscheint Euch metoo dann ebenso nutzlos wie mir.

Hier ein wunderbares Beispiel für eine Frau, die in ihrer Kraft, ihrer Weiblichkeit ist und sich ihrer sexuellen Macht bewußt – und nein, Nancy Sinatra hätte sich nicht im Grab umgedreht, die hätte „Daumen hoch“ gedrückt! I’m sure!

 

PS: Nein, ich stehe nicht auf das Schlagen von Männern, außer, es sind Jungs, die es partout nicht anders kapieren. 😉

PPS: Thx to lovely RB ❤ for song and conversation. *ggg*

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