Das einzig Beständige ist die Veränderung

Das einzig Beständige ist die Veränderung

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Mein Küchenradio, so ein altes Ding mit Antenne, kriegt manchmal das Rauschen. Stell ich mich daneben, empfängt es wieder klar, weil ich das elekromagnetische Feld erweitere. Mensch besteht eben nicht nur aus fester Materie, sondern ist ebenso ein Energiewesen. Und Energie ist nicht starr. Da verwundert es wenig, dass Veränderungen für uns lebensnotwendig sind. Selbst wenn man das begriffen hat, ist es trotz allem immer wieder ein schmerzhafter Prozeß. Denn um Platz für Neues zu schaffen, muss Altes losgelassen werden. Schön, wenn dieser Vorgang bewußt geschieht – so hat man wenigstens ein wenig das Gefühl von Kontrolle. Nur meist ist unser Leben so voll, dass die Veränderung von außen passiert, oder wir selbst setzen eine Veränderung in Gang und dann überrollen uns die Ereignisse.

Im Moment bin ich in einer beobachtenden und mitfühlenden Position, was mein Umfeld betrifft. Da zieht eine Freundin mal eben um, läßt ihre alte Wohnung los, auch das Sofa, das sie noch in der Ehe angeschafft hatte, eine andere Freundin muss nach und nach geliebte Menschen und Tiere gehen lassen und ein Anderer beendet seine längere Beziehung, bei den Nachbarn zieht der Sohn aus, usw… Und bald schreiben wir nicht mehr 2017, auch das alte Jahr verabschiedet sich.

Unsere Seele liebt Rituale! Und unser Unterbewußtsein reagiert darauf. Deshalb verabschieden wir uns mit Umarmungen und feiern den letzten Tag des Jahres mit einem Feuerwerk.  So ein Jahr entläßt sich schneller als manches andere im Leben. Also warum nicht mal ein persönliches und intimes Abschieds-Ritual an Silvester begehen?

Dazu nimmt man sich am besten 2-3 Stunden Zeit. Vorbereitend ist es empfehlenswert die Feuermelder in der Wohnung oder im Haus zu entschärfen. Um sich selbst körperlich und geistig einzustimmen ist ein Bad sinnvoll. So gereinigt in Klamotten, die einem gut tun und ein wenig in Meditation oder im Gebet versinken. Und auf ein weißes Blatt Papier notieren, was man loslassen möchte bzw. was gehen darf. Dann stellt man sich eine schöne Kerze, eine Schüssel (kein Plastik!) und einen kleinen Krug mit Wasser bereit, widmet seinem beschriebenen Papier nochmals soviel Aufmerksamkeit, wie man mag und entzündet das Blatt an der Kerze. In der Schale darf es dann niederbrennen. Die Asche wird hinterher mit etwas Wasser vermischt und darf in den Garten oder an die Zimmerpflanzen gegossen werden. Auf das aus der Asche etwas Neues entstehe. Und wer sich bei irgendeinem Schritt des Rituals unwohl fühlt, wandelt einfach ab und gestaltet es so, wie es für ihn stimmig ist ❤

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Der Phönix

von August von Arnswaldt

Phönix, Liebling aller Götter,
Dem Apoll mit eigner Hand
Kränze heil’ger Lorbeerblätter
Um die würd’ge Stirne wand,

Lebte einstens, himmlisch singend,

Allen Wilden Bildung bringend,
In der Künste Vaterland.

Wie der Aar dem Horst entschwebet,
Brach sein mächtig Lied hervor.

Wie die Flamm’ sich lodernd hebet,

Stieg es wirbelnd hoch empor.
Wogend senkt es sich dann nieder,
Und in sanften Tönen wieder
Rührt es das erstaunte Ohr.

Äschylos – denn so auf Erden
Kannten alle Völker ihn –
Durft’ er uns entrissen werden?
Mußt’ er uns auf ewig fliehn?
Wird er uns nie wieder singen?

Konnte solcher Ton verklingen?
Solches Feuer auch verglühn?

Horch! wie alle weinend klagen!
Weh! Des Schicksals hartes Wort
Hat auf ewig ihn getragen

Zu der Schatten finsterm Ort!
Aber matter Trostes-Schimmer
Malt in ihrem Blick sich immer:
Seine Lieder leben fort!

Ha! sie können ihn nicht sehen

Wie er selber wirkt und lebt
Und zu der Vollendung Höhen,
Seinem großen Ziele, strebt;
Wie er freudig und entschlossen,
Von Ambrosia-Duft umflossen,

In dem ew’gen Raume schwebt.

Phönix, Phönix sollte sterben,
Stürzen in des Orkus Nacht?
Er, der Göttliche, verderben
Durch der Parzen finstre Macht? –

Da sie selber ihn erheben,
Und die Musen ihm nur leben,
Und Apollo für ihn wacht?

Schon umleuchten ihn die Sterne –
Da ertönt dem Göttersohn

Heil’ges Rauschen, leis’ und ferne,
Vom erhab’nen Albion.

Und er folgt dem hohen Rufe,
Und betritt die letzte Stufe
Zu des ew’gen Ruhmes Thron.

Was der Sänger lang vergebens
Sucht’, und hier nun endlich fand,
Und worin das Glück des Lebens
Großer Seelen stets bestand:
Freiheit ist’s, – um die zu retten,

Läge auch die Welt in Ketten,
Duldet alles dieses Land.

Freiheit heilt ihm alle Wunden;
Freiheit nur ist seine Welt.
Sie, mit Tugend fest verbunden,

Ist’s, die ewig es erhält.
Freiheit ist sein einz’ges Sehnen;
Freiheit, Freiheit wird es krönen,
Bis der Bau des Himmels fällt!

Dahin senkt sich Phönix nieder –

Und vollendet ist sein Lauf.

Horch! ihn ruft Apollo wieder,
Regt die Urkraft in ihm auf –
Schon hat, da er tätig waltet,
Schon ein Holzstoß ihm gestaltet,

Und die Flamme lodert auf.

Und er stürzt sich in das Feuer;
Wonnig schwelgt sein Geist darin;
Schön ist seines Todes Feier,
Freudig, fessellos sein Sinn.

Ohne Klage, ohne Kummer
Sinkt er in den kurzen Schlummer,
Schwindet er in Asche hin.

Aber noch ein Funken glühet
Durch der Asche düstern Flor;

Klein, doch göttlich; – dieser sprühet
Aus des Todes Nacht hervor.
Alles Sterbliche vermodert;
Aus der schwachen Hülle lodert
Heil’ge Flamme hoch empor!

Und ein neuer Phönix schwebet
Auf zum freien Himmelszelt.
Wie die Kraft, die in ihm lebet,
Ihm den Mut der Seele schwellt!
Kühnes, freudiges Entzücken

Glüht in seinen Flammenblicken
Und sein Geist umfaßt die Welt.

Ha! jetzt singet er begeistert –
Wie in ihm ein Gott sich regt!
Wie der Neid nur an ihm meistert!

Wie er den daniederschlägt!
Wie ihn kühner, fesselfreier
Als den Vater, mächt’ges Feuer
Auf zum hohen Himmel trägt.

Siehst du wohl den Wandrer dorten,

Der voll Staunen nach ihm weist?
Fremd ist der an diesen Orten,
Der nicht weiß, wie jener heißt.
Wird er forschend nach ihm fragen,
Kannst du ihm mit Freude sagen:

Das ist Shakespeares Flammengeist.

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Tattoo -Wozu?

Tattoo -Wozu?

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Das Thema dekorative Körperbemalung drängt sich gerade merklich in meine Gedanken. Die Lieblingstochter wird bald 18 und wünscht sich schon sehr lange ein Tattoo. Ich überlege schon seit einiger Zeit mir ein Zweites stechen zu lassen und eine Kollegin möchte eines Ihrer Körperbilder übercovern lassen. Nachdem Jules einen Blogpost darüber schrieb, dass er persönlich jungfräuliche Haut ohne Verzierungen am schönsten findet und Christiane hier ankündigte, sich ein Tattoo stechen zu lassen nach über 20 Jahren Bedenkzeit, und zu beiden Blogposts die Kommentare vorwiegend in Richtung Anti-Tattoo anklangen, will ich dann auch mal meinen Senf oder etwas Tinte zum Thema beisteuern.

1. Vorurteil: Tattoos sind Jugendsünden

Immer mehr junge Menschen tragen heutzutage Tattoos und das Vorurteil mag sicher auf einige zutreffen. Selbst wenn, dann erinnern sie den Träger an eine bestimmte Phase in seinem Leben. Und wie Menschen nunmal unterschiedlich sind: der eine bereut seine Vergangenheit, der andere steht dazu. Mein erstes Tattoo habe ich mir mit 30 stechen lassen und es war eine Befreiung für mich. Weil ich mich dadurch endlich regelmäßig traute, schulterfreie Kleidung zu tragen. Meine Schulter ziert nämlich ursprünglich eine große erhabene ungleichmäßige und rote Narbe, die davor Menschen zu der Frage: „Was ist DAS denn?“ veranlasst hat oder sie zumindest zum Hinstarren animierte. Und ich verschwieg meinem Umfeld damals – obwohl alt genug – dass das Tattoo eben nicht temporär angefertigt wurde. Hatte ich doch mit einem zweiten Vorurteil zu kämpfen:

2. Vorurteil: Tattoos sind nur was für Knasties & Seefahrer

Die Tradition der dauerhaften Körperverzierung ist wesentlich älter. Was und welche ethnischen Gruppen Tattoos und anderes praktizier(t)en, könnt Ihr hier nachlesen. In Japan waren Tattoos lange kriminellen Kreisen vorbehalten und auch im westlichen Kulturkreis wird die Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppierungen mit speziellen Tattoos  gekennzeichnet, im positiven ebenso wie im negativen Sinne. Der junge Mann, der mir heute beim Frühstück gegenüber saß, hat beispielsweise ein Fan-Tattoo an seinem inneren Unterarm: das Zeichen der Rebellion aus Star Wars

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„Was ist das denn?“, werde ich auch heute noch gefragt. Jetzt sind aber die 2 Schleierschwänze gemeint, die auf meiner Schulter umeinander schwimmen. Und ja, mittlerweile ist mir klar, dass ich instinktiv ein Motiv gewählt habe, das für mich eine tiefere Bedeutung besaß und immer noch besitzt.

Wer sich darauf einläßt, die Motive tätowierter Menschen genauer zu betrachten, wird unglaublich viele Geschichten serviert bekommen. Natürlich gibt es die naiven kleinen Bildchen, die bestimmte Körperpartien nur auffälliger gestalten sollen und die zu oberflächlichen Zeitgenossen gehören. Für die meisten Leute, die ich kenne, gehört jedoch mehr dazu. Nicht, dass sie ihre Geschichte dazu unbedingt jedem erzählen würden. Aber das ist auch nicht nötig, denn Bilder oder Symbole wirken auch ohne Worte in unserem Unterbewußtsein.

Tattoos sind die sichtbar gemachten Bilder der Seele.

Oft finden sich in den Motiven so grundlegende Lebensthematiken wie Liebe, Glaube und Hoffnung. Ein Lebensabschnitt, an den der Träger jederzeit erinnert werden möchte als Markierung auf den Körperteil gesetzt, der der Aufmerksamkeit bedarf. Denn die Stelle, die sich der Träger aussucht, spielt eine ebensogroße Rolle, wie das Tattoo selbst, behaupte ich einfach mal frech. Einerseits, weil die Haut zum Körper gehört, zweitens weil Tattoos oft an energetischen Punkten liegen und drittens, weil die Aufmerksamkeit Dritter genau darauf gelenkt wird. Und da wir alle Energiewesen sind, erfährt diese Stelle also einen stetigen Energieschub durch das eigene Bewußtsein und immer mal wieder zusätzlichen Energieschub von außen.

Mein nächstes Tattoo wird eine Lotosblume sein und ich werde sie über dem linken Fußknöchel platzieren. Wo ich das machen lasse, weiß ich noch nicht. Da ist einerseits die Kollegin, die sich ihr Motiv übercovern läßt. Das schau ich mir an und falls das richtig gut gelingt, wäre der Tätowierer sicher eine Möglichkeit. Ansonsten werde auch ich „Feldstudien“ betreiben, denn am 3. September gehts zur Tintanic . Der Südstaatendampfer »Mississippi Queen« legt ab und mit an Bord sind 15 Tätowierer, gute Musik und leckeres Essen, es gibt Burlesque von  Queen Calavera und vor allem viele nette Leute und für einen guten Zweck ist das Ganze auch noch. Hier ein Video vom letzten Jahr:

 

…ist doch wunderschön, oder? ❤ Und die Spendensumme ist fantastisch 😀

(Bildquelle des Beitragsbildes: Pinterest)

 

 

 

Wünsche werden wahr

Wünsche werden wahr

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Über die Notwendigkeit, Wünsche konkret zu formulieren, bin ich ja schon in diesem Beitrag näher eingegangen. Mit dem Satz: „…der Weise beschenkt sich selbst mit Klarheit und das Universum (oder wer auch immer) sorgt dann dafür, dass Wünsche wahr werden.“ endete der Beitrag.

Auch wenn ich mit meinen Wünschen schon sehr konkret bin, werden sie mir nicht alle erfüllt. Ich vermute, dass es Euch ähnlich geht. Klar könnte man das jetzt damit begründen, dass ich mir gewisse Sachen eben nicht wirklich doll genug oder wirklich-wirklich wünsche, dass diese eventuell kein Herzenswunsch sind. Das ist sicher irgendwo eine mögliche Erklärung. Andererseits könnte dahinter auch etwas anderes verborgen sein, wie zum Beispiel eine Lernaufgabe. Denn was würde passieren, wenn wir alle unsere Wünsche erfüllt sähen. Selbst wenn sich die Erfüllung nicht sofort materialisiert, so wäre unsere Seele überfordert. Weil wir uns ständig entwickeln, ob wir wollen oder nicht. Unsere Ziele, Wünsche und das, was wir wirklich-wirklich wollen entwickelt sich mit.

…ein intelligentes Universum ?

Sobald Klarheit zu einem Wunsch vorhanden ist, setzt sich Dein Geist in Bewegung, bewegt etwas, läßt Dich etwas tun. Da bewegst Du Dich also auf Deinen Wunsch zu, setzt Dir Ziele, ackerst, machst und tust und dann irgendwann… passiert    nichts mehr. Alles stockt. Für so ein ungeduldiges feuerbetontes „Hörnertier“ wie mich eine furchtbare Situation, so dermaßen frustrierend!

Und immer wieder schmeißt mir das Leben solche Situationen vor die Füße. Lange habe ich gebraucht, um zu begreifen, dass blinder Aktionismus das Ganze nur noch verschärft. Seine Fehler zu sehen und daran zu arbeiten sind jedoch 2 ganz verschiedene Dinge 😉 . Ich kann es immer noch nicht lassen, verbeiße mich in den Frust, denke und meine noch mehr tun zu müssen. Da fiel mir vor einiger Zeit ein weiteres Tarotbuch in die Hände und zu einer bestimmten Karte gab es da eine ganz andere Sichtweise als gewohnt.

 

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7 der Scheiben/Münzen (Bildquelle: http://www.astrolymp.de)

Vom langsamen Wachstum und Warten war ursprünglich die Rede. Ja, ich weiß, dass das Gras nicht schneller wächst, wenn man daran zieht (einen Versuch ist es irgendwie trotzdem wert). Das neue Buch spricht im Zusammenhang mit der Karte aber von Fehlschlag und Angst. Genau das also, was man im Moment der Stagnation empfindet: Werde ich jemals wieder…? Lohnt es sich überhaupt…? Es fühlt sich an, als wenn man seinen Einsatz auf den Tisch gelegt hat und nun alles verloren ist. Der Laubhaufen auf der Karte braucht nur einen Windstoß, dann ist wirklich nichts mehr übrig. Also die Träume weggeblasen, beerdigen, aufgeben, resignieren und die Decke über den Kopf ziehen?

Tarot zeigt mir immer wieder auf – obwohl es ja NUR Karten sind 😉 – wie das Spiel des Lebens weitergehen kann. Die nächste Karte (also 8 der Scheiben) steht für Umsicht, also seine Verhältnisse neu zu ordnen. Letztendlich findet man meist unter Laubhaufen eine Menge fruchtbare Erde, die man neu bestellen kann. Also versuche ich mich immer mal wieder daran zu erinnern, dass Zeiten der Stagnation und Angst auch dafür stehen, sich selbst neu auszurichten, Wünsche zu korrigieren, die Richtung um ein paar Grad zu ändern. Wer auch immer letztendlich den Anstoß für diese Korrektur geben mag: die Seele oder das intelligente Universum…immer gilt:

„Carry on my wayward son
There’ll be peace when you are done…“ 🙂

 

Das gilt natürlich auch für den mittleren Tag der Woche …durchhalten, das nächste lange Wochenende ist in Sicht. ❤

Gutmenschen

Gutmenschen

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Der Versuch einer Definition: Gutmensch

Gutmensch impliziert mir, dass ein Mensch zu gutmütig, zu nett zu seinen Mitmenschen ist. Oft über seine Grenzen geht, und ohne nachzudenken sein letztes Hemd gibt. Ein Gutmensch verschließt angeblich seine Augen vor der Realität, ist beeinflußbar, hat keine eigene Meinung und verschließt sich den Konsequenzen. Er urteilt nicht rational, sondern ist emotional sogar mit Katzenvideos „rumzukriegen“. Ihm wir auch unterstellt, sich als Moralapostel aufzuspielen und eigentlich nur zu tun, was von Autoritäten erwartet wird. Ich tue mich grade sehr schwer den Begriff des Gutmenschen so zu beschreiben, wie er wahrgenommen wird, denn seine Wahrnehmung, Bedeutung und Verwendung in der Gesellschaft empfinde ich als sehr zwiespältig.

Der Begriff ist ja erst in letzter Zeit geprägt worden. Aber waren Albert Schweitzer oder Mutter Theresa dann auch Gutmenschen? Die Menschen, die sich Sektenführern anschließen, sind das Gutmenschen ? Wird man so betitelt, zuckt man innerlich zusammen.

Wikipedia schreibt dazu:

„… eine ironisch, sarkastisch, gehässig oder verachtend gemeinte Verunglimpfung von Einzelpersonen oder Gruppen/Milieus („Gutmenschentum“). Diesen wird, aus Sicht der Kritisierenden, ein übertriebener, nach äußerer Anerkennung heischender, Wunsch des „gut sein“-Wollens in Verbindung mit einem moralisierenden und missionierenden Verhalten und einer dogmatischen, absoluten, andere Ansichten nicht zulassenden, Vorstellung des Guten unterstellt….“

Also doch jemand, der nicht an die Konsequenzen denkt, alles nur in rosarot mit Sternchen und Glitzer malt und nichts von explodierenden  Kosten oder anderen Schreckensszenarien hören will, sondern hilft, weil er scharf ist, aufs Bundesverdienstkreuz oder Schulterklopfer ?

Szene 1 – absolut kein Gutmensch:

Ich bin Fan der Serie „Supernatural“. In einer ganzen Reihe von Folgen fehlt einem der Protagonisten seine Seele. Erstaunlich fand ich, wie sich die Macher Gedanken darüber gemacht haben, wie ein Mensch ohne Seele agiert. Alle Entscheidungen wurden rein rational getroffen. Bevorzugt wurde vom Protagonisten der jeweils erfolgversprechendste Plan. Damit war der Typ unglaublich produktiv, effektiv und kalkulierte Wahrscheinlichkeiten mit ein. Er machte keine Unterschiede zwischen Menschen, die ihm nahe standen und den anderen sondern setzte rein auf Logik, und taktierte eher mit den menschlichen Schwächen aller Menschen. Für ihn zählte bei Verlusten nur die Anzahl., also lieber 3 Leute opfern um 10 zu retten. Denn sie waren ihm alle gleichgültig. Er empfand nichts für andere: keine Loyalität, kein Mitgefühl, eben nichts, was menschliche Entscheidungen für gewöhnlich beeinflusst, was es eben auch schwierig macht, Mensch zu sein. Es ging ihm ausschließlich darum, erfolgreich zu sein, in dem, was er tat. Zu siegen.

Szene 2 – auf jeden Fall ein guter Mensch:

Der krasse Gegensatz dazu ist einer meiner Bekannten, der eines Märzmorgens knapp die U-Bahn verpasste und sich dadurch mit einer Obdachlosen unterhielt. Nach ca. 5 Minuten gab er ihr nicht nur das gesamte Bargeld, das er dabei hatte. Nein, er hob zusätzlich alles ab, was sein Konto hergab, um die Frau zu unterstützen (Ich meine mich zu erinnern, dass es sogar zu einer Wohnraumvermittlung kam). Dadurch war jedoch der junge Mann selbst 1 Woche ohne jegliche finanzielle Mittel – zum Glück war einerseits das Ende des Monats in Sicht und andererseits hat derjenige viele Freunde, die ihn trotz leerer Taschen mitverpflegten. Laut seinen Worten waren sogar 3 Rum/Cola drin 😉 .

Wer von uns hätte so gehandelt – ohne genau zu wissen, wie seine Woche wird ?

Der Bekannte meinte, es hätte ihn Demut gelehrt. Mich hat es sprachlos gemacht – soviel Vertrauen in seine Mitmenschen hat nicht jeder. Und es hat mir einmal mehr gezeigt, was Menschlichkeit ausmacht: sich für andere interessieren, mitfühlen, teilen, helfen, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. logische und erfolgsorientierte Berechnungen können auch Computer treffen. Mensch sein, heißt soviel mehr.

Wer hat Schattenarbeit nötig ?

Vielleicht wird das Wort Gutmensch ja nur verwendet, um von den eigenen Schwächen und Versäumnissen abzulenken. Viele Menschen haben heutzutage verlernt, zu geben ohne eine Gegenleistung zu erwarten, weil es ihnen uneffektiv erscheint. Und doch bin ich der Meinung, sehnt sich die Seele danach. Etwas Gutes zu tun, nicht nachzufragen, nichts zu erwarten, sondern einfach weiter optimistisch in die Zukunft zu vertrauen. Und letztendlich: Wer bestimmt eigentlich wieviel des Guten zuviel ist und wessen Moral die Norm darstellt? Doch nur die eigene Seele, oder wie seht Ihr das ?

 

Das Wort zum Montag

Das Wort zum Montag

Die Mondfrau

Die Mondfrau geht den Weg der Freiheit. Sie wandelt sich in jedem Augenblick. Sie lebt intensiv und kraftvoll. Ihre Leidenschaft ist das Reisen, und wenn sie nicht in der weiten Welt unterwegs ist, dann reist sie in ihrer unergründlich tiefen Seelenlandschaft. Wenn du eine Mondfrau an dich binden willst, dann lass sie vollkommen frei. Sie lässt sich nicht festlegen. Versuche sie niemals einzuordnen, denn sie hat zu viele Facetten. Wenn dich eine Mondfrau in sich aufnimmt, dann öffnet sie sich ganz und gar und du darfst eintauchen in ihren Körper, in ihre Seele, in ihr tiefstes Sein. Wenn du in eine Mondfrau eindringst, dann dringst du in die dunkelste Nacht ein, und wenn du bereit bist, wird sie ein Feuer in dir entfachen, das deine Seele für immer leuchten lässt.
Wenn du eine Mondfrau liebst, dann bist du bereit, deinem tiefstem Wesen zu begegnen, denn sie wird dich einladen auf eine Reise zu deiner Essenz. Die Mondfrau strahlt und zeigt sich offen der Welt. In diesen Phasen verschenkt sie alles was sie hat, wohl wissend, dass sie selbst das größte Geschenk ist. Und dann, allmählich zieht sie sich ganz in sich selbst zurück, denn ihre Kraft schöpft sie aus der Stille.

Sie geht ihren Weg aufrecht und stolz, denn sie wird vom Pulsschlag der Erde getragen und von der Weisheit des Himmels geführt.

Die Mondfrau begegnet dir manchmal so kindlich und naiv wie ein kleines Mädchen, um im nächsten Moment aus ihrer tiefen Weisheit zu schöpfen. Alle Jahreszeiten findest du in ihr. Alle Altersstufen sind in ihr vereint. Unterschätze niemals ihre magische Kraft, und lass dich nicht täuschen von ihrem jungen Aussehen und ihrem freien Lachen.
Die Mondfrau ist eine Träumerin, die all ihre Visionen in ihrem Tempo auf die Erde bringt. Dränge sie zu nichts, denn wenn du sie unter Druck setzt, wird sie erst geistig und dann körperlich fliehen. Die Mondfrau geht den Weg der Freiheit. Sie bindet sich nur an einen einzigen Ort, und dieser Ort liegt in ihr.
Ihr Wegweiser ist die Liebe.

Die Mondfrau ist hier, um alle Wesen an den Wandel zu erinnern. Denn auch sie selbst ist bereit, immer wieder alles loszulassen und vollkommen nackt im Wind zu stehen.
Sie scheut sich nicht vor dem Feuer. Denn sie selbst brennt lichterloh. Sie bleibt in der dunkelsten Stunde einfach sitzen, auch wenn alle um sie herum davonlaufen. Ihre Tränen haben schon einige Ozeane gefüllt, in die sie sich fallen ließ, um dort an den tiefsten Grund zu tauchen. Sie hat keine Angst vor der Tiefe des Seins. Sie hat keine Angst vor der dunklen Nacht, denn dort hat sie ihre Schönheit und ihre unermessliche Kraft gefunden.
Sie ist wild, leidenschaftlich und voller Lust. Sie ist zärtlich, sanft und sehr verletzbar. Du denkst sie braucht dich nicht? Halte sie fest, und du wirst spüren, wie sehr sich nach einem Gefährten sehnt, der keine Angst vor den kraftvollen Wellen ihrer Seele hat.

Nina Konitzer

Die EINE Geschichte

Die EINE Geschichte

Unterwegs im Blogland

Rotwein in der Hand

Lese von Traurigkeit, Freude und Finanzen

von Enttäuschungen, Alltag und Romanzen.

Dunkel schimmernd und samtig weich

führt mich der Wein ins dunkle Reich.

Lässt mich zwischen den Zeilen nur ermessen,

was versucht wird zu vergessen.

Das Trauma, der Traum, die Eine Geschicht

die auf der Seele liegt, wie ein Gewicht.

Die Bremse, der Klotz, die Erinnerung,

die man fürchtet, gelangt nie zur Veröffentlichung.

Die die Zeit nicht heilt, immer im Schlepptau dabei,

Emotionen verklebt, wie dickflüssiger Brei.

Manchmal hochschwappt, gesehen werden will,

im Zaum gehalten wird durch den inneren Drill.

Büchse der Pandora, die verschlossen bleiben soll,

wird ängstlich betrachtet mit argwöhnischem Groll.

Wird das Päckchen durch Zufall vergeben

oder erwerben wir es uns in vorherigen Leben?

Niemand will sich alleine dem Feuer stellen,

jeder für sich mit der Angst, sich zu verbrennen.

Doch irgendwann drängt jeder Vulkan zum Licht

und so wird es sein mit der Einen Geschicht.

Wird sich nicht mehr verstecken lassen

die Liebe zum Leben wird wichtiger als das Hassen.

Lass sich die Wellen über Dir brechen,

Denk an Dich und Dein Versprechen.

Dein Leben zu achten und nicht zu verschwenden

ihm Sinn zu geben, lange vor dem Enden.

Lass einfach los, dreh Dich nicht um,

genieß Dein Leben rundherum.

  Fühl Dich frei und mit allem verbunden

mach das Herz auf, ist genug geschunden.

Fliege hoch und lass Dich tragen.

Wer wird sonst Deine Träume wagen?

Weil ich es mir wert bin

Weil ich es mir wert bin

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War es falsch, dass ich Deine Wunden kühlte,

ein Fehler, dass ich mit Dir fühlte?

Blöde Hoffnung, dass ich mich in Dir verlor,

weil ich sah, wie Deine Seele fror?

Die Schwärze hätte mich abschrecken müssen,

Dein Selbst ist absolut zerrissen.

Du und Dein Leben bist Du Dir nicht wert,

bei mir ist’s eher umgekehrt.

Suchst Bestätigung noch und nöcher

und nichts davon stopft Deine emotionalen Löcher.

Lebst nur im Gestern, das Heute egal

nur copy and paste, als wär das normal.

Verluste hast nicht nur Du erlitten,

ich bin ebenso in ein Loch geglitten.

Bin bis auf den Grund geschwommen,

dem Du versuchst, mit Alkohol zu entkommen.

Ich sah in den Spiegel, ich sah mich

göttlich und auch fürchterlich.

Und so wie ich bin,

so bin nur ich.

Bin ganz oder gar nicht, schwarz und auch weiß

naiv und neurotisch, kalt und auch heiß.

Und eines weiß ich ganz genau,

ich bin nicht doof und leb nicht grau.

Wann hast Du angefangen, mich zu unterschätzen,

meine Naivität und Blondsein mit Dummheit zu verwechseln?

Hast versucht mir eine Kopie von Dir zu verkaufen,

hast gedacht, meine Gefühle würden darin ersaufen.

Dieselbe Masche, mit der Du solang schon paktierst,

und dabei vergißt, dass nicht nur Du verlierst.

Wolltest am offenen Herzen operieren

und selber gar nichts investieren.

Ist nichts für mich. Schach Matt, das Spiel ist aus,

such Dir doch einfach eine billige Maus.