Bist Du frau genug?

Bist Du frau genug?

Ich guck mir gern mal die TED-Videos an, weil oft wahnsinnig interessante Sachen dabei sind. Und ich versteh viel der englisch gehaltenen Vorträge, mag man gar nicht glauben 😉 . Manchmal brauch ich aber einen Aufhänger, zum Beispiel für einen Blogpost, der schon halbe Ewigkeiten in den Entwürfen rumgammelt. Der Redner war gut, sehr gut sogar. Es ging um „Are you men enougth?“ Also bist Du Mann genug, z. B. Deine Sensibilität in Form von Tränen zu zeigen usw. Der ganze Vortrag wirklich mitreißend und ergreifend. Aber dann geschah es LEIDER, dass der Redner als große „Pointe“ das unselige Thema #metoo hatte. Um hier keinen falschen Eindruck entstehen zu lassen, der Redner war PRO metoo, ich bin dagegen. ABER ich bin absolut gegen Mißbrauch jeglicher Art. Genau deshalb finde ich, dass das eine mit dem anderen ungefähr soviel zu tun hat, wie Reis mit Kartoffeln.

Es hat mich schon skeptisch gemacht, dass mit einem Mal ach soviele Frauen behaupteten, sich nicht gegen sexuelle Übergriffe wehren zu können, bzw. anscheinend sehr vielen obwohl erwachsen ein NEIN nicht über die Lippen kam, wenn es um Besetzungscouchen ging. Mädchen und erst recht junge Frauen wissen um ihre Machtinstrumente, wissen um ihre Reize und wie diese einzusetzen sind. Dann hinterher so zu tun, als ob nur der Kerl in der Chefposition Schuld wäre an dem Dilemma, ist m.E. einfach hinterfo…ig. Entweder ich stehe dazu, meine Rolle oder meinen Posten aufgrund gewisser Gefälligkeiten erreicht zu haben, oder ich leiste diese gar nicht erst. PUNKT !!!

Komisch auch in diesem Zusammenhang, dass es nie die „Brad Pitts“ oder „George Cloonys“ dieser Welt sind, die verklagt werden. Setzt das aufstrebende Karrieremädchen da etwa unterschiedliche Maßstäbe an? Oder wird erst am Schluß abgerechnet? Und wenn frau dann sieht, dass sich der (Liebes-)Aufwand nicht gelohnt hat, werden taktisch Chancen abgewogen? Wie auch immer.

Zusätzlich fühlen sich bestimmt auch diejenigen motiviert in der metoo-Bewegung mitzumischen, die ich gern als Trittbrettfahrerinnen bezeichne. Mädels, die behütet aufgewachsen, aber eben keine realen Missbrauchsopfern sind und sich deshalb ausgeschlossen fühlen. Mit dazu gehören wollen. Als wenn das so einfach wäre. Ja, ist es anscheinend. Da wird dem anerkennenden Pfiff eines Bauarbeiters Sexismus unterstellt. Einer meiner Bekannten meinte neulich, dass man einer Frau nicht mal mehr in den Mantel helfen dürfe, geschweige denn, ihr die Autotür aufhalten – ALLES würde einem als Mann sexistisch ausgelegt werden.

Gleichzeitig steigt die Scheidungsrate, seitdem wir alle so wahnsinnig emanzipiert sind.

Ich verrate Euch mal was: die Rate steigt vor allem bei denen, die sich gleichen. Denn der Reiz einer Beziehung liegt in den Gegensätzen. Zu akzeptieren, dass Männer anders denken und eben keine Frau sind. Und sich selbst die eigene Weiblichkeit zugestehen,  dass frau ist, wie frau ist und damit nicht falsch denkt oder spürt – nur ANDERs. Weiblichkeit ist für Frauen definitiv heutzutage ein Thema. Ich habe wenige Frauen kennen lernen dürfen, die sich ihrer Weiblichkeit bewußt sind, die nicht neidisch auf die Nachbarin oder beste Freundin schauen und diese für viiiieeeeel weiblicher als sich selbst halten. Weiblichkeit ist soviel mehr als Rundungen oder eine hohe Stimme.

Deshalb meine Frage:

Bist Du Frau genug?

Beim Tantra habe ich begriffen, dass Frausein nichts mit dem Kopf zu tun hat. Deine Weiblichkeit spürst Du, wenn Du Deinen Unterleib bewohnst. ❤

😉 Denkt mal drüber nach. Vielleicht erscheint Euch metoo dann ebenso nutzlos wie mir.

Hier ein wunderbares Beispiel für eine Frau, die in ihrer Kraft, ihrer Weiblichkeit ist und sich ihrer sexuellen Macht bewußt – und nein, Nancy Sinatra hätte sich nicht im Grab umgedreht, die hätte „Daumen hoch“ gedrückt! I’m sure!

 

PS: Nein, ich stehe nicht auf das Schlagen von Männern, außer, es sind Jungs, die es partout nicht anders kapieren. 😉

PPS: Thx to lovely RB ❤ for song and conversation. *ggg*

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Stil fängt bei den Schuhen an… Teil 2

Stil fängt bei den Schuhen an… Teil 2

Heute dann mit etwas Verspätung Teil 2 meiner kleinen Einführung in das gekonnte – weil trainierte – High-Heel-Laufen. Wer Teil I nochmal nachlesen möchte, wird hier fündig. Auch hier ein dickes DANKE an Nessie von den Happynessygirls für die Idee 🙂 .

Nachdem ich jetzt also mit kurzer Unterbrechung – wegen eines wirklich heftigen Oberschenkel-Muskelkaters – 10 Tage auf Zehenspitzen durch die Wohnung gelaufen bin, und Ihr das Ganze hoffentlich fleißiger als ich mitgemacht habt, schicke ich Euch zum

Schuhe shoppen

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(Abb. 1)

Schwelgt in der Fülle des Anprobierens, geht aber den Kauf langsam an. Wer bis dato nur flach unterwegs war, sollte sich erstmal Schuhe mit 6-8 Zentimetern Absatz zulegen. Wer 6 Zentimeter als Basic betrachtet, probiert sich durch das 10-12 Zentimeter Angebot – sofern der eigene Schuhschrank das noch nicht hergibt, das Konto es erlaubt oder ein wichtiges Event ansteht, wo man solche Schuhe unbedingt tragen muss 😉 .

Tipps für den Schuhkauf

Dass ich die Heels grundsätzlich am Vormittag, nur mit Feinstrümpfen und nicht nur einen Schuh, sondern beide anprobiere, versteht sich eigentlich von selbst. Wenn ich mir ein paar Schritte aufgrund der Höhe nicht zutraue, ist das vorerst nicht tragisch. Was ich jedoch unbedingt teste, ist der Schwerpunkt. Wie stehe ich auf den Schuhen ? Liegt der Schwerpunkt mittig unter der Ferse, so ist das später ein wesentlich angenehmeres Laufen, als wenn Designer diesen sonstwohin legen:

(Abb. 2, Bildquelle: Imaxtree)

Was mir an den beiden oben gezeigten Paaren jedoch gefällt ist die Verstärkung jeweils im Bereich der Gelenke. Wer sich langsam an das Thema High Heels rantasten möchte, wählt ebensolche Verstärkungen oder auch Riemchen, die zusätzlichen Halt geben, so wie in Abbildung 1 der mittlere Heel. Gut zu erkennen ist bei allen abgebildeten Schuhen, dass ein wenig Schummeln in der Höhe absolut erlaubt ist. Durch den Plateau im Ballenbereich „wächst“ man zwar einige Zentimeter und kann mit dem entsprechenden Absatz noch einiges mehr an Luftraum gewinnen, wenn man das möchte.

Genug der Theorie – so ein Schuhkauf ist auch so schon anstrengend genug und wenn man sich ausgerechnet in ein Paar Heels verliebt, die nicht den Kriterien entsprechen, kann ich das absolut nachvollziehen 😉 .

Die Fitness oder Vorbereitung ist alles

Ein Fitnessprogramm für die kommende Woche steht natürlich auch an, damit der Storchengang keine Chance hat. Wer von Euch schonmal in der Tanzschule war und Latein geübt hat, erinnert sich vielleicht daran, dass es nicht nur darum geht auf den Zehenspitzen zu bleiben. Spätestens seit „Let’s dance“ ist der Begriff „innerkörperliche Bewegungen“ den meisten bekannt und auch beim Zumbatraining wird sie trainiert: die lockere Hüfte.  Damit ist kein übertriebenes Gewackel des Luxushinterns gemeint, sondern einfach nur ein lockeres Hüftgelenk, das bei den meisten von uns aufgrund sitzender Tätigkeit etwas eingerostet ist. Der Hamburger würde S-TEIF sagen. Also werde ich mir in der kommenden Woche meine Playlist schnappen und jeden Tag mindestens 10 Minuten zu Salsa, Rhumba, Mambo und Co.  abzappeln: barfuß, auf Zehenspitzen, leicht in den Knien und mit lockerer Hüfte. Shakira und Enrique Iglesias haben da eine passende Musikauswahl parat.

High-Heel-Couching

Hinterher geht es natürlich auf die Couch – nicht ohne vorher die neugekauften Heels mit dünnen Baumwollsocken angezogen zu haben. Also erst barfuß tanzen, dann mit Schuhen auf die Couch (wirklich noch nicht darauf laufen). Die Söckchen über den Füßen sollen den Schuh ein wenig weiten und zusätzlich gewöhnt sich der Fuß an das Tragegefühl. Das Weiten des Schuhs funktioniert zwar schneller, wenn man dann mit heißer Luft aus dem Fön drauf pustet. Ich persönlich empfinde das aber als Energieverschwendung. Sofern man sich eine Woche Zeit läßt, funktioniert auch die Couch-Methode wunderbar. Zirka einen Film lang oder 1-2 Stunden sind perfekt.

Und wie auch letzte Woche der Tipp: verkrampft Euch nicht und geht es spielerisch an. Nächste Woche habe ich dann eine kleine Schuh-Charakter oder Charakter-Schuh-Auflistung (je nachdem, wie man es nimmt) für Euch und natürlich geht das Training dann in die heiße Phase – Schritt für Schritt…

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Stil fängt bei den Schuhen an…

Stil fängt bei den Schuhen an…

besonders, wenn Frau darauf laufen kann 😉 .

Nessie hat mich eigentlich um einen Gastbeitrag zum Thema Mode und Weiblichkeit gebeten. Ich dachte anfangs daran, einen kleinen Artikel darüber zu schreiben, wie man(n) oder frau auf ansehnliche Art und Weise in Heels von der Stelle kommt. Jedoch geht es um einiges mehr, als nur den Gang. Und da ich jetzt zum Frühling meine Lieblinge wieder aus dem Schrank hole und auch selbst erstmal wieder trainieren muss, mach ich doch einfach eine kleine Artikelserie daraus, und in 4 Wochen sind die 14cm höchstens für unseren Begleiter ein Problem.

Sicher fragt sich die ein oder andere, warum sie das tun oder können sollte, oder warum es für mich zur Weiblichkeit gehört. Niemand muss oder sollte darauf laufen, wenn sie es denn nicht will. Für mich gehört das Spielen zum Weib sein dazu. Schuhe sind für die meisten Frauen ein Kommunikationsmittel. Der jeweils ausgewählte Heel übermittelt am Fuß bestimmte Aussagen der Trägerin. Dazu schreibe ich mehr in der kommenden Folge, und ich meine nicht das stupide „F… mich“, das zu gern reininterpretiert wird. Zusätzlich bekommt der eigene Gang durch die Entschleunigung einen weichen, fließenden Charakter, der besonders die Vorzüge einer Frau betont. Ein Heel ist nichts für Frauen, die sich verstecken oder nicht gesehen werden wollen. Da ist es absolut von Vorteil, mit sich und seinen Rundungen im Reinen zu sein, damit man das Spiel der Blicke genießen kann…

Aber – es ist noch kein Naturtalent in der Disziplin High-Heel-Laufen vom Himmel gefallen. Und ich persönlich finde nichts schlimmer als Mädels, die wie Störche im Salatbeet unterwegs sind, sich irgendwie über die Distanz bringen und den Eindruck der Hilflosigkeit verstärken, mit dem Frauen in Heels gern abgestempelt werden. Ich schäme mich regelrecht fremd.

Zuallererst müssen bestimmte Muskelgruppen trainiert werden und es gibt Grundsatzregeln.

In der ersten Woche geht es vor allem darum, die Knöchelpartie zu stärken. Auch wenn es später falsch ist, mit dem Gewicht auf den Ballen zu laufen – die folgenden Tage werde ich barfuß und auf Zehenspitzen durch die Wohnung tappsen. Zusätzlich wippe ich bei stehenden Tätigkeiten, wie z.B. Kochen, Bügeln oder auch beim Zähneputzen immer wieder beidseitig gleichmäßig auf die Ballen. Immer wieder richtig hoch und runter.

Wenn ich unterwegs bin, habe ich sowieso meist mindestens 6 cm hohe Schuhe an. Wer es aber im Alltag eher ganz flach angehen läßt, sollte sich erstmal mit 3-4 cm Absatzhöhe versuchen, um diese dann langsam zu steigern.

Und noch ein Tipp: nach Stiefeln, Boots und dicken Socken wird es wieder Zeit für schöne vorzeigbare Füße. Nichts drückt später in hohen Schuhen mehr als Hornhaut an Zehen und Ballen…und das Eincremen nicht vergessen.

Also eine Woche Zeit für Training und Vorbereitung und nächste Woche erzähl ich dann, was beim Schuh-Einkauf wichtig ist – und welcher Muskel noch trainiert werden muss. Und nicht vergessen – geht es spielerisch an.

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Helden

Helden

Gerade hab ich Kinokarten gekauft. Morgen Abend schau ich mir mit der Lieblingstochter „Deadpool“ an. Den Trailern nach ein Superheld mit einer übergroßen Klappe. Letztendlich einer, der an verschiedenen Wegpunkten Entscheidungen trifft, die ihn zu dem machen, der er ist. Der sein Leben so annimmt und sich dabei seinen Humor bewahrt. So wie man eben einen Helden definieren würde: jemand, der in einer speziellen Situation über sich hinauswächst, seine Ideale vertritt und sich selbst treu bleibt.

Laut Wikipedia wurde das Wort ‚Held‘ seit dem 3. Reich im westlichen Teil Deutschlands nicht benutzt, wobei es im östlichen Teil noch Auszeichnungen gab, die ein ideologisch gefärbtes ‚Held‘ im Namen trugen. In Mythen und Sagen sind Helden eher Halbgötter oder zumindest gottähnlich und selten ist ein Held weiblich. Ist es da ein Wunder, dass wir das real existierende Heldentum nicht sehen (können) ? Und ich meine damit nicht die Spitzensportler, die zu Helden hochgelobt werden.

Als Frauen können wir mittlerweile alles tun, was uns in den Sinn kommt und der Feminismus hat dazu geführt, dass Stärke und Unabhängigkeit ebenfalls unsere Domäne sind. Einerseits behaupten wir uns, auch als das starke Geschlecht und lassen diesen Umstand oft genug in unsere Kommunikation einfließen. Und eine Zeitlang  versuchen wir wirklich folgendes 😉 :

Andererseits ist da eine Sehnsucht in uns, die wir unerklärlich finden. Die uns bei Liebesschnulzen nach dem klassischen Muster ganze Taschentuchberge vernichten läßt. Sehnsucht nach dem Einen, der uns vervollständigen würde, wenn wir es denn nicht schon wären. Unsere Anforderungen nach dem Einen sehen ungefähr so aus (ab ca. Minute 4:00 ) 😉 :

 

Ja, ich weiß …Satire. Und in ebendieser steckt nicht nur ein Körnchen Wahrheit. Ich jedenfalls möchte heutzutage nicht in der Haut eines Mannes stecken. Mir gefällt, was ich bin. Und zum Frausein gehört es eben auch, Gefühls-Schwankungen unterworfen zu sein, irrational zu handeln und das Ziel auf Umwegen anzusteuern – auch in der Kommunikation. Ehrlich gesagt glaube ich, dass diese Andersartigkeit uns Frauen für die (heteroorientierte) Männerwelt so reizvoll macht. Und ebenso ist es doch im umgekehrten Fall…

Denn nur so macht die Ergänzung Sinn: indem wir Frauen uns die Weiblichkeit gestatten und sie nicht als Schwäche einordnen und in unseren Pedants die Helden sehen, die sie sein möchten:

 

(Übersetzung aus dem Gälischen hier )

…und ich hoffe, Meinem Helden gefällt der Song ❤

 

Die Göttin in Dir

Die Göttin in Dir

 

Warum genau ich jetzt auf das Thema komme, wer weiß das schon.Vielleicht liegt es ja an Mata Hari, die mich diese Woche von meinem Kalender in einer leicht arroganten aber sehr anmutigen Tanzhaltung anlächelt. Eine Frau, die ich als normal schön bezeichnen würde, die sogar ein kleines Bäuchlein hat, aber mit ihrer gesamten Ausstrahlung unglaublich weiblich und sexy erscheint.

Man sieht ihr regelrecht dieses „I feel pretty“-Gefühl an.

Gerade jetzt, wo es langsam richtig kalt wird und Frau logischerweise ihren Körper in Lagen von Stoffschichten hüllt, wird derselbe darunter zum Lost Place. Nicht von ungefähr bekomme ich jetzt wieder im Waxtempel meines Vertrauen uneingeschränkt einen Termin. Als ob der weibliche Körper anderswo ausschließlich für die warmen Monate repräsentabel hergerichtet wird. Gut, in der Sauna war ich lange nicht mehr, kann ja durchaus sein, dass der No-Hair-Style so langsam out ist, wobei das für mich keine Rolle spielt. Weil ich mich wohlfühlen möchte und für mein Pretty-Gefühl gehört das einfach mit dazu.

Ebenso bekam ich im Frühjahr in der Wäsche-Boutique meines Vertrauens – das ist die, wofür die kleine Sylvie wirbt – keine Halterlosen mehr…und das in Berlin. Da sieht es momentan in den Regalen ganz anders aus – freie Auswahl sozusagen. Aber wenigstens Wäsche wird gekauft. Schließlich war ja auch gerade die Show der Engel mit den (nicht nur) sexy Flügeln. Auch denen sieht man ihr super Körpergefühl an. Ja, werden jetzt einige sagen, wenn ich sooo einen Körper hätte… Mein Körper ist nicht perfekt und klar hab ich auch so meine Baustellen, jedoch ist es für mich und mein Frausein wichtig, mich unbeschreiblich weiblich zu fühlen.

Es gibt Wissenschaftler, die sich damit beschäftigt haben, wie das Zusammenspiel zwischen unserem Denken und dem Fühlen funktioniert. Eine große Rolle in diesen Versuchen spielte immer das „als ob“ Prinzip. Heißt, es wurde von den Versuchsleitern an die Versuchspersonen ein Zustand vermittelt, der sozusagen das Ergebnis vorausnahm. Erzählte man also z.B. den Versuchspersonen nach einem Vortest, sie hätten einen hohen IQ, schnitten die Getesteten im nachfolgenden Test deutlich besser ab. Sportler nutzen das „als ob“-Prinzip zur mentalen Vorbereitung auf einen Wettkampf und zur Visualisierung ihres Sieges.

Nun reicht es natürlich nicht, sich vorzustellen, dass man eine (Mond-) Göttin ist, dazu gehört ein wenig mehr. Also trage ich unter Schichten von Stoff trotzdem nette Kleinigkeiten und Absätze an den Füßen sowieso. Damit im Stechschritt durch die Gegend zu marschieren, wäre eher kontraproduktiv, ein ruhiger, angemessener, sehr bewußter Gang (nein kein übertriebenes Hüftenwiegen) und das Göttinnen-Gefühl kommt von ganz allein. Klar, dass ich Blicke sehr bewußt genieße, warum auch nicht, tut gut und nicht weh. Klar hat auch das etwas mit Körperbewußtsein zu tun.

Bewußtheit, nicht nur darum ging es in meinem gerade beendeten Tantra-Kurs, nein auch die Achtsamkeit in Bezug zum eigenen Körper spielte eine sehr wichtige Rolle. Gerade für uns Frauen ist es wichtig, unsere Grenzen und damit unseren Körper zu spüren und ihn bis in den letzten Winkel auszufüllen, auszufühlen und darin zu wohnen. Hört sich selbstverständlich an, ist es aber noch lange nicht für jede.

Das durfte ich lernen: Ipsation ist anscheinend nicht selbstverständlich für Frauen. Ich benutze dieses Wort, weil sich für mich der Freudsche Begriff „Autosex“ zu mechanisch anhört, „Masturbation“ lt. Wikipedia sehr am Mann orientiert ist und das „Onanieren“ vom Ursprung her zu einem Coitus interruptus führt – also deshalb Ipsation. Kann sein, dass der ein oder andere Leser der Meinung ist, dass dieses Thema in einem Blog nichts zu suchen hat. Ich finde jedoch, dass es an der Zeit ist, dass ein solches Tabu gebrochen wird. Soviele Frauen haben Hemmungen, darüber zu sprechen oder es etwa auch noch zu tun; können kein Gefühl für ihren Körper entwickeln und ihnen entgeht, wie wunderbar selbiger ist; von Orgasmusproblemen und Lustlosigkeit beim Sex ganz zu schweigen. Dazu gehört natürlich auch, sich mitten im Alltagsstress bewußt zu machen, was man selbst gerade braucht. Und mit ein wenig Achtsamkeitstraining kann Frau es schaffen, vom Alltagsbewußtsein auf den Entspannungsmodus zu schalten und sich selbst Gutes zu tun, ihre Weiblichkeit zu erforschen und kennenzulernen auch auf diesem Wege. Erregungsquellen können für Frauen neben Verliebtheits- oder Lustgefühlen natürlich auch visuelle Reize sein. Wobei damit sicher nicht die Bildersammlung von männlichen Geschlechtsteilen gemeint ist, die mittlerweile so ziemlich jede Single-Frau auf ihrem Handy hat. Ein wenig mehr – meine Herren – braucht die Damenwelt schon, um ihr Kopfkino anzuschmeißen 😉 .

…und sich hinterher wieder wunderbar entspannt auf den Alltag konzentrieren zu können. Diese Art von Selbstliebe trägt zu einem guten und selbstbewußten Körperverhältnis bei. Und da wir in diesem Leben nur den einen Körper zur Verfügung haben, können wir doch auch gleich damit anfangen, ihn gern zu haben. Diese Tiefenentspannung in Bezug auf den Körper nimmt das eigene Umfeld garantiert wohlwollend wahr. Denn nichts macht eine Frau anziehender als eine selbstbewußte Haltung zur eigenen Weiblichkeit.

Wer gern dazu und zu vielen anderen Bereichen der Sexualität lesen oder lernen möchte, dem lege ich das Buch „Sex & Achtsamkeit“ von Susanna Sitari-Rescio (Verlag Kamphausen) ans Herz. Ein wunderbares Buch von einer beeindruckend beweglichen und warmherzigen Frau, deren einfühlsame Frauenabende ich sehr genossen habe.

Ich glaube, dass unsere Gesellschaft das weibliche Prinzip stärker denn je braucht. Von Frauen, die sich wie Frauen fühlen und nicht die besseren Männer sein wollen.

So leicht, wie ich diesen Beitrag leicht begonnen habe, möchte ich ihn auch abschließen. Folgenden Fakt habe ich bei Wikipedia gefunden – den Suchbegriff enthalte ich Euch zum Schutz Eures Kopfkinos vor 😉 :

„Ein autoerotischer Unfall mit Todesfolge zählt nicht als Unfall im Sinne der Allgemeinen Unfallversicherungsbedingungen und führt von daher nicht zu einer Leistungspflicht der Unfallversicherung.“ *grins* Alles klar?

Ach und da wäre noch etwas: für Hinweise, wo genau man defekte Vibratoren reparieren lassen kann, wäre ich sehr dankbar 🙂 .

Genießt an diesem Mittwoch den Höhepunkt der Woche !

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Das Spiel ist das Spiel ist das… Teil II

Das Spiel ist das Spiel ist das… Teil II

Noch alles vorhersehbar, ein spezielles Schach, das Treffen der beiden gewiss.

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Strategisch geht die Jägerin vor, hat ihn hingehalten, bis zu einem mittleren Wochentag.

Nur mal eben ein Drink“ nach der Arbeit, er darf wählen, wohin es geht.

Summend sorgt sie vorher dafür, dass heute seine optischen Erwartungen erfüllt werden.

Die Jeans, in der ihre Kehrseite besonders zur Geltung kommt,

die Bluse leicht transparent mit unschuldiger Spitze darunter.

Heels (nein, nicht die mit der speziellen Aussage ) für den perfekten Gang.

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Sie weiß, wie sie wirkt und ihr Charme wird ein übriges tun. Sie ist sich sicher.

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Quälend langsam geht es auf den Abend zu, in den Kurz-Nachrichten spürbare Spannung.

Da kommt von ihm ein unmoralisches Angebot: bei Symphatie ein Kuss zur Begrüßung-

ob sie auf den Deal eingeht? Ein unvorhergesehener Spielzug…und er drängt…

natürlich geht sie darauf ein …die Prinzessin …und die Jägerin ist gespannt.

Sich seiner sicher parliert er im Chat weiter. Noch sicherer erwartet er den Kuss.

Seine überzeugte Art ist Neuland für sie, verwirrte sie vorher schon phasenweise.

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Sie schüttelt die Verwirrung ab – der Kuss wird ihr zeigen, wie das „Später“ wird.

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Er bietet an, sie abzuholen, wegen des Mistwetters und sie stimmt zu.

Nach einem weißen Cabrio mit Stern soll sie Ausschau halten – er sei gleich da.

Na klar, im Winter“ denkt sie noch sarkastisch, während sie am Treffpunkt wartet.

Um im nächsten Moment sprachlos zu sein …ihren Augen nicht zu trauen

…hätte er ihr gesagt, was für ein Cabrio, sie hätte ihm noch weniger geglaubt.

Schnappatmung, Gefühl im Märchen zu sein, unwirklich …unglaublich.

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Und das, wo sie doch meint, Autos wären doch nur fahrbare Untersätze.

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Dann steigt er aus, und sie sieht ihn zum ersten Mal in echt und 3 D

ihr Schirm sucht das Weite, mitten auf dem Gehweg steht sie wie festgewachsen.

Langsam schlendert er auf sie zu und lächelt verwegen, sieht ihre Verwirrung

und beginnt zu lachen, ein ansteckendes herzliches Lachen. Und sie?

Kann nicht anders und lacht mit, bis sich beide gegenüberstehen.

Sich in die Augen schauen und ihre Lippen sich nähern.

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Ein Kuss, der ihr zeigt, dass sie die richtige Wahl getroffen hat – für später.

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Der Abend vergeht wie im Flug und ihre Lippen suchen sich immer wieder,

mal verspielt, dann wieder heftig und leidenschaftlich – und er riecht so gut.

Und da ist ein Gefühl, wenn sie in seinen Armen liegt – unbeschreiblich.

Allein dafür hat sich die Jagd gelohnt, ja sie genießt, tiefe Blicke und sanfte Hände.

Fühlt sich geborgen und sicher, begehrt und angebetet,

und sie weiß, dass ihre Falle zugeschnappt ist. Er zappelt im Netz, so ist das Spiel.

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Nichts wird er tun, was sie nicht will. Wenn sie nein sagt, dann hält er still.

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Sie erinnert ihn daran, dass morgen noch ein Arbeitstag vor ihr liegt.

Charmant hilft er ihr in den Mantel, küßt sie galant. Und ganz Gentleman

fährt er sie im Traumauto zum gewünschten Ziel, beendet die Fahrt mit einem Kuß

und hält dabei ihre Kehle fest und sicher umklammert. Es nimmt ihr die Luft und

sie schmilzt dahin – fast zu schwer macht er es der Prinzessin, die Jägerin ringt,

gewinnt den Kampf und verabschiedet sich. Dreht sich nicht um und steigt in den Zug.

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Und sie spürt seinen Blick, der versucht, sie zurückzuziehen. Bald gibt sie ihm mehr.

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Fortsetzung folgt

Haare

Haare

Es soll ja Frauen geben, die ein sehr spezielles Verhältnis zu ihrem Körper haben. In meinem Fall ist nicht der Body das Problem, sondern die Behaarung desselben. Wobei es mir nur um einen speziellen Bereich geht, für alles andere gibt es Wachs…darüber äußer ich mich zu einem späteren Zeitpunkt 😉 (vielleicht) .

Heißt, hier geht’s um die Zierde meines hübschen Kopfes – ich gebe es offen zu: ich war heute beim Friseur. Den Besuch desselben schiiiiiebe ich immer und immer wieder hinaus, bis es denn wirklich nicht mehr geht. Grund ist das sehr ambivalente Verhältnis zu meinen Haaren und somit auch zum Friseur.

Ich muss mich ja praktisch in dem Moment mit den Dingern beschäftigen…also mir Gedanken zum Schnitt, zur Länge oder Farbe oder eventuell sogar Strähnen machen und das führt dann zu weiteren Überlegungen, die bearbeitet werden müssen: Hab ich schon graue Haare? …also Strähnen, …das dauert aber ewig und kostet zuviel Geld. Wenn ich die so lang lasse, müßte ich mal aufhören, darin rumzuzwirbeln…andererseits kann ich nicht mehr zwirbeln (auch doof), wenn ich sie kürzen lasse, dafür geht „duschen MIT Haare“ eindeutig schneller. Also abschneiden? …denn wird’s im Nacken so kalt…aber oben aufm Kopf liegen sie besser. Oder so einen geraden Bob schneiden lassen? …da passt die Kopfform nicht dazu….

Bis dahin sicher für viele Frauen nachvollziehbar, nur jetzt oute ich mich: dummerweise hab ich die Haare, die Ihr Euch alle wünscht: viel UND dick …kann sich irgendwer eigentlich vorstellen, wie nervig das ist? In JEDEM Frauenratgeber (Cosmo, Bild, Tina, Brigidde…) finden sich zig Tipps für dünnes Haar und jeder, der schon mal meine Haare in der Hand hatte…also professionell mein ich…möchte gerne mit mir tauschen! Würd ich ja gern, wirklich! Ich weiß echt nie, was ich „damit“ anstellen soll – steh verzweifelt vorm Spiegel und lass sie dann doch wieder einfach so, wie sie eben liegen. Früher meinte jemand, darauf bestehen zu dürfen, dass ich mir „was“ ins Haar mache…Ich sag nur: dadrin hält nischt…Spangen, Kämmchen sogar Haarreife…flutscht alles raus. Und meine Kopfform erst…das übliche Procedere: morgens liegt alles super und schon mittags wie angeklatscht …an dieser dreieckigen Form mit der Spitze nach oben. Da seh ich aus, wie dieser rosa Typ aus Spongebob! Ahhhh…

Über Friseure an sich solls hier nicht gehen. Frau sollte nur absolut froh sein, wenn sie jemanden findet, der sie versteht und noch mehr: ihre Haare. Und was sagt die Gute also zu mir: „Schnitt, Länge und Farbe sind super…wir müssen nur ein wenig die Spitzen schneiden und der Pony ist grad furchtbar“ . Die Frau hat mich verstanden! Und wißt Ihr was? Typ Traumfrau guckt grad in den Spiegel und findet ihre Haare schön 🙂 Und morgen dürfen die einfach so liegen, wie sie wollen – perfekt eben.