Liebe brennt

Liebe brennt

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Liebe brennt

Das Leben wäre vielleicht einfacher,
wenn ich dich gar nicht getroffen hätte.

Weniger Trauer
wenn wir uns trennen,
und weniger Angst.
Und auch nicht diese machtlose Sehnsucht,
weil du nicht da bist,

nicht da sein kannst,

nicht da sein willst(?).

 

Meine Sehnsucht,

die nur das Unmögliche will
und das sofort im nächsten Augenblick und
die dann, weil es nicht sein kann,

betroffen ist
und schwer atmet.

Das Leben wäre vielleicht einfacher,
wenn ich dich nicht getroffen hätte.

Es wäre nur nicht mein Leben.

 

—————in Anlehnung an Erich Fried————-

 

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Reizüberflutung bei HSP

Reizüberflutung bei HSP

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Zuviel

Wenn Du Dich innerlich immer schneller drehst,

Dabei zusehen kannst und neben Dir stehst.

Gedanken verknäuelt, ein einziges Minenfeld.

Genaue Ortung mit einem Mal fehlt.

Alles Dich beherrscht, statt anders herum.

Hetzt und machst und vergessen hast ‚warum‘.

 

Zuviel Gerüche, zuviel zu sehen,

zu hoher Puls, sogar im Stehen.

Zu grell die Farben, zu spitz der Ton,

nicht mehr zu spüren die Intuition.

Zuviele Stimmungen, gefärbte Energien

Hochsensitive sich darin verlieren.

©Andrea Ludwigkeit

 

…mir hilft es dann, mich auf der Couch in eine Decke zu kuscheln, dazu einen leckeren Tee und eine absolute Funkstille einzuhalten. Kein Telefon, nix Online, also Sende- und erst recht Empfangspause in jeglicher Hinsicht und einfach erstmal dösen.

Erst danach kann ich beginnen, mich energetisch zu reinigen. Das hört sich eventuell etwas esoterisch an. Wenn man jedoch bedenkt, dass der Mensch nicht nur ein Stück Fleisch ist, sondern dass dieses von Energie angetrieben wird, hoffe ich, dass die Logik dahinter erkennbar ist.

Dabei geht es darum, sich von all den äußeren Einflüssen frei zu machen, den eigenen Kern wieder frei zu legen und vor allem die eigenen Grenzen zu erkennen und zu stärken. Der Mini-Burnout ist letztendlich auf einen Energieverlust zurückzuführen, der nur „passieren“ konnte, weil die eigenen Grenzen zu durchlässig waren – ich nicht genug bei mir geblieben bin. Letzteres stellt gerade für Hochsensitive Personen eine erhöhte Schwierigkeit dar, weil man sich seinen emotionalen Automatismus (Grenzenlosigkeit) immer wieder vernunftmäßig bewußt machen muss.

Tantra war mir dabei eine große Hilfe. In den Paarübungen, an denen ich anfangs beteiligt war, war mein Focus überhaupt nicht trainiert, und ich nahm währenddessen zusätzlich zu meiner Energie, die der zweiten Person auf. Das führte zu einem regelrechten Energiestau in mir, vergleichbar mit dem Hitzeschub, der Frauen in den Wechseljahren (die mich noch nicht betreffen) befällt. Meine Kleidung (ja, Tantra findet überwiegend bekleidet statt) konnte ich hinterher auswringen.

Stellt Euch bitte vor, wie Ihr selbst einen Partner massiert oder streichelt. Wo liegt Euer Focus ? Was denkt Ihr ? Genießt Ihr das alles selbst und nur für Euch ? Oder achtet Ihr auf die Anzeichen des Partners ? Geht Ihr darauf ein, was anscheinend für ihn angenehm ist, erfüllt seine Erwartungen ?

Tantra ist das genaue Hinspüren in den eigenen Körper. Auf die eigene Atmung achten, mein Tempo einzuhalten. Als Gebender die Körperpunkte am Anderen absichtslos zu berühren, dabei immer wieder auf den eigenen Atem zurückzukommen und dadurch geerdet und bei mir zu sein. Und als Nehmender die Berührungen wahrzunehmen, anzunehmen und mich trotz allem nur auf meinen Körper zu konzentrieren. Erst das ist eine Begegnung oder Berührung der Energien. Im Gegensatz zur Energievermischung, die mir anfangs zu eigen war. Diese Berührung der Energien ist der Idealfall. Wer einmal diesen Zustand erlebt hat, kann meine Begeisterung dafür nachvollziehen. Denn obwohl daran 2 Personen beteiligt sind, die ihre Energiesysteme getrennt halten, fühlt man sich wie EINS. Ich konnte sogar mehrfach beobachten, wie sogar die Atmungstöße zeitweise simultan waren.

Auch wenn mein Verstand sich anfangs noch dagegen gewehrt hat – denn wo bitteschön ist die Logik, dass es vorteilhafter sein soll, ein abgegrenztes Lebewesen zu sein, statt gemeinsam verbunden mit anderen – so habe ich es mittlerweile akzeptiert, dass Grenzen mir gut tun. Ich trainiere meist täglich durch die Atemmeditation am Morgen. Atem erdet. Zusätzlich gibt es aber noch einige andere „Hilfsmittel“ zur Erdung, die ich mehr oder weniger regelmäßig anwende:

  • Sonnen- oder Mondlicht genießen 😉 …ja auch letzteres geht durchaus
  • Wasser gucken
  • Waldspaziergänge
  • regelmäßige Online-Pausen
  • gesund (in meinem Fall überwiegend vegan) und regelmäßig essen
  • genug Schlaf
  • ein dekadentes Schaumbad am Sonntagmorgen
  • in Erde wühlen, also ein wenig Gartenarbeit

Andere erdet es erfahrungsgemäß, sich durch Räucherstäbchen oder ätherische Öle mit bestimmten Düften zu umgeben. Aber auch bestimmte Kristalle oder Lichtmeditationen wirken. Und nicht zu vergessen ist natürlich für viele Menschen das Gebet.

Dieser Artikel entstand aufgrund einer Frage von Franziska. Nachdem ich ja schon einige Zeit im Blogland unterwegs bin, habe ich festgestellt, dass gerade in der schreibenden Zunft sehr viele HSPs zu finden sind. Und auch wenn ich meinen Anteil eher als Segen sehen möchte, haut es mich doch immer mal wieder um. Dazu fällt mir schmunzelnderweise folgendes ein:

„Ich bin eine Meisterin, die übt!“

 

 

 

 

 

 

Die EINE Geschichte

Die EINE Geschichte

Unterwegs im Blogland

Rotwein in der Hand

Lese von Traurigkeit, Freude und Finanzen

von Enttäuschungen, Alltag und Romanzen.

Dunkel schimmernd und samtig weich

führt mich der Wein ins dunkle Reich.

Lässt mich zwischen den Zeilen nur ermessen,

was versucht wird zu vergessen.

Das Trauma, der Traum, die Eine Geschicht

die auf der Seele liegt, wie ein Gewicht.

Die Bremse, der Klotz, die Erinnerung,

die man fürchtet, gelangt nie zur Veröffentlichung.

Die die Zeit nicht heilt, immer im Schlepptau dabei,

Emotionen verklebt, wie dickflüssiger Brei.

Manchmal hochschwappt, gesehen werden will,

im Zaum gehalten wird durch den inneren Drill.

Büchse der Pandora, die verschlossen bleiben soll,

wird ängstlich betrachtet mit argwöhnischem Groll.

Wird das Päckchen durch Zufall vergeben

oder erwerben wir es uns in vorherigen Leben?

Niemand will sich alleine dem Feuer stellen,

jeder für sich mit der Angst, sich zu verbrennen.

Doch irgendwann drängt jeder Vulkan zum Licht

und so wird es sein mit der Einen Geschicht.

Wird sich nicht mehr verstecken lassen

die Liebe zum Leben wird wichtiger als das Hassen.

Lass sich die Wellen über Dir brechen,

Denk an Dich und Dein Versprechen.

Dein Leben zu achten und nicht zu verschwenden

ihm Sinn zu geben, lange vor dem Enden.

Lass einfach los, dreh Dich nicht um,

genieß Dein Leben rundherum.

  Fühl Dich frei und mit allem verbunden

mach das Herz auf, ist genug geschunden.

Fliege hoch und lass Dich tragen.

Wer wird sonst Deine Träume wagen?