Nichts ist, wie es scheint.

Nichts ist, wie es scheint.

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So wunderbar ich es finde, dass jeder von uns seinen eigenen Kosmos mit sich herumträgt, seine eigenen Sichtweisen und Anschauungen, so sehr ist mir trotz allem bewußt, dass letztere unter ständiger Beeinflussung stehen. Wir manipulieren und werden manipuliert. So sehr diese Wortwahl negativ konnotiert ist, wird mir doch ein Großteil der Leser zustimmen. Um so mehr haben mich der vergangene Wahlkampf und vor allem die Reaktionen der Menschen, deren Facebook-Posts, Meinungen und Äußerungen erstaunt, weil doch jeder meint, Manipulationen zu durchschauen.

Von außen betrachtet war das eine äußerst emotionale Angelegenheit.

Deshalb äußere ich auch erst jetzt, wo sich die Gemüter hoffentlich wieder einigermaßen abgekühlt haben, dazu. Oder sollte ich sagen, jetzt, wo sich der Sturm im Wasserglas wieder gelegt hat? Bevor irgendwer meint, mich beim Lesen in bestimmte politische Ecken stellen zu wollen, komme ich ihm zuvor und erkläre hiermit, dass ich mit spezifischen Aussagen der einzelnen Parteien konform gehe. Genauso, wie ich mit vielem nicht einverstanden bin. Und das gilt gleichermaßen für die großen Regierungsparteien, wie für extremere Parts. Ui, jetzt werden so einige aufstöhnen. Vor allem diejenigen, die sich gern mittig bewegen, schön innerhalb der Norm bleiben. Wer hat die eigentlich definiert? Und wem steht es zu, über die Sichtweise anderer zu urteilen? Das aber nur am Rande. Denn eigentlich wollte ich hier über Schach schreiben. Menschliches Schach oder auch das Schach der Völker? Vielleicht aber auch nur eine Verschwörungstheorie, maybe. Liebe Grüße schon mal an den Bekannten, der neulich meinte, Frauen würden ja keine Strategiespiele mögen 😉

Dabei wissen „wir Frauen“ ganz genau, Strategien zu nutzen, um zu bekommen, was wir wollen. Und alle anderen Menschen auch.

Denn eine Strategie ist eine grundsätzliche, langfristige Verhaltensweise (Maßnahmenkombination) der Unternehmung und relevanter Teilbereiche gegenüber ihrer Umwelt zur Verwirklichung der langfristigen Ziele. Hört sich komplizierter an, als es ist. Ich versuche mich mal einfach an einem Beispiel und natürlich ist alles reine Spekulation und auf meinem wirren Mist gewachsen.

Vor einigen Jahren sitzen die reichsten Firmenchefs (Bilderberger) nach dem Golfspiel zusammen. Analysieren die momentane Situation und legen den Kurs für die nächsten Jahre fest. Auf der Welt riecht es nach Unzufriedenheit, die Finanzsysteme stehen kurz vor dem Kollaps, aber der Krieg beschert bombastische Umsätze: Iran, Irak, Afghanistan, Uganda – gerade die „Kleinwaffen“ sind gerade gefragt. Das muss weiter ausgekostet werden, die Bodenschätze kann man bei späteren Treffen untereinander aufteilen. Irgendwann dürfen dort dann die Pharma- und Lebensmittelfirmen ihren Teil vom Kuchen einsammeln. Und die Menschen in der 3. Welt sind sowieso gerade damit beschäftigt zu überleben. Opfer gehören zum Geschäft, sieht man jeden Tag im Fernsehen und die „erste Welt“ ist abgehärtet, nimmt die Bilder sowieso kaum wahr. Die Medien haben ganze Arbeit geleistet. Blöd nur, diese so lästigen Wahlen in den Demokratien dieser Welt unter anderem demnächst in Deutschland. Und der Schein der Demokratie muss gewahrt bleiben, schließlich kann man Menschen am besten lenken, wenn sie das Gefühl haben, ihre Situation selbst bestimmt zu haben. Die Frau an der Spitze – nein, nicht dieses Gremiums, sondern die Politikerin – passt da als Aushängeschild ganz gut hin. Hält sich immer schön zurück in ihrer Meinung, wartete ab, was die anderen sagen und hält sich vor allem an die Spielregeln – die dieses Konzern-Gremium festgelegt hat.

Nur die Wahlbeteiligung im Land sinkt immer weiter, war bei der letzten Wahl auf einem absoluten Tiefpunkt. Der Aufruf wählen zu gehen, verhallte. Und dann noch die ganzen Flüchtlinge – das könnte wirklich ein Wahl-Problem werden. Könnte man vielleicht…? Nun ja, die führende Partei ist ja rechts angesiedelt und natürlich gibt es da auch Menschen, die ein wenig extremer denken. Wenn man da ein paar findet und eine eigene Partei gründen läßt. Da müßte natürlich jemand dabei sein, der ein Sympathieträger ist, dann ein paar Frauen und vor allem jemand, der für Aufmerksamkeit sorgt, Schlagzeilen gezielt raushaut und mit Gegenangriffen umzugehen weiß, sprich ein Mann, der schon ewig Propaganda macht. Der Vorteil einer solchen Partei würde nicht nur in der Bündelung der Kräfte liegen, denen die eigenen Partei zu wenig rechts gelagert ist, auch würde man einer anderen Partei sozusagen die einfacher denkenden Menschen mit entsprechenden Parolen und Ansagen abspenstig machen. Noch viel wertvoller wäre allerdings die Wirkung auf den Rest. Denn der wäre beschäftigt. Eine Generalprobe könnte man doch direkt ein halbes Jahr vor der Wahl starten. So als kleinen Anstubser an die Ver-Braucher da draußen und dann mal sehen, wie es sich entwickelt.

Für den finalen Showdown hätte man dann ja 4 Jahre Zeit. Die Parteigründer sind alle mehr oder weniger mit brisanten Infos unter Kontrolle. Infos, die man bei Bedarf mal eben aus dem Hut zaubert und der Presse zuspielen kann. Und einer mit ner weißen Weste, der keine Lust mehr auf das Spielchen hat, den versetzt das Gremium einfach ins Europaparlament. Genügend Geld löst solche kleinen Problemchen im nachhinein.

„Geht wählen!“, würde endlich seine Wirkung zeigen, erst Recht, wenn man sich ein paar prominente Gesichter dazuholt. Weil ja nur, wer wählt, sich hinterher beschweren darf? Wer hat eigentlich die Statistik in die Welt gebracht, dass die Wahlbeteiligung von AfD-Wählern höher ist, als die der Menschen, die andere Parteien bevorzugen? Glückwunsch an alle Wähler! Ist echt demokratisch, zwischen Pest und Cholera entscheiden zu dürfen. Wobei man sich dann zumindest einig sein kann, NICHT die Apokalypse gewählt zu haben. Manipulation läßt grüßen.

Ja, all die Normokraten sind beschäftigt. Jemand erzählte mir, dass er zu einer Wahl-Veranstaltung der AfD ging. Mal gucken, warum auch nicht. Neugierige und offene Menschen tun so etwas und urteilen erst, nachdem sie sich ein eigenes Bild gemacht haben. Nicht nur, dass derjenige ein mulmiges Gefühl bei der Anreise hatte, seinen Wagen extra weit ab vom Ort des Geschehens parkte. Nach der Veranstaltung wurde er mit den anderen Teilnehmern unter Polizeischutz durch den Hintereingang nach draußen begleitet, weil vor der Haupteingangstür ein wütender Mob wartete. Heißt, wer neugierig ist, sich nicht automatisch an der Norm orientiert, muss Angst um Besitz und Leben haben? Wo leben wir nochmal? In einer Demokratie herrscht Meinungsfreiheit – eigentlich. Ist aber wohl von der Intoleranz in den Köpfen aufgefressen worden. Und nach der Wahl und dem – (sorry) vorhersehbaren – Ergebnis die Hexenjagd in den sozialen Netzwerken. Die Normokraten sind beschäftigt. Da wird ein Post über fehlendes Mitgefühl in der Gesellschaft gelikt und positiv kommentiert und im nächsten Moment über die Entscheidung eines anderen Menschen, die ihm geschadet hat, extrem negativ hergezogen. Mitgefühl bitte nur dann, wenn es mich betrifft, die anderen sind egal? Wie nennt man das noch? Drängt man nicht eher diejenigen noch mehr an den (rechten) Rand, die sich schon ausgegrenzt fühlen? Wenn ich möchte, dass der Andere meine Meinung versteht und ihr mit Toleranz begegnet, muss nicht ich dann den Anfang machen? Ihm zuhören, seine Ängste nachvollziehen, Toleranz und Geduld aufbringen und ihm zeigen, dass sich abzugrenzen keine Lösung ist. Aber was in den Medien, besonders in TV-Sendungen vorgemacht wird – Respekt gegenüber Andersdenkenden geht anders! – kann ja nur richtig sein. Respektlosigkeit in Form von Hexenjagden sind also erlaubt? Oder gar erwünscht? Soviel Manipulation tut schon weh.

Wir sind alle zuallererst Mensch, fühlende Wesen mit begrenzter Daseinsdauer.

Konzentrieren wir uns auf die Gemeinsamkeiten, auf das, was wir alle wollen: Glück, Liebe und einfach wir selbst sein dürfen.

Wie war das: Der Fisch stinkt immer zuerst am Kopf! Will sagen, so wie die Gesellschaft sich allgemein präsentiert – konsumorientiert und abgestumpft, so wird sie auch „da oben“ geführt. Nein, nicht von den Politikern, das sind nur Marionetten. Begriff gern nachlesen, den gabs schon bei Platon und Schopenhauer. Ob uns noch zu helfen ist? Ich mag die Hoffnung nicht aufgeben. Denn glücklicherweise gibt es immer mehr von denen, die die rote Pille geschluckt haben. Und immer mehr, die empathisch agieren. Aber was schreibe ich hier, so als Frau, über Politik, über Taktik…kann man ja gar nicht Ernst nehmen, solche Verschörungstheorien…oder?

 

 

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Jeder Zauber hat seinen Preis !

Jeder Zauber hat seinen Preis !

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Als kleines Mädchen habe ich Märchen geliebt. Eine ganze Sammlung von Märchenbüchern aus aller Herren Länder stand in meinem Regal, und ich konnte sie fast alle auswendig. Nein, ich wollte nie Prinzessin sein oder ein Monster in einen chicen Prinzen verwandeln können. Mir ging es meist um den Zauber in jedem Märchen, die Veränderung der Realität. Die Veränderung dessen, was im Ursprung für die Protagonisten die Normalität ausmachte. Am meisten faszinierten mich Magier und Hexen, die einfach wußten, was bei bestimmten Problemen zu tun war, selbstbestimmt agierten und die nicht müde wurden zu betonen, dass jeder magische Eingriff, jede Verschiebung der Realität andere Veränderungen nach sich brachten, die einfach mit zum Zauber gehörten. „Pass auf, was Du Dir wünschst!“, war nicht leer dahin gesagt, sondern zielte darauf, sich der Verantwortung für die Folgen des Wunsches bewußt zu werden.

Erst viel später setzte ich mich mit den tieferen Ebenen von Märchen auseinander, erkannte, dass sie Anleitungen fürs Leben waren. Ja, es kommen viele Wunder in Märchen vor, aber ist nicht unsere gesamte Existenz ebenfalls ein Wunder? Nicht von der Hand zu weisen ist außerdem, dass jeder von uns seine Welt durch einen bestimmten Filter sieht, dass also jeder in seiner eigenen Welt lebt. Was bedeutet, dass es auf dieser Erde 7,5 Mrd. unterschiedliche Welten gibt – 7,5 Mrd. Paralleluniversen ! Cool, oder ? 😉

Und wie im richtigen Märchen gibt es auch hier Prinzessinnen, Monster, Eltern, Geschwister, Stiefmütter, Helden, Gaukler, Magier usw. Jeder von uns füllt sogar selbst mehrere Rollen in seinem Leben aus, nur eine verlernen die meisten mit der Zeit. Durch Erziehung, die Gesellschaft und ein fürchterliches Virus stirbt die Erinnerung an den inneren Magier in uns. Wie definiere ich Magier? Dazu mehr weiter unten, vorerst klären wir mal, das, was der Magier im Märchen tut: ZAUBERN.

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Was genau ist ein Zauber? Die Manifestation eines Wunsches. Und was tun wir den lieben langen Tag? Wir denken. Aber wir denken nicht bewußt. Lassen unsere Wünsche von anderen bestimmen durch das Vorgaukeln von Bedürfnissen, lassen uns Lebensziele implantieren, erfüllen fremde Erwartungen.

Wir manifestieren, wir erfüllen Wünsche, nur nicht unsere eigenen !!! Ein Magier verändert seine Welt aber so, wie es seinen eigenen Wünschen entspricht. Er nutzt seine Macht. Uhhh und Macht ist doch böse. Nicht schlecht, was die Gesellschaft über Jahrhunderte geschafft hat, in uns einzutrichtern. So als moderne Sklaven. Sklaven wollen keine Macht, nur ihre Ruhe und ein paar Bequemlichkeiten.

Beweis gefällig? Sklaven denken im Opfermodus! Die „da oben“ oder „alle anderen“ sind schuld an der Lage, dem Leben des Opfers. Da können die Opfer gar nichts dafür, Opferitis ist eine ernst zunehmender Virus, der den Großteil der Menschheit befallen hat. Die Therapie bezahlt keine Krankenkasse und Ärzte erkennen das Virus meist nicht, weil sie selbst befallen sind.

Einige Patienten versuchen trotz allem weiterhin für sich und ihre Umgebung so zu tun, als ob ihr innerer Magier noch vorhanden wäre. Sie gaukeln Illusionen vor. Aber wie genau kann man erkennen, ob ein Mensch ein Magier oder ein Illusionist ist? Die Klock oder Copperfield Shows sind da wohl weniger geeignet.

Und jetzt zurück zum Magier. Vor allem versucht ein Magier sich nicht der Opferitis zu ergeben. Er schaut bewußt hin, was genau in seinem Leben Unzufriedenheit verursacht. Und ihm ist klar, dass in genau dem Bereich ein Mangel an Selbstbestimmtheit vorliegt. Das kann der Job sein, der ihm zwar Spaß macht, aber nicht zur Ruhe kommen läßt, der neueste Lebensmittelskandal, der ihm das Gefühl gibt, nun aber ja wirklich NICHTS mehr bedenkenlos essen zu können, oder eine Begegnung, die ihm zeigt, was ihm in seiner Beziehung fehlt. Danach sucht der Magier nach Möglichkeiten, den entsprechenden Zustand zu ändern. Er wägt ab, wählt die Energieformen mit Bedacht, ist sich bewußt, dass Veränderungen immer auch sein Umfeld betreffen. Und er weiß, dass Veränderungen, die ihm gut tun, sein Umfeld wachsen lassen. Wachstumsschmerzen im Umfeld gehören dazu. Und auch der Magier weiß um den Preis, den jede Magie, jede Wunscherfüllung für ihn mit sich bringt: Unsicherheit, Verständnislosigkeit von außen und vllt sogar heftigen Gegenwind und jede Menge Wellengang. Bei den Aussichten bekommt so mancher selbsterklärte Magier nasse Füße. Versucht sich und die Situation schönzureden, anders darzustellen, vor allem sich selber. Und ändert …Nichts, wagt nicht den Sprung und ist damit ein Illusionist. Vor allem vor sich selbst. Also ein Magier springt, ein Illusionist tut nur so. Logisch, oder?

 

Wenn Du Dich also das nächste Mal über verseuchte Eier aufregen möchtest, dann denke auch daran, dass es Lebewesen sind, die in diesen Ställen leben, die diesen Mist zusammen mit ihrem Futter inhaliert/ gefressen haben, damit DU Dein Frühstücksei genießen kannst. Und? Hast Du jetzt die Eier in der Hose, Deine Ernährung auf vegan umzustellen? Oder hilft vielleicht die Aussage, dass es nur noch ein kleiner Schritt ist, bis die Lebensmittelkonzerne wirklich Soylent Green produzieren. Und als Selbstversorger hast Du noch viel mehr in der Hand, was Dein Körper bekommt und was nicht. Denk nicht nur darüber nach.

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Sei der Magier, den Du im Film Deines Lebens gern sehen möchtest!

Mir ist bewußt, dass Freiheit eine Illusion ist. Wir alle sind irgendwie abhängig und wenn es von der Luft ist (ohne atmen geht schlecht, nä). Aber allein schon das Wort „Verbraucher“ finde ich menschenverachtend. Ist ziemlich dicht am Begriff „Sklave“ dran. Und dabei ist es doch mein Leben und Dein Leben ❤

 

Was soll ich tun?

Was soll ich tun?

Ob diese Frage in einem Gespräch vor ca. einem Jahr auch fiel, weiß ich nicht mehr. Aber ich weiß, dass es um die Zukunft einer Freundin ging, die Situation ausweglos erschien und, dass wir die Karten dazu befragt haben. Es ging darum, dass sie den Partner, mit dem sie trotz der mittlerweile fehlenden Liebe und Leidenschaft ja sehr viel verbindet, doch nicht in einer für ihn belastenden Situation verlassen kann. Schließlich hatte sie sich doch mal für ein „in guten wie in schlechten Tagen“ zu ihm bekannt. Dadurch war sie doch verantwortlich für das Leben des Menschen, war an ihn gebunden, egal, was sie selbst glücklich macht.

Als Freundin bin ich mitunter unerträglich ehrlich. Und so bekam sie von mir folgende Sätze an den Kopf geknallt:

„Was meinst Du eigentlich, wer Du bist, dass Du Gott spielen musst!!! Du bist nur für einen Menschen verantwortlich und das bist Du selbst. Du kannst Dir doch nicht anmaßen, besser als Dein Partner wissen zu wollen, was gut für ihn ist? Woher willst Du wissen, dass eine Trennung für ihn nicht das Beste wäre? Das kannst Du nicht. “

Ich verstehe ja, dass es wesentlich leichter ist, die Verantwortung für andere Menschen zu übernehmen – weil man im entscheidenden Moment IMMER den Rückzieher machen kann, der Andere wäre ja schlußendlich für sich selbst verantwortlich. Aber viel schwieriger ist es, die Verantwortung für das eigenen Leben, das eigene Glücklichsein zu übernehmen. In diesem Blog geht es mir immer wieder um Selbstliebe, darum, sich so zu akzeptieren, wie man ist. Dazu gehört aber auch, sich die Verantwortung für sich selbst zurückzuholen. Andere Menschen nicht über sich und seine Bedürfnisse zu stellen und sich als die wichtigste Person im eigenen Leben zu betrachten. Damit ist kein Narzissmus gemeint, denn der wäre das Gegenteil: jemanden zu brauchen, der einem immer wieder bestätigt, ein liebenswerter Mensch zu sein. Zur Selbstliebe und Selbstverantwortung gehört auch, Verstrickungen und Abhängigkeiten zu erkennen, denn nur wenige von uns sind so erzogen, dem eigenen Stern zu folgen.

Tarot - Der Teufel
Es geht um Blockaden und Situationen, in denen wir uns unwohl fühlen, in denen wir in Abhängigkeiten und Angst verharren, weil der Leidensdruck noch nicht groß genug ist.

Dazu ein aktuelles Beispiel:

Gestern Abend hatte ich eine aufwühlende Diskussion mit dem Lieblingssohn, der sich mittlerweile der analogen Fotografie verschrieben hat UND schon immer jemand ist, der interessiert am aktuellen Zeitgeschehen teilnimmt. Seine Ankündigung am kommenden Freitag oder Samstag die Gegendemos zu G20 als Beobachter begleiten und Fotos machen zu wollen, stieß bei mir als Mutter und auch bei seiner Freundin auf grenzenloses Entsetzen. Schließlich ist das Ereignis noch gar nicht los gegangen, aber man spürt jetzt schon deutlich negative Winde, die uns hier umwehen.  Wir haben Angst um ihn und wollen natürlich verhindern, dass er sich dem aussetzt und redeten entsprechend auf ihn ein, um ihn davon abzubringen. Er sieht es jedoch als seine Aufgabe an, da er sich der Dokumentarfotografie verschreiben möchte/will/hat. Ob es an meiner Erziehung oder am eigenen Charakter liegt, weiß ich nicht, er hält an seinem Vorhaben fest. Ist dabei jedoch keinesfalls stur und verbohrt, sondern versteht unsere Einwände und versprach, sich rechtlich „schlau zu machen“. Seine Schwester unterstützt seine Meinung übrigens und wies mich an, doch bitte loszulassen. Ein mulmiges Gefühl bleibt mir und seiner Freundin sicher auch. Und es mischt sich Stolz darunter, dass er eben nicht faule Kompromisse eingeht, nur um es uns recht zu machen.

Update: Glücklicherweise hat der Lieblingssohn ein paar Bezugspersonen mehr, mit denen er sich auch über seine Vorhaben austauscht. Denn mütterliche Ratschläge und Fürsorglichkeit reizen ja schon per se zum Widerspruch. Und so hat er für sich entschieden, das Treiben zu G20 aus sicherer Entfernung zu betrachten und sein fotografisches Augenmerk auf weniger brisante Ereignisse zu richten, um mehr Übung und Routine zu bekommen. *erleichtert bin*

Tarot Stern
Die Situation abwägen und dem eigenen Stern folgen.

Wenn ich mich so umsehe, dann bemerke ich, dass eben viele Partnerschaften nur noch bestehen, weil jeder der Partner meint, faule Kompromisse aufrecht zu erhalten. Heißt, ich tue etwas für den anderen, weil ich MEINE, er braucht/will das so. Bei ebensolchen Kompromissen steigt der eigene Unzufriedenheitspegel immer mehr. Weil man keinen Dank erhält. Wofür auch, der Partner weiß ja nichts von dem Kompromiss. Und letztendlich folgt keiner der Partner dem eigenen Stern und der Frust in der Partnerschaft ist auch für Außenstehende deutlich spürbar. Die in der Bildüberschrift gestellte Frage ist also schon von der Wahl her nicht eigenverantwortlich. Denn es geht nicht darum, was man tun soll. Es geht einzig und allein nur darum:

Was will ICH ? Und wer will ICH sein?

Und dann entsprechend zu handeln. Egal ob es dauert oder von heute auf morgen geschieht. Glücklicher ist, wer seinem eigenen Weg folgt.

Besagte Freundin hat das getan. Noch befindet sie sich mitten im Loslösungsprozess, und ich bin nur begleitender Beobachter. Sie erscheint mir lebendiger, gelöster und offener für die Zukunft. Und das macht mich total froh, denn auch wenn meine Zunge manchmal sehr schnell ist, mache ich mir im nachhinein dann doch viele Gedanken, ob ich ein Recht auf verbale Kopfnüsse habe. In diesem Sinne:

Wir werden sterben.

Also lasst uns jeden Tag aufs Neue beginnen zu leben!

Viel mehr zu spüren und nicht denken.

Leidenschaft und Freude im Tanz des Lebens

 

Quelle der Tarotkartenfotos: http://www.astrolymp.de/

 

 

Vom Loslassen und Gewinnen

Vom Loslassen und Gewinnen

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Ich glaube nicht an Zufälle, besonders nicht an zufällige Begegnungen. Offen und neugierig dafür sein kann man aber und versuchen, nicht zu projizieren. Letzteres ist schwer. Der Mensch braucht Schubladen, um zu ordnen, sich zu ordnen, Beziehungen zu anderen einzuordnen. Mit manchen Menschen entwickelt sich mehr als gedacht, Freundschaften zum Beispiel. Andere inspirieren einfach oder setzen eine Erkenntnis in mir frei. Danach entschwinden sie von sich aus oder ich merke, dass es an der Zeit ist, loszulassen.

Ich realisiere, dass ich immer mehr nur diejenigen um mich haben will, die mich schätzen, mir nicht ungefragt ihre Meinung aufdrücken, die versuchen, auch meinen Standpunkt zu sehen und sich so offen geben, wie ich es tue. Jeder von uns ist beides: Lehrer und Lernender. Eine Beziehung krankt, wenn das Verhältnis unausgewogen ist. Die Energien müssen gleichmäßig fließen 😉 . Dann entstehen Spirit und Power.

Wieviel Power wird entstehen, wenn 4 ganz unterschiedliche Frauen sich gegenseitig bei der Erfüllung ihrer jeweils größten Vision unterstützen ?

Ich wette darauf, da wird Musik sein – überall, wo wir sind ❤

 

 

Romanze, Hormone -> Ehe ?

Romanze, Hormone -> Ehe ?

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Mir fällt es grad schwer, einen Anfang zu den oben genannten Begriffen zu finden. Was im Kopf noch so geordnet erscheint, erweist sich im Schreibmoment als ein einziges Knäuel an Gedanken. Doch genau das tun wir im hiesigen Kulturbereich mit den Begriffen Liebe, Beziehung, Sehnsucht, Partnerschaft, Leidenschaft, Verschmelzung und Ehe. Wird alles in einen Topf geschmissen und kräftig durchgerührt. Einzig der Verliebtheit räumen wir einen besonderen Stellenwert, sozusagen als Vorstufe zur Liebe ein. Ist ja auch wissenschaftlich nachgewiesen, dass wir durch den speziellen Hormoncocktail zu Beginn die Schmetterlinge im Bauch flattern spüren, deren Wirkung dann irgendwann nachläßt.

Dann aber tut das Bindungshormon Oxytozin seine Wirkung, sagt die Wissenschaft, und der Weg in eine langfristige Partnerschaft oder auch Ehe ist geebnet. Kulturhistorisch ist Monogamie im europäischen Raum in unseren Köpfen fest zementiert. Während die meisten Frauen und vornehmlich junge Männer hierzulande noch an die EINE große Liebe glauben, mit der man dann sein ganzes Leben verbringt, läßt man sich auf dem amerikanischen Kontinent immer wieder auf eine neue Liebe ein – da heiratet er zum vierten und sie versucht es zum zweiten Mal (nur mal so als Beispiel). Dafür ist in China die Liebe partout keine Voraussetzung, um zu heiraten und auch Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit sind verpönt. Heißt das also, dass in anderen Kulturen andere Hormone wirken? Oder hängen wir da etwa einem romantisch verklärten Weltbild an, das einer ganz anderen Zeit entstammt? Liebesromane und -filme, die ganze Palette der Lovesongs, Sprüche, die in sozialen Netzwerken verbreitet werden und so manche spirituelle oder sogar philosophisch angehauchte Theorie unterstützt das Ganze dann noch.

Die Statistiken (des statistischen Bundesamtes) sprechen jedoch eine sehr eindeutige Sprache. Pro Jahr werden um die 400.000 Ehen geschlossen (Zahlen zu Langzeitpartnerschaften habe ich nicht gefunden). Meist ist der Mann ca. 33 und die Frau ca. 30 Jahre zum Zeitpunkt der Eheschließung. Ca. 15 Jahre später – also mit einem Alter zwischen 45 und 50 Jahren – trennen sich ca. 145.000 Paare wieder. Natürlich gibt es auch Trennungen, die davor stattfinden oder später. Und nur eine ganz kleine Zahl bleibt wirklich zusammen. Warum? Gewöhnung? Arrangement? Liebe? Emotionale Abhängigkeit? Unbestritten wachsen wir alle am meisten in Beziehung zu anderen Menschen – aber immer an dem- oder derselben? Und da ich gerade am provokant fragen bin: Welchen echten Vorteil bietet die Ehe jeweils dem Mann oder der Frau?

Ich bin gespannt auf Eure Antworten ❤

Der Beitrag wird demnächst fortgesetzt, ich will da schließlich noch allerhand entwirren. Aber mehr als 400 Wörter mag ich bei anderen ungern lesen, also gibts auch bei mir heute nicht mehr.

 

 

Tattoo -Wozu?

Tattoo -Wozu?

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Das Thema dekorative Körperbemalung drängt sich gerade merklich in meine Gedanken. Die Lieblingstochter wird bald 18 und wünscht sich schon sehr lange ein Tattoo. Ich überlege schon seit einiger Zeit mir ein Zweites stechen zu lassen und eine Kollegin möchte eines Ihrer Körperbilder übercovern lassen. Nachdem Jules einen Blogpost darüber schrieb, dass er persönlich jungfräuliche Haut ohne Verzierungen am schönsten findet und Christiane hier ankündigte, sich ein Tattoo stechen zu lassen nach über 20 Jahren Bedenkzeit, und zu beiden Blogposts die Kommentare vorwiegend in Richtung Anti-Tattoo anklangen, will ich dann auch mal meinen Senf oder etwas Tinte zum Thema beisteuern.

1. Vorurteil: Tattoos sind Jugendsünden

Immer mehr junge Menschen tragen heutzutage Tattoos und das Vorurteil mag sicher auf einige zutreffen. Selbst wenn, dann erinnern sie den Träger an eine bestimmte Phase in seinem Leben. Und wie Menschen nunmal unterschiedlich sind: der eine bereut seine Vergangenheit, der andere steht dazu. Mein erstes Tattoo habe ich mir mit 30 stechen lassen und es war eine Befreiung für mich. Weil ich mich dadurch endlich regelmäßig traute, schulterfreie Kleidung zu tragen. Meine Schulter ziert nämlich ursprünglich eine große erhabene ungleichmäßige und rote Narbe, die davor Menschen zu der Frage: „Was ist DAS denn?“ veranlasst hat oder sie zumindest zum Hinstarren animierte. Und ich verschwieg meinem Umfeld damals – obwohl alt genug – dass das Tattoo eben nicht temporär angefertigt wurde. Hatte ich doch mit einem zweiten Vorurteil zu kämpfen:

2. Vorurteil: Tattoos sind nur was für Knasties & Seefahrer

Die Tradition der dauerhaften Körperverzierung ist wesentlich älter. Was und welche ethnischen Gruppen Tattoos und anderes praktizier(t)en, könnt Ihr hier nachlesen. In Japan waren Tattoos lange kriminellen Kreisen vorbehalten und auch im westlichen Kulturkreis wird die Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppierungen mit speziellen Tattoos  gekennzeichnet, im positiven ebenso wie im negativen Sinne. Der junge Mann, der mir heute beim Frühstück gegenüber saß, hat beispielsweise ein Fan-Tattoo an seinem inneren Unterarm: das Zeichen der Rebellion aus Star Wars

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„Was ist das denn?“, werde ich auch heute noch gefragt. Jetzt sind aber die 2 Schleierschwänze gemeint, die auf meiner Schulter umeinander schwimmen. Und ja, mittlerweile ist mir klar, dass ich instinktiv ein Motiv gewählt habe, das für mich eine tiefere Bedeutung besaß und immer noch besitzt.

Wer sich darauf einläßt, die Motive tätowierter Menschen genauer zu betrachten, wird unglaublich viele Geschichten serviert bekommen. Natürlich gibt es die naiven kleinen Bildchen, die bestimmte Körperpartien nur auffälliger gestalten sollen und die zu oberflächlichen Zeitgenossen gehören. Für die meisten Leute, die ich kenne, gehört jedoch mehr dazu. Nicht, dass sie ihre Geschichte dazu unbedingt jedem erzählen würden. Aber das ist auch nicht nötig, denn Bilder oder Symbole wirken auch ohne Worte in unserem Unterbewußtsein.

Tattoos sind die sichtbar gemachten Bilder der Seele.

Oft finden sich in den Motiven so grundlegende Lebensthematiken wie Liebe, Glaube und Hoffnung. Ein Lebensabschnitt, an den der Träger jederzeit erinnert werden möchte als Markierung auf den Körperteil gesetzt, der der Aufmerksamkeit bedarf. Denn die Stelle, die sich der Träger aussucht, spielt eine ebensogroße Rolle, wie das Tattoo selbst, behaupte ich einfach mal frech. Einerseits, weil die Haut zum Körper gehört, zweitens weil Tattoos oft an energetischen Punkten liegen und drittens, weil die Aufmerksamkeit Dritter genau darauf gelenkt wird. Und da wir alle Energiewesen sind, erfährt diese Stelle also einen stetigen Energieschub durch das eigene Bewußtsein und immer mal wieder zusätzlichen Energieschub von außen.

Mein nächstes Tattoo wird eine Lotosblume sein und ich werde sie über dem linken Fußknöchel platzieren. Wo ich das machen lasse, weiß ich noch nicht. Da ist einerseits die Kollegin, die sich ihr Motiv übercovern läßt. Das schau ich mir an und falls das richtig gut gelingt, wäre der Tätowierer sicher eine Möglichkeit. Ansonsten werde auch ich „Feldstudien“ betreiben, denn am 3. September gehts zur Tintanic . Der Südstaatendampfer »Mississippi Queen« legt ab und mit an Bord sind 15 Tätowierer, gute Musik und leckeres Essen, es gibt Burlesque von  Queen Calavera und vor allem viele nette Leute und für einen guten Zweck ist das Ganze auch noch. Hier ein Video vom letzten Jahr:

 

…ist doch wunderschön, oder? ❤ Und die Spendensumme ist fantastisch 😀

(Bildquelle des Beitragsbildes: Pinterest)

 

 

 

„Achtung, hier kommt ein Karton!“

„Achtung, hier kommt ein Karton!“

Von mir gab es jetzt ja schon ewig nichts mehr zu lesen, was aber nicht heißt, dass ich selbst nicht fleißig mitgelesen habe bei Euch allen. Ich finde, dass es gerade etwas ruhiger im Blogland ist, denn das Frühjahr brachte Sonne und das Leben draußen mit sich. Auch bei mir gab es jede Menge Veränderungen, Neues und zu Erledigendes:

neuer Job, 4 Chefs und neue Kollegen, neue Zeitstrukturen und ganz viel zu lernen, jugendlicher Mitbewohner mitten im Abi, dazu oft so einige Gäste mehr, als mein Kühlschrank vertrug, Formulare ausgefüllt, Wohnzimmerdinner, Theaterbesuch, Sofar-Konzert und Tagebuchlesung der Clubkinder, tanzen zum Abreagieren und Fußball in Maßen, Geburtstagskaffee-Einladungen und selbst Torten unter Zeitdruck geschafft, verliebt und Eifersucht gelebt, Anzug gekauft, Heels anprobiert, gekauft und eingelaufen,  noch mehr Formulare ausgefüllt, nicht klar gekommen und Rentenkassenberatung besucht, Alltagswahnsinn erledigt, Unnützes aussortiert, Seebrückenfest besucht, alte Bekannte getroffen, neue Menschen kennengelernt, meinen Gemüseacker bearbeitet, Kleider anprobiert, Heel-Shooting und Abiball erledigt…

Und jetzt sind endlich Ferien auch in Schleswig-Holstein 😀 …nicht für mich, aber ich empfinde es gerade als spürbar entschleunigt. Vor allem habe ich in den letzten Tagen wieder den Drang verspürt zu schreiben. Der Antrieb ist wieder da, mir juckt es in den Fingern, Bloggen hat wieder eine der vorderen Prioritäten, und damit werde ich auch Zeitfenster für entsprechende Beiträge finden.

Ich reihe mich gerade in die Liste der Blogger ein, die Ihre Blogpause mit der Ankündigung beenden, jetzt wieder regelmäßig da zu sein. Mal sehen, obs hilft 😉

Ganz erstaunt war ich beim Blick auf die Statistik – hab da ja lieber nur ein Auge riskiert, und dann doch die Sonnenbrille gebraucht – schon über 100 Follower :

DANKESCHÖÖÖÖN ❤ ❤ ❤

…und der Karton kommt auch noch:

 

Dass der kindliche Falschversteher „Karton“ auf das Wort Cartoon zurückzuführen ist, ist sicher den meisten bekannt. Ich hab den „Karton“ damals immer ganz anders verstanden: als Überraschung 😉 , man weiß ja schließlich nie, was sich darunter verbirgt.

Also haltet die Augen offen an diesem sonnigen Sonntag, vielleicht begegnet Euch die ein oder andere Überraschung oder Gelegenheit – denn das ist das Leben ❤ .