Jeder Zauber hat seinen Preis !

Jeder Zauber hat seinen Preis !

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Als kleines Mädchen habe ich Märchen geliebt. Eine ganze Sammlung von Märchenbüchern aus aller Herren Länder stand in meinem Regal, und ich konnte sie fast alle auswendig. Nein, ich wollte nie Prinzessin sein oder ein Monster in einen chicen Prinzen verwandeln können. Mir ging es meist um den Zauber in jedem Märchen, die Veränderung der Realität. Die Veränderung dessen, was im Ursprung für die Protagonisten die Normalität ausmachte. Am meisten faszinierten mich Magier und Hexen, die einfach wußten, was bei bestimmten Problemen zu tun war, selbstbestimmt agierten und die nicht müde wurden zu betonen, dass jeder magische Eingriff, jede Verschiebung der Realität andere Veränderungen nach sich brachten, die einfach mit zum Zauber gehörten. „Pass auf, was Du Dir wünschst!“, war nicht leer dahin gesagt, sondern zielte darauf, sich der Verantwortung für die Folgen des Wunsches bewußt zu werden.

Erst viel später setzte ich mich mit den tieferen Ebenen von Märchen auseinander, erkannte, dass sie Anleitungen fürs Leben waren. Ja, es kommen viele Wunder in Märchen vor, aber ist nicht unsere gesamte Existenz ebenfalls ein Wunder? Nicht von der Hand zu weisen ist außerdem, dass jeder von uns seine Welt durch einen bestimmten Filter sieht, dass also jeder in seiner eigenen Welt lebt. Was bedeutet, dass es auf dieser Erde 7,5 Mrd. unterschiedliche Welten gibt – 7,5 Mrd. Paralleluniversen ! Cool, oder ? 😉

Und wie im richtigen Märchen gibt es auch hier Prinzessinnen, Monster, Eltern, Geschwister, Stiefmütter, Helden, Gaukler, Magier usw. Jeder von uns füllt sogar selbst mehrere Rollen in seinem Leben aus, nur eine verlernen die meisten mit der Zeit. Durch Erziehung, die Gesellschaft und ein fürchterliches Virus stirbt die Erinnerung an den inneren Magier in uns. Wie definiere ich Magier? Dazu mehr weiter unten, vorerst klären wir mal, das, was der Magier im Märchen tut: ZAUBERN.

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Was genau ist ein Zauber? Die Manifestation eines Wunsches. Und was tun wir den lieben langen Tag? Wir denken. Aber wir denken nicht bewußt. Lassen unsere Wünsche von anderen bestimmen durch das Vorgaukeln von Bedürfnissen, lassen uns Lebensziele implantieren, erfüllen fremde Erwartungen.

Wir manifestieren, wir erfüllen Wünsche, nur nicht unsere eigenen !!! Ein Magier verändert seine Welt aber so, wie es seinen eigenen Wünschen entspricht. Er nutzt seine Macht. Uhhh und Macht ist doch böse. Nicht schlecht, was die Gesellschaft über Jahrhunderte geschafft hat, in uns einzutrichtern. So als moderne Sklaven. Sklaven wollen keine Macht, nur ihre Ruhe und ein paar Bequemlichkeiten.

Beweis gefällig? Sklaven denken im Opfermodus! Die „da oben“ oder „alle anderen“ sind schuld an der Lage, dem Leben des Opfers. Da können die Opfer gar nichts dafür, Opferitis ist eine ernst zunehmender Virus, der den Großteil der Menschheit befallen hat. Die Therapie bezahlt keine Krankenkasse und Ärzte erkennen das Virus meist nicht, weil sie selbst befallen sind.

Einige Patienten versuchen trotz allem weiterhin für sich und ihre Umgebung so zu tun, als ob ihr innerer Magier noch vorhanden wäre. Sie gaukeln Illusionen vor. Aber wie genau kann man erkennen, ob ein Mensch ein Magier oder ein Illusionist ist? Die Klock oder Copperfield Shows sind da wohl weniger geeignet.

Und jetzt zurück zum Magier. Vor allem versucht ein Magier sich nicht der Opferitis zu ergeben. Er schaut bewußt hin, was genau in seinem Leben Unzufriedenheit verursacht. Und ihm ist klar, dass in genau dem Bereich ein Mangel an Selbstbestimmtheit vorliegt. Das kann der Job sein, der ihm zwar Spaß macht, aber nicht zur Ruhe kommen läßt, der neueste Lebensmittelskandal, der ihm das Gefühl gibt, nun aber ja wirklich NICHTS mehr bedenkenlos essen zu können, oder eine Begegnung, die ihm zeigt, was ihm in seiner Beziehung fehlt. Danach sucht der Magier nach Möglichkeiten, den entsprechenden Zustand zu ändern. Er wägt ab, wählt die Energieformen mit Bedacht, ist sich bewußt, dass Veränderungen immer auch sein Umfeld betreffen. Und er weiß, dass Veränderungen, die ihm gut tun, sein Umfeld wachsen lassen. Wachstumsschmerzen im Umfeld gehören dazu. Und auch der Magier weiß um den Preis, den jede Magie, jede Wunscherfüllung für ihn mit sich bringt: Unsicherheit, Verständnislosigkeit von außen und vllt sogar heftigen Gegenwind und jede Menge Wellengang. Bei den Aussichten bekommt so mancher selbsterklärte Magier nasse Füße. Versucht sich und die Situation schönzureden, anders darzustellen, vor allem sich selber. Und ändert …Nichts, wagt nicht den Sprung und ist damit ein Illusionist. Vor allem vor sich selbst. Also ein Magier springt, ein Illusionist tut nur so. Logisch, oder?

 

Wenn Du Dich also das nächste Mal über verseuchte Eier aufregen möchtest, dann denke auch daran, dass es Lebewesen sind, die in diesen Ställen leben, die diesen Mist zusammen mit ihrem Futter inhaliert/ gefressen haben, damit DU Dein Frühstücksei genießen kannst. Und? Hast Du jetzt die Eier in der Hose, Deine Ernährung auf vegan umzustellen? Oder hilft vielleicht die Aussage, dass es nur noch ein kleiner Schritt ist, bis die Lebensmittelkonzerne wirklich Soylent Green produzieren. Und als Selbstversorger hast Du noch viel mehr in der Hand, was Dein Körper bekommt und was nicht. Denk nicht nur darüber nach.

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Sei der Magier, den Du im Film Deines Lebens gern sehen möchtest!

Mir ist bewußt, dass Freiheit eine Illusion ist. Wir alle sind irgendwie abhängig und wenn es von der Luft ist (ohne atmen geht schlecht, nä). Aber allein schon das Wort „Verbraucher“ finde ich menschenverachtend. Ist ziemlich dicht am Begriff „Sklave“ dran. Und dabei ist es doch mein Leben und Dein Leben ❤

 

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Risiko

Risiko

„Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie bitte die Packungsbeilage oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.“

Diesen Satz kennt so ziemlich jeder von uns. Ich gebe hier ja gern mal den Hinweis „Einfach springen!“, vergaß bisher jedoch, auf die durchaus vorhandenen Risiken hinzuweisen.

Um es kurz zu machen: Wer springt, kann auch fallen. Das Risiko besteht immer – auch für mich. Manchmal blamiert man sich nur und manchmal landet man im Schlamm, kommt so richtig hart auf und stößt sich die Nase, kriegt keine Luft mehr und der ganze Körper fühlt sich an wie gelähmt. Und auch ich verkrieche mich dann vor Energielosigkeit unter meine Decke, will nichts hören oder sehen und versinke in Selbstmitleid. Mache mir Vorwürfe, dass ich doch alt genug bin, um endlich vernünftig zu werden und dass Normalsein doch auch erstrebenswert ist. In solchen Momenten halte ich es schon schwer mit mir selbst aus, das würde ich anderen niemals zumuten wollen. Natürlich versuche ich in solchen Tiefs ab und zu auch mal zu meditieren oder erinnere mich an andere gute Ratschläge. Meditation bringt leider gar nichts, weil ich keine konzentrierte Aufmerksamkeit hinbekomme. Mir meine Emotionen nur ganz still anzusehen, sie zu beobachten, kriege ich ebensowenig hin. Auch da fehlt mir die entsprechende Energie.

Anscheinend gibt es aber trotzdem irgendeinen Punkt in mir – egal, wie man den jetzt nennen mag: „Höheres Selbst“, hört sich cool an 😉 – der mir irgendwann nur eine kleine winzige Aufgabe stellt. Ein kurzer klarer Befehl, der zu mir durchdringt, mich antreibt jetzt sofort irgendetwas Bestimmtes zu tun: die Spülmaschine auszuräumen, einen Anruf zu tätigen oder eine Musik rauszusuchen. Das kann durchaus alles sein, weil alles besser ist, als der vorherrschende Zustand. Vielleicht ist es auch einfach so, dass in dem Augenblick einfach das Ganze beendet sein soll…ich habe fertig gelitten sozusagen. Und begebe mich aufgrunddessen im Geiste schon mal auf ein anderes Energieniveau, der Körper folgt…Das ist nichts, wozu ich mich zwinge, es passiert einfach. Und eine Stunde später ist all das, was mich vorher so umgehaun hat, Geschichte und von Vernunft und Normal will ich dann schon wieder gar nichts mehr hören.

Auf Ebbe kommt immer die Flut, warum sollte das Leben oder die Gefühle anders sein ? Wenn ich nicht springen würde, wären die positiven Ausschläge meines Lebens nicht so heftig und die negativen ebensowenig. Klar könnte ich mich anpassen, normal sein, aber fühlt sich das dann wie Leben an ? Für mich nicht. Also werde ich weiterhin einfach springen, oft fliegen und manchmal auch den Schlamm küssen. Weil ich darauf vertraue, dass das Leben mich immer wieder zurückfedern läßt, wie ein Trampolin, das mich auffängt und mir neuen Schwung gibt. Ich wünsche uns allen dieses Vertrauen und ein wunderbares Adventswochenende.