Kernbohrung

Kernbohrung

oder Wohin das Leben führt

 

Wenn auf dem Blog wenig los ist, passiert im Außen um so mehr. Mein Blog heißt nicht von ungefähr SEELENFUNKELN. Klar kann jeder Leser Anregungen mitnehmen, sofern er  mag. Hauptsächlich ging es immer darum, herauszufinden, was mich funkeln läßt. Nach einigen prägnanten Einschnitten waren mir nicht nur Ziele, sondern auch Träume und Visionen abhanden gekommen. Dass da innen drin ein Feuer lodert, war keine Frage, nur in welche Richtung kanalisieren? Bücher und Seminare brachten mich nicht wirklich weiter, herauszufinden, wofür ich brenne.

 

Mein Leben verlangte nach Ordnung. Und so war das bestimmende Motto für 2016 „Ordnung im Innen“ wohingegen im letzten Jahr die „Ordnung im Außen“ im Fokus stand. Kartenlogik. In diesem Jahr brachte mir eine Meditation am Jahresende das Thema des kommenden Jahres: Ankommen. Wohin? Keine Ahnung. Schließlich bin ich ständig unterwegs und komme auch an, nur eine Heimat ist schwer auszumachen.

 

Einige Tage hatte ich mehr oder weniger Zeit, darüber nachzudenken. Zusätzlich machte mich mein Lieblingssohn auf eine dunkle Ecke aufmerksam, der ich vorsorglich die letzten Jahre ausgewichen war. Eine negativ belastete Erinnerung an eine Tätigkeit, die m.E. nur der Notwendigkeit geschuldet war. Er, als Beobachter, hatte das Kapitel in seiner Erinnerung jedoch ganz anders gespeichert. Fremde Sichtweisen erhellen so manche verzerrte Wahrnehmung.

Der Jahresbeginn ist geburtstagsbedingt schwer ausgelastet. Da schon seit über einem Jahr eine eher idealistische Idee in meinem Speicher dümpelt, nahm ich meinen eigenen Jahrestag zum Anlass, in dieser Richtung aktiv zu werden. Vorsichtig. Zweifelnd. Also schriftlich.

Und bekam prompt eine mehr als positive Antwort!

Nach einigem Mailverkehr dann endlich die ersehnte Besichtigung. Und was soll ich sagen, ich bin happy: optimale Voraussetzungen, viele Freiräume und schon eine ziemlich aktive Gemeinschaft. Worum es geht? Permakultur. Einen Landstrich mit der Natur und für die Natur zu designen, dem Insektensterben entgegenzuwirken, Obst und Gemüse auf natürliche Weise zu produzieren und vielleicht sogar Überschüsse zu erwirtschaften, weiter zu verarbeiten und unter Menschen zu bringen. Nachhaltigkeit, die Nutzung vorhandener Ressourcen, sowie die Schaffung funktionierende Systeme und das vorhanden Wissen weiter zu geben sind weitere Stichpunke. Genau das, was mir am Herzen liegt und wofür ich brenne.

Oder kurz gesagt:

Die Mondgöttin goes Acker 😉

 

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Frauen über 40 …#2

Frauen über 40 …#2

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Frauen über 40 haben viel gelernt, über andere, über Frauen und vor allem über sich. Sie haben beobachtet und Schlüsse gezogen. Sie wissen, Wann sie Wie drauf sind und Warum. Weil sie sich als Teil der Natur begriffen haben und wie die Natur einem Kreislauf folgen oder besser folgen müssen.

Frauen über 40 genießen es, am Wasser zu sitzen und den Wellen zuzuschauen. Weil sie selbst Wellen sind. Mal groß und Furcht einflößend, mal sanft umspülend. Sie haben begriffen, dass sich ihr Körper, ihre Emotionen und ihre Seele wie Tiden auf und ab bewegen. Dass auf Ebbe immer wieder Flut folgt. Auch wenn sie manchmal vom Rhythmus überrascht sind, es sie förmlich mitreißt ohne, dass sie Zeit zum Luft holen haben. Frauen über 40 haben gelernt, in diesen Momenten zu vertrauen, los zu lassen und gelassen zu bleiben.

Und wie das Wasser umspülen sie ihre Lieben, mal unbemerkt weich, trotzdem formend und mal mit sanftem Nachdruck. Jede von ihnen ihr eigener Ozean mit Stürmen, Seebeben und Flaute, glitzernden Tropfen in der Sonne, Wellenbrechern und schäumender Gischt. Frauen über 40 betören als Engel, verführen als Jägerin, sind liebevolle Mutterkühe auch ohne Kind und genießen ihre kraftvolle Weiblichkeit. Doch auch ihr innerer Racheengel, ihr Miststück ist ihnen bewusst. Jene, die nur aus den Fluten auftaucht, wenn Frauen über 40 nicht ihrem ureigenen Instinkt und Takt folgen. Dann könnte es passieren, dass ganze Schiffsarmadas in die Tiefe gezogen und Besatzungen den Fischen zum Fraß vorgeworfen werden.

Wie das Meer, so beruhigen sich Frauen über 40 auch wieder, nehmen Collateralschäden hin und versprechen sich innerlich, noch mehr auf sich und ihre Grenzen zu achten. Und schon zieht es sie weiter zu anderen Ufern, in neue Flußbetten und Stromschnellen, zu glutroten Sonnenuntergängen und silbrig reflektierendem Mondlicht auf der Wasseroberfläche.

Denn nichts genießen Frauen über 40 mehr, als im Fluß des Lebens zu sein.